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Minotaurus

Sanktion gegen Schwulengesetz

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Minotaurus
Geschrieben

Wie die Wochenzeitung "DIE ZEIT" meldet, haben die USA nun Sanktionen gegen Uganda verhängt, das wegen seiner Strafgesetzgebung gegen Homosexuelle weltweit in der Kritik steht. Auch eine Reihe gay.de-Mitglieder hat sich seinerzeit an Protestaktionen gegen Uganda beteiligt.

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Geschrieben

Es ist wohl überflüssig zu wiederholen, dass ich "Sanktionen" im Namen der sogenannten Menschenrechte ablehne.In der Politik handelt es sich nicht um ein Werkeln für das Gute, Schöne und Wahre, sondern um knallharte Durchsetzung von Interessen. Und solche Interessen muss man überall suchen und darf sich nicht von Süßholzgeraspel täuschen lassen.
Leider sind viele Schwule begeistert, wenn sie von Aktionen der USA für die schwule Sache hören.Am Ende glauben sie noch, dass es beim Kampf gegen Russland darum geht, die Abhaltung eines CSD-Zuges in Moskau möglich zu machen. Die schlichte Frage, weshalb denn ein Staat wie Saudi-Arabien nicht sanktioniert wird, der Homosexuelle hinrichtet, weist klar auf die Unterschiede hin.


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Minotaurus
Geschrieben

Kein Politiker auf der ganzen Welt, welche Ideologie er auch immer verfechten mag, handelt nach der Goethe-Maxime "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut" . Das gilt auch für die US-Sanktionen gegen Uganda, über die sich im übrigen die ugandische Regierung höhnisch amüsiert.
Oftmals stecken hinter im Grunde sinnvollen Handlungen keineswegs hehre Absichten, so dass - wie Watzlawick das eindringlich beschrieben hat - durch das Gute das Böse gefördert wird und umgekehrt auch. Wenn wir uns aber auf die Suche nach den tatsächlichen, zumeist unedlen Motiven einer Handlungsweise begeben, dann geraten wir allzu schnell in ein fruchtloses Verharren und in ein moralisches Dilemma. Denn eine humanitäre Handlung ( in diesem Fall politisch-ökonomischer Druck auf Uganda wegen seines Homosexuellenstrafgesetzes) nur deswegen abzulehnen, weil andere Entscheidungskriterien gemutmaßt werden, das ist menschenfeindlicher Rigorismus um seiner selbst Willen, sozusagen moralinübertünchter Zynismus..


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Geschrieben

Zitat @Minotaurus "Das ist menschenfeindlicher Rigorismus um seiner selbst Willen, sozusagen moralübertünchter Zynismus." ja, das ist wie vor vier Jahren. Sie sind schnell bei der Hand mit Urteilen der schärfsten Art. Was berechtigt Sie eigentlich zu diesen Sottisen?
Wenn ich einen Geschäftsmann tadeln würde, der einem kleinen Jungen publikumswirksam ein Trikot schenkt, träfe Ihre Kritik zu. Die Freude des Jungen ist offensichtlich wichtiger als die Durchsetzung der verborgenen Absichten des Geschäftsmanns. Dann urteilte man "rigoros", wenn auch nicht "menschenfeindlich" und" zynisch".
Wenn man aber die Methoden einer Weltmacht anklagt, die ihre Eroberungspläne hinter moralischen Phrasen versteckt, ist man weder zynisch noch menschenfeindlich, noch rigoristisch. Man zeigt nur, dass man sich nicht gimpelhaft übertölpeln lässt. Ich will das offen sagen: Mir ist es lieber, dass in einem Land Schwule nicht hochhackig und Händchen in Händchen über die Straßen flanieren können, wenn ich dafür in Kauf nehmen muss, dass das Land vom Bürgerkrieg zerfressen wird und seine Bodenschätze von Fremden verwertet werden.

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