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Minotaurus

Todesstrafe für Schwule?

Empfohlener Beitrag

Libra
Geschrieben

@ knuddelhajo:
Dein Voting zum Artikel kannst Du da abgeben: Siehe Anhang


Voting.png


Minotaurus
Geschrieben

Bitte schreiben und abstimmen!
Die Sache duldet keinen Aufschub!

Libra
Geschrieben

Die Bewertung des Artikels als solches ist wichtig, um der Medienwirksamkeit gerecht zu werden.
Sonst ist bei dem roten Balken derzeit kein öffentliches Interesse vorhanden! Das muss mit allen Mitteln geändert werden. Ein jeder schwuler Schwanz soll gefälligst JA anklicken!!!

http://www.welt.de/politik/ausland/article5517179/Uganda-plant-Todesstrafe-fuer-Homosexuelle.html#reqRSS


HaJo
Geschrieben

sorry, irrelevant


Libra
Geschrieben

Aber mit einer solchen Umfrage alleine ist es leider nicht getan, denn an das Interesse zur Entwicklungshilfe in die dritte Welt sind wirtschaftliche Faktoren geknüpft. Nicht umsonst fördert Deutschland und andere Staaten unter Anderem erneuerbare Energien in diesen Regionen.
Ich hoffe nur, dass entscheidende Sanktionen erfolgen und Uganda ist nur für den Moment ein Brennpunkt. Andere Länder in Afrika haben es schon vorgemacht und weitaus weniger Beachtung erhalten. Wir können durchaus ein entscheidendes Signal setzen! Entgegen der Resignation...


HaJo
Geschrieben

Weitere Artikel zum Thema fand ich in der Online-Ausgabe des SPIEGEL

in der östereichichen Online-Ausgabe von derStandard

der östereichischen Nachrichtenplattform Die Presse

der deutschen Ausgabe der msn-Nachrichten

und der Berliner Morgenpost


Minotaurus
Geschrieben

@ Silberblick und Knuddelhajo
Vielen Dank für Eure weitergehenden Informationen.

@An alle
Schickt Euer Protestschreiben an die Redaktionen der Medien, die Hajo hier angegeben hat. So sehen die Journalisten, wie wichtig die Sache ist und bleiben am Ball.
Bitte schreibt! Jede Stimme ist wichtig!

Libra
Geschrieben

Auch hier könnt ihr POSTEN

Libra
Geschrieben

Nach oben schieb


Libra
Geschrieben

... und schieb *gähn*


Minotaurus
Geschrieben

Und erneut nach oben schieb.
Das Thema ist einfach zu wichtig!


Minotaurus
Geschrieben

Schaut Euch diese Seite einer großen Zeitung an und beteiligt Euch mit Kommentaren:

http://www.debatte.welt.de/debatten/81/politik/103025/keine+entwicklungshilf e+fuer+schwulen+und+frauenfeindliche+staaten?#comment


Geschrieben

Gibt es auch Planung, Bemühungen bzw. eine Bereitschaft von Staaten, Schwulen aus afrikanischen Ländern, in denen diese menschenfeindlichen Gesetzgebungen bereits wirksam sind, Asyl zu gewähren, bzw. sie erst Mal da rauszuholen?


Minotaurus
Geschrieben

Soweit mir bekannt ist, gibt es derartige Bemühungen des deutschen Außenministeriums noch nicht. Wohl aber soll auf dipilomatischem Wege bereits das "Mißfallen" der Bundesregierung zum Ausdruck gebracht worden sein. Einen offiziellen, öffentlichen Protest, wie ihn Schweden, England und andere Staaten und Organisationen schon geäußert haben, hat die deutsche Bundesregierung aber noch nicht von sich gegeben. Für Bundesaußenminister Westerwelle, obwohl selbst schwul, gilt offenbar der Satz: Manche Hunde müssen zum Jagen getragen werden.

Daher ist es unbedingt notwendig der Bundesregierung durch vielfache Protestschreiben auf die Sprünge zu helfen. Und wer bitte könnte das glaubhafter tun, als die paar Millionen Schwule in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Also zögert nicht! Schreibt!

HaJo
Geschrieben

Hallo,
Folgenden Artikel über die menschenverachtenden Vorgänge in Uganda und der Verwicklung
religiöser, schwulenfeindlicher Netzwerke in den USA unter dem Titel

Allianz der christlichen Schwulengegner

habe ich heute in der ZEIT ONLINE gefunden.

Einen vorformulierten Musterbrief in englischer Sprache an den Ugandischen Botschafter findet ihr bei der
Hirschfeld-Eddy-Stiftung
Stiftung für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender

Libra
Geschrieben

@Hajo:
Danke für diesen Bericht und ein Auszug daraus zeigt nur allzu deutlich, wie krank und gefährlich die Propaganda ist und um sich greift:

"Die Homo-Maschinerie übernimmt ein Land nach dem anderen. Das fängt an mit der Legalisierung von homosexuellen Praktiken und Ehen"

Das ist Homophobie der gefährlichen Art und nicht etwa ein Zirkus, den Forumtreff hier veranstaltet hat. Einigen Usern wird diese Auseinandersetzung noch gut in Erinnerung sein.

Wir sind eine Minderheit und haben uns in Deutschland Rechte erkämpfen müssen, welche anderorts noch heute utopisch erscheinen. Dagegen müssen wir etwas unternehmen, denn die sexuelle Orientierung kann sich keiner aussuchen! Das Recht, sie auszuleben aber darf unter keinen Umständen unterdrückt werden.

Minotaurus
Geschrieben

Vielen Dank Hajo für den Hinweis auf den englischen Musterbrief.

Kopiert den Brief an den ugandischen Botschafter In Berlin.
Schickt Euren Protest per Brief oder Mail! Sofort!]

Botschaft der Republik Uganda
S.E. Herr Francis Kamujanduzi Butagira
Axel-Springer-Straße 54a
10117 Berlin
Fax 030 - 24047557
ugembassy@yahoo.de


(Wem nicht ganz klar sein sollte, was das S.E. vor dem Botschafternamen bedeutet: Seine Exzellenz
Das ist die übliche Anrede und sollte auch in Eurem Schreibe stehen)

Minotaurus
Geschrieben

Für all diejenigen, die bislang zu faul waren, sich bei ZEIT-online einzuklinken, hier nun der Text des Artikels:

Allianz der christlichen Schwulengegner

Uganda droht Schwulen und Lesben mit der Todesstrafe. Die Spuren des Skandals führen bis nach Washington – und bringen dort religiöse Netzwerke und hochrangige US-Politiker in Erklärungsnot.

Kampala ist ein gefährliches Pflaster für Homosexuelle. In der Hauptstadt Ugandas gibt es keine Straßenzüge, in denen wehende Regenbogenfahnen vor den Kneipen hängen. Schwule und Lesben leben in dem ostafrikanischen Land als verfolgte Minderheit. Auf das Vergehen, einen Menschen des gleichen Geschlechts zu lieben, steht Gefängnis.

Nun droht der Staat den Schwulen und Lesben sogar mit dem Tod. Die Regierung soll Homosexuelle unter bestimmten Umständen hinrichten dürfen – das sieht das zurzeit im Parlament diskutierte "Anti-Homosexualitäts-Gesetz 2009" vor, das noch in diesem Jahr verabschiedet werden könnte. Der ugandische Minister für Ethik, James Nsabo Butoro, begründete die Pläne in Interviews unter anderem so: "Die Makler der Unmoral verstoßen gegen Gottes Willen und schaden mit Lügen und Täuschungen unserer Gesellschaft." Homosexualität sei gegen die ugandische Kultur gerichtet. Wer Schwule oder Lesben aus Familie und Freundeskreis nicht an die Polizei verrät, soll deshalb ebenfalls für Jahre hinter Gitter – ein Aufruf zur Hexenjagd.

Zum Skandal mit internationalem Ausmaß wird das geplante Gesetz durch die Verwicklung religiöser Gruppen aus den USA. Evangelikale Organisationen üben seit Jahren Einfluss auf die ugandische Staatsführung aus.

Das ugandische Family Life Network etwa hat erst im März eine Anti-Schwulen-Konferenz organisiert, bei der mehrere Amerikaner als Vertreter von homophoben US-Organisationen stundenlang gegen Homosexuelle wetterten. Vieles von dem, was sich in dem Gesetzentwurf wiederfindet, wurde auf dieser Veranstaltung ausgesprochen. "Schwule rekrutieren Nachwuchs in Schulen" ist eine der Botschaften, die das Family Life Network verbreitet. Eine andere lautet: "Die Homo-Maschinerie übernimmt ein Land nach dem anderen. Das fängt an mit der Legalisierung von homosexuellen Praktiken und Ehen". Nach der Konferenz wurden erfolgreich Tausende Unterschriften für das Anti-Homosexualitäts-Gesetz gesammelt, berichtet der Guardian.

Das Family Life Network ist nur eine von zahlreichen evangelikalen Gruppen, die in Uganda ihr Weltbild verbreiten und dafür Hilfe aus den USA erhalten. Als besonders einflussreich gilt das evangelikale US-Netzwerk The Fellowship, genannt die Family, die zahlreiche einflussreiche Politiker aus Washington zu ihren Mitgliedern zählt. In den USA ist die Family vor allem für einen religiösen Kongress in Washington bekannt, bei dem alljährlich auch der jeweils amtierende US-Präsident spricht.

International agiert die Family aber lieber jenseits des Scheinwerferlichts. Mit stiller Diplomatie wollen die Mitglieder ihre Variante des Christentums weltweit stärken. Jeff Sharlet bezeichnet diese Variante als "Fundamentalismus". Sharlet hat das Standardwerk zur "Family" geschrieben und zusammen mit US-Medien wie dem Nachrichtensender MSNBC und dem Time-Magazin in den vergangenen Tagen die Verbindungen der ugandischen Schwulenhasser nach Washington aufgedeckt.

Die Family pumpt demnach Millionen von Dollar nach Uganda, unter anderem in das Africa Leadership Forum, dessen Chef ein gewisser David Bahati ist. Bahati ist zugleich Abgeordneter der Regierungspartei – und hat in dieser Funktion das Anti-Homosexualitäts-Gesetz im ugandischen Parlament eingebracht. Bahati weiß einflussreiche Mitglieder der evangelikalen Kirchen in Uganda hinter sich. Viele dieser Pastoren erhalten Förderung aus den USA. Bahati soll laut MSNBC im Februar beim Religionskongress der Family in Washington zu Gast sein. Zur Erinnerung: Das ist die Veranstaltung, bei der traditionell der US-Präsident spricht. Barack Obama könnte also demnächst vor einem religiösen Fanatiker reden, der in seinem Heimatland die Todesstrafe für Minderheiten durchsetzen will.

Ugandischer Schwulengegner Schützling eines US-Senator

Bahati ist laut Buchautor Sharlet zugleich ein Schützling von US-Senator James Inhofe, der ebenfalls Family-Mitglied ist. Senator Inhofe ist nach eigenen Angaben mindestens zwanzig Mal zu Konsultationen nach Uganda geflogen. Der Politiker aus Oklahoma macht keinen Hehl aus seiner Motivation. Die Reisen seien "a Jesus thing", sagt Inhofe, der öffentlich mit seiner eigenen Bedeutung in Uganda prahlt. Inhofe hat erst nach wochenlangem Schweigen und wachsendem öffentlichen Druck deutliche Kritik an dem ugandischen Gesetzentwurf geübt. Ob und in welcher Weise er seinen Einfluss auf die ugandische Staatsführung nutzen will, um das Gesetz zu kippen, ließ der Senator offen.

Die Liste der prominenten Mitglieder des ugandischen Zweigs der Family ist aber noch länger. "Zur Family gehören sowohl Ethik-Minister Butoro als auch Ugandas Staatspräsident Yoweri Museveni", sagt Buchautor Sharlet.

Präsident Museveni, der seit Jahren gegen die homosexuelle Minderheit wettert und Verhaftungswellen angeordnet hat, übernachte bei Besuchen in Washington im Gästehaus der Family. Der ugandische Präsident pflege beste Kontakte zu führenden Family-Mitgliedern wie dem evangelikalen US-Senator Sam Brownback, heißt es.

In Erklärungsnot bringen die Pläne der ugandischen Regierung auch Rick Warren, einen der bekanntesten Pastoren der USA. Warren hat das Gebet bei der Amtseinführung von Barack Obama gesprochen. Sein Bestseller A Purpose Driven Life gilt vielen Geistlichen in Uganda als Leitfaden.

Warren hat mit dem ugandischen Pastor Martin Ssempa einen der wichtigsten Wortführer für das Anti-Homo-Gesetz wiederholt in seine Kirche nach Kalifornien eingeladen. Auch Warren brauchte mehreren Wochen, um nach wachsendem medialem Druck klar Position gegen die ugandischen Gesetzespläne zu ziehen.

Der Gesetzentwurf stößt die Staaten, die mit Hilfsgeldern Ugandas Haushalt mitfinanzieren, vor den Kopf. Großbritanniens Premierminister Gordon Brown protestierte bereits öffentlich und sprach Präsident Museveni beim Commonwealth-Gipfel auf das Thema an. Länder wie Schweden drohen mit der Kürzung von Entwicklungshilfe. Außenminister Guido Westerwelle hatte schon vor Monaten Staaten, die Männer und Frauen hinrichten, weil sie homosexuell sind, mit dem Entzug von Entwicklungshilfe gedroht.

Ethik-Minister Butoro ruderte daraufhin in Interviews mit der internationalen Presse zunächst etwas zurück. Die überarbeitete Gesetzesfassung werde weniger drastisch als geplant ausfallen, sagte der Minister der Nachrichtenagentur Bloomberg. Gleichzeitig macht Butoro klar, dass ihn die internationalen Gemeinschaft nicht einschüchtern könne und er das "unnatürliche, abnormale und illegale Verhalten" mit allen Mitteln bekämpfen werde. Uganda lasse sich die gleichgeschlechtliche Liebe auch nicht von den Vereinten Nationen aufzwingen, so der Minister. Dafür sei er bereit, die Entwicklungshilfe zu riskieren. Gegenüber dem Guardian sagte Butoro: "Wir glauben, dass es für Menschenrechte Grenzen gibt."

Minotaurus
Geschrieben

Versehentliches Doppelposting von mir gelöscht:


Geschrieben

Sollte man sich nicht auch Gedanken über die Staaten machen, die Regierungen wie die Ugandas finanziell mit Hilfe von Entwicklungsförderung untersützen?
Wird dadurch diese Politik der Homosexuellen-Verfolgung nicht auch unterstützt?


Libra
Geschrieben

@ Nemo2583:
Hast Du Dir schon mal die Mühe gemacht, auch nur EINEN Link hier anzuklicken oder klemmt dann die Maustaste?
Wenn dem so ist, stehen hier bereits 2 Artikel zum Thema und damit hätte sich dann auch Deine Frage von selbst erledigt.
Nimms mir bitte nicht übel, nur könnte man sich eventuell unter Umständen möglicherweise und vielleicht vorab informieren.

Libra
Geschrieben

@ InVollerMontur:
Sollte der Gesetzentwurf in Kampala tatsächlich in Kraft treten, haben die subventionierenden Länder nicht nur die moralische Pflicht sämtliche Hilfen einzustellen, sondern auch eine ethische Verpflichtung, verfolgten Minderheiten Asyl zu gewähren. Das gebietet der Mindeststandard des Menschenrechts und der ist nicht nur in der EU gesetzlich verankert. Es gibt eine globale Übereinkunft zur Einhaltung der Menschenrechte und ist nicht Länderspezifisch.

NACHTRAG
Entwicklungsländer, welche Subventionen in Anspruch nehmen müssen diese Rechte achten oder sind jedweder Unterstützung nicht wert!

HaJo
Geschrieben

sorry, überholt


Libra
Geschrieben

@ knuddelhajo:
Drei mal darfst Du raten, welche der von Dir aufgelisteten Länder nebst China! nicht nur vom deutschen Staat subventioniert werden.
Da wirst Du viele Treffer erzielen und Uganda ist mit dem aktuellen Vorstoß nicht die Spitze des Eisbergs.
Die Regierung von Kampala ist infiltriert von der Organisation "Family Life Network", welche beileibe in diesem und anderen Ländern nicht die einzige ist. Das aber ist hier schon nachzulesen. Da fließen Gelder, die der Homophobie Auftrieb gestatten und die meisten Politiker in diesen Schwellenländern sind korrupt!
Uganda ist derzeit im Fokus und nicht autonom genug, eine eigene Politik zu vertreten, sondern lässt sich nur zu bereitwillig durch finanzielle Zuwendungen von fundamentalistischen kirchlichen Organsisationen und schwulenfeindlichen Politikern der westlichen Welt den Duktus auferlegen.

Die Wurzel des Übels ist nicht im Bereich von Uganda oder den bereits "infizierten" Ländern zu vermuten, welche Du so trefflich aufgelistet hast.
Eine politische Macht setzt Autonomie voraus und die wird Uganda nicht in einhundert Jahren erreichen!

Libra
Geschrieben

Um es nochmal ALLEN hier ins Bewusstsein zu rufen:
UGANDA FORDERT DIE TODESSTRAFE FÜR HOMOSEXUELLE!!!


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