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Der Tunten-Faktor als Instrument ...

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Geschrieben

Frage mich das schon lange. Ist das Hervorheben von Tuntigkeit und derlei Auffälligkeit ein Instrument, das vielleicht von schwulenfeindlichen Strömungen mit verwendet wird, um uns alle als lächerliche, nicht ernstzunehmende Freaks zu markieren? Um so unseren Belangen nicht mehr Aufmerksamkeit schenken zu müssen, als denen von Punks, Gothics, Raver, Emos, sonstigen Trend-Erscheinungen?

Ist Tuntigkeit ganz harmlos und wirklich nur eine von vielen Erscheinungsformen schwulen Lifestyles?

Mir fällt auf : Guckt man i-was im TV, sind die Schwulen fast immer Tunten oder i-wie auffällig, reden merkwürdig, gehen komisch, sind irre gestylt, sowas. Komisch, die völlig unauffälligen Schwulen sind unterrepräsentiert. Hat das was mit Quotenmache zu tun, oder steckt da nicht noch mehr dahinter? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Strömungen, die Schwulen abgeneigt zustehen, dieses Tunten-Bild benützen könnten, um eine Message zu transportieren. So ungefähr --> Seht diese Schwulen, alles lachhafte Kreaturen, muss man nicht Ernst nehmen, was die wollen.

Gibt es hier vielleicht Vertreter der Tunten-Kunstrichtung, die den Lifestyle genauer erklären können? Wo kommt das her, wie hat das angefangen, ist es ein Produkt aus eigenem Hause, sowas alles.


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fellatio
Geschrieben

Im GAYDE BLOG schreibt Malte Bornhöft ein Kommentar mit der Überschrift : " Wie akzeptierend sind wir denn,die Herren ? Während der Diskussion auf Facebook hat mir so manches Mal der Atem gestockt.Musste ich doch einige abwertende und extrem ausgrenzende Kommentare lesen,die mir zeigten,dass die Akzeptanz unterschiedlicher " Mannsbilder " bei manchen von uns so gut wie garnicht existiert. Ganz schön erschütternt, .So schreibt Lars:" Ich halte nix von diesen dürren Schwuletten mit ihren abgeklickten Ärmchen und Tops.Ich bin schwul und stehe auf Männer,nicht auf Lachnummern" Dieser Kommentar setze dem ganzen die Krone auf.Aber er entspricht der Meinung vieler in der Community.Jeder darf auf denjenigen stehen,der seine Vorlieben anspricht---ganz klar.Ich habe meine,du hast deine,alles fein.Jedoch kommen wir so nicht weiter.Dann hat einer halt"abgebrochene Ärmchen"-- na und? Das muß der straight-acting Muskeltyp genauso akzeptieren ,wie der alternde Bär oder der twinky boy.
( Bitte den ganzen Artikel lesen im Blog)


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Geschrieben

Yo, habe ich gelesen. Hat der Malte schon Recht mit, da muss man, glaub ich, nur differenzieren. Das machen viele i-wie gar nicht. Ich muss zugeben, worauf ich steh und worauf nicht sage ich auch jedem klar an. Geht auch in die Schublade so 'echte Boys' dann, und die sogenannten Tunten fallen da klar raus.
Das gilt aber nur für den Bereich, wo man auf Partner-Schau ist und sich die Typs nach persönlichem Gefallen ausspäht.

Das heisst dann doch aber nicht automatisch, dass ich Kerls auf die ich als Partner nie stehen könnte, gleichzeitig als Menschen oder allgemein beknackt finde. Kollegah sehen das anders, da sagen auch viele, ich quatsch doch nicht mit Tunten. Wieso eigentlich nicht? Nur weil man mit so wem redet bedeutet es nicht, dass man mit dem auch ne Beziehung eingehen muss oder was.
Sowas wie eine Überempfindlichkeit scheints da zu geben, oder manche trennen nicht dazwischen, ob sie wen als möglichen Beziehungspartner mögen könnten, oder einfach nur als irgend einen Menschen sehen.

Diese Diskriminierung in den eigenen Reihen ist mir auch gegenüber Fetischisten schon häufiger aufgefallen. Damit wird man regulär als i-wie krank wegsortiert. Fast so wie früher die Schwulen von den Heteros als krank einsortiert wurden. Sogar von anderen Fetischisten, die zum Bleistift auf Gummi fahren, gegenüber solchen, die Schuhe mögen, gibt es unmittelbare Antipathie. Das könnte man damit, dass man die Sichtweise für den Partnerbereich von der allgemeinen Sichtweise trennt, doch umgehen. Wenn man einfach mehr mit einander redet, würden viele dieser komischen Umgangsweisen überflüssig.
Keiner muss deswegen den heiraten, den er nicht anziehend findet!


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