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BabyBitch

Die Krasse Wahrheit

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Geschrieben

Gibt es einen Gott und wie steht ER dann zu schwulen? Was meint ihr?


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Servas
Geschrieben

"
Als Schwuler oder Lesbe hat Gott dich ins Leben gerufen.
Gott will dich; du bist ihm wichtig; du bist sein unverwechselbares Geschöpf.
Du musst dich nicht rechtfertigen, dass es dich gibt.
Gott ermutigt dich, deine eigenen Gaben zu entdecken.
Gott hat dich ausgestattet mit Würde und Ehre, die du nicht erst durch eigene Leistungen verdienen musst, dafür tritt Jesus Christus - mit seinem Leben, Tod und Auferstehen ­ ein.
"Du bist nicht verloren."
Als Schwuler oder Lesbe gibt Gott dich nicht auf; er hält dich nicht für einen hoffnungslosen "Fall".
Gott bleibt dir treu, auch wenn du dich von ihm abwendest, andere verachtest oder ihnen schadest, schenkt Gott dir immer wieder einen neuen Anfang.
" Als Schwuler oder Lesbe macht Gott dich frei von den Mächten dieser Welt.
Gott befähigt dich zur Verantwortung für dich selbst und die Welt.





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Geschrieben



Gott bleibt dir treu, auch wenn du dich von ihm abwendest, andere verachtest oder ihnen schadest, schenkt Gott dir immer wieder einen neuen Anfang.



Ich mache auch des öfteren fehler, habe nicht alles im Griff, und so weit finde ich hast Du Recht.


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jahn
Geschrieben

Sind dann alle die an Gott glauben "Schwule oder Lesben"?
Huch dann bin ich ja Hetero,denn ich bin ein nicht Gläubiger.


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Geschrieben

Was ist an der aufgeworfenen Frage nun 'krasse Wahrheit'?
Das kann ich nicht nachvollziehen, da du eine (bzw drei) Fragen stellst, aber keine Antwort gibst.

Ich glaube an Gott. Also gibt es ihn, zumindest für mich.
Ich glaube nicht an Gott. Also gibt es ihn für mich nicht.
Es gibt Tage, an denen ist ein Spatz, eine amsel, eine Nachtigall, ein Flieder, ein Gänseblümchen für mich das, was für andere Gott ist.
Es gibt Tage, da ist mein Schwanz mein Gott und dann sind da wieder Tage, an denen ich keinen Gott sehe, die dunkel sind, grausam, Tage, an denen ich mich verbohre.

Gott ist nicht zu fassen, nicht zu materialisieren.
Gott ist Glaubenssache.
Wenn ich glauben will, dass er hinter der Schöpfung steht, dann ist das mein gutes Recht. Wenn ich jedoch glaube, dass alles Evolution ist und Darwin, weil er schlau war und draufgekommen ist, einen gottähnlichen Status verdient hat, so ist das auch mein gutes Recht.
Die Existenz eines transzendenten Wesens, das in unsere Immenanz hereinreicht, läßt sich naturwissenschaftlich nicht hinreichend belegen.

Insofern hängt auch der zweite Teil der Frage von meiner Einstellung zu Gott ab.
Wenn ich an einen liebenden Gott glaube, wird er mich auch lieben, da ich schwul bin.
Wenn ich natürlich Joseph Ratzinger heisse, muss ich, in einem starren System steckend, ein Positionspapier zur Seelsorge an Homosexuellen schreiben und dementsprechend gewisse Teile göttlicher Schöpfung leugnen, was in sich ein Widerspruch ist. Oder?


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Geschrieben

Nun, je offensichtlicher eine Wahrheit, desto weniger lässt sich deren Existenz in frage stellen, und um eine So undurchsichtige Wahrheit wie die Antwort auf die Frage nach Gott nun als Krasse Wahrheit zu setzen stellt sich ja die Frage nach dem wie da das was Du (@Estaminet) ja so treffend Gut erläutert hast auf die persönlich bereits verifizierte Wahrheit zutrifft. Setzt man sie, muss man dann auch mit den Konsequenzen rechnen. Da diese so natürlich viel freier und ungebrochen fliessen können schien es mir so nun mal besser zu sein. (to be continued=Zeit).


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Geschrieben

Und das läuft so weit doch schon ganz gut (auf einmal schreibt niemand mehr... seltsam). Aber so Objektiv betrachtet ist die Meinung doch offensichtlich diejenige das gewisse Kirchenlehren mit der Einheitlichen Wahrheit des EVANGELIUMS nicht in Einklang zu bringen sind, was ja schon mal Krasse Wahrheit ist, und in diesem Zusammenfall Krass hoch 2.


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doydem
Geschrieben

Was hat das Evangelium mit der Wahrheit zu tun? Die Auswahl der Texte, die als Teil des Evangeliums (und damit der Wahrheit) zu gelten haben, ist doch auch von der Kirche getroffen worden.


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Geschrieben

Nun, das Evangelium ist die Frohe Botschaft welche uns von Gott gegeben von Unglaubwürdigen personen niedergelegt wurde so das es als von der Katholischen Kirche authentisch verifiziert werden konnte (Ursprungsgeschichte des Christentums).

Do it Yourself vergleich: Matthäus 1:1-14 und Lukas 3 irgendwas (Stammbaum Christi).

Auch ist nicht das was (wäre bei Coole Sprüche eventuell auch angebracht) durch den Mund in den Menschen gelangt das was ihn verunreinigt, sondern das was aus dem Mund herauskommt (a.k.a. Falsche Lehre) da es ins Herz eindringt (entsprechend:Seele) Matthäus 15:1-20/Markus 7:7-23.


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Geschrieben

hier vermengt sich aber einiges ....
nur als kleine anregung: auch das, was im christentum als altes testament bekannt ist, wurde bereits im judentum kanonisiert, es wurde also eine auswahl getroffen, was gottes wort sein soll.

aber was hat das mit der auffassung von gott zu tun, die jeder haben kann und seiner liebe zu homosexuellen - gemessen daran, dass es einen gott geben kann oder gar gibt, den jeder wiederum, da er nicht fassbar ist, definieren kann, wie er es braucht?


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Geschrieben

Nun ja, die Wahrheit bezieht sich im endeffekt dann doch immer nur auf die Eine Wahrheit. Christus wurde bereits miteinbegriffen und hab lediglich dazu etwas beigetragen.

Wenn man Wahrheit als das Definiert was man aus der etwaigen Existenz quasi bastelt, dann besteht doch ein Fehler im gemeinen Verständnis darin was nun die Wahrheit eigentlich ist, und somit wäre in diesem meinen Falle die Wahrheit nun die etwaige existenz welche der individuellen Beobachtung unterliegt.

Gelänge es nun dem Menschen nun ein Greifbares Element an Gott aufzuspüren, welches nun also im zusammenhang als ein indirektes gesucht werden müsste, verbänden sich die im Menschen individuelle Realität mit der Individuellen Realität Gottes so dass für einen solchen keine Garantie mehr existiert das es keinen Gott mehr geben kann so dass die Auffassungsfrage dementsprechend beantwortet ist. Das jedoch unterliegt im weiteren der Kraft der Intellektuellen Bindung welche aufgebaut wurde, so dass der eine nur so viel Erfahrung hat um bereits von Entäuschung separiert zu werden, der andere aber unter umständen - vieleicht auch ohne Intellektuelle substanz - jenen Rückschlag wegsteckte/wegstecken kann wodurch die Zeit-Erfahrung kurve weiterhin im direkten Verhältnis zu steigen vermag.


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Geschrieben

Du willst also eine irrationale Wahrheit rational fassen, begreifen und beschreiben?
Was hat das mit der Zeit-Erfahrungs-Kurve (?) zu tun?
Was ist diese?

Vor allem: Was hat das mit der Ausgangsfrage zu tun?
Mir drängt sich der Verdacht auf, Du willst angelesenes Halbwissen in einen wie auch immer gearteten Zusammenhang mit Homosexualität stellen.
Anders gesagt: Mir erschliesst sich Dein Tenor nicht, ich stehe da und halte deine Theorien für krudes und wirres Zeug. Sorry dafür, vielleicht vermagst Du Deine Gedankengänge einfacher zu erläutern.


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Geschrieben

1) Irrational? Ansichtssache.
2) Investierte Zeit bring Erfahrung, ignoranz dagegen scheidet diese aus.

3) Nur so viel wie es eben damit zu tun hat, das letzte ist ja eher ein zusammenschnitt der bisher eingereichten Meinungen.
4) Verdacht? Ansichtssache. Theorie? Eher praktisch nicht. > Wissen welches sich aus gut studierten 2 eher geringen Wahrheiten bildet kann auf dauer nicht als Halbwissen gewertet sein.
5) Ich war nur neugierig wie man auf dieses Thema reagiert da es mir sehr am Herzen liegt, und auch wie andere darüber denken die im eigentlichen eher nicht mit dem Konventionellen Kirchengeist harmonieren.
6) Sorry, ich hab da was überrant:

Ich wollte nicht in Frage stellen ob Gott den ("wenn es IHN gäbe") auch Homosexuelle liebt sondern in erfahrung bringen wie die individuelle zusammenkunft mit Gott aussieht wenn einem von allen Seiten her einsugeriert wird (nicht von allen) Homosexuelle Liebe sei Unmoralisch.


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Geschrieben

Ich steig aus.
Sorry, da sind zwei zu veschiedene Intentionen aufeinandergeprallt.
Gesetzt der Fall, Du glaubst an die Existenz Gottes in reinster Form und ihn als Schöpfer des Lebens akzeptierst, so wird er auch Schwule und Lesben erschaffen haben.
Wenn ER Dich aber geschaffen hat, so wird er Dich auch lieben.

Und dann kann es Dir egal sein, was andere zu suggerieren versuchen. Die Definition des Verhältnisses kann dann nur jeder für sich abklären.
Gott ist mehr als das, was zwei wie auch immer zu bennende geringe Wahrheiten zu definieren vermögen. Inwieweit kann ich Gott überhaupt in solche kleinen Definitionen fassen? Ist das nicht nur eine Krücke, die seiner (von uns insistierten) Größe ungerecht würde?
Und wo fange ich an, zum wiederholten Male, Gott zu definieren, also einzuengen.
Oder eben zu erfahren.
Und hier differieren wir beide wohl sehr gewaltig, gleichwohl ich NICHT einer bestimmten Glaubensrichtung verbunden bin.


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Geschrieben

Du hast Recht, allerdings gefällt mir die allgemeine Gleichgültigkeit nicht ... die wohl den Umständen zu verdanken sein mag das man mir gewisse Dinge unterstellt, welche eigentlich eher Zweitrangig sein sollten, wenn überhaupt von Gewicht.

Aber Du hast immer noch recht - wenn Du selbst es aufnimmst Gott zu erfahren wird es Deine Erfahrung sein. Definition ist eben einsichtssache.


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Geschrieben

Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem Ebenbilde ... deswegen ist diese Märchen- Figur fast ebensolch schizophrenes Gebilde wie die Menschen selbst.
Nen Gott gibt es nicht -- außer vielleicht den, der das Lied von der Biene Maja singt. Aber die Menschen wünschen sich so etwas, einen großen Verursacher, jemand, der die Schuld an allem verantwortet, was sie untereinander anstellen, eine Personifikation ihrer utopischen Vorstellungen, und nicht zuletzt ein Organisator für ihre Fantasien von einem Leben nach dem Tod. Deswegen können einen Gott, oder viele davon, wie bei den Indern, auch nur solche Menschen 'empfinden', die genug Fantasie haben, um ihn sich selbst einzureden. Das Ganze wird über Autossugestion ( Gläubigkeit ) am Leben erhalten, idem man sich die einmal eingepflanzten und gelernten Inhalte immer neu von vorn eintrichtert. Manche Leute lagern auch Anteile ihres Selbst auf Götterfiguen und Fantasieprodukte um, damit sie selbst von der Veratwortung für ihre Taten und vor ihrem Leben flüchten können.
Die Gott-Fantasie lebt auch durch all ihre Anhänger, wie ein Harry Potter oder Donald Duck von dessen Fangemeinde 'lebt'. Die Figur oder Personifizierung existiert nur in der inneren Kopfwelt der Leute, die daran gebunden sind, sich daran festhalten, dass diese Geschichte etwas Wirkliches haben könnte.
Genauso könnte man fragen, ob es Nessie von Loch Ness wirklich gibt, oder ein Restaurant am anderen Ende des Universums.
Man kann die Frage weder bestätigen noch dementieren -- das ist bei allen Dingen so, die nicht existieren.

Ein Bekannter, der als Junge gläubig war und so erzogen meint heute, wenn es einen Gott geben würde, müsste das ein ziemlich perverses Viech sein. Allerdings basiert er dabei auf den Texten in der Bibel von den Christen, und man muss sich daran erinnern, dass auch die von Menschen geschrieben wurde. Verwunderlich ist jedoch so gar nicht, dass der/ den Gottfiguren so viele typisch menschliche Eigenschaften zugeschrieben werden. Meiner Meinung nach sind Götter nichts weiter als ins Fantastische verzerrte "Supermenschen" -- also das ineinandergemischte Menschliche als Symbolismus.

Würde man mal abgesehen von der Irrealität dieser Dinge experimentell theo-intern diskutieren, müsste die Logik aus der Zentraltextsammlung der Bibel ergeben, dass die Schöpferfigur all ihre Produkte als Teile von sich selbst gleichermaßen respektiert, nämlich so, wie sie sich selbst respektiert. Die Omnipotenz
( Allmacht ) würde einem solchen Wesen in dieser Logik zur Verfügung stehen. Wenn es Wesen geben soll, die von diesem Wesen erschaffen wurden, aber dessen Existenz oder Schaffenswelt bedrohen können, ergibt sich aus dem Umkehrschluss, dass die Omnipotenz nicht der Fall sein kann -- also wenn irgend ein Teufel oder Homosexuelle ect. genug Macht auf diese Schaffenswelt ausüben können, um diesem Gott ernsthaft zu schaden, dann müsste er ein kümmerlicher Wicht sein.
Wenn man die häufigen Aussagen von Prieastern dazu Ernst nähme, dass dieser Gott die gesamte Welt geschaffen haben soll, so hätte er auch alles das geschaffen, wo diese sagen, das sei nicht in seinem Willen enthalten -- zum Beispiel Homosexuelle. Wie aber könnten sie existieren, wenn dieser Gotteswille allumfassend wirksam wäre?
Es gibt viele irrationale Aspekte in den gesamten monotheistischen Fantasien. Wahrscheinlich so viele, wie in einem schizoiden Bewusstsein.
Ich habe nur nie verstanden, wieso Priester predigen dürfen, und von gehörten Stimmen erzählen können, oder von Dingen, die nur sie selbst sehen, und Schizophrene dafür eingesperrt werden, wenn sie davon erzählen, dass sie Stimmen hören oder Dinge sehen, die nicht da sind.


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doydem
Geschrieben

@BabyBitch
du sagst "das Evangelium ist die Frohe Botschaft welche uns von Gott gegeben". Schön, aber wo finden wir die, wenn es von Unglaubwürdigen aufgeschrieben wurde?
Ich halte es da eher mit InVollerMontur und "Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem Ebenbilde". Anscheinend ist es unerträglich Dinge unerklärt zu lassen und eine (Gott-)Person als Verursacher der Dinge ist eben eine der leichtesten Erklärungen.


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Geschrieben

Ich denke schon, dass es irgendwo da draussen einen Gott gibt.
Aber ob wir als Homosexuelle, Bisexuelle etc nach seiner Nase liefen, ist sehr fraglich.
Geplant war das mit Sicherheit net ;-)

Aber muss man sich darueber so doll gedanken machen, ob man dennoch in seinen Augen ein "guter Mensch" ist ?
Ich finde, wir sind ja dennoch alle nichts schlechteres, denn vor dem Herren Angesicht sind ja eh alle Menschen gleich.
Und was unterscheidet uns denn ausser unserer Sexualitaet ?
Eventuelle angepasstere Verhaltenslinien, aber mehr auch net.

Also sind wir alle ebenbuerdig und gleich und werden irgendwann dem Himmel gleichgestellt :-P

LG Jasy


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Geschrieben

Sorry, dass ich mich hier nochmals einschalte.

Jasy schrieb:




Aber ob wir als Homosexuelle, Bisexuelle etc nach seiner Nase liefen, ist sehr fraglich.
Geplant war das mit Sicherheit net ;-)



Herzlich willkommen im Schoß der Heiligen Römischen Kirche.
Wenn Du jetzt noch Deine Freundin verläßt, allem Sexuellen abschwörst, bekundest, dass Homosexualität heilbar ist und Dich der Prozedur eines Theologiestudiums (zu dessen Aufnahme Deine &gt&gtNormalveranlagung


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Geschrieben

Naja, so seh ich das nun mal. ;-)
Ich glaube die Homosexualitaet hat sich damals von allein ihren Weg angefangen durch die Menschen zu bahnen ;-)
Nimms net krumm Estaminet


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Geschrieben

Ich nehms Dir nicht krumm, Jasy, nur gebe ich zu bedenken, dass die Eingangvoraussetzung, die Du aufstellst, dann eine ganz eigene ist: Gott schuf die Welt und nun ist sie ihm egal.
Für alles andere ist dann die Evolution zuständig.
Vielleicht sollte man mal einen kleinen Spaziergang zum ollen Plato unternehmen, der uns die wunderbare Geschichte der Kugelmenschen hinterlassen hat. Schon der hat nach einer Erklärung gesucht, warum die einen einen gleichgeschlechtlichen Partner suchen und die anderen einen vom anderen Geschlecht.

Nett übrigens auch die Geschichte der schwulen Pinguine, die im Zoo ein Ei ausgebrütet haben. Stammt der Mensch also gar vom Pinguin ab? Wenn ich mir manchen Orchestermusiker einer Philharmonie / Symphonie angucke, dann ist das stimmig.
Dann brauche ich aber auch keinen Gott, dann gibt es aber auch keine göttliche Musik mehr.

Andererseits: Wenn es Gott gibt, warum lässt er dann all das Elend zu? Ist's ihm egal geworden? Ist's zuviel, weil er ja alt ist und sicher schon Pflegestufe II hat?
Verhält's sich mit dem Schwul- (und Lebisch-)sein gar so, dass wir uns fast so wie gegen Gut und für Böse oder umgekehrt entscheiden können?
Wie kann ich erklären, dass Gott all das Elend, Mord, Totschlag zuläßt und nicht dem J. und dem n. seinen Kopf zusammenhaut, bis die beiden wieder brav sind?
Warum hat mich Gott schwul gemacht? Bin ich auserwählt? Warum mag mich dann der Beni nicht? Warum haderte ich mit meinem Schicksal und habe besseren Wissens zum Trotz das eine oder andere Mädel unglücklich gemacht, weil ich es lieben wollte? Warum habe ich, meinem Wissen und der Intuition folgend, das eine oder andere Mädel unglücklich gemacht und nicht geliebt, verletzt sogar, weil ich es gar nicht versuchte und gleich sagte, dass ich schwul bin?
Was das alles mit Gott zu tun hat, fragst Du?
Du bist Gottes Ebenbild, Gott spiegelt sich in Dir.
Gott ist in Dir.
Wenn Du ihn zuläßt.
Dann aber hat er Dich auch gemacht. Und er hat Dich gemacht, Frauen und/oder Männer zu lieben.
Und dann hat der heilige Augustinus Recht, dem zugeschrieben wird gesagt zu haben: Liebe, und dann tu, was Du willst.

Insofern finde ich es tröstlich, dass es Gott gibt.
Tagesschau alleine machte mich depressiv und liesse mich verzweifeln.


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Geschrieben

@in voller Montur:
Gute güte wo hast Du denn Deine Meinung her bekommen? Ich respektiere zwar die Mangelnde Erfahrung um einem Gläubigen wie mir Recht zu verschaffen, doch ehrlich ist so ein "Respekt" doch auf dauer eher Krankhaft. Ich kann einen Psycho für seinen Glauben Respektieren, jedoch bleibt Fragwürdig ob dieser damit so ein Guter Teil unserer Gesellschaft wird.
Ich meine, ich verstehe nicht wie Du aus dem Gesamtmaterial der Bibel ableitest das Gott von allen Seiten einen Buddhistischen Respekt abfordern müsse um als Omnipotent gelten zu können während in anderem Falle Er ein angreifbares Wesen sein müsste, welches im weiteren dann auch noch ein kümmerlicher Wicht sein müsste.

Die Tatsachen der Realität beschreiben nämlich den Menschen als vom Tier verschieden, den Respekt des Menschen gegenüber dem Tier dann als Frei-Entscheidbar (wie so vieles) - so wie es ja auch Völker gibt welche ohne das Töten von tieren nicht Überleben hätten können.
Auch, wie willst Du etwas verneinen welches nicht Sichtbar ist, aber dennoch Logisch ergreifbar? Angenommen es gäbe da eine Dimension der Realität welche sich dem Suchenden nach Langjähriger Erfahrung erschliesst - angefangen von der Blossen Theorie über, sagmermal den Ursprung der Materie und den Ort des Seins, das Zusammenspiel (die Komunikation) der Teilchen etc. - welche sich jeglicher Autosuggestion entzieht, na dann, könnte man auch fragen was Dieser Gott mit solchen Regelungen beabsichtigt anstelle Sich in eigener "Bestialischen" intelligenz abzuwenden und eventuell noch mehr schaden dadurch anzurichten.

@Estaminet: Glaubst Du nicht auch das es so etwas wie eine im Menschen individuelle Komponente gibt welche sich auch in Hinsicht auf Gott nicht notwendigerweise durch Beabsichtigte merkmale auszeichnet?
Und, wie meinst Du soll der Mensch in einer Welt Leben die, sagmermal so Perfekt ist wie sie jeder gerne hätte - bzw. wie sähe diese aus bei all dem Tumult den wir ja haben (die einen würden es vorziehen andere auszunutzen usw.). Meine Meinung ist ja das der Mensch selbst erst lernen muss sich den Weg in eine Bessere Gesellschaft zu verdienen - das Elend ist dabei eine Klage gegen jene welche es durch ihren Übermut nur noch steigern. Ich meine nicht das niemand jemals gelitten hat, und all jene welche nun etwas mehr zu leiden hatten in einem anderen Leben etwa wieder zurück bekommen was sie gegeben haben - nun ja, bis sie auch dort nicht zu dem werden was sie selbst verhasst haben - meine ich.

Ah, ich auch!


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Geschrieben

BabyBitch, erkläre mir doch mal in einfachen Worten Deinen ersten Satz an mich.
Danke!

Wie soll ein Mensch leben in dieser Welt?
Er soll sich einen Weg in die bessere Gesellschaft verdienen, sagst Du.
Die Frage, die sich mir aufwirft, lautet eher: was zeichnet den Menschen gegenüber dem Tier aus? Der freie Wille ist es. Der freie Wille, zu handeln, kein Getriebener (ein seinen Trieben Unterworfener zu sein).
Das beinhaltet m.E. solche Dinge wie die Maxime, die Kant aufgestellt hat und volkstümlich so wiedergegeben wird:'Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.' Das beinhaltet auch, dass meine Freiheit da endet, wo die Freiheit eines anderen berührt wird (Rosa Luxemburg). Das bedeutet aber auch den von mir oben zitierten Augustinus umzusetzen (Liebe und dann tu, was Du willst). Das findet sich auch im Neuen Testament als die Goldene Regel und sogar in den zehn Geboten.
(Kleiner Exkurs: das Gebot, Vater und Mutter zu ehren bzw. mit dem Leben respektvoll ((nicht töten)) umzugehen, ist nichts anderes als die Aufforderung des jüdischen Gottes, das Miteinander dahingehend zu regeln, dass man seine Altvorderen nicht in der Wüste zurückläßt, weil sie alt und schwach sind und bald sterben.)

Ob jetzt der Buddhismus der richtigere Weg ist oder das Judentum, eine der vielen christlichen Religionen oder ein Naturglaube, das bleibt einerlei.
Wichtig ist (und ich gebe gerne zu, dass ich hier geleitet bin von einer gewissen christlich-philosophisch-humanistischen Prägung), dass ich mich so verhalte, dass ich meinen Respekt vor der Schöpfung jeden Tag bekunde und LEBE.
Was das jetzt aber noch mit Deiner eingangs aufgestellten Frage zu tun hat, bleibt mir weiter verschlossen.

Den nächsten Bogen zu spannen sehe ich mich in der Lage, wenn ich sage, dass auch Du als Schwuler aufgefordert bist, dich sozial zu verhalten.
Denn selbst, wenn ich Gott leugne und stattdessen das Wohl der Allgemeinheit UND des Einzelnen (im Gegensatz zum Utilitarismus!) in den Mittelpunkt meiner Betrachtung ziehe, kann ich nicht umhin, die Maxime meines Handelns am Wohl auszurichten.

Aber, wie gesagt, was das noch mit Gott und Schwuppe zu tun hat, das weiß ich beileibe auch nicht.
Insofern ist das nun wirklich mein letzter Beitrag zu diesem Faden, da ich ganz stark davon ausgehen muss, dass Du ein paar angelesene krude Theorien aufgesaugt hast und versuchst, mit diesen in dieser Welt zurechtzukommen.
Streckenweise fühle ich mich an Lanoo (Christian Anders) erinnert, der auch mal versucht hat, mir sein Religionsgebilde ins Bandgerät zu diktieren. Es gibt Momente, da ist man dem Herrgott dankbar, dass die Batterien leer sind.

Sei mir nicht böse, es ist doch einerlei, ob es einen Gott gibt.
Es ist entscheidend, was ich aus dieser meiner auf ein paar Tage angesichts der Ewigkeit beschränkten Existenz mache und wie ich vor meinem Gewissen und vielleicht letztlich auch einer wie auch immer zu benennden/definierenden höheren Instanz dastehe.
Insofern kann es auch egal sein, ob ich schwul, lesbisch oder heterosexuell bin. Gott, sofern es ihn gibt, wirds schon auf der rechten Seite anrechnen. Und wenn es keine Gott gibt, dann wird jemand, der mich erlebt hat, vielleicht mal in einer stillen Minute nach meinem Ableben sagen: A Hund war er scho, aber ... er war ned so schlecht.


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Geschrieben

Wie textete einst Otto Reutter:
Gott war viel zu schlau,
er nahm sie keine Frau,
hätte er sich eine Frau genommen,
so könnte es ihm passier'n,
dann würde sie regier'n.

Die Bibel ist oft spannender als ein Kriminalroman.
Selbst hier kommen Leichen,
Schwule und Lesben vor.


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Geschrieben

Ja, sogar Inzest is mit drin. Ich finde >Estaminet< ist schon (@Estaminet:Bist schon - ehrlich -) ein Stubenreiner Philosoph, und ich bin D/Seiner Meinung. Ich leugne nicht was DU schreibst und geniesse diese Konversation da ich meine es mit einem gehobenen Verständnis der Realität zu tun zu haben da man hier wie man so schön sagen kann mit >Modernen und Aufgeklärten< Menschen zu tun hat wie man sie in Kirchen häufigerweise nicht mehr findet/finden kann (zumindest nicht bei mir) (stichwort: Doktrinisierte Christen).

Allerdings meine ich den Faden verloren zu haben da mir nicht ganz klar war welchen Satz und welche Frage, doch meinem Verständnis entsprechend müsste ich auf meinen letzten ersten Satz zurück kommen und meinen, das der Freie Will so Gut er auch klingen mag ja nicht immer ganz so gut sein kann wie wir hier und da in der Welt beobachten könnten (unterstellte man nicht jedem irgendwo eine Gute Absicht). Ich bedauere dabei meine hastigkeit, möge man sie mir verzeihen - es ist nur eine Persönliche Macke in meinem Optimismus die ich mir im Leben angefahren habe. Ich sehe so viele Meinungen die eigentlich im Verlauf der Dinge vom Tisch sind/sein sollten - und wenn nicht dann doch ein wenig genauer hintermauert werden müssten so das ich Überhaupt erst Verstehen kann mit welchen Hintergründen diese Meinung überhaupt noch besteht.

Mit dem Schwul Sein hat das meiner Meinung nach so viel zu tun wie, na ja, eigentlich nur so viel das im Endeffekt, so scheint es mir, ein Schwuler heutzutage eher so Christlich ist wie vielleicht ein alter Pietist oder Gnostiker, nur eben ohne den Hirngestank der sich durch gewisse Ablagerungen der Bibel ansetzt (was im übrigen auch auf eine Weise schön ist ... na ja).


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