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Sunrise

Alter Mann und Gay

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Liebe Freunde Ich bin boesartig , gemein und hinterlistig. Zudem auch noch abartig.
Ich begegne den meisten Menschen mit Misstrauen und scheue mich zuviel Naehe zu zeigen.
Ich bewundere Menschen die humorvoll sind und mit Ironie einen Schutzpanzer um sich aufgebaut haben. Leider geht mir das voellig ab. Wegen meines "Schwulseins" musste ich meine Gefuehle verbergen, durfte nicht meine Zuneigung zeigen, wenn ich jemanden kennenlernte der mir sympathisch erschien.
Ein Leben voller Luegen, eine Schau die einem Agenten gut angestanden haette. Wegen der Luegen konnte ich mich selbst nicht leiden. So uebertrug ich den Hass gegen mich auch auf Andere. Es entstehen diese Selbstzweifel und Minderwertigkeitskomplexe
Meine Geschwister fragen mich:"Dass Du schwul bist, dafuer kannst Du nichts, aber muss es denn gerade ein Juengerer sein? Warum hast Du nicht einen gleichaltrigen Partner, von gleicher Bildung?"
Wahrscheinlich haben sie mit ihren Fragen sogar Recht. Doch habe ich sie jemals nach ihren Partnerschaften gefragt?
Ich akzeptiere jeden Menschen, dem ich begegne und nehme Anteil an seinem Schicksal.
Manchmal bereitet es mir geradezu Freude,wenn ich jemanden piesacken kann. So ist @fellatio eingeschnapt, weil ich darauf hingewiesen habe, dass die Nachrichten die er hier verbreitet, ich schon gelesen habe. Nun in Thailand geht die Sonne sechs Stunden frueher auf. Daher auch mein Name "Sunrise".
@tanne ist einer der wenigen Ostdeutschen, die Humor haben. Nicht immer bin ich seiner Ansicht. Aber durch seine witzige Art besaenftigt er alle meine boesen Gedanken.

Die Menschen in Centroamerica empfinde ich mit zu den Schoensten. Durch die asiatischen Vorfahren, die einst ueber die Behringsstrasse nach Amerika einwanderten, haben sie dieses exotische Aussehen. Der negroide Einfluss laesst ihre Hautfarbe dunkler erscheinen Und wenn die Sonne im Gegenlicht auf sie faellt, glaubt man sie seinen vergoldet.Die Spanier haben ein Uebriges getan. Dadurch haben sie ueberwiegend schmale, ovale Gesichter. Manchmal laesst man sich auch durch ihren Charme verfuehren. Dann vergesse ich meine Boesartigkeit
:Yo te quiero mas - ich liebe dich, koennte aber auch bedeuten - Ich begehre dich.
Dann wird aus dem Subjekt ein Objekt und man nimmt den Menschen die Wuerde. Doch manchmal ist das Besitzenwollen zu stark. Danach brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir wieder verlassen werden und aus der Beziehung nichts geworden ist.

Selbst Stricher haben es verdient, dass man ihnen mit Achtung begegnet. Sie geben mir Befriedigung und haben damit ihren Lohn verdient.Sex ist Lebensfreude und wer kann diese besser vermitteln? Ausserdem erfreut ihr Anblick durch Jugend und Schoenheit.
Fuer meine Nachbarn und andere Menschen die mich kennen, gelte ich als abartig. Doch damit habe ich mich inzwischen abgefunden. Sie verstehen nicht, dass man zu einem Mann ebensoviel Zuneigung und Liebe empfinden kann wie zu einer Frau. Meine heterosexuellen Bekannten koennen hgalt nicht verstehen, dass ich "Dicke Titten"eher haesslich als schoen empfinde.

@fellatio In keinster Weise kann ich Dir zustimmen, dass das Internet Buecher ersetzt. Ich empfinde das Internet als eine Bereicherung gleichberechtigt mit Buechern. Ich gehe gerne durch eine Buecherei, greife ein Buch aus den Regalen,, lese einige Seiten und riecte beim Aufschlagen noch die Druckerschwaertze. Auch betrachte ich gerne die Bildbaende oder Landkarten und traeume von den nicht gesehenen Laendern.Das Internet wird die Buecher nicht verdraengen koennen. Leider ist meine Wohnung in Berlin zu klein um noch ein Regal aufzustellen.

Viele Menschen denen ich begegnet bin ob jung oder Alt, dick oder schlan kund auch weniger ansehnlich, alle hatten auch immer etwas Schoenes an sich und machten sich fuer mich interessant. dadurch wurde mein Leben bereichert.
Einmal sass ich einem dicken jungen Mann gegenueber. Docheinen Wimperschlag lang umfing mich seine Sympathie. Wie ein Windhauch hat michkurz die Liebe gestreift. Fuer kurze Zeit wurde ich ein wenig friedvoller.

bearbeitet von Sunrise
tanne
Geschrieben

danke für das lob-----


oldysuchtjungy
Geschrieben (bearbeitet)

Nun kokettiert Sunrise noch damit, dass er "boesartig , gemein und hinterlistig.usw" sei. OK, vermutlich sagen sowas Andere zu/über dich, ich kann es mir garnicht vorstellen. Wird es nicht vielen von uns nachgesagt dass Sie den meisten Menschen mit Misstrauen begegnen? So hatte nicht jeder das Glück , in einen Beruf zu arbeiten wo die (unsere) Veranlagung egal war und sich niemand etwas daraus machte was und wen wir liebten. Sicher werden dir viele zustimmen, dass man schon höllisch aufgepasst hat, dass ein sanftes Lächeln nicht als Anmache gedeutet werden konnte. So hat man lieber ernst und manchmal auch grimmig ausgeschaut (halt eben unnahbar). Vermutlich haben wir dadurch viel verpasst. Aber trotz all dieser Mängel, Defizite und eventuell verpasster Chansen, ich schaue befriedigt auf ein erfülltes Leben zurück, und hoffe noch auf weitere erfüllte Jahre. Ich glaube sogar, dass grade weil wir jeden Tag mit Anfeindungen und vorsicht leben/erlebten, haben wir intensiver gelebt. Sicher es hätte schon etwas leichter sein können und auf einiges hätte man vielleicht verzichten können, doch alles in Allem war/ist es schon OK. Denke mal, in vielem von dem was Sunrise geschrieben hat, haben sich -zumindest in Teilen- vermutlich viele wiedererkannt. Mir ging es jedenfalls so.


bearbeitet von oldysuchtjungy
Satzumstellung
Geschrieben

Misstrauisch und unnahbar, das passt zu mir nach vieler Leute Sichtweise auch ... kommt eben darauf an, aus welcher Perspektive jemand schaut. Ich bin sehr vorsichtig geworden, über Lebenserfahrung und kontinuierliche, durch Homophobiker mitbestimmte Erlebnisse. Nie habe ich einen anderen Mann merken lassen, was ich für den möglicherweise empfinden könnte. Die Angst davor, immer wieder Rückschläge, Abweisung oder gar neue Gewalt zu erleben, hat diese Unnahbarkeit herangezüchtet. Die allgemeine, erlernte Angst davor, dass es jemand herausfinden könnte, war seit Jugendzeiten wie ein Schatten stets bei Fuß.

Ich weiß nicht genau, worauf sich der Eingangspost bezieht, da ich durch meinen KH und Pflegeheim-Aufenthalt jetzt eine ganze Zeit nicht up to date war, und noch nicht alles las, was seither hier so diskutiert wurde.

Denen, die Dich zum 'Abartigen' erklären, musst Du kein Gehör mehr schenken. Ich habe auch zu lange hingehört, wenn Leute so etwas zu mir sagten, oder mir das über Tratsch-Einsprengsel indirekt zugetragen wurde, dass Jemand es sagt oder meint. Ich glaube, wir sollten uns die Lebenslust durch solche Meinungen nicht eintrüben lassen. Wenn andere lieber in der Mitte ihrer viel zu kleinen Teller sitzen, und nie über ihren Tellerrand hinaus zu schauen wagen, können wir dafür doch nix. Wir sollten uns nicht zum Fußabstreifer für anderer Leute Überheblichkeit machen lassen. Lass die Leute reden, heißt es in einem Lied. Solange sie etwas zum Tratschen haben, sind die beschäftigt. Zum einen Ohr rein, zum anderen raus gehen lassen.

Das Thema Partner-Anziehung ist ja für viele anscheinend fürchterlich einfach geklärt. Man sagt auch zu den Dicken ganz gerne : ' Dann such dir doch einen anderen Dicken, wenn du niemand findest' und solche Sprüche. Dasselbe mit dem Alter, oder der Behaarung, oder anderen Eigenheiten, dem Rolli oder was auch immer. Dass jedem Menschen eine Art Recht auf die freie Partnerwahl zustehen sollte, unabhängig davon, wie alt man selbst ist, ob man im Rolli sitzt oder ob man drei oder sogar fünf B's mit sich herum trägt, einen Kleinen oder einen Großen hat, das scheinen einige nie zu begreifen. Wieso soll jetzt der Lange sich keinen Kurzen aussuchen dürfen? Der Dicke keinen Dünnen? Warum man keinem im selben Alter hat, kann mitunter daran liegen, dass man sich in so einen halt nicht verliebt hat. Die wirkliche Problematik setzt erst dort Fuß auf den Boden der Tatsachen, wo man halt schauen muss, ob sich der andere auch in einen selbst verliebt.

Na ja, mir geht's eigentlich mehr darum, dass die Attribute, die andere in uns sehen wollen,nicht zwingendermaßen stimmen müssen. Bösartig oder alt und gemein und sonstnochwas, egal, was es ist, das irgendjemandem nicht gefallen mag.
Und manchmal kann das sogar noch nützlich sein, von einigen so empfunden zu werden. Dann, wenn man mit denen sowieso kein Gespräch möchte, zum Beispiel. Wenn die Zeugen Jehovas mich schon wegen den schwarzen Lederklamotten für einen Enkel des Leibhaftigen halten, muss ich mir keine Gedanken um sinnlos verplemperte Nachmittage machen.


cubafan
Geschrieben

Das Thema "Was Andere über mich denken" sollte man so schnell wie möglich vergessen, wenn man ein glückliches Leben führen will. Alles im Rahmen des Gesetzlichen sollte und kann möglich sein. "Laß die Leute reden" ist mir da noch zu wenig, bei mir heißt es "Das geht mir alles so am Arsch vorbei". Andersdenker und Neider wird es auf der Welt immer geben, warum sollte ich mich dafür interessieren.
Ich suche meine Partner nicht in irgendwelchen Schubladen, sondern finde sie irgendwie völlig ohne Grundvoraussetzungen. Da geht es nie um Alter, Aussehen oder Größe seines besten Stücks, nur der Mensch zählt. Und sein wir doch mal ehrlich, in einer Partnerschaft rücken die Prädikate "erfolgreich", "schön" oder "reich" dann doch in den Hintergrund, dann zählen nur die zwischenmenschlichen Übereinstimmungen. Da wird ein Deko-Fan kaum mit einem Messie klarkommen, ein Sensibler kaum mit einem grobschlächtigem Rocker Gemeinsamkeiten haben. Der Kölner sagt es recht unkompliziert: "Wat kütt, dat kütt". oder Neudeutsch Carpe diem.



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