ADS: Benachteiligung schwuler Schützenkönige ist rechtswidrig

 

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) hat entschieden: Das Verbot von Auftritten homosexueller Königspaare in Schützenbruderschaften ist nach Auffassung der ADS rechtswidrig.

Bereits Mitte März haben wir Euch über den Beschluss des Bundes Historisch Deutscher Schützenbruderschaften (BDHS) informiert, der besagte, dass schwule Könige zukünftig nicht mehr mit ihrem Partner öffentliche Auftritte gemeinsam begehen dürfen. Dies geschah am 11. März.

Demnach könnten homosexuelle Schützenköniginnen oder -könige in Zukunft nicht mit ihren Lebenspartner auftreten. Nach Auffassung der ADS widerspricht dieser Beschluss dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und ist somit nicht wirksam. Dies geht aus einem Rechtsgutachten der ADS hervor.

Auch auf die vom BHDS ins Feld geführte so genannte Kirchenklausel des AGG(§ 9), kann sich der Verband nicht berufen. Christine Lüders fordert den Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften daher zur Rücknahme des diskriminierenden Beschlusses auf.

Wie Lüders mitteilte, hat der BDHS auf die Bitte einer Stellungnahme zum rechtswidrigen Vorgehen bislang nicht reagiert. „Von dem Beschluss geht eine große Signalwirkung aus. Daher ist es wichtig, dass so schnell wie möglich diskriminierungsfreie Zustände wieder hergestellt werden“, so Lüders weiter.

Das Gutachten kann auf der Seite der Antidiskriminierungsstelle des Bundes downgeloadet werden. Wer selbst aktiv werden möchte, kann unter „Schützen gegen Homophobie“ seine Stimme abgeben.

Berichterstattung auf GAYS.DE:
Schützen sind gegen Homophobie!
Schwule Königspaare wollen wir nicht…
Nie wieder schwule Königspaare

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