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Panthera694

Bisexuell - Was heißt das für euch?

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Geschrieben
Am 3.1.2018 at 18:36, schrieb Gohan:

iCH LIEBE SEX :D

Herrlich!

nick2017333
Geschrieben
Am 3.1.2018 at 13:03, schrieb Topi:

@nick2017333 Du hast Recht, ich hab das etwas mißverständlich beschrieben; Du aber genau richtig interpretiert.

Polyamorie könnte damit genauso gemeint sein wie eine 3er Kiste ... Deine Theorie dazu klingt irgendwie genauso einleuchtend wie die von @lustluemmel01

Ich denke, auch das Thema "Eifersucht" spielt da mit eine große Rolle .. als Frau auf einen 2. Mann ist man wohl eher weniger eifersüchtig bzw. besteht für das Gehirn weniger Gefahr als bei einer 2. Frau ... oder halt umgekehrt.

Gibt es eventuell hier Mitglieder, die in einer solchen Beziehung leben? Oder gern mit Paaren (egal in welcher Konstellation) Sex haben? Ich freue mich auf weitere Meinungen.

LG Topi

Zieh mein Anfrage von vorhin zurück. Hab das Thema gerade gefunden. Aber leider kaum aussagekrräftige Kommentare.

Panthera694
Geschrieben

@Topi

Interessante Frage. Wenn man sie jetzt mal auf den Kern reduziert, heißt es ja quasi - "Warum ist Bisexualität (beziehungsweise homosexueller Sex) zwischen Frauen weniger tabuisuert als zwischen Männern?

 

Ich denke mal, dass hier zu einem großen Teil tatsächlich die Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielt, dass uns dieses Denken gewissermaßen "anerzogen" wurde. Wie schon erwähnt wurde, der §175 StGB betraf nur den gleichgeschlechtlichen Sex unter Männern, während lesbischer Sex straffrei war. Das ist übrigens noch heute in vielen Teilen der Welt so. In vielen Ländern, wo Homosexualität noch strafbar ist, wird oft nur der Sex unter Männern unter Strafe gestellt. Wenn man sich mal umschaut, dann fällt es vielen Frauen heutzutage leichter, offen zu ihrer Sexualität zu stehen. Inzwischen ist es kaum noch der Rede wert, wenn eine Frau von sich aus sagt, sie sei bisexuell, wohingegen ich nur wenige Männer gebe, die offen bisexuell leben. Man braucht sich nur einmal die Welt der Prominenten anzusehen: während es ziemlich viele Frauen in Hollywood gibt, die sich selbst als bi oder lesbisch bezeichnen, sind schwule oder bisexuelle männliche Schauspieler immer noch eine Ausnahme (selbiges gilt übrigens auch für Film- und Serienfiguren: bisexuelle weibliche Charaktere findet man in fast jeder "guten" Fernsehserie, wohingegen ein männlicher Bi-Charakter eine rare Ausnahme ist). Oder der Profisport - während sich in den vergangenen fünf bis zehn Jahren sehr viele Profifußballerinnen als bi oder lesbisch outeten, gibt es derzeit (zumindest offiziell) nicht einen einzigen in der Bundesliga aktiven Profifußballer, der sich selbst als bi oder schwul bezeichnet.

 

Warum Frauen sich eher outen als Männer oder warum Homosexualität unter Frauen in der Gesellschaft eher akzeptiert wird als die unter Männern, darüber kann ich nur spekulieren. Ich vermute einfach mal, dass es mit dem klischeebehafteten Bild der Rollenverteilung zu tun hat. Ein Mann hat einfach bei vielen immer noch der Macho-Hauf-Drauf zu sein, roh, eine physisch präsente Erscheinung, die auch beim Sex das Zepter in die Hand nimmt. Ein Mann hat gefälligst zu dominieren und da passt das Bild eines "unterwürfigen Schwanzlutschers" oder gar eines Kerls, der sich die Arschpussy knallen lässt nicht hin (selbstredend ist all das völliger Unsinn, denn "Männlichkeit" definiert sich eben nicht über sexuelle Vorlieben).

Gleichzeitig ist es auch so, dass Frauen sowieso geneigt sind, viel häufiger als Männer miteinander Zärtlichkeiten auszutauschen, ganz ohne einen sexuellen Kontext. Unter besten Freundinnen ist es üblich, auch mal gemeinsam Händchen haltend durch die Gegend zu laufen oder sich zur Begrüßung ein Bussi zu geben, wohingegen wir Männer uns mit einer simplen Umarmung manchmal schon schwer tun. Wenn man mehr Nähe zulässt, könnte das ja das maskuline Selbstbild des unnahbaren Kriegers zerstören...

 

Das war übrigens nicht immer so. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Begriffe "Homo", "Hetero" und "Bi" noch gar nicht so lange existieren, keine 200 Jahre. Erst mit Beginn dieser Begriffsprägung ist es überhaupt salonfähig geworden, "hetero" als "normal" zu bezeichnen und alles andere als abnormal zu stigmatisieren. Schauen wir uns in anderen geschichtlichen Epochen um, dann ist das Bild der Gesellschaft ein gänzlich anderes. In der griechischen Antike war Homosexulität überhaupt nicht verwerflich, sondern hochangesehen. Beinahe jede griechische Sagengestalt wird in den alten Texten zumindest bisexuell dargestellt. So ist zum Beispiel Achilles das, was wir heute als "bisexuell" bezeichnen würden: in Homers Ilias tötet er den trojanischen Prinzen Hektor aus Rache, weil dieser im Kampf Achilles' Liebhaber Patroklos getötet hat, zuvor unterhält er aber auch eine Beziehung zu seiner Sklavin Hippodameia (Briseis), die ihm schließlich von Agamemnon geraubt wird. Und selbst der Göttervater Zeus hat neben zahlreichen Liebhaberinnen so manches Techtelmechtel mit Lustknaben.

Stellenweise wurde die Liebe unter Männern sogar als "wahre" Liebe gesehen, wohingegen heterosexuelle Verbindungen vor allem dazu dienten, einen Stammhalter hervorzubringen. Im griechischen Militär galten "homosexuelle" (die Griechen kannten diesen Begriff wie gesagt noch nicht) als besonders tapfere und mutige Krieger, die auf sich gegenseitig besonders acht gaben. Man ging mit der Sexualität damals einfach viel unverkrampfter um als heute (wobei aber angefügt werden muss, dass das Weltbild dennoch recht heteronormativ eingestellt war. Es war gängige Praxis, mit einer Frau verheiratet zu sein und den Sex mit Männern nur im Hintergrund auszuleben).

 

@Achim08 hat übrigens etwas sehr Interessantes angesprochen: für viele Bisexuelle scheint sich die Lust auf Männer auf die bloße Triebbefriedigung zu beschränken. Getreu dem Motto: Schwanzlutschen und Arschficken gerne, aber bloß keine Gesten der Zärtlichkeit austauschen. Und ich muss gestehen, dass ich dabei noch nicht mal eine Ausnahme darstelle, denn ich kann mir auch nicht vorstellen, einen Mann auf den Mund zu küssen oder nach dem Sex mit einem Mann noch längere Zeit im Bett liegen zu bleiben und mich an ihn zu schmiegen. Das ist einfach eine Art von Intimität, die ich nur mit einer Frau erleben möchte. Ich weiß auch nicht, warum das so ist. Vermutlich, weil es mir einfach eine Spur zu intim und schon zu emotional wäre.

Geschrieben

Bi bin ich schon seit ich denken kann. Der Sex mit Mann hat mich schon immer gereizt. Zusammen leben mit einem Mann könnte ich mir auch vorstellen. Aber nicht in meinem Umfeld. Mit meiner jetzigen Freundin habe ich noch kuschelsex.Richtig ficken tun sie andere Männer die wir für sie suchen. Sie weiß dass ich bi bin. Sieht es auch gerne wenn wir Besuch haben und ich dem Mann einen blase bevor er sie fickt.Könnte mir ein zusammen leben vorstellen in einer MMF beziehung. Männer machen mich nur an wenn es um sex geht. Würde nie einem mann nachschauen. Dass mach ich schon lieber bei einer Frau. Obwohl ich diese nicht mehr ficke. Aber gerne noch den kuschelsex.Richtig mit ihnen genieße. Einmal auf Party kam Das Gespräch auf Sex. Ich sagte bi Sein wäre cool. Mann könnte beides genießen. Die Männer meinten ich wäre halb schwul dann. Die Frauen fanden es eher interessant.  

 

Geschrieben

Ging nicht gut bei mir . Hab nich dann für Männer ebtschieden 

che54
Geschrieben

Als ob es so einfach wäre, sich vor seiner Frau oder Freundin zu outen. Von Geburt an haben wir sowohl maskuline als auch feminine Anlagen in uns, welche sich dann in der weiteren Entwicklung herausbilden.

Viele Männer bevorzugen es, innerhalb ihrer Beziehung, ihre Kontakte zu gleichgeschlechtlichen hinter einer festen heterosexuellen Beziehung oder gar einer Ehe zu verstecken, was sich ja im Jahr 2017 erledigt hat mit der Gesetzesänderung zur Ehe für alle.

Leider wird dies, auch in Deutschland noch nicht überall und umfassend akzeptiert.

Geschrieben

Hatte schon mit Männern und Frauen einen Dreier . Hat keinen Spaß gemacht 

Geschrieben
Am Tuesday, December 26, 2017 at 11:51, schrieb Panthera694:

Hallo ihr Lieben,

 

die Frage richtet sich vor allem an alle User, die sich selbst als bi bezeichnen. Was bedeutet es für euch, wenn ihr euch als bisexuell bezeichnet, also wie definiert ihr Bisexualität und wie lebt ihr dies in eurem Alltag aus? Wie reagiert ihr zum Beispiel, wenn ihr gefragt werdet: "Wie ist das eigentlich so als Bisexueller?" Findet Bisexualität für euch nur auf sexueller Ebene statt? Oder bedeutet es für euch, dass man sich dabei auch romantisch zu Personen beiderlei Geschlechts hingezogen fühlt, wie ist das bei euch so?

Bei mir selbst verhält es sich so, dass ich irgendwann mit Anfang 20 festgestellt habe, dass mich auch Männerkörper erregen können und ich manche Männer anziehend finde. Irgendwann wurde die Neugierde größer und bald kam es dann auch zum ersten gleichgeschlechtlichen Sex. Danach wusste ich dann endgültig, dass ich definitiv bi bin. Sex gefällt mir sowohl mit Männern als auch mit Frauen. Sexuell gibt es Phasen, da ist es recht ausgeglichen und ich stehe zu etwa 50:50 auf Männer und Frauen. Es gibt aber auch Zeiten, da bevorzuge ich mal das eine und mal das andere Geschlecht im Bett. Emotional fühle ich mich aber eindeutig mehr zu Frauen hingezogen. Ich will zwar nicht ausschließen, dass ich mich nicht doch irgendwann einmal in einen Mann verlieben könnte, aber bislang ist mir das noch nie passiert. Eine Beziehung kann ich mir eigentlich nur mit einer Frau vorstellen und ich war bislang auch nur in Frauen verliebt, ja ich habe noch nicht einmal für einen Mann geschwärmt. Trotzdem würde ich mich als "bi" bezeichnen, weil mir, wie gesagt, der Sex mit Männern genauso zusagt wie der heterosexuelle Sex.

Genau so ist es bei mir auch. 

Geschrieben

Ein bisschen bi schadet nie . Man sollte sich aber entscheiden und ausprobieren 

Geschrieben

Mir ist vor ein paar Jahren aufgefallen das ich nicht in Mann oder Frau unterscheide sondern in Anziehend oder nicht und der Sex kommt bei gegenseitiger Sympathie egal ob Mann oder Frau und meine Frau sieht das auch so.

 

Geschrieben
Am 26.12.2017 at 18:50, schrieb Dicker768:

Kann allen hier zustimmen. Bei mir geht es jedoch weiter. Obwohl ich in zweiter Ehe wieder mit einer Frau verheiratet bin kann ich mir wenn es paßt auch eine Liebesbeziehung mit einem Mann vorstellen.

Warum auch nicht. Ich finde die Mischung machts. Bin verh . habe eine feste Freundin die das auch weiß und stehe auf Männer.

Geschrieben

Auf keinen Fall Mann und Frau lieben 


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