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Nachhelfen für's gute Aussehen. Kosmetische Chirurgie

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Geschrieben

Im Chat kam das Thema zur Sprache.
Wie weit würdet Ihr gehen, um dem guten Aussehen auf die Sprünge zu helfen?
was würdet ihr richten lassen, und wo sind Eure Grenzen?

Ich würde viel Geld ausgeben, wenn ich es hätte, um einen Körper haben zu können, der männlich wirkt. Aber ich habe das nötige Kleingeld nicht. Ich würde es in erster Linie für mich tun, um mich wohler zu fühlen. Um ein Mal im Leben wie ein richtiger Mann aussehen zu können, ohne erblich und gesundheitlich bedingte Makel.

An sich finde ich die Möglichkeiten der heutigen kosmetischen Chirurgie bewundernswert, und dass Menschen mit bestimmten Makeln diese Möglichkeit nutzen können, sollte so normal sein, wie ein Gang zum Friseur. Wer möchte schon mit einer krummen Nase oder mit einem großflächigen Muttermal am Kopf leben? Oder mit Mastotrophie
( wenn sich beim Mann Brüste entwickeln ) oder mit den Hautlappen, wie sie sich nach extremer Diät bilden, und nicht mehr naturgemäß zurück bilden (Fettschürzen )

Der Wunsch nach Schönheit oder attraktivem Aussehen kann natürlich auch zur Sucht werden. Es gibt Menschen, die auch mit einem gut aussehenden Körper noch nicht zufrieden sind, und immer neue Korrekturen und Veränderungen anstreben. Ein Beispiel dafür war Michael Jackson.

Doch wer kann es verdenken? In einer Gesellschaft und Wirklichkeit, wo das Aussehen extrem wichtig ist und sogar Berufschancen davon abhängen können, wie man aussieht, was für eine Nase man hat, ob die Ohren abnstehen oder etwas entstellend wirkt, müsste die Hilfe der kosmetischen Chirurgie doch verständlich sein.

Hat sie auch einen Einfluss auf die schwule Szene, weil dort das Äußere wichtiger erscheint, als alles andere? Botox und Lippen aufspritzen bei Starlets und Wannabe's war gestern.
Auch wird immer wieder vor unprofessionell arbeitenden kosmetischen Chirurgen gewarnt, bei denen das Ergebnis fragwürdig ist.
Ich erinnere mich an die Geschichte eines jungen Mannes Mitte 20, der sich nach Fett Absaugen erweiterte Haut wegnehmen ließ, und dafür zu einem "günstigen" Arzt im Ausland ging. Das Ergebnis fiel katastrophal aus, eine Brustwarze in der Höhe versetzt zur Anderen, der Bauchbereich eine unebene Hügellandschaft. Als er den Arzt damit konfrontierte, wurde ihm gesagt, was er eigentlich erwarte. Er hätte doch wissen müssen, dass er niemals gut aussehen würde.

Diese Geschichte und andere lassen auch Skepsis zu, aber insgeheim wünscht man sich doch, mehr erreichen zu können, als das, was Dutzende von Diäten und exzessiv Sport möglich machen.

Wer hat sich schon mal unter's Messer gelegt? Wie zufrieden seid Ihr mit dem Ergebnis?


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heiliger198
Geschrieben

ne beim besten Willen nicht,wenn ich mir so manchen Promi ansehen und dann das Ergebnis sehen ,nein Danke
aber jeder nach seinen Wünschen ,mir würde das Geld Leid tun ,und das Alter lässt sich nur für kurze Zeit damit Verbergen ,
Nach Unfällen oder Krankheit ist die kosmetischen Chirurgie ein Segen für die Betroffenen und es ist auch Gut das Krankenkassen die Kosten Übernehmen .Aber wer unbedingt den Schönheitswahn hinterher Rennen will soll es machen ,nix dagegen .


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Geschrieben

Dezent geschminkt tut es bei mir auch.Kenne viele (normalo) Männer die sich dezent schminken,und man sieht es ihnen kaum an.Jeder so wie er es für richtig hält.Schönheits-Op würde definitiv nie in Frage kommen


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Geschrieben (bearbeitet)

Meine Erfahrungen mit kosmetischen Eingriffen liegen 55 Jahre zurück. Damals wurden mir die "Segelohren" gerichtet. Meine Eltern wollten mich vor Hänseleien zukünftiger Mitschüler bewahren. Das gute Ergebnis hat bis heute gehalten.

Und heute? Wenn es nach Wünschen ginge, die fangen oben an und hören unten nicht auf. Als ich kürzlich in einem Hotel aus der Badewanne stieg, stand ich vor einem richtig großen Spiegel (zu Hause hab ich nur kleine) und konnte mich entblößt in Gänze betrachten. Da stand ich nun und sah einen alternden unsportlichen Mann, wie er eben aussieht. Schön war's nicht. Aber deswegen gleich operieren? Der Eingriff wäre sicher zu groß, um einen befriedigenden Zustand herzustellen, auch hätte ich nicht das nötige Kleingeld dafür und vor allem bin ich ein großer Schisser, wenn es darum geht, an mir herumzuschnippeln. Genau betrachtet liegt auch kein besonderes Leiden vor, was ein chirurgisches Eingreifen rechtfertigen könnte.

Ganz anders sieht es aber bei Menschen aus, die erblich, traumatisch oder pathologisch bedingte Handicaps mit sich herum schleppen. Da entsteht oft ein psychischer Leidensdruck und nur ein chirurgischer Eingriff kann Abhilfe schaffen, soweit er möglich ist. Das wäre für mich ein Fall, der den Einsatz des Skalpells rechtfertigt. Leider ist es häufig eine aufwendige Prozedur, um diesen Leidensdruck psychologisch klar zu diagnostizieren, damit die Krankenkassen zumindest einen Teil der Kosten übernehmen.

Wer nun aber "nur" schön sein möchte, sollte sich genau über Risiken aufklären und über den Operateur vorher Informationen einholen.
Die Frage wer die Kosten übernimmt, stellt sich in solchem Fall kaum.

Ich persönlich bleibe dann doch lieber wie ich bin. Und mit Einschränkungen ist das auch nicht wirklich gefährlich.


bearbeitet von eriksson

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Geschrieben

Er hat das Thema in Gänze wunderbar beschrieben und seinen Standpunkt - den ich sofort teile - sehr gut dargelegt.
Dem gibt es nichts hinzu zu fügen - Klasse Beitrag.


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Geschrieben

PS: werde aber (notgedrungen) auch etwas machen lassen. Habe sehr lange überlegt weil ich auch keine unsinnigen Op`s die immer ein gewisses Risiko in sich bergen haben wollte. Da ich allerdings - trotz sehr viel Sport und diszipliniertem Essen dieses"Problem" (für vile wäre es sicher keines) in den Griff bekomme und echt darunter leide, werde ich es demnächst machen lassen - trotz der Risiken.
Allerdings war dies eine Überlegung von mehreren Jahren und ich meine jetzt mittlerweile wohl durchdacht !


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Geschrieben

Danke,

es ist ein großes Thema, und ich habe das mir wichtig erscheinende zusammengefasst.


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Geschrieben

Also keine leichtfertige Entscheidung...finde ich völlig okay.
Jeder trifft die Entscheidung, die er selbst für richtig hält.


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Geschrieben

NEIN um Himmels Willen - es war schon ein sehr langer Weg mich dazu "mental durch zu ringen" weil ich es im Grunde genau so sehe wie Du.
Villeicht bekomme ich ja noch weiche Knie und lass es lieber... Denke aber - gerade weil mich das dermaßen ärgert und stört - werde ich es wohl machen lassen in der Hoffnung mir dann besser zu gefallen...


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Geschrieben

Das hatte ich auch so verstanden.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Verlauf!


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Geschrieben

Die Überlegungsphase ging bei mir so mit 15 Jahren Alter wegen der steten Hänselei an den Schulen schon los, aber auch immer mit dem klaren Bewusstsein, dass Handicap bzw. die Krankheit eine Schicksalssache ist, und die Kosten natürlich selbst gewuppt werden müssten. Daran scheiterte es letztendlich, im "Geld hinterherjagen" wurde ich nie gut. An einem Ohr wurden bei mir aber im Baby-Alter schon überflüssige Knorpel entfernt.

Aber viele lassen sich Haarwurzeln veröden, oben welche einpflanzen, wenn es sich haarseits allmählich lichtet, wie eriksson beschreibt, abstehende Ohren richten, unvorteilhafte Nasengrößen und -Formen, unschöne Vernarbungen, da halten sich die Kosten in Grenzen.

Fettschürzen entfernen übernehmen heute oft die Krankenkassen, dafür müssen aber psychologische Diagnosen angestrengt werden, um den Leidensdruck zu bestätigen. Psychologische Pathologisierung schreckt viele davor zurück, denn mit ihnen läuft man dann auch mit einem unvorteilhaften Label mehr durchs Leben.

Mein Bruder hat nach so einigen operativen Korrekturen von dick nach dünn seinen heutigen Mann kennen gelernt. Mit dieser Hoffnung an die kosmetische Chirurgie heran zu treten, kann aber auch herbe Enttäuschungen bringen.

Es wäre interessant zu sehen, wie viele bereit wären, sich für einen möglichen Partner bei der Attraktivität nachzuhelfen.
Offenbar kann man sich sogar den Mannesstolz schon vergrößern lassen, und bei den Größen-Wünschen vieler Männer müsste da doch eine Goldgrube für versierte Körperteile-Künstler drin stecken.
Nicht nur die Damen wollen dicke Dinger...

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Geschrieben

Grundsätzlich würde ich mich nie für jemanden Anderen unters Messer legen. Entweder ich werde so akzeptiert oder nicht. 

Reine kosmetische Eingriffe lehne ich ab. 

Ich kann diejenigen verstehen wo nach Unfall oder Krankheit etwas machen lassen. Da bin ich auch dafür das die Kosten voll von der Kasse übernommen werden.

Aber nur um sein Ego zu befriedigen kann ich nicht nachvollziehen. Diejenigen sollen auch selbst bezahlen.

War als Kind bald öfters im Krankenhaus als zu Hause. Von daher habe ich keinen Bedarf mich freiwillig dahin zu begeben. 

Wie schon in einem Beitrag vorher erwähnt muss man sich doch mal die ganzen Promis anschauen die es voll übertrieben haben. Grusselig.

Auch sehe ich persönlich keine Bedarf den sogenannten Schönheitswahn oder Jugendwahn mitzumachen.

Älter werden ist doch normal. Ist der Lauf des Lebens.

 

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Geschrieben

Einer von meinen Surfer-Kollegas, Hetero, der immer etwas pummelig war, hat sich erst den Bauch richten lassen. Die Überbleibsel der überdehnten Haut sahen nicht toll aus.

Offenbar ist sein Erfolg bei den Damen gestiegen. Als etwa 25-Jähriger hat man da noch andere Prioritäten, wie mit 50 oder älter, schätze ich mal. Wenn es so etwas wie ein Anrecht oder Bedürfnis nach halbwegs gutem Aussehen gäbe, wären anscheinend mehr Leute dazu bereit.

Auch Sport und Training haben ihre Grenzen. Dass es ein Wahn sein soll, sich selbst begehrenswert anbieten können zu wollen, glaube ich nicht. Das ist eher schon ein Grundbedürfnis. Und die Leute, die einen so akzeptieren, wie verformt oder verlottert man aussieht, die müssen erst noch gebacken werden. :)

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