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Servas

Ich bin Schwul

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Servas
Geschrieben

bin schwul – und das bin ich ?

Schwule Unternehmer mit kleinen bis grossen Firmen gibt es viele. Die haben eine Firma aufgebaut oder geerbt und führen das Unternehmen erfolgreich, wie andere auch. Die Tatsache, dass sie schwul sind ist aber nur ein Aspekt ihres Lebens. Ins Rampenlicht zu stehen und zu sagen, ich bin schwul, ist nicht notwendig und auch nicht wichtig – es wäre eher kontraproduktiv. In den Köpfen würde aus einem erfolgreichen Unternehmer ein schwuler Unternehmer, aus einem talentierten Händler ein schwuler Händler, aus einem weitsichtigen Bankier ein schwuler Bankier, aus einem effizienten Bauunternehmer ein schwuler Bauunternehmer, aus einem visionären Architekten ein schwuler Architekt. Diskretion ist besser, dies ist kein Zeichen für den Rückzug ins Verborgene, sondern der Vernunft.


Wie denkt ihr über dieses Thema


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Geschrieben

Ich denke auch, das es niemanden in meinem Arbeitsumfeld etwas angeht, dass ich schwul bin. Das ist und bleibt meine ganz private Angelegenheit!.
Wichtig ist für mich, dass man meine Arbeit anerkennt, gelegentlich auch lobt ;-) und dass man mich als Person und Kollegen schätzt.
Jo, das sind so meine Gedanken dazu.
Saluti, Manito


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Servas
Geschrieben

Sehr gut Manito deine Einstellung denn man sagt ja auch nicht ich bin hetero denn jeder soll so leben wie er ist, wichtig ist das man im Berufsleben erfolgreich und zufrieden ist, na wenn ich natürlich bei Lippert den Star-Figaro arbeite dann muß ich fast Schwul sein ich muß mir ja die ganzen Storys der Damen anhören und auch verstehen.


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Geschrieben

Seitdem ich geoutet bin, lebe ich viel freier und wohler.
Ich bin nicht mehr erpressbar.
Das hatte man bei mir versucht.
Viele können es nicht, verstecken sich.
Auch ich musste es aber lernen.
Wer es nicht kann, muss gegebenenfalls Hilfe in Anspruch nehmen.


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Geschrieben

Naja, es ist ja auch nicht das Wichtigste, dass man sich anderen Menschen gegenueber outet, sondern wie man selber mit der Situation klar kommt und welchen Menschen man weiter begegnet.

Erpressen lassen kann man sich ja nur, wenn man sich den falschen Leuten anvertraut.
Eins denke ich, muesse man immer beachten: Volles Outing oder keines.
Wer es nur gewissen Leuten erzaehlt, laeuft halt der Gefahr, erpressbar zu werden und muss dann irgendwo eine Loesung dafuer finden.

Im Job selber wuerde ich kein Outing vollziehen, egal ob mit eigener Firma oder einfach nur als Angestellter.
Wieviele Arbeitskollegen und Chefs machen einem das Lebn zur Hoelle, nachdem sie solche Dinge von einem erfahren ?
Dieses Risiko wuerde ich garnicht eingehen, weil es auf die Leistungen des Einzelnen ankommt, nicht seine Sexualitaet.


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Geschrieben

Das verhält sich bei mir ganz anders. Ich bin nachts im Freien beim sex beobachtet worden, genaugenommen war es im "Geilen Dreieck" im Grunewald im Sommer 1998.Ein Bildjäger
"schöner Ansichten"
hatte uns vor der Linse ohne das wir es bemerkten. Und dieser Bilderjäger wohnte da, wo ich ab 2003 wohnte. Ohne es zu wissen arbeitete mein Partner vom Sommer 1998 bei einer Tochterfirma des Wohnungsunternehmens seit 2000 im Hintergrund.
2008 trat er in den Vorstand des Wohnungsunternehmens ein, wird ab Sommer 2009 die Leitung übernehmen.
Sein Bild wurde in der Unternehmenszeitung veröffentlicht.
Ich erkannte ihn sofort wieder.
Wenig später kamen die ersten Drohbriefe, alle verfasst auf
Geschäftspapier des Wohnungsunternehmens.
Ein befreundeter schwuler Privatdedektiv i.R. half mir Karheit zu verschaffen.
Von polizeilichen Maßnahmen habe ich abgesehen.
Wenn die erstmal anfangen zu wühlen, steht das bald in der Zeitung,
es hätte ein Skandal gegeben.
Durch jahrelange ehrenamtliche Tätigkeiten wurde ich mit Auszeichnungen überhäuft. Ich nahme diese nur ungern an.
Bleibe gerne im Hintergrund.Das wäre dann nicht mehr der Fall.
Ich outete mich.
Es war ein Fehler, es nicht schon viel füher zu machen.
Ich lebe seit dem viel freier, glücklicher und mutiger.
Habe viele neue Freunde und einen Freund, den ich besonders mag.
Aus Schaden wird man klug, heisst ein Sprichwort.Da ich schon ins Auge gefasst hatte, meinen Wohnsitz in eine lebtere Wohngegend zu verlegen, zog ich den Wechel vor.
Zwischenzeitlich weiss ich, dass er noch immer einen bestimmten Kerl sucht.
Ein Unwetter im Sommer 1998 war schuld, sonst wäre heute vielleicht alles anders. Damals fing Mobilfunk erst an.
Ich hatte zwar schon eine "Telefonzelle"(sagte man im Volksmund weil das heutige Handy übergroß und schwer war; konnte man nicht mal so in die Hosen- oder Jackentasche stecken; trug man mit Schulerriemen umgehängt).
Ich werde ihn mal aufsuchen, damit er nicht mehr sucht. Er muss wissen, dass ich nicht mehr frei bin.







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Geschrieben

zunächst nur eine kleine Anmerkung: Ich habe schon im September 1993 ein Mobiltelefon im D-Netz gehabt. Insofern stimmt 1998 nicht.
(sorry, ich will nicht Korinthen kacken, aber das fiel mir als erstes auf ...)

Nun zum Thema:
Ich bin schwul UND geoutet.
In unserer Firma habe ich noch einen Kollegen, der sogar auch verheiratet ist und dessen Mann hat auch kurzfristig bei uns gearbeitet. Insofern war das schon lustig: Bei 4 fest Angestellten 3 Schwuppen ... das hatte was.
Es gibt ein paar Kunden, die das wissen, die haben auch kein Problem damit. Es gibt auch einige Eltern, die wissen, dass ich schwul bin und sie haben einfach kein Problem, dass ich Schulkinder fahre. Und es gibt sogar unter den Jungs einige, die auch privat mit mir Kontakt haben. Die haben kein Problem und ich auch nicht. Sie wissen, dass ich sie in Ruhe lasse, schliesslich sind sie ja teilweise Schutzbefohlene. Und das nehme ich sehr ernst.

Insofern: Mögen sich andere das Maul über mich zerreissen, mich interessiert es nicht. Und die, die mich genauer kennen, wissen es zu schätzen, dass sie nen coolen Busfahrer haben.
(Ausserdem ist es auch viel schöner, morgens von den Damen nen Kaffee oder ein Brot oder was Süßes in den Bus mitgebracht zu kriegen ... muss Mann ja nicht abarbeiten... *lol*)


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Geschrieben

ich weiss, dass es die Telefonzellen seit Anfang der 90ziger gibt. Bloß sie waren viel zu unhandlich.Wenn sie einem auf den Fuß fielen, war der lädiert. Heute ist das umgekehrt. So ändern sich die Zeiten.
Wie ein Korinthenkacker siehst Du nicht aus.
Nett von Dir für Deinen Hinweis. Vielen Dank.
Toll für Dich, dass sie Dich alle abzeptieren wie Du bist.
Heute habe ich auch keine Probleme mehr.


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Servas
Geschrieben

Als ich meine Lehre mit 14 Jahren als Kunstglasbläser startete habe ich schon mit vier Schwulen zusammen gearbeitet das waren sehr nette anständige Männer und sie haben mir viel beigebracht, als ich dann als Neondesigner umschulte waren zwei Homos hier wir sind immer noch zusammen und die besten Freunde sie haben sich oft um meine Kinder gekümmert wenn ich weg war, und als ich dann im Museum meinen Dienst antrat ja da war es fast Normal die meisten Künstler hier waren schwul aber wir lebten hier wie im Paradies und am schönsten war für mich als ich Praktikanten der Fachoberschule im Praktikum hatte und einige davon stehen immer noch bei mir auf der Matte also ich möchte damit hier sagen mit Schwulen zu arbeiten
war immer sehr angenehm die Atmosphäre war einfach super.


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