Steckbrief

Geschlecht Mann
Alter 30
Beziehungsstatus Single
Position/Rolle Versatile
Sternzeichen Löwe

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Beschreibung

Per Anhalter durch den Orient:

  • für Elham, für Ali und für Ismet und gerne auch für alle unentschlossenen „Kopftuchjungs“ (in Ungewissheit , Angst und Zweifel zu leben ist ein unsichtbares Kopftuch!), aufgewachsen in schwulenfeindlicher Religion und Sozialisation-

    1. Herkunft – Woher kommen wir?

      Der Islam ist mehr als tausend Jahre tolerant mit homosexuellen Menschen umgegangen. In der arabisch-islamischen Kulturgeschichte zwischen 800 und 1800 lässt sich „keine Spur von Homophobie“ feststellen. Aus der islamischen Literatur sind zahlreiche homoerotische Gedichte überliefert. Laut Bauer habe erst im 19. Jahrhundert der Westen im Zuge der Kolonialisierung den „Kampf gegen den unordentlichen Sex“ im Nahen Osten eingeführt. Vor dem Jahr 1979 sei in tausend Jahren kein Fall im islamischen Nahen Osten und in Nordafrika bekannt, in dem ein Mann aufgrund einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs mit einem anderen Mann strafrechtlich angeklagt worden sei. Die Auffassung Bauers wird im Wesentlichen von Mounir Baatour geteilt, dem Vorsitzenden von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt: „In Tunesien ist Homosexualität erst seit 1913 unter Strafe gestellt: Es waren die Franzosen, die den entsprechenden Paragraphen 230 einführten. Als sie Tunesien kolonisierten, brachten sie ihre Homophobie mit. Dann sind sie wieder abgezogen, doch die Homophobie blieb... Im Islam gibt es keinen einzigen authentischen religiösen Text, der Homosexualität unter eine konkrete Strafe stellt.“

      Sultan Maḥmūd und dessen Militärsklave und homoerotischer Liebhaber Ayāz stehen in der persischen Literatur für wahre, bedingungslose Liebe und wurden von zahlreichen Schriftstellern verwendet, darunter in den Werken Bustān und Gulistān des Hafis-Vorgängers Sa‛dī aus Schiraz in zahlreichen Geschichten und Anekdoten.

      1.1. Kunst

      Abu Nuwas (* 757 in Ahwaz; † 815), gilt als erster urbaner Dichter der arabischen Literatur und war Hofpoet. Er lebte zur Zeit des Kalifen Hārūn ar-Raschīd. In 1001 Nacht wird Abu Nuwas als Begleiter des Kalifen erwähnt. Diese Epoche gilt als Zeit der klassischen arabischen Literatur mit dem Zentrum Bagdad, damals Hauptstadt Arabiens und Persiens.

      "Das Feuer des Bechers stieg ihm zu Kopfe und der Wein kroch in seine Wange, bis er mir, als den Schleier der Scham fortgeworfen hatte
      und sich die Schlafestrunkenheit in seinen Augen drehte, die Möglichkeit gab, seine Hosen zu lösen, da ihn der Becher von seinem Hosenband abhielt." (Abu Nuwas)

      Das Objekt der Liebe wird in persischen Gedichten häufig mit den Begriffen ma‘šūq, maḥbūb und ḥabīb bezeichnet, allesamt maskuline Lehnwörter in einer Sprache, deren Grammatik die geschlechtliche Unterscheidung nicht kennt. Hinweise auf die ersten Spuren des Bartwuchses oder die Verwendung von Interjektionen in Verbindung mit pesar („Junge“) zeigen dann das Geschlecht an. Häufig wurden die Jünglinge mit Zypressen verglichen.

      Saadi (gest. 1283 oder 1291) dichtete:
      "Chosch mīravad īn pesar ke barchāst. Sarvīst ke mīravad tschenīn rāst." = "Schön geht der Jüngling, der sich reckt. Wie die Zypresse, so perfekt."

      Farruchi (gest. 1037) schrieb in seinem Diwan:
      "Ey pesar gar del-e man kard hamichāhi schād Az pas-e bāde marā būse hamī bāyad dād" = "O Jüngling, willst du mein Herz erfreuen, so gib mir Wein und darfst den Kuss nicht scheuen."

      Junge türkische Schönheiten wurden in Liebesgeschichten oft gewählt, sodass die Bezeichnung „Türke“ in der damaligen persischen Poesie zum Synonym männlicher Schönheit wurde. Es waren türkische Sklaven, die im Abbasidenreich der arabischen Kalifen, auf Sklavenmärkten erworben, militärisch ausgebildet und in den Armeen eingesetzt wurden. Bei Hafis kommt in einem berühmten Vers ein Türke mit einem „Hindumal“ vor:

      "Agar ān Tork-e Schīrāzī be dast ārad del-e mārā, Be chāl-e hendūyasch bachscham Samarqand-o Bochārārā." = "Nähm der Schirazer Türke mein Herz in seine Hand,
      Für’s Hindumal schenkt’ ich ihm Buchara und Samarkand."

      Auch Farruchi schreibt in seinen Gedichten von der Sehnsucht nach einem türkischen Sklaven, wobei er Inder aufgrund ihrer Fügsamkeit bevorzugte. Er bezeichnet den türkischen Soldaten als sarhang, was so viel wie Truppenführer bedeutet. Insbesondere der Rang und die kriegerischen Qualitäten wurden dabei übertrieben. Diese militärischen Vergleiche bzw. Titel in der Liebesdichtung waren jedoch eher Metaphern, die dazu dienten, die Reize poetisch auszudrücken. Wimpern wurden dabei beispielsweise mit Pfeilen verglichen. Des Weiteren werden auch slawische (z. B. bulgarische) Sklaven erwähnt, die aufgrund ihrer hellen Haut begehrt waren.

      1.2. Kultur

      Beziehungen zu „Lustknaben“ haben eine lange Geschichte bei Herrschern und Dichtern des arabischen Mittelalters. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert ist Päderastie in den höheren Schichten der muslimischen Bevölkerung im Orient ein Teil der gesellschaftlichen Moral und des Alltagslebens. Aus der Abbasiden-Hauptstadt Bagdad gibt es zeitgenössische Berichte über das effeminierte Aussehen dieser Knaben (arabisch ʿilq, „Buhlknabe“), das sich in Kleidung und Manieren äußerte. Effeminierte Männer (arabisch muḫannaṯūn) oder Transvestiten gab es bereits zur vorislamischen Zeit in den arabischen Ländern. In frühislamischer Zeit waren sie in Mekka und Medina als Sänger von Liebesliedern und Instrumentalisten wesentlich an der Entwicklung der arabischen Musik beteiligt, obwohl sie einen ungesicherten sozialen Status innehatten, der dem von Sklavenmädchen entsprach.

      Allgemein galten „bartlose“ Heranwachsende (arabisch amrad, Plural murd) oder Knaben für erwachsene Männer als sexuell attraktiv und diese pflegten solche Beziehungen neben ihrer Ehe. Der Mann spielte stets die dominierende Rolle, während die Jungen in die als unehrenhaft angesehene passive Rolle der Frau gedrängt waren. Obwohl nach den Gesetzen der Scharia Knabenliebe untersagt ist, scheint diese insoweit gesellschaftlich akzeptiert gewesen zu sein, dass Männer untereinander in manchen Fällen eher darüber als über ihre Frauen sprachen.

    2. Religion – Was glauben wir?

      Sure 4, Vers 15:
      „Gegen diejenigen von euren Frauen, die eine schändliche Tat begehen, müsst ihr vier von euch als Zeugen haben. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie [die Frauen, Plural] in den Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg verschafft. (16) Und die beiden [Dual], die es von euch begehen, fügt beiden Ungemach zu. Wenn sie [Dual] dann bereuen und sich bessern, so lasst ab von ihnen [Dual]. Siehe, Gott ist vergebend und barmherzig.“

      Ob sich diese beiden Verse auf Zinā (Unzucht), d. h. Ehebruch oder Geschlechtsverkehr zwischen unverheirateten Männern und Frauen beziehen oder auf gleichgeschlechtlichen sexuellen Verkehr unter Frauen (Vers 15) und Männern (Vers 16), wird im Rahmen der verschiedenen Korankommentare unterschiedlich bewertet, wobei die Mehrheit der Kommentatoren dazu tendiert, diese Aussage hauptsächlich auf Zinā , Unzucht, also Ehebruch zu beziehen.

      Sure 7, Verse 80-81:
      „Und (wir [Gott] haben) den Lot (als unseren Boten gesandt). (Damals) als er zu seinen Leuten sagte: ‚Wollt ihr denn etwas Abscheuliches begehen, wie es noch keiner von den Menschen in aller Welt vor euch begangen hat? Ihr gebt euch in (eurer) Sinnenlust wahrhaftig mit Männern ab, statt mit Frauen. Nein, ihr seid ein Volk, das nicht maßhält.“

      Im Zuge der Sodomgeschichte geht es nicht um Homosexualität im modernen Sinne, es geht um den Bruch des altorientalischen Gastrechts und um sexuelle Gewalt (versuchte Vergewaltigung von Männern).

      Sure 52, Vers 24:
      „Auf gestickten Polsterkissen,/ Gelehnt darauf, sich gegenübersitzend,/ Umkreist von Jünglingen, ewigen,/ Mit Bechern, Näpfen, Schaalen des Klarflüssigen,/ Das nicht berauscht und nicht verdüstert;/ Und Früchten, wonach sie gelüsten (…)“

      Darüber hinaus wurden die schönen Knaben, die im Paradies die (männlichen) Paradiesbewohner mit Wein kredenzen, auch gelegentlich als Lustknaben gesehen.

      Der spanisch-arabische Universalgelehrte Ibn Ḥazm al-Andalusī schrieb um 1022 n. Chr. in seiner bekannten Abhandlung Das Halsband der Taube – Über die Liebe und die Liebenden:
      „Die Liebe wird von der Religion weder missbilligt, noch vom Gesetz verboten, denn die Herzen sind ja in der Hand Gottes, des Mächtigen und Erhabenen.“

      Der im Jahr 1200 n. Chr. verstorbene ḥanbalitische Rechtsgelehrte und Prediger Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī erklärte in seiner ausführlichen Diskussion über das Anblicken bartloser (amrad) Jünglinge:
      „Derjenige, der behauptet, dass er keine Begierde empfindet [wenn er schöne Knaben anblickt], ist ein Lügner, und wenn wir ihm glauben könnten, wäre er ein Tier, nicht ein menschliches Wesen.“

    3. heute – Wohin gehen wir?

      3.1. In muslimischen Ländern

      Die Todesstrafe droht in sieben islamischen Ländern: Iran, Nigeria, Mauretanien, Sudan, Jemen, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate.

      In den meisten islamisch geprägten Ländern werden homosexuelle Handlungen mit unterschiedlich hohen Haftstrafen verfolgt. Hierzu gehören Afghanistan, Algerien, Ägypten, Bangladesch, Brunei, Gambia, Guinea, Komoren, Katar, Libyen, Malaysia, Malediven, Marokko, Oman, Pakistan, Senegal, Somalia, Syrien, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan.

      Nicht verboten sind homosexuelle Handlungen in den islamisch geprägten Ländern Albanien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Indonesien, Jordanien, Irak, Kasachstan, Kirgisistan, Kosovo, Mali, Niger, Tadschikistan, Tschad, Libanon, Bahrain, Dschibuti, Guinea-Bissau, Burkina Faso und der Türkei sowie Palästina und Türkische Republik Nordzypern.

      3.2. In Ländern mit muslimischen Migranten

      Seit Ende des 20. Jahrhunderts treten einige muslimische Organisationen für Toleranz und Akzeptanz von Homosexualität im Islam ein. Zu nennen ist beispielsweise Al-Fatiha(1998–2011).

      Bei einer Konferenz 2009 in Jakarta haben gemäßigte Islamvertreter erklärt, dass Homosexualität und ihre Weltreligion kein Gegensatz seien. Unter den Teilnehmern war etwa die international anerkannte islamische Frauenrechtlerin Siti Musdah Mulia.

      2012 eröffnete der schwule Imam Ludovic-Mohamed Zahed in Paris eine LGBT-freundliche Moschee. Er selbst war am 18. Februar 2012 im Rahmen einer zeremoniellen Feier in einer Moschee in Paris mit seinem Partner verheiratet worden – die erste von einem Imam geschlossene Ehe zwischen muslimischen Homosexuellen. Zahed wirbt für einen menschlichen, liberalen Islam. Er weist darauf hin, dass der Islam jahrhundertelang tolerant gegenüber homo- und transsexuellen Menschen war. Im Jahr 2016 sagte er, dass es weltweit etwa zehn offen schwule Imame gebe.

      In Deutschland setzt sich vor allem der im Jahr 2010 gegründete Liberal-Islamische Bund für die Akzeptanz von LSBT*I-Muslimen ein. Zu diesem Zweck veranstaltete er im Dezember 2013 eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Homosexualität und Gendervarianz im Islam“ und verfasste ein Positionspapier zu diesem Thema.

      3.3. Wer das unsichtbare Kopftuch schon ablegte

      Ludovic-Mohamed Zahed ist ein französischer Imam und Autor. Zahed lebt in einer gleichgeschlechtlichen Ehe in Frankreich.

      Parvez Sharma ist ein indischer Journalist und Filmregisseur. Er ist insbesondere international bekannt durch den Dokumentarfilm A Jihad for Love über homosexuelle Muslime.

      Abdellah Taïa ist ein offen schwuler marokkanischer Schriftsteller, Journalist und Filmemacher, der seit 1999 im selbst gewählten Exil in Paris lebt.

      Und falls du dich verirrst, wechsel den Teppich, ruf nen Dschinnie, orientier dich anders, aber geh weiter :o

      Warte nicht auf mich. Ich hab dir Orchideen, Pistazien und Mangosaft hingestellt. Ich bin auf dem Sukh, im Kahve oder im Hamam. ;o

Fantasien

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Per Anhalter durch den Orient:



für Elham, für Ali und für Ismet und gerne auch für alle unentschlossenen „Kopftuchjungs“ (in Ungewissheit , Angst und Zweifel zu leben ist ein unsichtbares Kopftuch!), aufgewachsen in schwulenfeindlicher Religion und Sozialisation-



Herkunft – Woher kommen Mehr… wir?

Der Islam ist mehr als tausend Jahre tolerant mit homosexuellen Menschen umgegangen. In der arabisch-islamischen Kulturgeschichte zwischen 800 und 1800 lässt sich „keine Spur von Homophobie“ feststellen. Aus der islamischen Literatur sind zahlreiche homoerotische Gedichte überliefert. Laut Bauer habe erst im 19. Jahrhundert der Westen im Zuge der Kolonialisierung den „Kampf gegen den unordentlichen Sex“ im Nahen Osten eingeführt. Vor dem Jahr 1979 sei in tausend Jahren kein Fall im islamischen Nahen Osten und in Nordafrika bekannt, in dem ein Mann aufgrund einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs mit einem anderen Mann strafrechtlich angeklagt worden sei. Die Auffassung Bauers wird im Wesentlichen von Mounir Baatour geteilt, dem Vorsitzenden von Shams, der ersten tunesischen Organisation, die sich für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen einsetzt: „In Tunesien ist Homosexualität erst seit 1913 unter Strafe gestellt: Es waren die Franzosen, die den entsprechenden Paragraphen 230 einführten. Als sie Tunesien kolonisierten, brachten sie ihre Homophobie mit. Dann sind sie wieder abgezogen, doch die Homophobie blieb... Im Islam gibt es keinen einzigen authentischen religiösen Text, der Homosexualität unter eine konkrete Strafe stellt.“

Sultan Maḥmūd und dessen Militärsklave und homoerotischer Liebhaber Ayāz stehen in der persischen Literatur für wahre, bedingungslose Liebe und wurden von zahlreichen Schriftstellern verwendet, darunter in den Werken Bustān und Gulistān des Hafis-Vorgängers Sa‛dī aus Schiraz in zahlreichen Geschichten und Anekdoten.

1.1. Kunst

Abu Nuwas (* 757 in Ahwaz; † 815), gilt als erster urbaner Dichter der arabischen Literatur und war Hofpoet. Er lebte zur Zeit des Kalifen Hārūn ar-Raschīd. In 1001 Nacht wird Abu Nuwas als Begleiter des Kalifen erwähnt. Diese Epoche gilt als Zeit der klassischen arabischen Literatur mit dem Zentrum Bagdad, damals Hauptstadt Arabiens und Persiens.

"Das Feuer des Bechers stieg ihm zu Kopfe und der Wein kroch in seine Wange, bis er mir, als den Schleier der Scham fortgeworfen hatte
und sich die Schlafestrunkenheit in seinen Augen drehte, die Möglichkeit gab, seine Hosen zu lösen, da ihn der Becher von seinem Hosenband abhielt." (Abu Nuwas)

Das Objekt der Liebe wird in persischen Gedichten häufig mit den Begriffen ma‘šūq, maḥbūb und ḥabīb bezeichnet, allesamt maskuline Lehnwörter in einer Sprache, deren Grammatik die geschlechtliche Unterscheidung nicht kennt. Hinweise auf die ersten Spuren des Bartwuchses oder die Verwendung von Interjektionen in Verbindung mit pesar („Junge“) zeigen dann das Geschlecht an. Häufig wurden die Jünglinge mit Zypressen verglichen.

Saadi (gest. 1283 oder 1291) dichtete:
"Chosch mīravad īn pesar ke barchāst. Sarvīst ke mīravad tschenīn rāst." = "Schön geht der Jüngling, der sich reckt. Wie die Zypresse, so perfekt."

Farruchi (gest. 1037) schrieb in seinem Diwan:
"Ey pesar gar del-e man kard hamichāhi schād Az pas-e bāde marā būse hamī bāyad dād" = "O Jüngling, willst du mein Herz erfreuen, so gib mir Wein und darfst den Kuss nicht scheuen."

Junge türkische Schönheiten wurden in Liebesgeschichten oft gewählt, sodass die Bezeichnung „Türke“ in der damaligen persischen Poesie zum Synonym männlicher Schönheit wurde. Es waren türkische Sklaven, die im Abbasidenreich der arabischen Kalifen, auf Sklavenmärkten erworben, militärisch ausgebildet und in den Armeen eingesetzt wurden. Bei Hafis kommt in einem berühmten Vers ein Türke mit einem „Hindumal“ vor:

"Agar ān Tork-e Schīrāzī be dast ārad del-e mārā, Be chāl-e hendūyasch bachscham Samarqand-o Bochārārā." = "Nähm der Schirazer Türke mein Herz in seine Hand,
Für’s Hindumal schenkt’ ich ihm Buchara und Samarkand."

Auch Farruchi schreibt in seinen Gedichten von der Sehnsucht nach einem türkischen Sklaven, wobei er Inder aufgrund ihrer Fügsamkeit bevorzugte. Er bezeichnet den türkischen Soldaten als sarhang, was so viel wie Truppenführer bedeutet. Insbesondere der Rang und die kriegerischen Qualitäten wurden dabei übertrieben. Diese militärischen Vergleiche bzw. Titel in der Liebesdichtung waren jedoch eher Metaphern, die dazu dienten, die Reize poetisch auszudrücken. Wimpern wurden dabei beispielsweise mit Pfeilen verglichen. Des Weiteren werden auch slawische (z. B. bulgarische) Sklaven erwähnt, die aufgrund ihrer hellen Haut begehrt waren.

1.2. Kultur

Beziehungen zu „Lustknaben“ haben eine lange Geschichte bei Herrschern und Dichtern des arabischen Mittelalters. Spätestens seit dem 8. Jahrhundert ist Päderastie in den höheren Schichten der muslimischen Bevölkerung im Orient ein Teil der gesellschaftlichen Moral und des Alltagslebens. Aus der Abbasiden-Hauptstadt Bagdad gibt es zeitgenössische Berichte über das effeminierte Aussehen dieser Knaben (arabisch ʿilq, „Buhlknabe“), das sich in Kleidung und Manieren äußerte. Effeminierte Männer (arabisch muḫannaṯūn) oder Transvestiten gab es bereits zur vorislamischen Zeit in den arabischen Ländern. In frühislamischer Zeit waren sie in Mekka und Medina als Sänger von Liebesliedern und Instrumentalisten wesentlich an der Entwicklung der arabischen Musik beteiligt, obwohl sie einen ungesicherten sozialen Status innehatten, der dem von Sklavenmädchen entsprach.

Allgemein galten „bartlose“ Heranwachsende (arabisch amrad, Plural murd) oder Knaben für erwachsene Männer als sexuell attraktiv und diese pflegten solche Beziehungen neben ihrer Ehe. Der Mann spielte stets die dominierende Rolle, während die Jungen in die als unehrenhaft angesehene passive Rolle der Frau gedrängt waren. Obwohl nach den Gesetzen der Scharia Knabenliebe untersagt ist, scheint diese insoweit gesellschaftlich akzeptiert gewesen zu sein, dass Männer untereinander in manchen Fällen eher darüber als über ihre Frauen sprachen.



Religion – Was glauben wir?

Sure 4, Vers 15:
„Gegen diejenigen von euren Frauen, die eine schändliche Tat begehen, müsst ihr vier von euch als Zeugen haben. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie [die Frauen, Plural] in den Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg verschafft. (16) Und die beiden [Dual], die es von euch begehen, fügt beiden Ungemach zu. Wenn sie [Dual] dann bereuen und sich bessern, so lasst ab von ihnen [Dual]. Siehe, Gott ist vergebend und barmherzig.“

Ob sich diese beiden Verse auf Zinā (Unzucht), d. h. Ehebruch oder Geschlechtsverkehr zwischen unverheirateten Männern und Frauen beziehen oder auf gleichgeschlechtlichen sexuellen Verkehr unter Frauen (Vers 15) und Männern (Vers 16), wird im Rahmen der verschiedenen Korankommentare unterschiedlich bewertet, wobei die Mehrheit der Kommentatoren dazu tendiert, diese Aussage hauptsächlich auf Zinā , Unzucht, also Ehebruch zu beziehen.

Sure 7, Verse 80-81:
„Und (wir [Gott] haben) den Lot (als unseren Boten gesandt). (Damals) als er zu seinen Leuten sagte: ‚Wollt ihr denn etwas Abscheuliches begehen, wie es noch keiner von den Menschen in aller Welt vor euch begangen hat? Ihr gebt euch in (eurer) Sinnenlust wahrhaftig mit Männern ab, statt mit Frauen. Nein, ihr seid ein Volk, das nicht maßhält.“

Im Zuge der Sodomgeschichte geht es nicht um Homosexualität im modernen Sinne, es geht um den Bruch des altorientalischen Gastrechts und um sexuelle Gewalt (versuchte Vergewaltigung von Männern).

Sure 52, Vers 24:
„Auf gestickten Polsterkissen,/ Gelehnt darauf, sich gegenübersitzend,/ Umkreist von Jünglingen, ewigen,/ Mit Bechern, Näpfen, Schaalen des Klarflüssigen,/ Das nicht berauscht und nicht verdüstert;/ Und Früchten, wonach sie gelüsten (…)“

Darüber hinaus wurden die schönen Knaben, die im Paradies die (männlichen) Paradiesbewohner mit Wein kredenzen, auch gelegentlich als Lustknaben gesehen.

Der spanisch-arabische Universalgelehrte Ibn Ḥazm al-Andalusī schrieb um 1022 n. Chr. in seiner bekannten Abhandlung Das Halsband der Taube – Über die Liebe und die Liebenden:
„Die Liebe wird von der Religion weder missbilligt, noch vom Gesetz verboten, denn die Herzen sind ja in der Hand Gottes, des Mächtigen und Erhabenen.“

Der im Jahr 1200 n. Chr. verstorbene ḥanbalitische Rechtsgelehrte und Prediger Abū l-Faraǧ Ibn al-Ǧauzī erklärte in seiner ausführlichen Diskussion über das Anblicken bartloser (amrad) Jünglinge:
„Derjenige, der behauptet, dass er keine Begierde empfindet [wenn er schöne Knaben anblickt], ist ein Lügner, und wenn wir ihm glauben könnten, wäre er ein Tier, nicht ein menschliches Wesen.“



heute – Wohin gehen wir?

3.1. In muslimischen Ländern

Die Todesstrafe droht in sieben islamischen Ländern: Iran, Nigeria, Mauretanien, Sudan, Jemen, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate.

In den meisten islamisch geprägten Ländern werden homosexuelle Handlungen mit unterschiedlich hohen Haftstrafen verfolgt. Hierzu gehören Afghanistan, Algerien, Ägypten, Bangladesch, Brunei, Gambia, Guinea, Komoren, Katar, Libyen, Malaysia, Malediven, Marokko, Oman, Pakistan, Senegal, Somalia, Syrien, Tunesien, Turkmenistan und Usbekistan.

Nicht verboten sind homosexuelle Handlungen in den islamisch geprägten Ländern Albanien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Indonesien, Jordanien, Irak, Kasachstan, Kirgisistan, Kosovo, Mali, Niger, Tadschikistan, Tschad, Libanon, Bahrain, Dschibuti, Guinea-Bissau, Burkina Faso und der Türkei sowie Palästina und Türkische Republik Nordzypern.

3.2. In Ländern mit muslimischen Migranten

Seit Ende des 20. Jahrhunderts treten einige muslimische Organisationen für Toleranz und Akzeptanz von Homosexualität im Islam ein. Zu nennen ist beispielsweise Al-Fatiha(1998–2011).

Bei einer Konferenz 2009 in Jakarta haben gemäßigte Islamvertreter erklärt, dass Homosexualität und ihre Weltreligion kein Gegensatz seien. Unter den Teilnehmern war etwa die international anerkannte islamische Frauenrechtlerin Siti Musdah Mulia.

2012 eröffnete der schwule Imam Ludovic-Mohamed Zahed in Paris eine LGBT-freundliche Moschee. Er selbst war am 18. Februar 2012 im Rahmen einer zeremoniellen Feier in einer Moschee in Paris mit seinem Partner verheiratet worden – die erste von einem Imam geschlossene Ehe zwischen muslimischen Homosexuellen. Zahed wirbt für einen menschlichen, liberalen Islam. Er weist darauf hin, dass der Islam jahrhundertelang tolerant gegenüber homo- und transsexuellen Menschen war. Im Jahr 2016 sagte er, dass es weltweit etwa zehn offen schwule Imame gebe.

In Deutschland setzt sich vor allem der im Jahr 2010 gegründete Liberal-Islamische Bund für die Akzeptanz von LSBT*I-Muslimen ein. Zu diesem Zweck veranstaltete er im Dezember 2013 eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Homosexualität und Gendervarianz im Islam“ und verfasste ein Positionspapier zu diesem Thema.

3.3. Wer das unsichtbare Kopftuch schon ablegte

Ludovic-Mohamed Zahed ist ein französischer Imam und Autor. Zahed lebt in einer gleichgeschlechtlichen Ehe in Frankreich.

Parvez Sharma ist ein indischer Journalist und Filmregisseur. Er ist insbesondere international bekannt durch den Dokumentarfilm A Jihad for Love über homosexuelle Muslime.

Abdellah Taïa ist ein offen schwuler marokkanischer Schriftsteller, Journalist und Filmemacher, der seit 1999 im selbst gewählten Exil in Paris lebt.

Und falls du dich verirrst, wechsel den Teppich, ruf nen Dschinnie, orientier dich anders, aber geh weiter :o

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