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Leben zwischen den Geschlechtern

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Geschrieben

Leben zwischen den Geschlechtern
Intersexualität – Erfahrungen aus einem Tabubereich!
Schätzungsweise leben 80.000 bis 100.000 Intersexuelle in der Bundesrepublik. Frau oder Mann – dieser eindeutigen Zuordnung entziehen sie sich. Das trifft jedoch nicht unbedingt für die äußere Erscheinung zu, nur stimmt dieses Bild dann nicht mit der genetischen Grundlage überein.
Verstehen kann dieses Phänomen nur, wer bereit ist, die Geschlechter nicht als zwei Extreme wahrzunehmen, sondern als Kontinuum. Viele Zwischenformen sind möglich. Männliche Chromosomen produzieren nicht immer männliche Körper, weibliche Körper können männliche innere Geschlechtsorgane beherbergen.
Intersexualität ist eines der letzten Tabuthemen in unserer Gesellschaft.
Viele Betroffene verbergen diesen Aspekt ihrer Person, um nicht im sozialen Abseits zu landen. Einige wurden im Laufe ihres Lebens so beschämt und gedemütigt, daß sie sich weit in sich selbst zurückgezogen haben. Phasen tiefer Traurigkeit, eine starke Entfremdung vom eigenen Körper, Selbstverletzungen, Selbstmordgedanken sind nur einige Stationen in der Achterbahnfahrt der Gefühle dieser Menschen.
Dazu hat die Medizin mit ihren Praktiken nicht unerheblich beigetragen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts besteht die Gesellschaft per Gesetz auf Geschlechtszuweisung, und die Chirurgie führt sie durch. Überwiegend werden intersexuelle Kinder zu Mädchen »umgebaut«, weil das als technisch einfacher und kostengünstiger (!) gilt. Die meisten Betroffenen, mit denen die Autorin sprach, haben die medizinischen Eingriffe eher als Machtmißbrauch und sexuellen Mißbrauch empfunden denn als notwendige Behandlung. Die Eltern werden gezwungen, sich zu Komplizen der Mediziner zu machen. Ihnen wird in der Mehrzahl der Fälle strikte Geheimhaltung empfohlen. Für die Kinder hat das zur Folge, daß sie sich aus Teilwahrheiten, Lügen und bedeutsamem Schweigen ihre eigene Geschichte zusammenreimen und oft jahrelang mit der Angst vor einer tödlichen Krankheit leben.
Bisher gibt es keine aussagekräftigen Studien zur Lebenszufriedenheit Betroffener, geschweige denn Nachfolgestudien zu den seelischen Auswirkungen auf die Kinder durch die Operationen und häufigen Untersuchungen ihrer Genitalien – in einem Alter, in dem sie bestrebt sind, gerade ihren Intimbereich zu schützen.
Ulla Fröhling hat das erste populäre Sachbuch zum Thema Intersexualität geschrieben.
Sie hat mit vielen Betroffenen gesprochen und erkundet, mit welchen Anstrengungen diese ihr Schicksal bewältigen, in welche seelischen Nöte sie geraten und wie sie ein neues Selbstbewußtsein aufbauen. Sie hat Sexualforscher, Therapeuten, Traumatologen zu Rate gezogen, und es gelingt ihr, auch die fachlichen Hintergründe und medizinisch-genetischen Zusammenhänge, die für das Begreifen dieses Phänomens unverzichtbar sind, verständlich und eingängig zu erklären. So ist ein Buch entstanden, das sich nicht nur für Betroffene, sondern durch seine faszinierenden Lebensgeschichten für einen breiten Leserkreis eignet.
Jeffrey Eugenides hat mit seinem Roman »Middlesex«, der nicht nur in Deutschland viel Aufsehen erregte, viel dafür getan, das öffentliche Interesse und Verständnis für die Intersexualität zu befördern, wie es die Aktivisten der Intersex-Bewegung schon seit Jahren versuchen. Ulla Fröhling gelingt es mit großem Einfühlungsvermögen, das Unbekannte, Unbegreifliche, das nicht selten Angst und Intoleranz auslöst, aus der Tabuzone herauszuholen und das Bewußtsein dafür zu schärfen, daß auch intersexuellen Menschen ein Raum in dieser Gesellschaft zusteht – in all ihrer Vielfalt, Eigenart und Kreativität.

mfg Nikita Noemi bzw. "sinnlich"


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HaJo
Geschrieben

@ sinnlich:
Jetzt ist es aber dann auch mal gut.
Nachdem du schon in deinem Monsterthread "Etwas, was überdenklich ist" ganz unverfrohren einen
Fachvortrag eines gewissen Dr. Walter Greiner bei der Transidentitas Fachtagung 1999 in Frankfurt/M
fast wörtlich abgekupfert hast, ohne wenigstens die Quelle zu erwähnen.
( für interessierte: der komplette Fachvortrag ist HIER zu finden )
Nun kopierst du Texte aus einem Buch von Ulla Fröhling
mit dem gleichlautenden Titel deines Threads.
( Für Interessierte: Der Link zum Buch von Ulla Fröhling: KLICK )
Das ist schon irgendwie ein wenig unverschämt.

Wenn du schon mit fremden Texten glänzen musst, dann solltest du wenigstens die
Regeln der NETTIQUETTE beachten.
Ich bin mir fast sicher, dass die Mehrzahl der User weder Lust noch den Nerv haben,
sich durch solche Monstertexte zu quälen.
Ein einfacher, knackiger Beitrag mit Verweis auf die Quellen wäre da wesentlich angebrachter gewesen.
Bitte fasse dich demnächst etwas kürzer, gib den Verfassern ihr Recht und alles ist gut

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Minotaurus
Geschrieben

@ Knuddelhajo

Vielen Dank für die Links zu den Originaltexten.
Plagiate lassen sich leider nicht immer verhindern.


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Geschrieben

Mich teucht ne ähnlichkeit mit nem Treff im ...ähm am Forum wäre gegeben...lol...

jetzt denkt mal nach....

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HaJo
Geschrieben

@ Hatch:
Der Gedanke ging mir auch eine Zehntel Sekunde lang durch den Kopf, aber neee neee....

( hmpf, und schon wieder editieren müssen, ich glaub' meine Wurschtfinger sind einfach zu dick..... )


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Libra
Geschrieben

"sinnlich" ist schon länger hier


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doydem
Geschrieben

Ich finde es gut, daß dieses Thema hier angeschnitten wird. Hatten wir nicht vor wenigen Tagen den Thread eines "Schwanzabschneiders"?


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Geschrieben

Tja, manchmal treffen sich im sexy Forum wohl die Hampelmänner.

Gegen das Weiterverbreiten von Texten habe ich nichts, da schon eher die Urheber, aber die Quellenangabe sollte schon da sein, das ist richtig und wird im Zitierbereich üblicherweise gebraucht.

Fazit : Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser... Schade.


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