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Libra

Entwicklungshilfe wird immer dringender

Empfohlener Beitrag

Libra
Geschrieben

So auch in Gambia, in einem Land, wo Homosexualität mit 14 Jahren Haft geahndet wird.




Der Staatschef einer der ärmsten Länder der Welt warnt bei einer UN-Sitzung vor der homosexuellen "Epidemie", die schlimmer als jede Naturkatastrophe sei.

Yahya Jammeh, der seit 1994 amtierende Staatspräsident von Gambia, hat am Freitag in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen vor Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben gewarnt. Homosexualität sei – gemeinsam mit Macht- und Geldgier – die "größte Bedrohung der menschlichen Existenz", so Jammeh nach AP-Angaben.

"Diejenigen, die Werbung für Homosexualität machen, wollen die menschliche Existenz beenden", so Jammeh. Dieses Vorhaben sei "tödlicher als alle Naturkatastrophen zusammengenommen". Er drohte Homosexuellen mit Konsequenzen: "Es wird gerade eine Epidemie und wir Muslime und Afrikaner werden kämpfen, um dieses Verhalten zu beenden", so Jammeh. "Homosexualität ist in allen Erscheinungsformen böse, unmenschlich und gegen Allah gerichtet, aber sie wird von manchen Mächten als Menschenrecht beworben."
Quelle: http://www.queer.de/detail.php?article_id=20147




Dass sich die Bevölkerung Afrikas Schätzungen zufolge bis 2050 mehr als verdoppelt, lassen wir mal außer Acht. Dem Mann muss dringend geholfen werden! Ich würde da eine Spendenaktion vorschlagen, die dann für therapeutische Zwecke genutzt wird, um diesem armen fehlgeleiteten Mann seine Ängste zu nehmen, womöglich gab es da in seiner Kindheit posttraumatische Erlebnisse - mir tut der aufrichtig leid.


Minotaurus
Geschrieben

Gambias Staatschef müsste einfach ein paar Geschichtslektionen erteilt bekommen. Denn es waren etliche mächtige Sultane des islamischen osmanischen Weltreiches, die sich mit Lustknaben vergnügten und manche sogar einen sogenannten Knabenharem einrichteten. Weltgeschichtlich einer der bedeutendsten dieser islamischen Sultane zerstritt sich hoffnungslos mit seinem Freund, der sowohl die höchsten Regierungsämter bekleidete als auch ein großer arabischer Lyriker war. Und um was ging es bei dem Streit, der die beiden unversöhnlich trennte? Um einen....begehrten Lustknaben. Offenbar war Allah damals auf einem Auge blind.
Ohnehin ist erschreckend genug, dass sich Menschen (nicht nur Muslime oder Christen) zur Rechtfertigung ihrer Homophobie auf den angeblichen Willen irgendeiner Gottheit berufen. Das Totschlagsargument "Gott will es so" ist der geistige Offenbarungseid jeder Religion.


Libra
Geschrieben

Wenn er dann mit dieser Lektüre fertig ist, sollte er noch dringend etwas dagegen unternehmen,
was ihn zum Präsidenten gemacht hat, das kann er auch als Autodidakt: Macht- und Geldgier.


Minotaurus
Geschrieben

Um mir nicht den Vorwurf einzuhandeln, ich bliebe die Beweise für meine Behauptungen über einen muslimischen Sultan und dessen Freund schuldig, hier nun eine kurze Zusammenfassung:

Sultan Mehmed II. (sein Portrait von Gentile Bellini hängt in der Londoner Nationalgalerie) eroberte 1453 das bis dahin christliche Konstantinopel, nannte es fortan Istanbul und ließ fast alle christlichen Kirchen zu Moscheen umwandeln, unter anderem die Hagia Sophia.
Die Bisexualität des Sultans ist gut belegt. So ließ er den byzantinischen Würdenträger Lukas Notaras samt Familie hinrichten, weil sich dieser geweigert hatte, seinen Sohn dem Sultan als Lustknaben zu geben. Bis auf wenige Ausnahmen brachte Mehmed den Balkan unter türkische Herrschaft.

Der Sultan hatte aber neben seinen Eroberungsgelüsten auch großes Interesse an schöner Literatur und schrieb selbst unter dem Pseudonym Awni (= der Behilfliche) etwas süßliche Gedichte wie dieses:
"Jetzt, da Rose in dem Garten
Rosenfarbnes Hemd legt an
Und zu schmücken sich mit Knöpfen
Rosenknospen angetan,
Wenn mit Knospen und mit Rosen
Ein Gespräch der Mund fing an,
Wären jene Zuckerlippen
Rosenworte untertan. "

(Übersetzung: Hammer-Purgstall)

Des Sultans Freund war der erste große türkische Lyriker Ahmed Pascha. Mehmed ernannte ihn zum Wesir, gab ihm den Paschatitel und ließ ihn eine Zeitlang als Kadiasker, als obersten Richter des Reiches amtieren. Eines Lustknaben halber jedoch zerstritten sich Mehmed und Ahmed Pascha. Und wie gesagt: Beides waren sie fromme Muslime, was aber kaum in das krude Weltbild von Gambias homophobem Staatschef passen dürfte. Eines jedoch ist sicher - den weltgeschichtlichen Rang des Sultans wird dieser afrikanische Dummbatz niemals einnehmen.

checker
Geschrieben

Solange es in unserem Deutschland noch an sehr vielem mangelt, vor allem Kinder benachteiligt in Armut
leben müssen, ist Entwicklungshilfe hier bei uns zu Haus immer dringender und wichtiger.

Für afrikanische Staaten mit einer derart großen Homo-Phobie ist jede Geldzuwendung sinn- und zwecklos.

Fürs Erste muss man sich damit abfinden, das nicht alle Staaten unsere Ansichten gut finden und teilen.
Unsere mitteleuropäische Standart ist nicht die Messlatte für den Rest der Welt. Viele Länder leben noch
wie wir damals im Mittelalter und sind durch ihre Religionen unaufgeklärt. Es kann noch mehrere hundert
Jahre dauern bis diese Länder so "frei" leben wie wir heute.


Libra
Geschrieben

Diese Länder werden aber von Diktatoren wie Jammeh oder Mugabe in der Entwicklung gehemmt. Der Wille wird dem Volk aufgezwungen und das lässt sich nicht mit einer mangelhaften Infrastruktur entschuldigen. Religion ist immer eine Auslegungssache, in dem Fall ist das rechtsextremer Fundamentalismus und das hat rein gar nichts mehr damit zu tun, was im Koran steht, würden die danach leben, wäre der religiösen Aufklärung schon Genüge getan.


checker
Geschrieben

Du hast ja Recht Silberblick, Diktaturen die jede moderne Entwicklung hemmen und verhindern. Es kommt
ja noch hinzu, dass die Menschen ausgebeutet werden und ihnen weitesgehend der Zugang zur Bildung fehlt
oder bewusst genommen wird. Menschen ist für diese Machthaber ein Reichtum an Krieger und Soldaten,
Arbeiter zur Sicherung ihres Wohlstandes. Sogar Kinder werden für die Arbeit benutzt und zum Soldaten
verführt und für die verkehrte Sache missbraucht. Es müssen die Strukturen verändert werden und es darf
kein westliches Geld fließen, aber leider verfügen diese Länder über Bodenschätze, die bei uns sehr begehrt
sind. Da Geld und Machtinteressen immer vor Moral kommt, ist die Wertigkeit vorprogrammiert und die
Menschen bleiben die Leidtragenden und die Dummen.



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