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fellatio

Pussy's

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fellatio
Geschrieben

Gemeint sind nicht die Anal--oder Vaginal--Pussys,sondern die Gruppe " Pussy Riots " die drei singenden häßlichen Mädchen,die weltweit für Aufregung um Blasphemie sorgten.Es gibt Menschen,die noch religiös sind und für die ein Gotteshaus eine hohe Bedeutung hat.Was die jungen Damen getan haben,ist nicht weniger als eine Schändung dieses Gotteshauses,was in Ausrufen wie " Scheiße,Scheiße,Gottesscheiße " mündete.Hier ist der Vorwurf der Verletzung der öffentlichen Ordnung noch fast milde formuliert.Das Urteil ist berechtigt..Würden unsere entrüsteten und fassungslosen Intellektuellen den gleichen Mut aufbringen,einer Punkband,die das gleiche Happening im Kölner Dom,in einer Moschee oder Synagoge abhielte,zur Freiheitsikone zu stilisieren ?
Insbesondere grämt mich sehr,dass dieser Umstand zum Anlass genommen wird,mit Putins Regierungsmethoden abzurechnen.Man meint,der kalte Krieg sei wieder ausgebrochen.Wenn man Russlands Weg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion bis heute betrachtet, versteht man Gerhard Schröder's Aussage über Putin als Demokraten.Was fehlt Putin zur lupenreinen Demokratie ? Drohnen,mit denen er reihenweise missliebige Menschen an allen Orten der Welt ermorden könnte ? Ein eigenes Folterlager wie Guantamono ? Ein Banken-system,dass die Welt wirtschaftlich in den Abgrund reißt samt seinem Kampfmittel Rating-Agenturen ? Oder Demo-
kratemissionen wie in Afghanistan,Irak und--im Hintergrund--überall da,wo in der Welt mit dem Schlagwort Demo-
kratie Chaos erzeugt wird ?--- Wenn also spärlich bekleidete,maskierte Frauen vor einem Altar tanzen und Religion wie Staat verhöhnen,können sie in Deutschland nach dem Blasphemie-Paragrafen 166/67 des Strafgesetzbuches
genau so verurteilt werden.


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Geschrieben

Ich stimme dir gerne zu,lieber @Fellatio., wenn auch dieser Thread in einem gewissen Gegensatz zu deiner Nachricht im Europa- Thread steht."Pussy Riot" ist schwer ins Deutsche zu übersetzen. Vorgeschlagen wurde "Muschi- Aufstand". Treffend auch "Fotzen-Krawall".- Solche Aktionen der "Zivilgesellschaft" sollen natürlich Russland labilisieren und reif für die "Demokratie" und die Übernahme durch internationale Konzerne machen. In der Jelzin-Zeit war man dem Ziel schon so nahe. Da hat dann Putin das Spiel gründlich verdorben.Aber Interessierte wie auch der ehemalige Schachweltmeister kasparow versuchen lautstark ,sich als Opfer der "Diktatur" zu gerieren und einen Umsturz vorzubereiten.
Unsere veröffentlichte Meinung überschlägt sich in Anklagen. Ein Land wie die Bundesrepublik Deutschland , in dem man möglicherweise lebenslang einsitzt, weil man falsche Auffassungen über bestimmte geschichtliche Ereignisse äußert (Fall Horst Mahler), hat jegliches Recht verloren, andere Länder wegen Unterdrückung der Meinungsfreiheit anzuklagen.Bei uns werden nur andere Meinungen unterdrückt als in Russland.


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Minotaurus
Geschrieben

Na, da haben gerade die Richtigen zusammengefunden in diesem Thread. Der eine, @fellatio, verteilt verstecktes Lob an den autokratisch herrschenden Putin, der sich mit einem geschickten Schachzug noch einmal auf den russischen Präsidentenstuhl geschwungen hat, aber nichts Eiligeres zu tun wusste, als die wenigen liberalen Ansätze seines Vorgängers Medwedew binnen kürzester Zeit wieder auszuhebeln. Stattdessen drückte Putin mit der von seiner eigenen Partei dominierten Duma, dem russischen Parlament, eilends etliche Gesetze durch, die den in einer Demokratie - ich betone: Demokratie - üblichen Spielraum für oppositionelle Strömungen dramatisch einschränken.

Dann barmt @fellatio noch über den angeblichen Unterschied zwischen Russland und den USA. Beide aber sind die größten Waffenexporteure der Welt (Deutschland steht an drittter Stelle!), beide militärischen Großmächte verfolgen geopolitische und geostrategische Ziele; beide sind - wie die Briten schon im 19. Jahrhundert - mit ihrem militärischen Eingreifen in Afghanistan gescheitert, wobei nicht übersehen werden darf, dass die USA seinerzeit mit Millionen Dollar und großzügigen Waffenlieferungen die Taliban unterstützt haben, um den missliebigen Sowjets damit eins auswischen zu können. Beide Staaten unterhalten vor nichts zurückschreckende Auslandsgeheimdienste, heißen sie nun CIA oder KGB (heute FSB). Und was dem einen sein schmachvolles Guantanamo und sein Baghram, nebst den zur Folterzwecken in andere Staaten ausgeflogenen, sogenannten Staatsfeinden, das sind dem anderen die nicht minder schmachvollen Straflager in Sibirien, die schon zu Zeiten der Zaren und von Stalin zu den fürchterlichen, russischen Repressionsinstrumenten gehörten. Die allzu verflochtenen Beziehungen zwischen Justiz und staatlicher Willkür in Russland sind ebenso ein gewaltiger Makel wie die staatlicher Kontrolle weitgehend entzogenen Militärgerichte der USA. Und ob nun US-amerikanische Investmentbanken (darunter auch Deutsche Bank-Töchter), Hedgefonds, Spekulanten und interessengesteuerte Ratingagenturen ganze Staaten ausplündern oder der russische Staat sich mit Korruption und fragwürdigen Strafverfahren die Wirtschaft unter den Nagel reißt, das macht kaum einen Unterschied. Beide Staaten geben sich in punkto moralischer und politischer Hinterfotzigkeit nichts nach.

Geradezu abenteuerlich mutet es an, mit welcher politischen und historischen Unbedarftheit hier im Thread versucht wird zu argumentieren. Das haben die Leser nun wirklich nicht verdient. Dass @Nuwas gleichfalls blauäugig Putin fast zur Lichtgestalt hochjubelt, mag in der unkritischen, religionsverehrenden Haltung liegen, die zu respektierender Bestandteil Nuwas'schen Denkens ist. Schließlich sind der ehemalige atheistische KGB-Agent Putin und die russisch-orthodoxe Kirche aus Gründen der Machtzementierung eine unheilige Allianz eingegangen. Kein Wunder daher, dass die geschmacklose Aktion der "Pussy Riots" in einem absurden, politisch gesteuerten Gerichtsprozess abgehandelt worden ist, der - wie eigentlich in jedem Rechtsstaat sonst üblich - nicht einen einzigen Zeugen der Verteidigung.zu Wort kommen ließ. Ich beglückwünsche @fellatio und @Nuwas zu ihrer schrägen Auffassung von Rechtsstaatlichkeit. Dem ehemaligen Schachweltmeister Kasparow vorzuwerfen, er "bereite einen Umsturz vor" (angeblich hat er einen Polizisten gebissen), das grenzt - mit Verlaub! - an bösartige, politische Roßtäuscherei und Einfaltspinselei.

Aparterweise liefert @Nuwas auch eine obszöne Übersetzung des Namens "Pussy Riot" (siehe seinen Beitrag). Möchte er uns damit auf diskretem Umweg darauf hinweisen, dass in US-amerikanischen Männergefängnissen junge Gefangene, die durch mehrfache Vergewaltigungen zu Sexsklaven abgerichtet werden, dann als "Pussy" bezeichnet werden?
Vollends zur Farce gerät aber die angerissene Diskussion über die russische Pop-Band "Pussy Riot", wenn durch die Hintertür ein völlig anderes Thema eingeschleust werden soll - eine Untugend, der sich @Nuwas nun schon seit Monaten befleißigt. Am Beispiel des rechtsextremen, ehemaligen RAF-Anwalts Horst Mahler, der sich heute vornehmlich im Dunstkreis neonazistischer Kameradschaften wohlzufühlen scheint (in denen, nebenbei gesagt, Homophobie ein grundlegender Bestandteil ihres krausen Weltbilds ist), soll von @Nuwas dargetan werden, wie einseitig es um die Meinungsfreiheit in Deutschland bestellt sei. Nun kann sicherlich darüber gestritten werden, ob es sinnvoll ist, manche Meinungsäußerung über historische Gegebenheiten strafrechtlich zu ahnden.Wie auch sehr in Zweifel gezogen werden muss, ob Blasphemie in einem säkularen Staat Eingang ins Strafgesetzbuch finden darf. Doch ausgerechnet Horst Mahler als beklagenswertes Opfer von Meinungsunterdrückung in Deutschland hochzustilisieren, das ist einfach und schlicht polemischer, intellektuell äußerst unredlicher Dummenfang. Mit dem Thread-Thema "Pussy Riot" hat das nicht im mindesten etwas zu tun!


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Geschrieben

Wie oft in den Beiträgen von @Minotaurus kreißen die Berge, aber geboren wird ein lächerliches Mäuschen.Ein solcher Wortbombast und ein so winziger Ertrag- ein argumentatives Maria-hilf-Süppchen !Was die Passagen über den von mir geschätzten @Fellatio angeht, so mag er selbst antworten. Ich betrachte nur die Sätze über mich.
Zunächst dennoch ein Kompliment für @Minotaurus: Er widersteht der Versuchung, im Stil der politischen Korrektheit die Vereinigten Staaten zum Vorbild zu erklären, hier bleibt er erstaunlich kritisch. Nicht anders sehe ich aber den Präsidenten Putin. Ich jubele ihn nicht hoch, er ist für mich keine Lichtgestalt und auch kein "lupenreiner Demokrat". Er hat aber nach den schrecklichen Jahren der postkommunistischen Jelzin-Zeit Russland wieder Stabilität verschafft und es wieder zu einem Mitspieler am Tisch der Weltpolitik gemacht.Ich sehe durchaus, dass Russland keine Demokratie westlichen Musters ist, aber es scheint mir dazu auch in dieser geschichtlichen Stunde noch nicht geeignet.
Der ehemalige Schachweltmeister Kasparow ist ein hochpolitischer Mensch. Schon vor Jahren bekämpfte er das sowjetische System mit Hilfe der Alijew-Dynastie in Aserbaidschan. Seine politischen Auftritte sind wohlvorbereitet, die Westpresse nimmt genau auf, wie er angeblich von der Polizei behandelt wird. Sein Vergehen ist wahrhaftig nicht, dass er einen Polizisten gebissen hat. Er will in der Tat den Umsturz und darf sich dann über die Gegenwehr des Staates nicht wundern. Wären er und die Seinen an der Macht, würden sie nicht anders handeln.
Wenn wir uns über die Unterdrückung der Meinungsfreiheit anderswo beklagen, dann müssen wir in dieser Hinsicht selbst eine reine Weste haben. Deshalb ist mein Hinweis auf den wegen eines Meinungsdeliktes einsitzenden Horst Mahler sehr wohl am Platze, Ich benutze keine "Hintertür". Und nur das interessiert mich an Mahler, dass er wegen einer Meinungsäußerung zum Thema Holocaust lebenslang einsitzen soll. Bei der Beurteilung dieses Faktums ist es nun gleichgültig, wie Mahler seine Abende verbringt oder ob er in homophoben Kreisen verkehrt. Die Schändung einer Kirche und der Aufruf zum Aufruhr werden hier als harmlos bezeichnet, eine Meinungsäußerung aber verdient die Höchststrafe? Wir folgen im Westen auch einer "Religion", einem "Kult", der seine Opfer fordert.-
In einem hat @Minotaurus recht , die Übersetzung des Namens der Punk-Band war bewusst obszön und sollte die Punker herabsetzen..Eine solche Sprache verwende ich selten und bewege mich darin recht ungelenk.


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fellatio
Geschrieben

@ Minotaurus....mein Lob Putins ist nicht versteckt--ich bin froh,dass mit seiner Wiederwahl das angefangene Werk der demokratisierung Rußlands weiter geführt werden kann.Rußland ist groß und der Zar ist weit.Nach Ablösung einiger ehemaliger Sowjetrepubliken sind die Fliehkräfte im russischen Reich nach wie vor gewaltig.Tschetschenien,der Bürgerkrieg gegen die muslimischeen Gotteskrieger ? Er mußte ihn führen.Er ist vergleichbar mit dem völkerrechts-
widrigen Krieg der Nato gegen Jugoslawien.Ein dumpfes Gefühl der Demütigung hat sich seither in Rußland breit gemacht,man hat gesehen,wie seine innere Krise ausgenutzt wurde.Man darf das derzeitige Geschehen von der zaristischen Geschichte nicht ablösen.Obwohl das kulturelle Rußland immer zu Europe gehörte,blieb es ein despotisch regiertes Land,in all seinen Zerklüftungen fast unregierbar.Wo immer russische Reformer das Räderwerk antreiben wollten,wurden sie von ihren Zaren bald fallen gelassen: Nun ist Putin der Zar. " Amerika,du hast es besser als unser Kontinent,der alte...." reimte Goethe 1827 gewiss nicht speziell im Hinblick auf Rußland.Tatsäch-
lich hat Amerika es heute besser als das noch immer größte Flächenland der Welt.In Rußland herrschen Provinz-Gouverneure und Gangster,extreme muslimische Kämpfer bedrohen das Restreich.Manch einer sehnt sich nach Stalins Terrormaschine zurück,aber dafür ist das verkommene Riesenland dennoch inzwischen zu aufgeklärt.Dank der Arbeit Putins .Keine " Lichtgestalt " aber eine Hoffnung.


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HaJo
Geschrieben


...ich bin froh,dass mit seiner Wiederwahl das angefangene Werk der demokratisierung Rußlands weiter geführt werden kann...



Unglaublich wie man das so sehen kann.

DEMOKRATISIERUNG RUSSLANDS ???? ich lach mich checkig
Weil es auch so "demokratisch" ist die Wahlen zu fälschen, politische Gegner einzuknasten und aufkeimende Proteste gegen den allmächtigen Präsidenten blutig niederzuknüppeln.


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Geschrieben

@ Hajo Hör doch , was dir @Fellatio da gesagt hat. Er hat dir mit Blick auf die Geschichte Russlands die ungeheuren Probleme dieses Riesenreiches aufgezählt.Das Land braucht einen Politiker, der in dieser Phase mit starker Hand regiert und die Probleme meistert. Die Oligarchen, die in den Neunzigern sich "clever" (man nannte sie "clevere Jungs") Milliarden ergaunert haben, schlafen nicht ! Sie können Proteste finanzieren,wann und wo sie immer wollen. Die lebhaften Muschis und der Schachweltmeister sind nur Bäuerlein in diesem Spiel.Wenn wir die Zustände in Amerika sehen (ein Bruchteil der Bevölkerung wählt den Präsidenten, ein reiner Schmutzwahlkampf kostet 2 1/2 Mrd. Dollar) , müssen wir doch erkennen, dass auch dort nicht lupenrein "demokratisch" regiert wird.
Haben wir Geduld mit den Russen.Ein deutscher Professor nannte die Deutschen und die Russen die "metaphysischen "Völker. Vertrauen wir beiden.


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Melki69
Geschrieben

Ich sehe das Verhalten dieser Pussys als total primitiv an;solches blödsinnige Verhalten führt nicht dazu;das gesellschaftlich etwas zum Positiven sich verändert.
Außerdem wurde ein Gottesdienst in fieser Art gestört;das sollte in keiner Religion als Protest verübt werden;dieses schafft zu recht Feindschaften .


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fellatio
Geschrieben

@ Nuwas ---Danke für die klare Übersetzung meiner Gedanken;
@ knuddelhajo --in vielen deiner Beiträge steht oft,wenn du dich mißverstanden fühlst,sinngemäß " Kannst du nicht lesen ? " Die Frage stell ich dir auch,es sei denn,du betätigst dich hier mit deinem Beitrag als " Agent Provocateur ".


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HaJo
Geschrieben

@fellatio
"Agent Provocateur " ?? ganz sicher nicht, aber ich bin auch nicht dazu bereit die Zustände in Russland und Putins Machenschaften gutzuheissen, nur "weil es ja auch schlimmer sein könnte".

Was ist überhaupt von einem Präsidenten zu halten, der nur durch Wahlbetrug seine Machstellung sichern kann ?
von einem Mann der sich mit billigen Inszenierungen im Stil einer RTL-Soap Sympatien erwerben will ??
Nur mal als kleines Beispiel seine Jagd auf einen müden Zoo-Tiger - lächerlich.

Die Aktion der Punkmädels von Pussy Riot mag bescheuert gewesen sein, vielleicht auch eher als ein Promotion-Gag gedacht denn als wirklich ernstzunehmende Kritik an Regierung und Kirche, die Art und Weise jedoch wie dieser Blödsinn nun vom Putin-Klüngel politisch instrumentalisiert wird stösst weltweit auf Unverständnis, Empörung und Ablehnung.

Mehr zum Thema nachzulesen bei SPIEGEL ONLINE und SÜDDEUTSCHE.DE

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Geschrieben

@Hajo Was machst du da bloß??? Du brauchst gar nichts gutzuheißen, aber ewig, wenn bestimmten Mächtigen etwas nicht passt, kommt das Argument mit den Wahlmanipulationen. Dass die entscheidende Bedeutung gehabt hätten, ist noch nirgendwo bewiesen worden. Vor Jahren versuchte man so die Wahlen in Persien im Frage zu stellen. Es kann gar kein Zweifel sein, dass heute die weit überwiegende Mehrheit der Russen Putin allen anderen vorzieht. Und das ist auch gut so!
Wenn du schon Manipulation in den Medien kritisierst, dann weißt du doch hoffentlich besser als ich kleines Computerlicht,wie ARD z.B. mit Putin- Interviews umgeht. Vielleicht war Putins Trick nicht sehr geschickt, aber Massen von Beratern arbeiten die Tricks von Obama heraus. Wer tadelt das, wer fordert dessen Sturz?
Ein Abgrund tut sich auf,wenn du frech behauptest, Putin instrumentalisiere die Sache mit den Muschiweibern.zwei sind ja schon von ihren Hintermännern ins sichere Ausland verbracht worden und haben ihren Lohn dahin. Dies alles wird instrumentalisiert von unseren milliardenschweren Kämpfern für die "Menschenrechte" vom Schlage des Soros, der gegen ganze Volkswirtschaften spekuliert und dessen Vermögen nicht abnimmt, obwohl er doch so selbstlos ist..Sie versuchen aus dieser traurigen Band Widerstandskämpferinnen zu machen. Es ist der auf immer neuen Wegen sich ergehende Versuch der von Putin (zum Teil) Entmachteten, auch die Ressourcen Russlands unter ihre Kontrolle zu bringen. - Wie könnten unsere Medien diesem Komplex der Macht etwas entgegensetzen? Sie sind Teil davon und leisten ihren Dienst. "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung "sind Lizenzmedien der ersten Stunde, Ihr Freiraum ist minimal.


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Minotaurus
Geschrieben

Nun verrennen Sie sich doch nicht so hemmungslos, @Nuwas. Unkontrollierte Leidenschaft führt zwnagsläufig in die Irre. Jeder, der seinen Macchiavelli kennt, weiß um die Anwendung von Machttechniken in Putin'scher Manier. Dies macht der Kremlherr aufs erste HInsehen durchaus clever, darf aber für den politischen Beobachter kein Grund sein, die Schattenseiten dieses Regimes einfach zu übersehen. Bei Ihrer Eloge auf Putin jedoch entlarven Sie unfreiwillig, wie es tatsächlich um Freiheit und demokratische Rechte in Russland bestellt ist. Denn da schreiben Sie über die "Hintermänner" von zwei "Muschiweibern" (Sie sollten sich für solch eine Wortwahl wirklich schämen!) , jene seien schon "ins sichere Ausland" verbracht worden. Zu gut Deutsch heißt das nichts anderes, als dass Russland eben kein sicheres Land ist.

Die Wahlmanipulationen waren so effenkundig wie nur etwas, sind jedoch - das sei gerne zugegeben - kein russisches Spezifikum. Doch schon wieder operiert der Putin-vernarrte @Nuwas mit seiner üblichen Art der argumentativen Nebelkerzenwerferei. Da werden der Iran erwähnt, die Obama-Berater, der US-Spekulant Soros und die böse ARD, die dem ach so bemitleidenswerten, heroisch kämpfenden Putin keine Gerechtigkeit widerfahren lässt. Was soll das denn mit dem Prozess um die "Pussy Riot" zu tun haben? Wenn selbst der Menschenrechtsbeauftragte des Kremls unwidersprochen und bislang ungerügt den Prozess einen "historischen Irrtum" nennt, dann hat das mehr Gewicht als die Reinwaschversuche Nuwas'scher Prägung.

Nachdenklich aber muss stimmen, woher der eigentliche Wind weht aus der @Nuwas-Kluft. Da wird nämlich im Stil der ehemaligen SED-Parteizeitung "Neues Deutschland" wie auch dem dumpfdeutschen Geseire der rechtsradikalen "Nationalzeitung" die längst abgedroschene Phrase von den "Lizenzmedien" aufgewärmt, weil "Spiegel" und "Süddeutsche Zeitung" angeblich nur einen "minimalen Freiraum" hätten. Zugegeben - wer die internationale Presselandschaft nur vom Hörensagen her kennt, der kann wohl nicht anders, als sich so einen kapitalen rhetorischen Fehlpass zu leisten.Der hochdramatisch inszenierte Schauprozess gegen "Pussy Riot" und die völlig einseitige Darstellung in den zumeist kremlgesteuerten russischen Medien sind jedenfalls nicht geeignet, Russland zu einem Paradies demokratischer Freiheit zu stempeln.

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Libra
Geschrieben

Einige von Euch denken sicherlich noch daran, wie es in Russland um der Rechte der Schwulen bestellt ist. So wird dort jegliche Form der Aufklärung mit zum Teil drakonischen Geldstrafen bis hin zum Freiheitsentzug bestraft. Ich erinnere nur an Minotaurus´ Thread Schwulenverbot für ganz Russland, bevor sich hier einige mit Sympathien über Russland und deren Regierung ereifern, von einer Demokratie nämlich ist der Kreml in etwa soweit entfernt, wie ein Eisbär von der Wüste Gobi.

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Geschrieben

Ihre Antwort,@Minotaurus, strotzt wieder vor Anklagen und Beschimpfungen, ist aber bitterarm an Argumenten. Ich nehme für mich in Anspruch, niemals zu versuchen, Nebel zu verbreiten. Ich sage meine Meinung mit großer Klarheit.Natürlich kann man anderer Meinung sein als ich, dann sollte man argumentieren,nicht schimpfen.
1. Es ist einfach eine Lüge, wenn Sie immer behaupten, dass ich Putin schrankenlos bewundere und ihm Elogen singe.Ich finde viel an ihm zu kritisieren. Richtig ist dagegen, dass ich feststelle, dass er Russland nach den Wirren der Jelzin-Zeit und der drohenden Machtübernahme der Oligarchen stabilisiert hat und es zu einem eigenständigen Machtfaktor gemacht hat. Diesen Satz sollten Sie angreifen, das ist der zentrale Gesichtspunkt. Sie lassen aber klugerweise die Finger davon.
2. Natürlich haben die von Putin Entmachteten, aber auch deren Geschäftspartner in den USA ein Interesse daran, diesen Politiker zu beseitigen.Deshalb versucht man auf tausend Wegen Unruhe zu stiften, Demonstrationen zu veranstalten, zu provozieren. Putin versucht diejenigen, die sich in diese Unternehmungen einspannen lassen, als "Agenten " des Auslandes zu markieren. Eine kleine Rolle in diesem Spiel hat Pussy Riot übernommen.Die Damen wussten, dass sie gegen Gesetze verstoßen, und das Gericht hat im Rahmen der Strafandrohungen dieser Gesetze geurteilt. "Lebenslänglich" wie Horst Mahler müssen die Damen nicht nach Sibirien. Der Präsident und die Kirche sollten lächerlich gemacht werden. Die schlagen aber natürlich zurück.Wenn nun irgendeine Instanz in Russland die Meinung äußert, man hätte auch unauffälliger aburteilen können oder sogar Gnade walten lassen können, zeigt das nur, dass offenbar die Administration so monolithisch nicht ist und gegensätzliche Argumente auch veröffentlicht.
3. Einige Kleinigkeiten: Wenn eine Gruppe sich den bewussten Namen gibt, so darf man sie auch so nennen. Eine Übersetzung ist keine verbale Obszönität.Mich da schulmeistern zu wollen, ist Wichtigtuerei.- Unser Pressewesen wird von wenigen Gruppen beherrscht und berichtet extrem einseitig. So kann auch heute noch die Wahrnehmung deutscher Interessen als "dumpfdeutsch" bezeichnet werden. "Dumpfenglisch" oder "dumpffranzösisch" gibt es natürlich nicht, da herrscht immer vüllige Klarheit.
Fazit: Ich wehre mich im Falle Russlands gegen eine vom Ausland gesteuerte Destabilisierung, wie sie z.B. Im Falle vieler arabischer Länder erfolgreich durchgeführt wurde. Es soll am Schluss nicht heißen, dass Putin "krieg gegen sein eigenes Volk "führt und deshalb im Namen der "Menschenrechte" beseitigt werden muss.- Es ist angesichts der enormen Bedeutung solcher Vorgänge für mich weniger wichtig, dass in Russland Schwule leider nicht genügend toleriert werden.
Am Schluss bedauere ich, dass in diesem Thread verschiedene Wiederholungen vorkommen.Wer immer mit denselben falschen Vorhaltungen konfrontiert wird,kann in seinen Antworten nicht variieren.


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fellatio
Geschrieben

Absurd angezogen agieren sie,um Musik geht es ihnen nicht.Grell soll jede Performance sein,für die bunten Aktionen interessiert sich fast niemand,weder die wütenden Russen noch die Polizei.Ihre Clips auf Youtube werden ein paar Huntermal angeklickt,nicht mehr.Am bekanntesten ist ihre Performance " Fick für den Nachfolger des Bärchens" Die 18 jährige Nadja war hochschwanger und machte doch mit beim öffentlichen Gruppensex im Moskauer Biologischen Museum.Mit der letzten Aktion werden sie zu Widerstandskämpferinen hochstilisiert.Die Aufregung über Rußland ist inszeniert und lächerlich.Drei geltungsbedürftige musikalisch wenig begabte " Damen " verstoßen gegen das Gesetz und entwürdigen das höchste Heligtum der orthodoxen Kirche.Sie wären auch in den meisten anderen Ländern verurteilt worden,in vielen noch drakonischer .Ich finde das Strafmaß auch übertrieben,aber man sollte bedenken,wie die USA mit Staatsfeinden umgehen.Man denke nur an Assange und seine Informanten,oder,wie schon erwähnt,Guantanamo.Menschenrechtsaktivismus ist bei den USA leider kein Teil des Marketings.


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fellatio
Geschrieben

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Nr.34 D vom 26.8.2012 hat als Aufmacher auf der Titelseite eine Illustration von Robert Bochenek und daneben in großen Lettern den Text : " Ikonen für die Freiheit ---Ein Suppenhuhn in der Vagina--Gruppensex im Museum--Hinrichtung im Supermarkt: Das ist die Welt der Frauen von Pussy Riot.Sie haben viele Fans--im Westen.Dann kommt der Hinweis auf den Text der Seiten 2 und 3- geschrieben von Moritz Gathmann--Überschrift : " Lady Suppenhuhn.Böser Staat contra unschuldige Mädchen: Das war das Bild,das von Pussy Riot gezeichnet wurde.Nur stimmt es nicht.Die Aktionskünstler mit ihren vulgären Provokationen erinnern an die erste RAF-Generation. Über zwei Seiten Text,wie ausländische Journalisten und Medien wochenlang im Pussy Riot-Rausch sich und der Welt ein Bild von böser Staat und unschuldige kleine Mädchen malten.Eine Frage wurde garnicht mehr gestellt,sie ging unter in der Solidarisierungswelle.Eine wichtige Frage: Für wen setzen wir uns da eigentlich ein ? Moritz Gathmann schreibt von der Gruppensexorgie im Moskauer Museum für Biologie,über das symbolische Erhängen von 5 Menschen,drei Gastarbeiter und zwei Homosexuelle in einem Moskauer Supermarkt,sie baumelten an der Decke bis Mitarbeiter des Supermarktes sie abnahmen.Die Aktion " Schwanz in den Arsch" mit dem Lied alle Bullen sind Mißgeburten im Gerichtssaal und die Aktion " Woina" in der wurde in einem Petersburger Supermarkt ein Suppenhuhn geklaut, eine Aktivistin steckte sich das Suppenhuhn soweit wie möglich in ihr Geschlechtsorgan,die Gruppe filmte die Aktion und stellte sie ins Netz.Das bespritzen von Polizisten mit vorher in Flaschen gefülltem Urin und so weiter und so fort.Umfragen des unabhängigen Meinungsforschungs-Institut Lewada zeigen,dass sich vor dem Prozeß 86 Prozent der Russen für eine Bestrafung der Frauen aussprachen und 37 % sogar für eine Gefängnisstrafe.Ganz allgemein gesagt: Offene Kritik an Putin bedeutet nicht,dass man dafür ins Gefängnis kommt.Viel eher ist das Gegenteil der Fall.Der Schriftsteller Sachar Prilepin,ein erbitterter Gegner von Putin,beklagte einmal,dass die russische Demokratie so angelegt sei,dass man über sich selbst,das System und seine Führer alles sagen und schreiben könne---das einzige Problem sei,dass das den Vertretern des Regimes völlig schnurz sei.


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Geschrieben

Inzwischen melden die Agenturen, dass zwei Mitglieder der Band Russland verlassen haben und nun im Ausland "Aktivistinnen" für den Kampf um feministische Ziele rekrutieren wollen. Wer bezahlt diese Leute ? Wer hält seine Hand schützend über sie? Wer sorgt dafür, dass die völlig abwegigen Aktionen der "Aktivistinnen" von der veröffentlichten Meinung an zentraler Stelle groß aufgemacht publiziert werden? Gibt es nicht Wichtigeres,weniger Unappetitliches als dieser "Muschi Krawall"?
Auf tausend Wegen versucht man Autorität zu zerstören und die Menschen zu verunsichern. Die Hintermänner halten sich schlau zurück.- Beabsichtigtes Fazit: Mit diesem Russland kann man nicht kooperieren.


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Geschrieben

Die Bandmitglieder sind zweifellos nicht ganz dicht in der Rübe und übermäßig provokativ, ohne mit ihren Provokationen eine sinnvolle Botschaft verbreiten zu wollen. Die Provokation ist die ganze Botschaft. Würde diese Band das Gleiche in Deutschland machen, dann würden diese auch einen Prozess bekommen.

Das Problem ist, wie Putin bzw. seine Justiz damit umgeht. Von Unabhängigkeit der Justiz ist nichts zu spüren, wenn Putin persönlich vor der Urteilsverkündung das Urteil öffentlich festgelegt hat. Die Damen sind etwas wirr im Kopf und eher ein Fall für die Psychiatrie, aber auch diese ist in Russland politisch missbraucht. Die Höhe des Urteils entspricht nicht der Schwere der Tat.

Wenn man das alles verstehen will, muss man die gegenwärtige Lage in Russland berücksichtigen. Nach dem Säufer und Chaoten Jelzin, der Russland zweimal in die Staatspleite geführt hat, war Putin die Leitfigur des neuen Mittelstandes, insbesonders der Jugend und Jungerwachsenen. Diese Schicht ist unter Putin reich geworden, hat aber durch die staatlichen Repressionen kaum Möglichkeiten, diesen Reichtum in ein selbstbestimmtes Leben umzusetzen. Deshalb wenden sich seine Anhänger gegenwärtig immer mehr von ihm ab. Der Prozess gegen die 3 geistig minderbemittelten Damen wurde zum politischen Schauprozess, um die russischen Yuppies an ihre Grenzen zu erinnern und daran, wem sie ihr gutes Leben verdanken. Die Pussy-Band sind der Sack, den man prügelt, um die eigentlichen Adressanten zu disziplinieren, ohne offen gegen diese vorzugehen zu müssen.


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fellatio
Geschrieben

@ jojohopp Laut Umfragen ist fast die Hälfte aller Russen überzeugt,dass das Gerichtsverfahren,unvoreingenommen und gerecht verlaufen sei.Das Ende der Sowjetunion und der Verlust der kommunistischen Ideologie hat in der russischen Gesellschaft ein Wertevakuum hinterlassen,an dem das Land bis heute krankt.Die Gesellschaft ist stark individualisiert ,als einzige funktionierende soziale Einheit ist oft nur die Familie übrig geblieben.Der orthodoxe Glaube ist dabei für sie der einzige " Anker " der ihnen Identität stiftet,eine Institution,die die Gesellschaft über alle Schichten zusammenhalten kann.Aber all diese Menschen hat Pussy Riot vor den Kopf gestoßen Dass derartige Kunstaktionen nicht nur in Rußland strafbar sind,mußten am Sonntag drei Pussy Riot Unterstützer erkennen,die im Kölner Dom Solidaritätslieder sangen.Sie erhielten eine Anzeige wegen Störung der Religionsausübung ( bis zu drei Jahren Freiheitsentzug);Hausfriedensbruch ( bis zu einem Jahr Freiheitsentzug) und Verstoß gegen das Versammlungsrecht
Deutsche Redaktionen fordern von ihren Moskau-Korrespondenten gerne den " Rundumschlag", damit das Thema für den Leser leicht verdaulich ist.In diesem Fall hieß das: der Fall " Pussy Riot " als Zeichen dafür,dass der russische Staat unter Putin III in die Diktatur abgleitet.So wurde es dutzendfach geschrieben. obwohl die These gewagt ist.Echte Diktaturen wie Nordkorea oder Usbekistan gehen gegen ihre Kritiker mit ganz anderer Härte vor.Prozesse sind dort häufig nicht öffentlich,und Kritiker verschwinden für Jahre hinter Gefängnismauern ,ohne dass ihr Schicksal im Westen viel Aufmerksamkeit findet.Mag Madonna für Pussy Riot singen,die grüne Marie-Luise Beck extra zum Prozeß reisen, Sympathie und Verständnis wecken solche Aktionen vor allem im Ausland. Pussy Riot hätten der russischen Protestbewegung ein Gesicht gegeben,sagt Wersilow.Wunschdenken.Der Protestbewe
gung hat die Affäre keinen neuen Auftrieb gegeben.Sie hat ihr sogar zutiefst geschadet.


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Minotaurus
Geschrieben

Wohlweislich erwähnen unsere strammen Verteidiger der "russischen Demokratie- und Rechtskultur" nicht, mit welch rabiaten Mitteln Putin und seine Gefolgsleute im Kreml versuchen, politische Gegner und Kritiker zu unterdrücken und auszuschalten. Das Vorgehen von Polizei- und Justizbehörden mit willkürlichen Hausdurchsuchungen einschließlich der Zerstörung der Wohnungen, mit abenteuerlichen Beschuldigungen, Anzeigen, Steuer- und Gerichtsverfahren, das ist unseren "Russlandexperten" kein müdes Wort wert. Wie der ehemalige KGB-Offizier Putin gleich nach seinem Amtsantritt die ihm ergebene Duma ein drastisches Demonstrationsrecht verabschieden ließ, das passt natüröich nicht zum hier im Thread naiv hingepinselten Heiligenbildchen. Und erst recht nicht nur ein Sterbenswörtchen wert ist dann der Umstand, wie missliebige Journalisten in Russland um ihren Job gebracht werden, von Schlägertrupps übel verletzt oder gar ermordet.

Klar war, dass Putins Rache irgendwann einmal die Punkband "Russy Riot" träfe. Denn die im Januar von Tausenden verfolgte, putinkritische Aktion der Musikerinnen vor dem Kreml blieb vorerst merkwürdigerweise ohne die übliche strafrechtliche Verfolgung. Was nun den nur Sekunden dauernden Auftritt der "Pussys" in der Kirche anbetrifft, so kann den jungen Frauen allenfalls eine banale Geschmacksverirrung angelastet werden. Der Text des Liedes jedenfalls gibt nichts her, was besonders aus dem Rahmen politischer Agitation fiele. Gottheiten und Heilige sind schon zu ganz anderen Zwecken angerufen worden, als nur einen ungeliebten Präsidenten zum Teufel zu wünschen.


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Geschrieben

Wie langweilig,@Minotaurus, die ewig gleichen Tiraden! Zum Erbrechen Ihre Verteidigung der "jungen Frauen" und ihrer "Geschmacksverirrung".Natürlich wissen Sie, dass es sich um ganz gezielte Aktionen der Zerstörung von Autorität handelt. Das ist alles andere als harmlos, sehr berechnet auf Wirkung in den westlichen Medien.. Ich habe oben schon gesagt, dass die "Muschis" ( und vielleicht auch ihr Verteidiger@ Minotaurus), gar nicht wissen, wessen teuflisches Spiel sie betreiben.Da geht es nicht um "Freiheit", hier geht es um Profit und Macht.


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Minotaurus
Geschrieben

Wäre ich noch ein Prekariatsbubi, @Nuwas, und bedürfte einer Anleitung für billige rhetorische Mätzchen, dann würde ich mich gewiss bei Ihnen zu einem Grundkurs zur Anwendung von Wiederholungen angemeldet haben. Ihre jüngste Zuschrift indes lässt den Verdacht aufkommen, es gehe Ihnen gar nicht ums Erörtern von möglichen Aktionen politischen Zuschnitts und deren Wirkung, sondern nur darum, ein vorgestriges Verständnis von Staatsautorität für alle Ewigkeiten fortzuschreiben.

Nun muss sich aber Autorität grundsätzlich immer in Frage stellen lassen, weil sie keinen Wert an sich darstellt; sie ist lediglich ein zeitweise verliehenes Mandat der Ehrerbietung und der damit verbundenen Macht. Für die einigermaßen reibungslose Gesellschaftsordung eines Landes wird deshalb einerseits notwendig sein, die Staatsautorität gesetzlich zu schützen, z.b. im Hinblick auf das Gewaltmonopol, andererseits aber dort die Staatsmacht und deren politische Führer der Kritik zu unterziehen, wo der Missbrauch der Autorität offensichtlich wird.

Wenn wir der obrigkeitshörigen Argumentation von @Nuwas folgen wollten, dann hätte beispielsweise Abraham Lincoln mit der Abschaffung des Sklavenhandels unrecht gehabt, hingegen wären die jahrhundertelangen Inquisitionsprozesse, der Gulag Stalins oder die von den Nazis durchgeführte Verschärfung des berüchtigten §175 selbstredend zu billigen. Die völlig überzogene Reaktion der russischen Staatsführung auf die "Pussy Riot"-Aktion ist ebenso nicht mit dem Verweis auf Staatsautorität zu rechtfertigen wie die monatelangen und entwürdigenden Haftbedingungen von Bradley Manning in den USA, dem vorgeworfen wird, er habe WikiLeaks mit Dokumenten beliefert.

Dass selbst einfache, im Grunde genommen harmlose Aktionen bisweilen an der überzüchteten Staats- und Gesellschaftsraison zu rütteln vermögen, dafür gibt es genügend Beweise. Als jene schlichte schwarze Frau in den USA sich weigerte, ihren Sitzplatz im Bus einem Weißen zu überlassen, da war dies der Auslöser zu einer Bürgerrechtsbewegung, die schließlich einen Schwarzen bis an die amerikanische Staatsspitze zu befördern vermochte. Und diese Frau hatte nun wirklich alles andere im Sinn, als irgendwelche Medien zu beeinflussen. Wenn nun @Nuwas uns weismachen will, die Punkband "Pussy Riot" habe mit ihrem Kirchenauftritt auf westliche Medien geschielt, dann zeigt das höchstens, dass er von innerrussischen Verhältnissen keinen blassen Schimmer hat.

Demutsvolle, kritiklose Untertanenmentalität, die uns @Nuwas als staatsbürgerliche Tugend unterzujubeln trachtet, die wird allerdings jede politisch gefärbte Aktion - wie die der "Pussy Riot" - als Staatszertrümmerung werten. Willkommen im Absolutismus, @Nuwas!!


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Geschrieben

Ein wirklich starker Staatsmann hätte die 3 Milchreisbabies ausgelacht und sich dadurch als erhaben über so etwas gezeigt. Hätte er die Pussies ausgelacht oder mitgelacht, dann hätte er sich als unangreifbar dargestellt, als einen, der über solchen Dingen steht und künftige "Komiker" hätten einfach keinen Spaß mehr daran, Putin so zu provozieren. Eine Provokation verpufft, wenn man sich nicht provozieren lässt. Wenn man aber so überzogen reagiert, dann ist das ein Zeichen der Unsicherheit und Angst, von Paranoia. Es gab mal vor nicht allzu langer Zeit einen deutschen Staat, in dem zumindest in der Anfangszeit harmlose Witze hart verfolgt wurden. Ein starker Staatsmann ist zwar hart und konsequent zu seinen echten Feinden, aber tolerant zu Komikern und letztlich waren die 3 Pussies Komiker. Mit dieser Angstreaktion hat Putin keine Stärke, sondern Schwäche gezeigt, aber Russen denken aus historischen Gründen anders als andere Europäer. Komiker, Witze u.ä. sind Ventile, die Überdruck in einer Gesellschaft ablassen. Wer diese Ventile verschließt, muss dann damit rechnen, dass der Druck im Kessel steigt, bis dieser platzt

Russlands Gesellschaft ist typisch asiatisches Kulturmodell. Rußland hat nie etwas anderes kennen gelernt. Rußland war einige Hundert Jahre von den Mongolen besetzt. Danach kam eine autokratische Zarenzeit und ausgerechnet reformfreudige Zaren wurden ermordet. Der Zar ist gottgleich und alle anderen sind mehr oder weniger Laibeigene. Zar Stalin war am extremsten und letztlich waren bzw. sind Jelzin und Putin nur Nuancen anders. Allen Alleinherrschern ist die Paranoia eigen. Es ist ein Fehler, das russische Denken und Handeln mit der westeuropäischen Denkweise erklären zu wollen. Die Mehrzahl der Russen sieht in einem starken Zaren einen Garant der Sicherheit und Stabilität. Erst die neuen jungen Yuppi-Russen denken anders. Sie wollen ihren erworbenen Reichtum genießen und individuell ausleben. Unter dem strengen Regiment von Putin können sie das nicht und deshalb verliert er zunehmend diese, seine gesellschaftliche Stütze. Der Prozeß gegen die Pussies war ein Warnschuß. Niemand darf gegen seinen Zaren anstinken, auch nicht die Reichsten. Das hat Putin schon mehrfach demonstriert, als er eine Reihe Oligarchen (Milliardäre) und ehemalige Minister/Ministerpräsidenten enteignete, außer Landes trieb, umbringen ließ oder einkerkerte.

Selbst in den absolutistischsten Zeiten in Deutschland gab es zumindest in Sachsen keine Laibeigenen, es gab ein Parlament mit echten Machtbefugnissen (Ständetag), auch der absolutistischste König (August) unterwarf sich freiwillig Recht und Gesetz wie jeder anderer Bürger und weil das so war, gab es kaum Kriminalität oder Revolten und der Staat brauchte kaum Repressionsorgane. Obwohl damals Sachsen mehrfach so groß war wie heute und es keine Computer gab, gab es nur 2 Steuerbeamte für das ganze Land, weil alle Bürger ehrlich waren - aufgrund des Vorbildes des Königs - und das Jahrhundertelang. Nicht umsonst war Sachsen auch darum über ein halbes Jahrtausend das liberalste, technisch fortgeschrittenste und reichste deutsche Land. Ein wirklich autokratisches Regime kann nicht wirtschaftlich erfolgreich sein und Wohlstand für die Mehrheit bringen, weil es die Initiative der Menschen unterdrückt (Ausnahme: Rohstoffausbeutung).


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fellatio
Geschrieben

@ jojohop wie sagte es der letzte Sachenkönig Friedrich August III bei seiner Abdankung 1918 so schön " Machd doch eiern Drägg alleene " Genau so absolut herrschte König Kurt (Biedenkopf) als sächsischer Ministerpräsident.
Beide waren ungemein beliebt bei der Bevölkerung.
Hingegen finde ich kein böses Wort gegen den letzten Diktator Europas,Alexander Lukaschenko in diesem Thread.Keine Kritik an Weißrußlands Staatschef,der nachweislich durch Wahlfälschung in seinem Amt ist.( was man Putin nicht nachgewiesen hat.) Dafür bildet aber die Bundesrepublik Lukaschenkos Schlägertrupps durch deutsche Polizeikräfte aus....was für ein Fiasko und welche Blamage.
Die Putingegner erhalten nun neue Nahrung.Mit seinem neuen Enthüllungsbericht widmet sich der russische Oppositionsführer ,der ehemalige Vizeregierungschef Boris Nemzow dem Lebensstil Putins.Das Buch " Das Leben eines Galeerensklaven ) mit wenig Text,aber viel Bilder .Der Titel geht auf eine Aüßerung Putins zurück,er schaffe wie ein Galeerensklave.Für Nemzow ist es der achte Enthüllungsbericht. ( Er lebt immer noch und in Freiheit) Diesmal enthält der Bericht 20 Paläste,Villen und Landsitze .Putins Pressesprecher sagt: die Informationen über staatliche Residenzen und Autos seien jedermann zugänglich.Das alles ist Staatseigentum ,und Putin benutzt es als gewählter Präsident streng im Rahmen des Gesetzes.Mehr noch,er ist gezwungen,einige Objekte zu nutzen,erklärte Preskow.Privat besitzt er 2 uralte Mittelklassewagen vom Typ Wolga,einen kleinen Ladajeep vom Tyxp Niwa und einen Autoanhänger,sie haben alle Schrot--bzw. Seltensheitswert.Er ist Uhrenfan und hat eine Sammlung. Das Buch soll den luxuriösen Lebensstil Putins zeigen,und wie gut es ihm geht.


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Geschrieben

Der Bogen von den Pussies zu Weißrußland ist dann doch irgendwie zu weit. Es gibt weltweit noch eine Reihe von Diktatoren und einige sind viel schlimmer als Putin.
Egal, ob uns Putin gefällt oder nicht, er ist unser zwangsweiser Freund, da Rußland für Deutschland der größte Lieferant für Erdöl und Erdgas ist. Diese Lieferungen sind nicht ersetzbar. Wenn wir es uns mit Putin verscherzen, geht in Deutschland das Licht aus und durch die Energiewende werden wir noch abhängiger von Rußland.

Vielleicht ist so ein großes Land wie Rußland mit den vielen Völkerschaften und den fehlenden demokratischen Traditionen nur mit etwas Nachdruck regierbar, ansonsten fällt alles auseinander. Wir brauchen das Öl und das Gas und da sind stabile Verhältnisse in Russland wichtiger als ein demokratisches Chaos. Es gibt in der Politik eben Sachzwänge.


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