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hartz IV ein leben im untergrund

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Geschrieben

diese thema erstellt sich von ganz aleine..Hartz IV empfänger sind doch praktisch vom leben ausgeschlossen..es gibt keine 3 klassen gesellschaft mehr..arm-mittel.reich..nur noch arm und reich..wass bleibt einem hartzIV empfänger den noch übrig als der weg zum Pfandhaus..wer arbeit sucht der findet heißt es..wo?..ab 50 jahren bekommt man so schnell keine arbeitstelle mehr..nehmt dann 1€.job an..dass ist das lächerlichste wass es gibt..es werden immer mehr firmen usw geschlossen..dann spricht die regierung von einem aufschwung?..bei über 4 millionen arbeitslose von 0,2%,als erfolg..wass ist eure meinung dazu?


Geschrieben

Stimmt, ich kenne selbst inzwischen so einige Leute, die in dieser Lage stecken oder steckten. Ich überwintere bei so Jemand. Stimmt, die sind von sämtlicher Kultur und Teilnahme am öffentlichen Leben so gut wie abgeschnitten. Bereits ein Besuch in einem Café ist einfach nicht drin. Besonders unter den Schwulen können weit auf dem Land Wohnende sich Fahrten zu Kneipen, Treffpunkten oder Veranstaltungen oder die Teilnahme daran nicht leisten. Obwohl viele davon Jahrzehnte gebuckelt haben, werden sie behandelt wie Abfall oder zusammen mit den oft vermuteten Sozialschmarotzern und "Unwilligen" in einen Pott geworfen. Meistens erheben sich Leute über die Hartzies, die von deren Lebensrealität keine Ahnung haben, oder selbst nie in dieser Lage gesteckt haben.
Das mit der Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt geht ja mit 35 schon los, dass man da nix mehr bekommt. Die Abstellung von etlichen "Arbeitslosen" in die Hartz-IV-Kategorie, sowie das Zuordnen unsinniger Maßnahmen oder Geringverdienste, die teilweise von Hartz-IV-Leistungen unterstützt werden, fallen aus der Statistik raus, und so sehen wir diese 4 komma irgendwas Millionen. Wenn man die Rausgefallenen auch dazuzählen würde, kämen wohl eher 6 Millionen bei raus, oder mehr.
Jemand für 1 Euro in der gleichen Qualität arbeiten zu lassen, in der ein Regulärbeschäftigter 1200 Euro bekommt, ist selbst wenn man das Hartz-IV dazu rechnet immer noch ein Hohn. Zudem lässt es sich beobachten, dass nach und nach 1-Euro-Jobber in Bereichen eingesetzt werden, in denen früher Regulärbeschäftigte steckten. Stadtreinigung, Gartenanlagen ... da spart man wohl gut bei und Gemeinden scheinen da sowas wie Vermittlungsprämien abzukassieren. So wie wohl auch die Anbieter diverser Sinnlos-Maßnahmen. Also was soll Jemand bei einem Grundkurs für Bewerbungsschreiben, die vorher in der Personalabteilung beschäftigt war, und dort Bewerbungen bearbeitete?
Warum soll ein IT-Techniker den Computer-Bedienerschein erwerben?
Man könnte auch einen arbeitslos gewordenen Taxifahrer zum Fahrschulkurs schicken.

Menschenklassen? Längst Wirklichkeit geworden. Nachdem wir geklärt hatten, dass das Volk in Griechenland nicht alle Leute einschließt, und deswegen auch eine Demokratie nicht für jeden da ist, müssen wir uns über die Ausbeutung an der Leistungskraft derer, denen wir dafür wenig gönnen, auch nicht wundern. Dabei wäre mit etwas Umdenken mehr möglich. Jobs teilen, Leute gehen mit 45 order 50 in Rente, Festmachen des Verdienbaren am 24-Stunden-Tag und am Verhältnis der Leistungskraft zur Lebensrealität. Dann bekämen die Abgeordneten schon mal nur noch für die 5 Minuten eine Anwesenheitsprämie, die sie auch tatsächlich anwesend sind. Kein Mensch braucht wirklich viel mehr als 3500 Euro im Monat, und das ist schon großzügig gedacht -- eine gerechte Verteilung des von allen Erwirtschafteten ließe es zu, dass auch denen genug bliebe, die nicht leisten können. Eine Art Armensteuer wie die im Islam gebräuchlich ist könnte da auch mithelfen, damit sich wieder keiner ins Hemd machen muss, weil er sein Bier Nr. 15 am WE nicht vergnüglich erbrechen kann. Warum es so schlimm sein soll, dass Menschen leben, ohne dass sie dafür bezahlen, dass sie leben, werde ich eh nie kapieren. Wenn ich genug zu essen habe und noch 5 Mal mehr, warum sollen dann nicht andere von den 5 mal mehr leben? Und die Würde des Menschen sei zwar unantastbar, aber was kostet diese...?

Der Aufschwung kommt sicher nicht bei den Hartzies oder Langzeitarbeitslosen an. Hier empfiehlt ein durchgeknallter Professor schon mal, dass man sie nach 5 Jahren sich selbst überlassen soll, und manche weltentrückten Politiker erinnern durch ihre Haltung und Aussagen an die Produktivitätsklassen vergangener Regime. Die sollten sich mal was schämen, hätte Onkel Ephraim gesagt.


Geschrieben

ja da keimen sie auf die Stammtischparolen
werden mal locker Äpfel mit Birnen verglichen
plötzlich ist der hartz4 Empfänger Wirtschaftsfachmann
egal wie sehr da vieles im argen liegt
ich empfinde es als außergewöhnlichen Segen schon so lange mein hartz4 zu bekommen
neben den 1€-job einnahmen darf ich noch 100€ dazu verdienen
da komme ich auf einen Monatslohn bei maximal 80 std!!! Arbeitzeit im Monat
da können die meisten Arbeiter nur von träumen


Libra
Geschrieben

Zum Glück sind die Zeiten vorbei, in denen Selbstständige nicht in die Arbeitslosenkasse einzahlen durften, um mal wenigsten einen positiven Aspekt zu nennen.
@ rolfina, bei mir sind´s in der Hauptsaison 70-75 Stunden/Woche und bin demnach auch in keiner Gewerkschaft :P

Geschrieben

@rolfina Was ist denn das für ein Monatslohn??? Rechnen wir mal zusammen 1€ Job mal 80h entspricht 80€ dann darfst Du noch 100€ dazu verdienen sind wir schon bei 180€ kommt noch Sozialgeld II dazu (359€) hast Du 539€ und das langt nunmal nicht um normal am Leben teilhaben zu können.


HaJo
Geschrieben

Also dass man mit Hartz4 kein "normales" Leben führen kann halte ich für ein Gerücht, immerhin bin ich der lebende Beweis dafür dass es funktioniert. Ich lebe seit 10 Jahren von Hartz4, und das garnichtmal so schlecht. Es ist natürlich auch eine Frage der Ansprüche. Auto ist halt nicht, und einen aufwendigen Lebensstil kann man damit auch nicht finanzieren. Vernünftig leben aber schon.

Ich war über 17 Jahre selbstständig und habe es in dieser Zeit ordentlich krachen lassen, in den besten Zeiten mit einem Durchschnittseinkommen von 12.000 DM seinerzeit gar kein Problem. Als dann die Insolvenz kam war es natürlich eine grosse Umstellung, aber man gewöhnt sich an alles. Die ewige Meckerei über zu wenig Geld von Papa Staat finde ich völlig daneben. Diejenigen die dieser Auffassung sind sollten sich mal in erkundigen wie die Sozialleistungen in anderen Ländrn aussehen. Wir leben ( zum Glück ) in einem Staat, in dem niemand hungern und unter der Brücke pennen muss wenn er das nicht für sich selbst so will.

Auch das ganze Gezeter um die 1€-Jobs ist ebenso bescheuert wie die oft gehörte Aussage "Für einen Euro geh' ich doch nicht arbeiten". Die Bezeichnung des Amtes trifft es da genauer, da heisst es "Arbeitsgelegenheit mit Aufwandsentschädigung". Bei diesen 1-€-Jobs geht es eigentlich nicht vorrangig um den Zuverdienst. Ich habe in den vergangenen Jahren einige dieser 1-€-Jobs gemacht und fühlte mich immer sehr wohl dabei. Sicherlich ist es kein Ersatz für richtige Arbeit, für Menschen jenseits der Altersgrenze bei der 99% der Arbeitgeber abwinken jedoch eine wunderbare Möglichkeit in Bewegung zu bleiben. Der positive Nebeneffekt: In der Zeit die man bei einem 1-€-Job verbringt lernt man Menschen kennen, geht einer sinnvollen Beschäftigung nach und gibt weniger Geld aus.


Geschrieben

Besonders dann nicht, wenn etwa 380 Euro schon mal die Miete wegnehmen, von denen das Amt nur einen Teil übernimmt, die Heizöl-Zusagen in einem längeren Winter gekürzt wurden, wo man dann über ein Darlehen mit 30 Euro vom verbliebenen Lebensgeld monatlich den Mehrverbrauch* abstottern muss und einer nebenbei auch noch in seinem eigentlichen Beruf versucht, sich eine Zukunft aufzubauen, damit er aus der Hilfeleistung auch mal wieder ganz rauskommt. Darin für immer weiter zu vegetieren ist ja für manche durchaus eine Aussicht, andere hätten lieber die Möglichkeit, wieder frei zu schwimmen. Seltsamerweise wird Eigeninitiative dazu oft genug noch aktiv blockiert -- da ist mir die Idee von "Helfen" schleierhaft, und wie soll Jemand bei dieser "Mitwirkungspflicht zur Beendigung der Hilfesituation" beitragen können, wenn er genau dabei blockiert wird? Manchmal hat das mehr was von existenzzerstörendem Gebaren, was da so alles getrieben werden kann. Und da soll einem nicht der Sinn verleitet werden?

Seltsam setzen sich auch die regionalen Unterschiede in den Bezügen zusammen. Wie kommt das eigentlich zustande?

Mein Bekannter beansprucht übrigens keinen fachmännischen Titel ;-) Vielleicht will er sich ja noch äußern.

Sicher kommt "Leben können" auch auf den Lebensstandart und die Alternativen an, die man ausschöpfen kann. Ohne Hartz-IV kommt man auch klar, aber entsprechend reduziert eben, wenn man keine Gönner kennt oder nicht in Tauschringen, Obdachlosen-, Tafeln- & Container-Szene ect. unterwegs ist. Da hat Jeder so seine eigenen Vorstellungen, und die der Stadtmenschen scheinen zuweilen überkanditelt. Auch menschenwürdige Umstände, die hier eingefordert werden, sind für Leute in Eritrea oder anderswo die reinsten Luxus-Lebensbedingungen. Fließend Wasser und beheizter Wohnraum zum Beispiel. So nobel lebt es sich in einem Großteil der Welt nicht.

* Weil eine andere Regel in den Mieterpflichten eine Raumtemperatur von um 18 Grad vorgibt. Wir haben meist 13-16 Grad wegen Heizöl sparen.

Geschrieben

@ knuddelhajo:
Die sog. 1-€-Jobs sind, zumindest hier in Braunschweig, in Bereichen, wo es vor Hartz-IV nach Tarif bezahlte Vollzeitstellen gab.
Straßenreinigung und Grünflächenpflege werden jetzt zu 100% durch 1-€-Jobber abgedeckt - die Kommune kassiert dafür von den Einwohnern Gebühren.
Es ist gesetzlich geregelt, daß nur in den Bereichen 1-€-Jobber eingesetzt werden dürfen, für die es vor Ort keine Gewerbebetriebe gibt, die die gleiche Tätigkeit mit tariflich bezahlten Arbeitnehmern anbieten. An dieses Gesetz hält sich keine Kommune.
Zudem dürfen 1€-Jobber nur für Tätigkeiten eingesetzt werden, die vor Hartz-IV nicht stattfanden.

HaJo
Geschrieben

Okay, war mir irgendwie auch schon klar dass ich mit meinen Ansichten zu Hartz4 nicht gerade auf grosse Zustimmung stossen würde. Trotzdem geht mir das ewige gejammere auf den Zeiger. Sicher hätte ich auch gerne mehr Geld, aber was nicht ist, das ist halt nicht und vom rumkotzen wird es auch nicht mehr. Wenn man aus welchem Grund auch immer in diese Situation geraten ist sollte man eben auch etwas bescheidener werden. Der Arbeitsmarkt ist nun mal so wie er ist und für Menschen über 35 ist es extrem schwierig überhaupt einen Arbeitgeber zu finden der sich auf einen "Versuch" einlässt. Wer Hilfe vom Amt bezüglich Vermittlung oder Weiterbildung erwartet, der kann warten bis zum jüngsten Tag. Ohne Eigeninitiative geht da überhaupt nichts. Die Zeiten, in denen der Arbeitsvermittler gleich drei Arbeitsangebote aus dem Karteikästchen zieht sind schon Jahrzehnte vorbei.

@ InVollerMontur:
Das Amt bezahlt eine "angemessene" Unterkunft incl. Heizung und Nebenkosten. Wenn du zuviel zuzahlen musst, zieh einfach um.

@ AchimBS:
Ich habe mir die meissten meiner Arbeitsgelegenheiten ( 1-€-Jobs ) selbst ausgesucht und dem Amt vorgeschlagen, mit Erfolg.


Geschrieben

Okay, ich kann hier schlecht mitreden weil ich selbst und auch mein Bekanntenkreis voll berufstätig ist.

Das da irgendwie und irgendwas faul ist merke ich aber auch. Wenn ein Arbeitsloser mehr verdient wie einer der täglich seiner Arbeit nachkommt oder nachkommen kann, halte ich für sehr bedenklich.

Das ewige Gejammer geht mir aber dabei so auf den Senkel.
Wer hat denn die Idioten an die Macht gewählt, die solche Gesetze erlassen oder nicht ändern?
Wer wehrt sich denn dagegen, außer zu heulen?

Ich könnte mich fast weglachen bei dem klugen Spruch: Bei der nächsten Wahl werden sie es spüren.
Aus rot wird schwarz oder gelb oder grün.
Geht das nicht kommt die Ampel.
Alles in den Sack gesteckt und in den Necker geworfen
Aber dann kommen die nächste Idioten.

Wir sind das Volk, nur tut keiner was., außer jammern.


Geschrieben

Für Lohndumping kann kein Arbeitsloser @ icy54

Dieser Thread paßt zu dem Thema dieses Threads.
Dieser ebenfalls.

Minotaurus
Geschrieben

@ AchimBS,
bitte vergiss die "spätrömische Dekadenz" nicht ......


Geschrieben

@knuddelhajo

sorry, Hartz I wurde Januar 2003 und Hartz IV Januar 2005 eingeführt.
Rechnet man von jetzt 10 Jahre zurück, dann warst du damals Zukunfts-Empfänger.


Geschrieben

Nein Achim, das vergesse ich nicht.
Viele geraten unverschuldet in diese Situation, das steht außer Frage.

Ich frage mich nur immer, warum lassen wir uns dieses alles gefallen.
Demokratie sieht doch anders aus.


Geschrieben

@ Minotaurus: In dem Thread mit der spätrömischen Dekadenz ging es ums Ehrenamt. Threads mit off topic - Ausrutschern in diesen Bereich wollte ich nicht anführen ^^

doydem
Geschrieben


Also dass man mit Hartz4 kein "normales" Leben führen kann halte ich für ein Gerücht, immerhin bin ich der lebende Beweis dafür dass es funktioniert. Ich lebe seit 10 Jahren von Hartz4, und das garnichtmal so schlecht. Es ist natürlich auch eine Frage der Ansprüche. Auto ist halt nicht, und einen aufwendigen Lebensstil kann man damit auch nicht finanzieren. Vernünftig leben aber schon.




Also, ich lebe seit fünf Jahren (seit 2005) von Harz-IV, vorher gab es das nämlich noch nicht.


doydem
Geschrieben

Tschuldigung, war ein Doppelposting, ich hatte icy54 ganz übersehen. Aber recht hat er.


HaJo
Geschrieben

Stimmt, ihr neunmalklugen Oberschlauen, vor 10 Jahren gab es sicher noch kein Hartz-4, damals nannte man das noch "Sozialhilfe". Ist aber auch ziemlich egal, denn das ändert mal gerade garnichts an den von mir getroffenen Aussagen, ist nur eine andere Bezeichnung für die gleiche Sache.
( Man könnte es genausogut Sozialleistungen nennen )

Geschrieben

Und dass Jammern was Schlechtes ist, ist auch so ein Idiotismus der NeuBILDungszeit. Ventilieren kann man dazu sagen, oder auch das Anzeigen von Unmäßigkeit. Wer an der Schmerzgrenze nicht jammert ist emotional ungesund.

Wo hat denn das Volk direkte Mitsprache? Über die ganze lange Reihe der seiner Lebenswelt entrückten Vertreter und "Staatsdiener"? Leben die auch mal 3 Monate Probe, um sich mit dem Thema und seinen Auswirkungen vertraut zu machen? ( Anschauungsunterricht )
Ja@icy, das Volkstheater mit der Wahl beobachtet man schon einige Zeit. Bloß wenn man von einem Haufen in verschieden gefärbte Loren schippt, und sich dann eine Farbe aussuchen kann, davon ändert sich an der Schiene, auf der die fahren, noch nix. Gut, von Politik versteh ich viel nicht (mehr), da ist Dieter Nuhr angesagt ;-)

@Knuddel, da geht es um nen Bekannten. Ich habe Hartz-IV abgelehnt, der Inhalt der Bestimmungen beißt sich an mehreren Stellen mit den mir von fachlicher Stelle als rechtens vermittelten Texten im Grundgesetz. Ich lasse mich zu ungesetzlichen Handlungen genehmigt durch den Staat nicht zwingen. Sonst auch zu nix mehr, das hatte ich schon. Lebe da auch nur im Winter, sommers hab ich meinen Strand/ Arbeit da. Umgezogen wär er gerne, nur sind die anderen Wohnungen vor Ort alle noch teurer, und er möchte trotz all dem Übel seinen eigentlichen Arbeitsplatz als Zukunftsinvestition nicht aufgeben. Den Job macht er noch gerne, nur müsst er als Restaurator mehr kriegen, bzw. mehr Geld ist nicht so wichtig. Billigeres Essen / Versorgung oder mehr Lebenszeit frei um seine eigentliche Arbeit zu machen, wär auch schon toll. Warum gibt es regionale Unterschiede in dieser "Angemessenheit" ? Wie kommt das zustande? Ich dachte, das wäre überall gleich.

Geschrieben

Die Regelungen können von Bundesland zu Bundesland variieren und sind deutlich Reform bedürftig,da sind wir uns einig.
Doch was mich nervt sind die, die diese äußerst luxuriösen Sozialleistungen in Anspruch nehmen und sich dann wie nimmer satte Säuglinge aufführen. Ich brauch mich nur hier in Europa direkt in der Nachbarschaft umschauen und sehe dass wir hier in Deutschland vom Staat versorgt werden, das grenzt schon an Entmündigung und führt bei vielen eben zu weiteren völlig überzogenen Erwartungs,- und Konsumhaltungen bei denen mir nur schlecht wird. Zur Zeit bekomme 360€ als Lebensunterhalt und ich finde das ist enorm viel Geld, denn ALLES IST BEZAHLT (ok mein Stromverbrauch noch nicht) Doch in den meisten doppelt verdienenden Familien haben die Menschen nicht ein so hohes "Taschengeld". Bedenkt das sind 320€ die ich einfach für Essen, Klamotten usw ausgeben kann und ich finde das ist viel, sehr viel. Und nur darum geht es mir, den Empfängern solcher Hilfen klar zu machen, dass sie da was bekommen!!!!
Das es wirtschaftspolitischer Schwachsinn ist, gehört ja in eine ganz andere Diskussion von der ich auch überhaupt keine Ahnung habe, so wie ihr die ihr hier schreibt auch nicht. "Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiterkommen tun wir ohne ihr"
da habe ich dann aller höchste Achtung vor InVollerMontur, der seine persönliche Freiheit eben durch extreme Einschränkung hin bekommt, so jemand der darf auch meckern.
bei Allen anderen, die fröhlich einstreichen und nur noch "mehr" schreien können, kommt mir die Galle hoch und ich habe bei solchen Menschen den Verdacht, dass sie den Staat mit irgendwelchen reichen Eltern verwechseln

HaJo
Geschrieben

@ Rolfinchen:
Vielen Dank für deinen grandiosen Beitrag. Ich finde du hast damit den Nagel auf den Kopf getroffen.

Diejenigen, die immer nur darüber jammern dass Papa Staat zu wenig Kohle locker macht, sind auch genau die, die sich verweigern wenn sie eine "Arbeitsgelegenheit mit Aufwandsentschädigung" zugewiesen bekommen. Ganz zu recht, wie ich finde, droht solchen "Verweigerern" die Kürzung der Bezüge. Wenn man schon sein Leben vom Staat finanzieren lässt ist es nicht mehr wie recht, wenn man auch einen bescheidenen Beitrag dafür leistet. Selbst wenn man dafür in öffentlichen Grünanlagen oder bei der Strassenreinigung arbeiten soll, hat man nicht das Recht darüber zu meckern, wenn man von der Gemeinschaft lebt hat man diese auch zu unterstützen. Ich habe vollstes Verständnis dafür dass das Jobcenter keine Kneipenbesuche, Familienkutschen und Luxusgüter finanzieren will. Das ganze Gelaber und Gejammer dass die Hartz-4 Bezüge zu niedrig wären ist einfach nur unverschämt.

Die Sozialleistungen in unserem Land sind so gut und reichlich, dass es mittlerweile eine ganze Menge "Schmarotzer" gibt, die ohne je einen Schulabschluss oder eine Ausbildung gemacht zu haben, die sich um Arbeit erst garnicht bemühen weil sie ja ohnehin jeden Monat ihre "Stütze" bekommen, die Gemeinschaft schröpfen, und sich ein bequemes Leben machen. Das geht zu lasten derer, die über Jahre und Jahrzehnte Monat für Monat in die Sozialversicherung eingezahlt haben.

Ich lebe wie schon erwähnt seit 10 Jahren von Sozialleistungen, und zwar recht gut und keineswegs an der "Schmerzgrenze". Ich habe ein Dach über dem Kopf, jeden Tag zu essen und gepflegte Kleidung. Das ist schon weitaus mehr als Millionen Menschen in anderen Ländern haben. Ich bin sehr dankbar dafür in einem Land leben zu dürfen, das seine Bürger nicht obdachlos und hungernd sich selbst überlässt. Dafür bin ich auch gerne bereit meinen bescheidenen Beitrag zu leisten.


Geschrieben

@ knuddelhajo:
- Wie oft gehts Du im Monat ins Theater?
- Wie oft gehst Du im Monat ins Kino?
- In wieviel Vereinen bist Du Mitglied?
- Wie oft gehst Du ins Café oder mal Essen im Restaurant?
- Wann warst Du das letzte Mal im Urlaub?
- Wie oft gehst Du im Monat ins Schwimmbad?
- Wie oft gehst Du in ein Museum?

All dieses gehört zu sozialer Teilhabe und sollte jedem Menschen möglich sein. Ich bezweifele, daß dieses einem Hartz IV - Empfänger möglich ist.

Es ist schlichtweg Betrug, wenn eine Kommune Arbeiten, für die sie vom Bürger Gebühren ( Grundsteuer, Straßenreinigungsgebühren, Parkgebühren ), die auf Basis tariflicher Bezahlung berechnet wurden, erhält, durch 1€-Jobber erledigen läßt.
Das ist nichts anderes als staatlich subventionierte Schwarzarbeit.

@ rolfina:
Als Taschengeld wird hinlänglich das bezeichnet, was der Mensch zur freien Verfügung hat, nach dem Essen, Kleidung, Arztbesuche, Wohnnebenkosten, Ausbildungskosten, Wohnungskosten und Wohnungsausstattung bezahlt sind.

HaJo
Geschrieben

@ AchimBS:
Deine Ansichten sind reichlich unverschämt. Kino, Restaurant, Urlaub ?? Geht's noch ??
Als Hilfeempfänger hast du genug Urlaub, erwartest du dass dir Papa Staat auch noch den Flug zum
Ballermann finanziert ? Bisher hielt ich dich für einen vernünftig denkenden Menschen, schade, da hab ich mich wohl gründlich geirrt.

Für Empfänger von Sozialleistungen gibt es übrigens auch noch jede Menge Vergünstigungen wie
verminderte Eintrittspreise für Theater, Schwimmbäder etc.


Geschrieben

@ knuddelhajo:
Urlaub heißt nicht Ballermann.
Urlaub heißt: Aus den eigenen vier Wänden raus, etwas anderes sehen, eine andere Umgebung erleben.

Diese sog. Vergünstigungen kenne ich.
Diese Vergünstigungen sind in den meisten Kommunen auf bestimmte Tage oder Uhrzeiten beschränkt und schließen sich dadurch oft aus.
Die sog. Sozialtickets bei den ÖPNV gelten nur zu Zeiten, wo der Sozialtarif in Museum, Theater oder Schwimmbad nicht gilt.
In Großstädten mag das funktionieren, wenn Du in der fußläufigen Entfernung zur entsprechenden Einrichtung wohnst. Auf dem flachen Land brauchst schon den doppelten Tagessatz, um überhaupt zum nächsten Schwimmbad oder Museum zu kommen.
Theater oder Kino kannst da gleich vergessen, weil zu den Vorstellungen nur noch ein Taxi fährt.

Ich teile zumindest Deine Meinung nicht, daß alle Hartz IV Empfänger Sozialschmarotzer sind, die zu Lasten der Reichen durchgefüttert werden.


HaJo
Geschrieben

@ AchimBS:
Du solltest vielleicht am besten noch mal meine Beiträge zu diesem Thema von vorne lesen. An keiner Stelle war die Rede davon dass alle Hartz-4-Empfänger "Sozialschmarotzer" wären, dann müsste ich mich ja selbst auch dazu zählen. Tu ich aber nicht, weil ich Jahrzehnte immer reichlich in die Gemeinschaftskasse eingezahlt habe. Schmarotzer sind diejenigen, die sich in ihrer unverschämten Erwartungshaltung erdreisten, vom Staat die finanzierung ihrer Bequemlichkeit zu fordern und vehement dagegen wehren, für die Kohle, die sie jeden Monat vom Amt kassieren auch einen Mindestbeitrag für die Gemeinschaft zu leisten.



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