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Goldbär

Große Liebe, Liebeskummer und dann....

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Geschrieben

Hatte vor zwei Jahren eine große Liebe gehabt. Wir hatten damals für mehr als zwei Jahren zusammengelebt und es war immer ganz schön mit einem Partner an meiner Seite. Bis mein Partner in alte Muster gefangen war und wieder mit dem Zocken und dem WOW angefangen hat. Immer mehr war er wie besessen davon. Irgendwann hat er aufgehört zu arbeiten und nur Tag und Nacht gespielt. Essen musste ich an den Schreibtisch bringen und er war auch immer genervt wenn ich auch nur par Worte mit ihm gesprochen habe. Seine Mutter war schwer erkrankt und kam ins Krankenhaus. Ich konnte ihn nie dazu überreden mal seine Mutter im Krankenhaus zu besuchen. Ich habe mich so geschämt und habe seine Mutter besucht bevor sie 2 Wochen Später gestorben ist. Nicht mal zum Begräbnis seiner Mutter ist er gegangen. Wie kann sich ein Mensch nur so ändern? Als er dann auch noch versucht hat mich zu schlagen und mit dem Messer auf mich losgegangen ist hab ich seine Sachen gepackt und ihn vor die Tür gestellt. War halt die einzige Lösung bevor was schlimmeres passiert währe. Aber Liebeskummer hatte ich damals. War schon arg und auch heute muss ich oft an ihn denken. Immer wieder lerne ich jemand kennen und dann die Trennung und der Liebeskummer wie geht Ihr damit um? 

Geschrieben
Das ist schon krass , was Du erlebt hast. Hatte auch eine Beziehung , ich hatte ihn geliebt, er lebte 1 Jahr auf meine Kosten bei mir , leistete sich aber nen neues Luxus Auto. Attacken sind mir Gott sei Dank erapart geblieben. Aber das seelische lastet schwer. Alles Gute...
Geschrieben

Ja schon traurig sowas. Aber das ich ihn vor die Tür gesetzt hab, damit hat er echt nicht gerechnet. Zwischenzeitlich hat er auch schon versucht sich wieder bei mir zu melden, aber es gibt halt kein vertrauen mehr und wie Lalo1970 schon schreibt, die Seele leidet sehr darunter.

Panthera694
Geschrieben

Jeder geht wahrscheinlich anders mit Liebeskummer um. Wenn du hier also ein Patentrezept gegen Liebeskummer suchst, dann muss ich dich leider enttäuschen. Du musst selbst herausfinden, wie du dich aus diesem Loch befreist.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das manchmal verdammt schwer ist. Im letzten Jahr habe ich mich ziemlich heftig in eine sehr gute Freundin von mir verliebt, aber daraus ist nichts geworden. Bis heute wirkt das noch nach und in manchen einsamen Nächten ist mir zum Heulen zumute. Aber das Leben geht weiter und man kann nicht nur ständig Trübsal blasen. Mir hat geholfen, mich möglichst viel abzulenken. Ich habe mich in Arbeit gestürzt, um bloß nicht an sie denken zu müssen, viel mit Freunden unternommen. Aber auch lange Spaziergänge an der frischen Luft haben mir sehr gut getan und geholfen, all diese wirren Gedanken zumindest für den Moment zu ordnen.

Aber das heißt nicht, dass meine Form der Liebeskummerbewältigung auch bei dir hilft (manchmal bezweifle ich, ob das überhaupt bei mir klappt. Vielleicht ist es eher so, dass man sich an dieses Gefühl einfach nur gewöhnt und es sich mit dem Liebeskummer nur leichter leben lässt, er aber nicht ganz verschwindet). Vielleicht hilft dir etwas ganz anderes: deine Erlebnisse in einem Buch verarbeiten,  eine neue Sportart beginnen, ein Umzug in eine andere Stadt, ein langer Urlaub,... probiere einfach aus, was dir hilft.

Nico1972
Geschrieben

Hallo Goldbär,

Dein Exfreund braucht offensichtlich professionelle Hilfe, die Du nicht leisten kannst. Ihn vor die Tür zu setzen war sicher keine falsche Entscheidung für Dich, aber ich hätte versucht ihn zu einer Therapie zu überreden, oder besser, ihn von der Notwendigkeit zu überzeugen. Klar, aus der Ferne heraus ohne eigene Beteiligung ist das immer leicht gesagt.

Nach dem Tod meiner Eltern habe ich die Betreuung meines Bruders übernommen. Er ist 61, schwerbehindert - körperlich und geistig eingeschränkt. Ich kämpfe täglich mit einem pubertären 61jährigen Alkoholiker. Er hat eine kleine Wohnung in meinem Haus, wo ich täglich nach dem Rechten schauen muss. Habe ihn schon zweimal zur Entgiftung ins Krankenhaus gegeben und einmal war er zur Entwöhnung, wo er aber nach 6 Wochen als nicht therapierfähig entlassen wurde. 

Die Soielsucht Deines Exfreundes ist vergleichbar mit der Alkoholsucht meines Bruders. Also bin ich doch Nähe Deiner Situation von vor 2 Jahren. Ich hätte es also wohl doch mit einer Therapie versucht.

Trotzdem kann ich Dich und Deine Handlung verstehen und respektieren. Auch Deinen Liebeskummer kann ich sehr gut nachvollziehen. Immer wieder schlitter ich in so eine Geschichte. Für mich die große Liebe, für ihn ein Abenteuer. Wirklich ätzend. Bisher habe ich immer versucht das mit mehr Sexpartnern zu kompensieren. Da gab es dann auch schon mal 2, 3 oder auch 4 Typen am Wochenende einfach nur für Sex. Bei der Arbeit noch ein paar Überstunden machen, so dass man sich gar nicht mehr mit dem Liebeskummer - was für ein schreckliches Wort - auseinandersetzen muss. 

Ist aber leider keine Ursachenbekämpfung und damit auch nicht wirklich hilfreich. Ich bin ein Mensch der Extreme. Habe die meisten Kontakte abgebrochen (also Sexkontakte) und werde diese Liebesgeschichten sicher nicht mehr zulassen. Sex ab und an ok, aber mehr geht da bestimmt nicht. Nach außen funktioniert das und wie es in mir dabei aussieht behalte ich für mich.


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