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Jemanden behutsam zurückweisen -- wie?

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Geschrieben

Jetzt sind mal die sozialumgangstechnisch Geübten gefragt. Damit habe ich ein ziemliches Handicap.

Wie kann man Jemand, der sich sehr liebenswert um etwas bemüht, dessen man nicht in der Lage ist, es ihm zu bieten, am besten beibringen, das das nicht geht? Wenn man ihn nicht verletzen will, nicht möchte, dass er sich verkehrte Schlüsse daraus zieht, es um einen eher sanften, psychisch dünnhäutigen Menschen geht, der sich dazu noch Wunschgedanken aufgebaut zu haben scheint, die sich mit der Wirklichkeit nie treffen könnten?

Wie würdet ihr sowas angehen? Ich habe etwas Angst darum, dass eventuelle unpassende Schlüsse Denjenigen in Selbstbeschuldigungen führen. Kann man das vielleicht gar nicht verhindern? Wie kann man da klar machen, Bekanntschaft zwecks Freizeitgestaltung okay, Weiteres ist nicht möglich? Oder ist Rücksichtsversuch ein überflüssiger Ansatz, sollte man ihm einfach so gegenübertreten, wie es ist, auch wenn es weh tun könnte?

Über einige erfahrene Ratschläge wäre ich da grade ganz dankbar.


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HaJo
Geschrieben

@ InVollerMontur:
Tja, da hast du ein ernstes Problem:
"behutsam zurückweisen", das geht ja wohl fast garnicht, denn je zurückhaltender du dich diesem sanften Menschen gegenüber äusserst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit daß er nicht kapiert um was es dir geht.

Mein Rat wäre freundlich aber bestimmt KLARTEXT, nicht drum herum reden.
Sage ihm ehrlich was du von ihm hältst, was du dir mit ihm vorstellen kannst und was nicht. Eine klare Linie.
Alles andere wäre Unsinn.
Wenn du ihn ansonsten magst, mach dem grausamen Spiel ein Ende und rede Tacheles, auch wenn's ihm
im Moment vielleicht weh tut, aber dann sind klare Verhältnisse geschaffen.

Auch in seinem Sinne gilt, in Abwandlung eines alten Sprichwortes:
Lieber ein Ende mit Frust, als Frust ohne Ende

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Geschrieben

Ja, danke mal für den Rat @Hajo, das hab ich jetzt auch getan. Mit ungutem Gefühl dennoch, weil man sich dazu Gedanken gibt und letztendlich nicht weiß, wie das auf der anderen Seite einschlagen könnte, wenn Jemand sich Träumereien aufgebaut hat, und nur mit der Wirklichkeit konfrontiert steht. Noch dazu mit seinen Problemen belastet.

Ein "Spiel" gab es zum Glück nicht darum, zumindest habe ich keins veranstaltet -- ich kam mir nur völlig überrumpelt und unpassenderweise 'astray' angesprochen vor, während der andere sich wohl eine Art Online-Fantasiewelt zurechtgelegt hat. Offenbar entwickelte sich sein Interesse weiter als bis zur Freizeitgestaltung, was ich aber als Ergebnis der Vorstllungskraft ansehe, denn er hat mich schließlich nie gesehen. Das Problem mit solchen Vorstellungen ist es, dass sie mit der Zeit eine Eigendynamik entwickeln können, die getrennt von der Wirklichkeit unkontrollierbar weiter läuft. Wenn Leute den Boden unter den Füßen längst verloren haben, wird der Aufschlag nach dem Fall hart.
Ich weiß nur nicht, wie lange das bei Demjenigen schon im Gange war, bis es mir aufgefallen ist. Das könnte lange gewesen sein.

Der Umgang mit solchen Erlebnissen gestaltet sich schwieriger, wenn man darin einbezogen wird.

Ich hoffe, dass er seinen 'Kite-Kurs' in Sachen Höhenflügen in Zukunft wo anders vornimmt. Die Freizeit aber wohl am besten auch.


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