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ChrisAktiv

Religionen im Wandel der Zeit

Empfohlener Beitrag

ChrisAktiv
Geschrieben (bearbeitet)

Wir alle sind voll religiös. Nicht ? Keine einzige der auf der Welt geltenden über 450 Weltreligionen im Rucksack (alleine der christliche Glaube hat da mehr als 300 Kirchen und Sekten zu bieten!) regiert ohne (wenn auch verschiedenes) rituelles Dogma und akademisch unbewiesene, historische Beweise. Nun, lehnen wir uns mal zurück, vergessen erziehungsverursachte Vorurteile und prüfen wir einfach einmal Realität – auch aus der Geschichte nach dem Motto: „Etwas glauben, heißt, es nicht besser zu wissen (oder schlimmer: es nicht besser wissen zu wollen !)“

Nach einem fehlgeschlagen kurzfristigen monothestischen Glaubensversuch in Ägypten ist die jüdische Religion die älteste Weltreligion ohne jedweden Trieb zur Missionierung. Anders ist das bei Christen und Moslems, welche sich daraus entwickelten (der Islam etwa 400 Jahre später als das Christentum). Die Christen haben im 4. Jahrhundert Christus vom Propheten zum Gott erhoben – Konzil von Nikae - (der Islam tut das nicht und personifiziert auch Allah nicht) und gleichzeitig sich aus 30 Ephangelien die 4 rausgesucht hat, welche sich am wenigsten widersprechen (was sie trotzdem tun). Ich sollte eher Kirche sagen, nicht Christen, denn letztere sind seit Jahrtausenden Spielball einer Organisation, welche auch gegen jedwede Menschenwürde eigene Interessen durchsetzt.

Während wir heute Verbrechen islamischer Organisationen gegen Menschenrecht, Kultur und Entwicklung mit Recht kritisieren (wie IS), vergessen wir leicht, dass das nicht der Islam ist, sondern eine Ausrede, ein „vor das Pferd spannen“ einer Religion vor Machtwille und Expansion weniger irrer Macher. Der Islam (der Koran) ist friedlich. Die Bibel ja auch. Die Gläubigen beider Weltreligionen wollen im Namen ihres Gottes keine Gewalt !

Wir hier satteln da auf, schon weil die sogenannte „islamische Gewalt“ uns Grund gibt, im Sinne christlicher „Werte“ zu missionieren, als ob sich diese Werte gegenüber dem Islam unterscheiden würden. Also lesen wir die Bibel, nicht den Koran, schließlich könnte man feststellen, dass diese inhaltlich eigentlich das Gleiche sind und der Gläubige an Allah, der ist, der an Gott glaubt.

Natürlich haben Vertreter des Islam früher und auch heute Verbrechen begangen, so wie die katholische Kirche auch (Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverfolgung, Unterdrückung der Wissenschaft und Kunst, Ablasshandel, Pädophilie, Kondomächtung, Täuschung, Regelung des täglichen Lebens etc.) Noch heute verbietet die katholische Kirche in Afrika homosexuelle Handlungen durch ihre Vertreter und lässt diese gesetzlich verankern – auch mit Folge der Todesstrafe. Na bravo: Mir scheint das so, als ob nur Dogma sein kann, was grade noch so lokal akzeptiert wird.

Ich darf daran erinnern, dass arabische Wissenschaftler es waren, welche die alten, zerfallenden Schriften von Aristoteles, Sokrates, Archimedes oder Hypocrates für uns erhielten, indem sie diese übersetzten, dass im Mittelalter sie führend in Medizin, Astrologie, Physik und Mathematik waren und damit auch uns hier weiter brachten. Absolut unaggressiv. Fremdenhass hat wohl hier keine historischen Hintergründe !Wenn man mit Vertretern jeder Kirche diskutiert, belegen sie ihre Meinung mit ihrer Schrift (Neues Testament oder Koran) und vergessen dabei, dass beides keine akademisch bewiesene Werke sind. Bestseller durchaus, aber mehr auch nicht. Das war „Mein Kampf“ oder „Star Wars“ auch.

Kein Gott – auch wenn er so personifiziert wird, wie der christliche (so viele menschliche Züge wie verzeihen, richten, Wut, Verdammen etc.) bzw. der sogenannte dreifaltige - schließlich musste man für den Propheten Jesus ja einen Platz in einer monotheistischen Religion finden  – gibt Regeln für ein Leben, wenn er vorgibt, dass der Mensch sein Leben selber leben soll. Die Organisation, seine Kirche, gibt diese Vorgaben, um sich selbst zu halten, sich zu finanzieren. Wir haben keinen Gott, keinen Allah, die uns selbst verantwortlich lassen, aber dennoch Dogmen diktieren. Warum ist die katholische Kirche die reichste Organisation der Welt und vergießt Krokodilstränen über die Armut universal, ohne etwas selbst zu tun (Die wenigen tapferen Missionare mit minimaler Kapazität einmal ausgenommen) ? Ich denke, es kann nicht sein, dass uns eine klerikale Organisation, welche vorgibt, Vertreter Gottes auf Erden zu sein, diktiert und durchsetzen will, was wir zu tun haben und was nicht und dies im Namen eines - menschlich verklärten - Gottes tut. Dies basiert auf dem humanen Wunsch zu einem Monarchismus.

Also stehen wir vor der Wahl: Der Erziehung glauben, dem Religionsunterricht, dem Pfarrer mit der Verteilung von dünnen Brotscheiben als „Leib Christi“, dem Rumrennen um ein Bauwerk oder dem Nachdenken – nicht Verurteilen - irgendeiner Religion, denn jede Religion kann auch psychischen Halt bieten, sondern dem Ablegen von Symbolik und den Blick in eine vorteilsfreie Zukunft, in der jeder, an was auch immer er glauben mag und ohne Missionieren leben kann.

Tja, dem Versprechen für ein "ewiges Leben" muss man dann wohl Lebe-Wohl sagen, sollte man nicht an dieses glauben. Allerdings ist es auch nur eine Hoffnung und irreal, da nicht bewiesen.Dies ist wie ein Versprechen auf einen 2 Millionen Lottogewinn...... Spiel es, oder lass es, weil Du siehst, es gibt keine Zukunft dafür ! Jedoch, wenn es Dir Trost gibt, ist es schon deswegen okay.

Ich vertrete von allen Kirchen-Dogmen ihre Werte, welche sich gleichen: Menschenrechte, auch wenn diese eine griechische und multitheotische Gesellschaft waren. Heil Apollo *sfg

bearbeitet von ChrisAktiv
gaymalets
Geschrieben
Ich bin Philosoph: ich glaube nicht, ich hinterfrage!
Geschrieben
Ich glaube, das es alles erfundenes Zeug ist. Nur weil angeblich jemand Symbole in Steun gemeißelt hst, sind das noch lange keine Gebote. Meine ganz Persönliche Meinung : Alles nur Theater. Egal welche Glaubensrichtuung. Und wäre ein richtig Gläubiger oder Religiöser Mann hier bei Gay.de ?? Wäre das mit der Bibel oder ähnlichem vertretbar?😂 Wenn das mal nicht ärger von oben gibt😂
Neugieriger84
Geschrieben
Jetzt fangt nicht mit den 10 geboten an, dann muss ich immer an monty python denken
nick2017333
Geschrieben
vor 16 Minuten, schrieb Neugieriger84:

dann muss ich immer an monty python denken

Wäre das dann gut oder schlecht???

Neugieriger84
Geschrieben
Wenn jemand seine religion im privaten auslebt, dann ist mir das völlig egal. Wenn da aber so ein par phantasten ihren glauben mit gewalt verbreiten möchten, weil sie es für die einzig wahre religion halten, dann regt mich das auf. Was die kath kirche vor meiner geburt gemacht hat ist mir da völlig wurst, auch wenn es bis heute nicht richtig ist was die alles so von sich geben. Aber mal im ernst, wenn ein moslem, weil er die total versaute westliche und sexuel verkomene welt hasst. Sich in die luft sprengt, damit er im paradies 72 jungfrauen entjungfern darf. Wo ist da bitte die logik? Ein mensch muss durch leistung und taten überzeugen, egal was er glaubt und zwar ohne anderen menschen zu schaden
Neugieriger84
Geschrieben
@nick ich weiß nicht mehr welcher film das war, aber da kam moses vom berg runter und sagte, ich habe hier diese 15, klirr, ähm diese 10 gebote von gott bekommen. Die älteren unter uns werden sich bestimmt an den film erinnern.
nick2017333
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb Neugieriger84:

@nick ich weiß nicht mehr welcher film das war, aber da kam moses vom berg runter und sagte, ich habe hier diese 15, klirr, ähm diese 10 gebote von gott bekommen. Die älteren unter uns werden sich bestimmt an den film erinnern.

Es war Mel Brooks "Die zehn Gebote", die Frage war ja ob es gut oder schlecht ist, wenn Du dran erinnert wirst.

Neugieriger84
Geschrieben
Der film war saulustig. Und wenn man halbwegs nach den geboten lebt, kommt man eigentl ganz gut durchs leben. Aber das 11. Gebot ist am wichtigsten!
nick2017333
Geschrieben

Es gibt keine Sünnde im 11. Gebot?????

Neugieriger84
Geschrieben
Du sollst dich nicht erwischen lassen!
nick2017333
Geschrieben

O.K, aber wir kommen leider vom Thema ab.

Neugieriger84
Geschrieben
Als wenn hier noch viel produktives zu geschrieben würde
Ushuaia369
Geschrieben

Fest steht, egal welche Religion, seit Jahrhunderten sind sie die Ursache aller Kriege und Ich bin  sehr stolz darauf , nur an mich zu glauben.

fipsy
Geschrieben

@ChrisAktiv: Respekt für diese sehr gute und intellektuelle Ausarbeitung! Solche Texte sind hier bei gay.de für die meisten ja eher schon eine intellektuelle Überforderung, habe ich so das Gefühl. :-) Zum Thema selbst will ich gar nicht so viel sagen, nur dass man die Werte der Menschlichkeit und Nächstenliebe auch völlig unabhängig von jeder Religion leben kann. Es gibt nämlich auch sowas wie Humanismus, der gänzlich ohne jeden religiösen Überbau oder Glauben auskommt. Weshalb ihn die Kirche auch fürchtet, wie der Teufel das Weihwasser. Die Kirche ist auch sehr effektiv beim Unterdrücken humanistischer Ideen. Bis in die von ihr abhängige Politik hinein. Da wird immer wieder behauptet, es gäbe keine Moral abseits von Religion, was natürlich völliger Blödsinn ist. Moral ist vollkommen unabhängig davon. Aber Moral ohne Religion und Kirche ist natürlich kein gutes Geschäft und deshalb bei den Kapitalisten sehr unbeliebt, die auch in der Kirche das Sagen haben.


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