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Minotaurus

USA: Keine Schwulen zum Militär

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Minotaurus
Geschrieben

Dass die USA einerseits immer lauthals auf Menschenrechte pochen - in anderen Ländern selbstverständlich, es aber andererseits im eigenen Land immer wieder daran erheblich mangeln lassen, das ist nichts Neues. Und kann nur den erstaunen, der die Scheinheiligkeit, Verlogenheit und Bigotterie der US-amerikanischen Politik für ein naturgegebenes Recht in "God's own country" hält. Wie die USA wirklich in Sachen Menschenrechte ticken, zeigt der jüngste Skandal auf höchster politischer Ebene.
Der folgende Text stammt von tagesschau.de

US-Senat verhindert Gesetzesdebatte
Weiter kein Militärdienst für bekennende Homosexuelle

Im US-Senat ist die Debatte und damit eine zeitnahe Abstimmung über die Aufhebung eines Gesetzes zum Ausschluss offen bekennender Homosexueller vom Militärdienst gescheitert. Den Demokraten von US-Präsident Barack Obama fehlten im Senat vier Stimmen, um den Entwurf über ein Finanzgesetz, in dem das Homosexuellen-Gesetz enthalten ist, zur Debatte zu stellen. Damit ist es unwahrscheinlich, dass die Neuregelung noch vor den Kongresswahlen im November durchgesetzt werden kann.

Obamas Wahlversprechen

Die Aufhebung der Regelung war eines der Wahlkampfversprechen von US-Präsident Obama. Sein Ziel ist es, dass schwule und lesbische Soldaten ihre sexuelle Orientierung künftig nicht mehr verheimlichen müssen. Das Weiße Haus zeigte sich enttäuscht über die Entscheidung des Senats. Sprecher Robert Gibbs sagte, die Regierung werde sich weiter für die Aufhebung des Gesetzes einsetzen.
Ein kalifornisches Bundesgericht hatte das Gesetz vor zwei Wochen für verfassungswidrig erklärt. Demnach verstößt es gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung.

"Frag nichts, sage nichts"

Der Umgang mit Homosexuellen bei den US-Streitkräften wird durch ein Gesetz aus dem Jahr 1993 geregelt. Diese Vorschrift, die unter dem Titel "Don't ask, don't tell" bekannt ist, lässt Homosexuelle grundsätzlich zum Dienst in den Streitkräften zu, verpflichtet sie aber, ihre sexuelle Orientierung geheim zu halten. Seit Inkrafttreten der Regelung wurden rund 14.000 Armeeangehörige entlassen, weil sie sich zu ihrer Homosexualität bekannten. Der damalige US-Präsident Clinton hatte das Gesetz seinerzeit im Kongress durchgefochten, um Homosexuellen überhaupt die Möglichkeit zum Militärdienst zu eröffnen.

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Geschrieben

also mir ist nicht ganz klar was das boshafte anprangern der staaten jetzt wieder soll ... zumal der ganze beitrag mit der offensichtlichen feststellung "Dass die USA einerseits immer lauthals auf Menschenrechte pochen - in anderen Ländern selbstverständlich, es aber andererseits im eigenen Land immer wieder daran erheblich mangeln lassen, das ist nichts Neues." von dir STIMMUNGSMACHEND eingeleitet wird. mit einer feststellung durch einen laien hier wohlgemerkt, nicht mit einer meinung (sonst müsste es heissen "ich persönlich bin für mich der meinung".

doch zum thema: ganz anders, als etwa in deutschland oder japan, erhalten frauen in den staaten schon seit mai 1942 ganz normalen regulären zutritt zu den streitkräfte. in deutschland (die deutsche frau kocht! die deutsche frau raucht nicht! die deutsche frau hat mutter zu sein!) waren sie allenfalls als helferinnen, z. b. als telefonistin, geduldet. im asiatisch geprägten japan sogar nur als sogenannte "trostmädchen", die sich für sexuelle dienstleistungen den soldaten zur verfügung stellen sollten.
warum ist das hier wichtig, wo es doch um das thema schwule in der army geht? ganz einfach: weil es innerhalb der kämpfenden truppe zuvor nie probleme hätte geben können, was etwa liebesgeschichten mit den bekannten komplikationen oder gar sexuelle übergriffe zwischen den früher ja, zumindest nach aussen, sich fast ausschliesslich knallhart heterosexuell präsentierenden männern gegeben hatte. mit dem einzug der frauen in die kämpfende truppe zogen diese probleme nun aber ein. folglich wurden strenge verordnungen erlassen: getrennte unterkünfte, getrennte duschen, verbot jeglicher liebesbeziehungen oder gar sexueller betätigung untereinander usw.. diese gelten bis heute. wenn jetzt aber einer schwul oder lesbisch ist, dies aber zu seiner ganz persönlichen und privaten angelegenheit macht, die er nicht in form von rosa tüchlein, den bekannten "gebrochenen handgelenken" oder etwa mit der beliebten ganz speziellen sprechweise "hallööööchen, ich bin ein tüntchen huhuuu" provokant nach aussen trägt, dann ist das überhaupt kein problem und durchaus erlaubt, du schreibst es ja selbst.
nur die provokateure, also die mit den absichtlich weichen handgelenken oder den tuntensprüchen und der tuntensprache, werden abgewiesen. und das finde ich auch richtig so! andernfalls würde es wohl ohne frage zu heftigen komplikationen kommen. und den absichtlich nach aussen hin provozieren wollenden schwulen und lesben quasi als drittes geschlecht etwa wiederum eigene unterküfte und eigene duschräume zu geben, würden diese bestimmt sowieso dann als diskriminierung wieder genauso anprangern, wie die tatsache, dass sie ausgeschlossen bleiben. ach ja, so ganz nebenbei: glaubst du, dass man einer ganzen gruppe von tucken in einer gemeinsamen unterkunft dann erfolgreich jegliche sexuelle betätigung untereinander, wie es bei allen anderen ja auch streng verboten ist, verbieten kann ...? wohl kaum, oder? siehst du?
also: wer sein schwulsein zu seiner ganz privaten persönlichen sache macht, so wie ich zum beispiel, der hat überhaupt kein problem in der army! wer es sich aber ganz bewusst absichtlich quasi aussen auf die stirn tätowiert und damit provozieren will, der bleibt eben aus den oben genannten gründen draussen. was gibt es da also von dir an den pranger zu stellen? und wieso giftest du so gallig rum, du bist doch gar nicht betroffen, bist weder selbst amerikaner (ich zur hälfte schon), noch in der army, oder?


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Geschrieben

@ Studivgay: Tut mir leid, aber ich kann Dir nicht ganz folgen.

Schwulsein ist in jedem Fall eine private, persönliche Angelegenheit. Das Outing befreit von der Lüge, dem Verstecken. Es hilft somit demjenigen zu einem selbstbestimmten und freieren Leben. Und es erfordert Mut und macht Stolz darauf diesen gehabt zu haben.

Um mal staatsbürgerlich zu werden:
Schwule sind in diesem Lande mündige Staatsbürger (gebrochene Handgelenke hin oder her).
Mündige Staatsbürger unter fadenscheinigen Begründungen von vornherein von der Erfüllung Ihrer staatsbürgerlichen Pflichten auszuschließen ist staatlich verordnete Diskriminierung.
Das lässt a) auf ein gerüttelt Maß an staatlicher Dummheit und b) auf ein merkwürdiges Demokratieverständnis schließen.
Und da hilft mir der Satz :"Sei Schwul aber halts Maul darüber" auch nicht weiter. Warum muß der Schwule sich in der Armee verstecken? Das seh ich irgendwie so garnicht ein.

Ganz im Gegenteil: Ich werde doch auf meinen Spatz nochmal ganz anders aufpassen, wenn er im Schützengraben neben mir liegt. An der Stelle schraube ich die Verlustquote aber auf Null solange das in meiner Macht steht.

Ab: An der Stelle... wurde hinzugefügt.


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Geschrieben

militär?wozu benötigen wir das überhaupt,.
was tut es....
es kämpft in der regel für wirtschaftliche menschenverachtende interessen,.
ich habe geschichten aus zwei weltkriegen zusammengetragen,keiner dieser menschen die gekämpft haben für das scheinbare vaterland hat gewonnen,alles haben sie verloren,befehle haben sie befolgt.
gut diese menschen wurden per gesetz gezwungen.
aber freiwillig ein killer sein zu können nein.
wenn die heteros freien eintritt in die hölle bekommen ? muss ich als schwuler das auch haben?
ich denke man braucht nicht alles um sich anerkannt und wohl zu fühlen,.


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Geschrieben

Eben doch @frederik999 man braucht alles um 100% anerkannt zu sein. Inclusive der Wahlmöglichkeit will ich - oder nicht.
So wie es die "reinen" Heten auch haben.

Denn alles andere wird nur wieder zur Unterscheidung führen.


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Geschrieben

brubbel,.
ich habe mich etwas schwierig ausgedrückt wie mir scheint.
mir selbst ist es nicht wichtig anerkannt und gleich zu sein,ich habe menschen von denen ich weiss sie verstehen mich,ich habe auch gegner aber von denen weiss ich sie fürchten sich.
aber nun, werkzeug eines mörderischen staates zu sein,nein.
ich kenne viele soldaten amis ,stationiert bei uns in der gegend gmünd usw,sie wurden zu freunden.
allessamt sagten sie ,das militär sei die einzigste möglichkeit für sie gewesen eine ausbildung zu erhalten und einen arbeitsplatz.
ja ausgebildet um erschossen zu werden,viele waren in vietnam.
kanonenfutter ,man spart harz 4.
nein dann lieber eine homoarmee,eigenständig welche ihre ziele verteidigt.
l.g.frederik


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Geschrieben

Zustimmung, Zustimmung, Zustimmung.

Ich sehe eine andere Gefahr - die mit der jüngst beschlossenen Aussetzung der Wehrpflicht auf uns zukommen könnte.
Mit hinein spielt auch die unselige Debatte über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren.
Die Einsatzmöglichkeiten einer Bürgerarmee im eigenen Land sind beschränkt. Der mündige Bürger in Uniform denkt vieleicht über einige Befehle nach bevor er sie ausführt. So sollte es jedenfalls sein.
Wie das bei einer von der Industrie gesponserten, ausrastfähigen Söldnertruppe ist - keine Ahnung!
Ein gutes Gefühl habe ich dabei nicht mehr.


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Geschrieben

Wundert mich bei den Rückwärts-entwickelnden Tendenzen der Leitkultur in den USA irgendwie nicht mehr, dass da weiterhin schwulen-sympathische Ideen erst mal abgewürgt werden. Im Hintergrund gibt es da einfach zu viel religionsverdummten Aktivismus, wenn man genau nachschaut. Die Schwulen als ewiger Sündenbock für teuflische Verunreinigung in der modernen Verpackung mag das wohl sein. Oder die Angst der Hetero-Soldaten vor weggeguckten Knackärschen, oder vor den potenziellen Flecktarn-Fetischisten, die beim Robben durch den Morast so lustige Furchen hinterlassen könnten.

Au weh, wenn so eine Homo-Army dann Kriegsgefangene macht.

Cmdr. Mike meinte damals, er hätte sich für die Fliegerstaffel entschieden. Dafür nahm er den Preis in Kauf, niemals einen Freund zu finden, nie überhaupt an die Möglichkeit zu denken, bloß nie zu lange oder falsch jemanden anzusehen. Hat sogar den Emailkontakt aufgegeben und sich dafür proforma entschuldigt, aber einen gewissermaßen Naturverwandten im Bekanntenkreis, das müsse man einsehen, das wäre ein zu hohes Risiko, wenn er weiterhin fliegen will. Ich konnt's ihm gönnen, auch wenn es schade war, ihn nie weiter kennenlernen zu können, weil es da dieses Geheimnis gibt. Wahnsinns-Superhirn, der Junge. Ich hoffe, er hat's bis zur Nasa geschafft!
Fliegen, das ist sein Lebenstraum, und Partnerorientierung nur eine ( vorübergehende ? ) Facette seines Selbst.


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