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Minotaurus

Putins neue Schwulenhetze

Empfohlener Beitrag

Minotaurus
Geschrieben

Dauernd mit nacktem Oberkörper sich fotografieren lassen wie die Oberschwuchtel vom Dienst, aber dann gegen Schwule hetzen - wie passt das zusammen? Nun - bei dem russischen Präsidenten Putin offensichtlich recht gut. Zwar wird in Moskau gemunkelt, Putin selbst sei Männern nicht ganz abgeneigt, aber das will nicht viel heißen. Denn allzu oft verbirgt sich hinter zur Schau getragener Homophobie eine heimlich ausgelebte oder zumindest gewünschte Homosexualität. Das beste Beispiel dafür ist der ehemalige langjährige FBI-Chef Hoover.

Russlands Präsident nun hat in einer Grundsatzrede massiv gegen Homosexualität gewettert. Seine "Rede an die Nation" ist der Onlineausgabe heute.de des ZDF einen ausführlichen Bericht wert.

Hier lesen

Geschrieben

@Minotaurus Nur ein paar Bemerkungen, schon reflexartig :
1."dauernd mit nacktem Oberkörper herumrennen" : Die westliche Presse bringt das besagte Foto 1000mal.
2"Oberschwuchtel" : Dafür gibt es wenig Anhaltspunkte. Oder soll er wie Hitler nach gusto mal impotent, dann
schwul, dann auch weibergeil sein.
3. Bei aller Liebe, wer auf traditionelle Werte der Familie aufmerksam macht, hetzt damit noch nicht gegen Schwule.
Zur Hetze bedarf es mehr.
Schließlich: Schwule finden heute offene Ohren, wenn sie auf das Gesetz Putins aufmerhsam machen. Das erklärt sich aber nicht aus der Vorliebe der Welt für Schwule, sondern aus westlichen Interessen geopolitischer Art am Sturz Putins

Libra
Geschrieben

Putin untermauert seine homophobe Politik unter dem Deckmantel "traditioneller Werte" - wie auch immer die aussehen mögen. Bei aller Liebe: Wer darauf pocht und damit eine sexuelle Minderheit weiterhin unterdrückt, hetzt dagegen. Er hat ja auch die Politik in Indien im Kontext gutgeheißen.

Man kann aber auch wie Nuwas weiterhin die Augen davor verschließen, es betrifft einen schließlich nicht unmittelbar. Nur möchte ich dann gerne die sehen, welche sich im Ausland durch ihre sexuelle Orientierung strafbar machen und dann dafür die Zeche bezahlen müssen, weil sie ihrer Natur nachgehen.


Geschrieben

"Es betrifft einen schließlich nicht unmittelbar"- Ich verlange nichts, was ich nicht selbst in jeder Minute mir abverlange.Die Sorgen der Schwulen in Russland sind Luxussorgen. Vielen Schwulen geht es in vielen Ländern Afrikas weit schlechter. Davon nimmt niemand Notiz, denn im Moment ist man an der Destabilisierung dieser Länder nicht interessiert.


Minotaurus
Geschrieben

Möglicherweise hat da jemand ein sehr kurzes Gedächtnis. Nicht wahr, @Nuwas? Denn zu Zeiten, als das Forum noch mehr engagierte Besucher hatte als heutzutage, haben eine ganze Reihe User die weltweiten Proteste gegen die drohende Todestrafe für Homosexuelle in Uganda tatkräftig unterstützt, bis hin zu geharnischten Briefen, Mails und Anrufen beim ugandischen Botschafter in Deutschland und beim deutschen Außenminister. Auch die gewalttätigen Aktionen gegen Homosexuelle beiderlei Geschlechts in Nigeria und Südafrika sind hier im Forum erörtert worden.

Der @Nuwas-Satz "Die Sorgen der Schwulen in Russland sind Luxussorgen" zeugt von einer erschreckenden menschlichen Kälte, die auch durch die immer wieder betonte Russophilie des Users nicht erklärbar ist. Wenn mehrfach dokumentierte körperliche Gewalt bis hin zur Folter an russischen Schwulen als "Luxussorgen" abgetan werden, dann bedarf es keinen weiteren Beweises einer zutiefst amoralischen Grundhaltung. Der User @Nuwas muss sich allerdings vorhalten lassen, dass die von ihm so emsig betriebene Verteidigung christlicher Werte nicht mehr ist, als eine Tünche der billigsten, weil heuchlerischen Machart.


Geschrieben

Intoleranz sollte angeklagt werden dürfen, wo immer sie auftritt, nicht nur in Russland, aber auch in Russland. Hier politische Motive zu unterstellen, kann wohl nur aus politischer Motivation gedeutet werden. Es scheint derzeit eine weltweite Gegenbewegung zu geben, die von Schwulen mühsam erkämpfte Rechte wieder einschränken oder Homosexualität gar kriminalisieren will: Russland, Kroatien, Indien... Darauf muss man hinweisen dürfen, ohne in den Verdacht zu geraten, den "Systemen" in diesen Ländern, der "Kirche" oder sonstwem zunahe treten zu wollen. Es geht schließlich nur darum, dass der einzelne seinen Neigungen nachgehen kann wie er möchte und nicht erst den Staat um Erlaubnis fragen muss. Schwule sind auch nicht die Zerstörer der heiligen Familie, da man nicht einfach schwul wird, weil es gerade Mode ist. Was für ein Unsinn, die Familie gegen "die" Homosexualität in Stellung zu bringen!

fellatio
Geschrieben

Dominik Wichmann,Chefredakteur schreibt im Editorial des neuen " Stern " einen Dank an unseren Bundespräsidenten Joachim Gauck " Danke,dass Sie angekündigt haben,,im Februar nicht nach Sotschi zu reisen,Danke,dass Sie sich von Präsident Putins autoritärem Regime nicht instrumentalisieren lassen wollen." Er bedankt sich und nennt auf einer halben Seite seiner Zeitschrift noch viele Gründe,warum Gaucks Absage mißbilligend richtig ist.Hervorheben möchte ich nachstehenden Absatz:
" Danke dass Sie einer schwulenfeindlichen ,korrupten und zynischen Nomenklatura nicht die Ehre Ihres Besuches erweisen.Danke,dass Sie nicht zu den Statisten und Speichelleckern gehören,die es sich mit der großen Macht und dem noch größerem Geld ungern verderben möchten und deshalb gute Miene zum bösen olympischen Spiel machen.Danke,dass Sie mit Ihrem Zeichen die Aufmerksamkeit darauf lenken,wie bestechlich und schamlos die Sportverbände IOC und Fifa agieren.Respekt dafür,dass Sie Njet gesagt und damit dem Amt des Bundespräsi-
denten jene Würde zurückgegeben haben,die ihm unter Christian Wulff abhanden kam." Das Editorial trägt die Üb erschrift: " Starke Geste von Joachim Gauck"


Minotaurus
Geschrieben

Wer als Mann mit homosexuellen Neigungen die eindeutig antischwule Politik des russischen Präsidenten Putin und der von seiner Partei dominierten Duma (das Parlament) als harmlos bezeichnet und verteidigt, der sollte sich schnellstens um ein russisches Visum bemühen, um vor Ort die Alltagsrealität auszukosten.

Wer es als Mann mit homosexuellen Neigungen gutgeißt, dass Putin mit Verweis auf die jüngste Entscheidung des indischen Verfassungsgerichtes (Wiedereinführung der Strafbarkeit von Homosexualität) die eindeutig antischwule Gesetzgebung Russlands rechtfertigt, der muss sich nach dem neurotisch fixierten Grad seiner Selbstverachtung fragen lassen.

Glücklicherweise sind nicht alle Männer mit homosexuellen Neigungen derart mit Masochismus geschlagen wie gewisse Forumsuser. Und weil es noch genügend Schwule mit Selbstachtung gibt, wird jetzt in München gegen einen weltberühmten Dirigenten protestiert, der zu einem Gastspiel in die bayerische Metropole anreist. Valery Gergiev nämlich, der musikkünstlerisch unstreitig zu den Großen seines Faches gehört, befürwortet die antischwule Gesetzgebung Russlands. Nun muss Künstlern immer eine große Portion Narrenfreiheit zugebilligt werden - Narrenfreiheit, die leider manchmal in bösartige Dummheit umschlägt, wie bei Richard Wagner. Aber der Putin-Freund Valery Gergiev, der mit seinen Auftritten in Deutschland schon reichlich abgesahnt hat, wird lernen müssen, dass selbst Weltruhm kein Freifahrschein für homophobe Intoleranz ist.

Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet über die geplante Protestaktion in München gegen Gergiev, der auch künftig mit Gegenwind rechnen muss, wenn der Putin-Freund, wie geplant, als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker amtieren wird und auch einen seiner bislang umjubelten Auftritte im Festspielhaus Baden-Baden absolviert.

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Libra
Geschrieben

Dass homophobe Gesinnung in München nur auf wenig Gegenliebe stößt, mussten zuletzt auch 70 französische Demonstranten am Stachus erfahren, die im August bei 300 Gegendemonstranten keine Chance hatten und regelrecht mit Trillerpfeifen mundtot gemacht wurden, als sie gegen die Homo-Ehe protestierten.
Und auch ein Valery Gergiev wird ähnliches erfahren, er sollte mit seiner Gesinnung besser da bleiben, wo er damit ungestraft den Taktstock schwingen kann.

Geschrieben

Verzeihung, aber einige User hier haben einen Knall ! Das soll also ich sein : "menschlich kalt", "zutiefst amoralisch","heuchlerisch" und von "neurotischer Selbstverachtung","Masochismus"!?
In aller Bescheidenheit, jeden- aber auch wirklich jeden hier in diesem Laden- übertreffe ich in Sachen Moral um Längen. Das sage nicht ich, das sagen die Leute, die mich kennen, viele Schwule, viele "Ausländer".-
Nun zur Sache: Nein, ich finde die Schwulengesetzgebung in Russland nicht gut und die indische erst recht nicht. Aber für mich gibt es in der Politik noch andere Gesichtspunkte. Ich kann z.B. sehen, dass die vorgebliche Fürsorge für die russischen Schwulen eben nur Tünche ist. Man will die Destabilisierung Russlands, man will vor allem den Prestigegewinn sabotieren, den Putin mit einem reibungslosen Ablauf der Olympischen Winterspiele einheimsen würde. Wir als Deutsche sollten auf gute Beziehungen-politisch und wirtschaftlich- mit Russland bedacht sein. Es besteht kein Anlass, sich vozudrängen und für andere Kastanien aus dem Feuer zu holen.---
Noch einmal: Der Unterschied zwischen einigen Usern hier und mir besteht darin, dass ich nicht "abstrakt "denke.Wenn die russische Duma ( in großer Übereinstimmung mit der vox populi) bestimmte antischwule Gesetze beschließt, sind für mich nicht gleich Russland, sein Regierungssystem und seine Politiker verachtenswert und zu bekämpfen. Aber ich bin auch nicht "klammheimlich" einverstanden.Ich finde das schlecht.Ich bin zwar schwul und verachte mich deshalb in keiner Weise. Aber das Schwulsein ist keineswegs mein einziger politischer Gesichtspunkt.


Minotaurus
Geschrieben

Der von mir politisch nicht gerade geliebte Franz Josef Strauß hat es messerscharf auf den Punkt gebracht: "Vox populi, vox Rindvieh" . Es bedarf schon eines gewissen Maßes an intellektueller Unverfrorenheit, das Anti-Homosexuellen-Gesetz der russischen Duma damit zu rechtfertigen, dass dieses Gesetz in "großer Übereinstimmung mit der vox populi" (Stimme des Volkes) beschlossen worden sei.
Wenn es nach der hier von einem User bedenkenlos angepriesenen "vox populi" ginge, dann hätten wir in Deutschland immer noch die bereits von Leibniz scharf angegriffene Todesstrafe.

Sicherlich sind Putin und die Duma, samt der übrigen derzeit herrschenden Politikerkaste, nicht gleich Russland, aber mit ihrer Machtfülle diktieren sie die russische Politik. Denn so wenig Puschkin, Gorki, Tschaikowsky, Schostakowitsch oder Ilja Repin ganz Russland repräsentieren, so wenig tun es Putin und seine ehemalige KGB-Kamarilla. Ob die Winterolympiade in Sotschi tatsächlich als Prestigegewinn zu werten sein wird, muss sich erst noch herausstellen. Interessanterweise hat trotz der schon immer guten diplomatischen Sonderbeziehung zwischen Frankreich und Russland, bzw. der Sowjetunion, nun der französische Staatspräsident, einschließlich der gesamten Regierung, ihr Erscheinen in Sotschi abgesagt mit ausdrücklichem Hinweis auf die neue russische Gesetzgebung.

So wichtig für die Machtbalance in Europa ein gedeihliches Zusammenarbeiten mit Russland notwendig ist, so darf jedoch nicht die ökonomische Argumentation allein ausschlaggebend sein. Entgegen der Traumtänzerei mancher Politphilosophen nämlich hat sich bislang überhaupt nicht bewahrheitet, dass enge wirtschaftliche Verflechtungen die Möglichkeiten einer feindlichen Auseinandersetzung verhindern. Besonders abschreckendes Gegenbeispiel: Die Zusammenarbeit des "Dritten Reiches" mit dem US-amerikanischen Industriegiganten IBM hat die minutiöse Erfassung (mittels Lochkartensystem) der für die Vernichtungslager bestimmten Opfer erst möglich gemacht.

Was soll übrigens die Aufregung? Wer die Situation der russischen Homosexuellen angesichts von gesetzlicher Verfolgung und körperlicher Gewalt als "Luxusprobleme" bezeichnet, zieht sich völlig zurecht den Vorwurf der menschlichen Kälte und Amoral zu. Da hätten wir uns doch ein klärendes Wort gewünscht, anstatt eines wachsweichen Hinweises auf weitere Gesichtspunkte in der Politik. Auch wenn das politikbesoffenen Schwarmgeistern nicht in den Kopf will und Politikern erst recht nicht: Politik ist für die Menschen da und nicht umgekehrt.


Geschrieben

@ Minotaurus Ich rege mich doch gar nicht auf, ich zähle nur die Verbalinjurien auf, die Sie einem User wie mir antun.Als neueste Version kommt jetzt noch ihr Vorwurf der "intellektuellen Unverfrorenheit" hinzu. Dabei habe ich doch nur gesagt, dass die Duma mit ihrer bescheiden homophoben Gesetzgebung in voller Übereinstimmung mit der weit überwiegenden Mehrheit der Russen ist. Was ich davon halte, habe ich doch gar nicht gesagt. Nachträglich darf ich versichern, dass ich als etwas jüngerer Deutscher entschiedener , gut demokratisch erzogen ( nicht umerzogen, dazu bin ich zu jung), die Sache des Volkes und der Demokratie wähle. Sie zitieren Strauß, das Wort vom Rindvieh stammt aber schon aus römischer Zeit, einer Zeit größenwahnsinniger Cäsaren. Ich vertraue dem Volk und seiner Weisheit. Die Albernheiten der Tuis, der meist linksliberalen Intellektuellen , gehen weit öfter fehl. Am Ende haben doch fast immer die Stammtische recht. Die Führungsgelüste desorientierter Eliten führen ins Irre.

Minotaurus
Geschrieben

Also wenn schon Franz Josef selig korrigiert werden soll, der ein blendender Lateiner war, dann bitte auch richtig. Denn Strauß nahm sich die Freiheit, zwei unterschiedlich formulierte Sprüche altrömischen Autoren in einen neuen Zusammenhang zu stellen, wobei der bayerische Landesfürst nicht der Urheber des "vox populi, vox Rimdvieh".war. sondern: Der eine Satz lautet "vox populi, von dei" (Stimme des Volkes, Wort Gottes), der nach römischem Vorbild im frühen Mittelalter entstand. Der andere Satz, erfunden von dem römischen Komödiendichter Terenz, lautet "quod licet jovi, non licet bovi" (Was Jupiter [dem höchsten römischen Gott] erlaubt ist, ist dem Ochsen nicht erlaubt). Wobei die philologisch genauen Genderverfechter darauf hingewiesen seien, dass der "bovi" keine Kuh ist, sondern ein Ochse, also sozusagen der Schwager der Kuh.

Wenn Sie, @Nuwas, laut Ihren eigenen Worten, dem Volk und seiner Weisheit vertrauen, dann bleibt zu hoffen, dass Sie nie ein willkommenes Opfer des schnell sich zum Mob rottenden Volkes werden. Allerdings bin ich ziemlich erstaunt über Ihre Gutgläubigkeit, die geistigen Fähigkeiten des zumeist bescheiden ausgestatteten Volkes hemmungslos zu überschätzen. Und was die Stammtische anbetrifft: Es gibt wohl keinen Ort, an dem die dümmlichen Vorurteile derart ihre bösen Sumpfblüten treiben, wie ausgerechnet an den Stammtischen.
Auf den Punkt gebracht heißt das nämlich, dass Sie mit Berufung auf die Mehrheit des russischen Volkes dessen Feindseligkeit gegenüber der Homosexualität ja doch für richtig halten.

Und ein zweites ist in dem Zusammenhang besonders interessant: Die von Ihnen attackierten "Albernheiten" der "meist linksliberalen Intellktuellen" schließen auch ein - wenn man Ihre Aussage im Kontext Ihres Beitrages logisch richtig sieht - , dass die grundgesetzlich garantierte Gleichheit vor dem Gesetz auch dann gelten soll, sofern diese Gleichheit von und für Homosexuelle beansprucht wird. Was, bitte, ist denn daran "albern", gleiches Recht für alle zu fordern?
Es berührt schon etwas peinlich, zusehen zu müssen, wie ein sonst kluger und gebildeter Mensch - wie Sie - die Souveränität des Geistes auf dem Altar einer dumpfen Parteiideologie opfert. Was haben denn die von Ihnen angstvoll beschworenen "Führungsgelüste desorientierter Eliten" (was immer das sein soll) mit der weitverbreiteten Homophobie in Russland zu tun und der russischen Gesetzgebung wider die Homosexualität? Schön wäre, keinen ungenießbaren Gedankeneintopf im Forum serviert zu bekommen.


Minotaurus
Geschrieben

Dirigent Gergiev rudert halb zurück.

Nach wütenden Protesten in New York und London hat der weltberühmte russische Dirigent Valery Gergiev nun eine vielbeachtete und stürmische Pressekonfernz in München gegeben. Dabei ging es um Gergievs Äußerungen zu dem umstrittenen russischen Gesetz gegen "homosexuelle Propaganda". Putin-Freund Gergiev soll als Chefdirigent künftig die Münchner Philharmoniker leiten.

Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet ausführlich über die Pressekonferenz und Gergievs Ansichten über das russische Gesetz, das er angeblich nicht kennt.:

Hier lesen

Münchens Stadtverwaltung will an Gergiev festhalten
Trotz der umstrittenen Einlassungen des Meisterdirigenten Valery Gergiev über Russlands Anti-Homosexuellen-Gesetz will die Münchner Stadtverwaltung festhalten an dem Vertrag mit dem Künstler, der künftig als Chefdirigent die Münchner Philharmoniker leiten soll. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Hier lesen

Minotaurus
Geschrieben

Kein US-Regierungsmitglied in Sotschi, aber....

...hochoffiziell wird im Auftrag von US-Präsident Obama die offen lesbische Tennislegende Billie Jean King zur Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele im russischen Sotschi erscheinen. Dieser PR-Coup der US-Regierung ist ein bewusster Protest gegen die Anti-Homosexuellen-Gesetzgebung Russlands. Billie Jean King hat bei Wimbledon insgesamt 20 Titel gewonnen, davon sechs im Einzel.
Eine Reaktion des sportbegeisterten russischen Präsidenten Putin auf das amerikanische Vorgehen ist bislang noch nicht bekanntgeworden.
Tagesschau.de berichtet über die Aktion der US-Regierung

Hier lesen

Geschrieben

Ich muss es nicht betonen, wir sind ja hier schließlich in einem Gay-Forum, dass ich selbstverständlich gegen Demütigungen und Misshandlungen von Schwulen in Russland bin. Wollte man es darauf anlegen, ließen sich solche Bilder allerdings auch leicht in Deutschland schießen. Auch hier schlagen Schwule besser die Augen nieder, wenn sie auf eine testosterongeladene Gruppe von Jugendlichen treffen. Ich bin auch gegen die Gesetzgebung der Duma, wenn ich auch (und nur das!) die Drohung mit der Bestrafung homosexueller Propaganda vor Jugendlichen angesichts der Gesetzgebung vor gar nicht so langer Zeit bei uns und immer noch in vielen Ländern in der Tat für ein Luxusproblem halte. In Zukunft sollten solche Gesetze nicht mehr erlassen werden.---
Zwei "Aber": Schwule haben wie Feministinnen das Pech, dass ihre Anliegen oft von Extremisten vertreten werden.Sind es im Falle der Feminismus-Bewegung die Lesben, so bei uns Schwulen die lautstarken und öffentlichkeitswirksamen tuntigen Protagonisten der CSD- Umzüge. Die Direktheit und Aggressivität solcher "Repräsentanten" erklären wohl manche Reaktion ,entschuldigen sie aber nicht.
Das zweite "Aber" betrifft mein Hauptanliegen, das aber viele User hier nicht verstehen wollen. Ich würde mich ja gerne z.B. über den "PR-Coup" der amerikanischen Regierung freuen. Schließlich akzeptiert man am Ende Geschenke auch aus den schmutzigsten Händen. Es ist aber nun wirklich nicht der Eifer für die schwule Sache, der zur Zeit die unterschiedlichsten Akteure beseelt. Nicht die "Befreiung" der Schwulen ist das Ziel , sondern Propaganda gegen die Regierung Russlands zum Zwecke ihres Sturzes steht hinter den scheinbar so moralisch motivierten Forderungen. Und da möchte ich nicht einstimmen. Ich halte eine Schwächung der Position Russlands aus deutscher Sicht nicht für wünschenswert, wirtschaftlich nicht und erst recht nicht politisch.
Ich hoffe, mich klar ausgedrückt zu haben.


Libra
Geschrieben

Wie sieht denn bitte ein "Luxusproblem" bei Gewalt und Unterdrückung aus?
Wird man da mit goldenen Ketten von Cartier geschlagen? *kopfschüttel*


Geschrieben

@ Silberblick Man kann auch in böswilliger Absicht so tun, als verstünde man nicht. Ich habe oben sonnenklar gesagt, dass ich das Gesetz für ein "Luxusproblem" halte- und auch das nur, wenn man die Gesetzgebung bei uns und in anderen Ländern der Erde zum Vergleich heranzieht.- Ich habe nie das Leiden in den Gewaltszenen so bezeichnet. Ich erlaube mir aber zu wiederholen, dass ich (ebenso wie den nackten Oberkörper Putins!) das Bild im Internet mit dem gedemütigten Jungen nun schon zigmal gesehen habe. Es könnte uns mit Leichtigkeit passieren, dass einer solche Szenen in Deutschland filmt, sie dann ins Netz stellt. Die ganze Welt wäre bei etwas propagandistischem Aufwand dann überzeugt, dass Schwule in Deutschland besonders leiden.- Ich hoffe sehr, dass keiner auf solche Weise politische Ziele durchsetzen will.

Libra
Geschrieben

Die Folgen der Gesetzgebung in Russland sowie anderenorts sind Gewalt und Unterdrückung. Da von einem "Luxusproblem" zu sprechen, ist nicht nur eine fatale Verharmlosung, sondern auch an Ignoranz kaum zu überbieten. Du hast Dich da schon unmissverständlich ausgedrückt - nach mehreren Versuchen der Rechtfertigung. Nur kommst Du aus dieser Nummer leider nicht mehr heraus.


Geschrieben

Mit der "Nummer" will ich durchaus verbunden sein. Verlogene Parteinahme für uns als politisches Kampfmittel! !Putin muss gestürzt werden,weil er schwule Propaganda vor Jugendlichen verbieten ließ???Gibt es da nicht andere Gründe?Sind wir da nicht bloß Spielmaterial, missbraucht für ganz andere Interessen??
Die Zahl der Beiträge ist höher als die Zahl der Betrachter. Machen wir Schluss!

Minotaurus
Geschrieben

Hat da zufällig jemand ein Glas zuviel getrunken vor dem Schreiben des vorigen Beitrags? Was soll denn dieses - pardon! - hirnverbrannte Zeug? "Putin muss gestürzt werden,weil er schwule Propaganda vor Jugendlichen verbieten ließ??" Niemand im ganzen Forum, außer dem von allen guten Geistern verlassenen @Nuwas, ist in irgendeiner Form auf die gottverboten dämliche Idee gekommen, es wolle jemand den russischen Präsidenten Putin stürzen wegen des Gesetzes gegen "Homosexuellen-Propaganda" .

Was soll denn das heißen: "Verlogene Parteinahme"? Wir hier im Forum - von einigen versteckten Schwulenfeinden abgesehen, die sich hier hereingeschlichen haben - sind durchweg Männer mit gleichgeschlechtlicher Neigung. Und deswegen greifen wir völlig zurecht die derzeitige russische Gesetzgebung an, die uns wörtlich eine "nichtnatürliche Lebensgestaltung" vorwirft. Putin hat in seiner alljährlichen Rede an die Nation sich eindeutig gegen Homosexualität ausgesprochen und noch einmal die Richtigkeit des Gesetzes unterstrichen.

@Nuwas aber in seiner russophilen Verblendung will uns nicht nur weismachen, dass dieses Gesetz für die Homosexuellen in Russland lediglich ein "Luxusproblem" sei, sondern unser berechtigter Protest sei ein Aufruf zum politischen Umsturz in Russland.
Solch ein abenteuerlich verworrenes Gedankengestrüpp wagen Sie ernsthaft hier als Diskussionsbeitrag ins Forum zu stellen, bester @Nuwas? Ihr Konsum an russischem Wodka scheint beträchtlich groß zu sein.

Geschrieben

@Minotaurus Ihr lletzter Beitrag ist einfach unverschämt. Ich trinke keinen Wodka und pflege meine Texte nicht alkoholisiert zu schreiben.Kommen Sie nun bitte nicht mit meinem Ouzo- Posting. Das spricht eher für meine unbefangene Ehrlichkeit.
Zur Sache : Man muss entweder blind oder durchtrieben sein, wenn man vorgibt nicht zu sehen, in welchem Maße derzeit Stimmung gegen Russland gemacht wird.Die Haftentlassung des Oligarchen Chodorkowski zeigt, wie sehr Putin unter Druck geraten ist. In einer solchen Zeit schleppe ich "in heiliger Einfalt" kein Stückchen Holz zum Scheiterhaufen.


HaJo
Geschrieben

Guter @nuwas, du scheinst hier etwas zu verwechseln. Hier wird nirgends "Stimmung gegen Russland" gemacht, allenfalls gegen die korrupte Regierung Russlands, deren allmächtigen "Führer" Putin und seine Anhänger, und das völlig zu Recht. Die staatlich verordnete homophobe Haltung ist nur EIN Punkt von vielen, und wird selbstverständlich in einer Gay-Community thematisiert, alles andere wäre unnatürlich. Um einen solchen Diktator wie Putin zu stürzen, der Wahlen fälschen lässt um seine Macht zu erhalten, unliebsame Gegner einfach aus dem Weg räumen lässt, und den Russen seine persönlichen Ansichten per Gesetz aufzwingt würde ich nicht nur ein Stückchen Holz zum Scheiterhaufen tragen, ich würde sogar den alten Kirschbaum aus meinem Garten dafür fällen.


Libra
Geschrieben

Nuwas sollte eher froh sein, dass er nicht in einem Land lebt, wo man ihn am liebsten auf dem Scheiterhaufen für seine Gesinnung brennen sieht. Wenn er schon nicht alkoholisiert Partei für den "unter Druck geratenen Putin" ergreift, so macht er das scheinbar mit einer verschobenen Realität gegen uns und sieht schlicht nicht, welche Rückschritte Länder wie Russland, Indien oder Uganda gehen. Das muss man sich in einem schwulen Forum wahrlich nicht antun. Solidarität sieht anders aus.


Geschrieben

@Silberblick Auch dein Beitrag ist unverschämt allein durch die Wiederholung des "alkoholisiert". Was, wenn ich euch unterstellen würde, eure Beiträge onanierend zu verfassen? So einfach gemein und dreist!
Auch@Hajos Ausführungen, wenngleich im Stil von anderer Art, wissen leider zu wenig von Russland. Man kann sich aber im Internet informieren: über die Herrschaft der Oligarchen, über die Interessen gewisser Leute am Regimewechsel in Russland. Das alles hat mit "Demokratie" nichts zu tun. Die Interessen der schwulen Community, die hier mit Recht vertreten werden, sind euch natürlich so wichtig wie sonst nichts. Ich bemühe mich auch ( wie der Bundeskanzler Schröder) die deutschen Interessen zu sehen und die des russischen Volkes, das genug unter der Herrschaft der Oligarchen gelitten hat.
Ich werde nicht mehr antworten, gleichgültig, was ihr noch schreibt. Ich habe zu viel Zeit verloren und übersehen, dass ich es nur mit einer ganz kleinen Truppe zu tun hatte. -Ein frohes Fest euch trotzdem !


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