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fellatio

Todesstrafe in den USA

Empfohlener Beitrag

fellatio
Geschrieben

Joseph Wood war eine verabscheuungswürdige Person.1991 ermordete er zwei Menschen.Am Mittwoch muste er für diese Tat sterben.Im US-Bundesstaat Arizona wurde seine Todesstrafe vollstreckt.Doch das Gift wirkte nicht wie vorgesehen.Der Todeskampf des Doppelmörders dauerte zwei Stunden und war qualvoll. Sieht so Gerechtigkeit aus ? Die Todesstrafe kann das begangene Verbrechen nicht ungeschehen machen.Ihre abschreckende Wirkung ist zweifelhaft.Bei der Todesstrafe geht es um Rache.Der Wunsch danach liegt in der menschlichen Natur.Er ist angesichts brutaler Verbrechen verständlich.Rache zu ermöglichen ist aber nicht Aufgabe des Rechtsstaates.Hält er im 21.Jahrhundert noch an ihr fest,beraubt er sich selbst seiner Humanität.Ein Rechtsstaat darf sich nicht auf eine Stufe stellen mit denen,die er zu bestrafen sucht.Nein,die Todesstrafe kann nicht dazu beitragen,das Gerechtigkeit geschieht.Dieses qualvolle Umbringen eines Menschen bei seiner Hinrichtung ist ein weiterer Fall in einer langen Reihe,und ein weiterer Kratzer auf dem Bild der Nation,die die Welt mit ihrer Kultur beglücken will.


fellatio
Geschrieben

Joseph Wood,55,rang etwa 600 mal nach Luft.Sein Sterben dauerte zwei Stunden.Michael Lee Wilson,38,bäumte sich vor seinem Tod auf und sagte: " Ich fühle wie mein ganzer Körper brennt." Dennis McGuire,54,quälte sich 26 Minuten.Er schnappte Luft,würgte und ballte die Fäuste,bevor er starb.. Clayton Lockett,38,versuchte sich aufzurichten,
" Oh,Mann" murmelte er und fletschte die Zähne.Nach 20 Minuten wurde seine Exekution abgebrochen.Ein Herzinfarkt tötete ihn wenig später.All das passiert bei Hinrichtungen von Mördern in diesem Jahr in den USA. Die Henker experimentieren mit neuen Mitteln,denn die Pharmakonzerne weltweit weigern sich,Medikamente für die Tötung zu liefern.Ich bin in einem Land aufgewachsen,das die Größe hat,Strafen zu erteilen--und nicht blind Rache zu üben.Die USA haben diese Größe nicht. Quälen und zu Tode spritzen,so funktioniert Bestrafung in diesem Land oft.Die Todesstrafe ist verfassungsgemäß.Aber einen Verurteilten zu Tode zu foltern ist nicht legal.Grausame Hinrichtunge sind verboten--ungeachtet dessen,wie brutal der Täter selbst vorging. Dass jedoch auch geistig Behinderte hingerichet wurden.zeigt einmal mehr ,wie unerbittlich der Staat sein kann. Trotz all dieser Vorfälle diskutieren Politiker nun nicht,die Todesstrafe abzuschaffen,sonderrn nur,die Giftspritze durch den elektrischen Stuhl oder durch Erschießungskommandos zu ersetzen.Es ist ein abstoßendes Gesicht,das Amerika mir derzeit zeigt.--Alexandra Kraft lebt seit einem Jahr in den USA--sie ist entsetzt,dass immer noch eine Mehrheit der Amerikaner die Todesstrafe befürwortet..Der " Stern" hat ihren obigen Beitrag im neuen Heft veröffentlicht.


Sunrise
Geschrieben

und dem will Deutschland Edward Snowden aussetzen, weil es aus Staatsraison Snowden kein Asyl gewähren will.


Geschrieben

Ich finde das nicht so schlimm. Ein bisschen Qual muss dabei sein. Wie mögen die Mörder wohl ihre Opfer gequält haben! Dagegen sind 600 Schnapper nach Luft doch gar nichts.


Geschrieben

I
Mir sind zweierlei Dinge ganz unklar: Wie ist es möglich, dass in den USA zwischen Mordtat, Verurteilung und Vollzug der Strafe derartige Zeiträume liegen ? Rein "materialistisch" gesehen, ist unser Körper in sieben Jahren ein völlig anderer geworden. Und zweitens: Wieso ist es nicht möglich, eine humane Form der Hinrichtung durch die Giftspritze zu finden? Die Einschläferung eines kranken Tieres bringt heutzutage keine Schwierigkeiten mit sich. Sollten da also Veterinärärzte mehr wissen als ihre Kollegen.von der Humanmedizin. Oder trägt man den hippokratischen Eid wieder wie ein Plakat vor sich her, um den Nimbus zu wahren?
Das Interesse für die Leiden der Hingerichteten erscheint mir ein wenig morbid. Man sollte mehr Anteil nehmen am Leiden der Mordopfer.


sissyberlin
Geschrieben

Das ganze geht ja sogar soweit, dass Aktivisten Aufschübe erwirken wollen, bei Tätern, die sagen "richtet mich hin, ich bin ein schlechter Mensch, und auch wenn ich in 20 Jahren rauskomme werde ich wieder nen paar Kinder schänden und töten".

oldysuchtjungy
Geschrieben

Weshalb das  Thema "Todesstrafe in  den USA" in der Spalte "Gayszene" behandelt wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Wenn ich richtig lese, wurde das Thema 2014 hier eingestellt und durch @sissyberlin jetzt wieder aufgegriffen. Wenn ich aber die wenigen Beiträge hier sehe und lese, so hat dieses Thema kein großen Anklang gefunden bzw. eine Auseinandersetzung mit der Todesstrafe in den USA wurde nicht wirklich geführt. Deshalb hier mein Beitrag.In dem ich mich klar gegen die Todesstrafe im 21. Jahrhundert aussprechen möchte.

Am 31.7.2014 at 19:11, schrieb fellatio:

Er ist angesichts brutaler Verbrechen verständlich.Rache zu ermöglichen ist aber nicht Aufgabe des Rechtsstaates.Hält er im 21.Jahrhundert noch an ihr fest,beraubt er sich selbst seiner Humanität.Ein Rechtsstaat darf sich nicht auf eine Stufe stellen mit denen,die er zu bestrafen sucht.Nein,die Todesstrafe kann nicht dazu beitragen,das Gerechtigkeit geschieht.

Diese Sätze könnte ich voll unterschreiben, wenn @fellatio am Anfang geschrieben hätte: "..Es ist angesichts brutaler Verbrechen verständlich, dass an Rache gedacht wird, aber dieses ist nicht Aufgabe des Rechtsstaates !." Für die Durchsetzung von Recht un d Ordnung bedarf es keiner Todesstrafe.

Der Beitrag von @sissyberlin geht gar nicht. Wenn Aktivisten (die gegen die Todesstrafe kämpfen u.a. Amnesty) einen Aufschub des Vollzugs der Todesstrafe erwirken wollen, so geschieht dieses in der Absicht, daß die Todesstrafe, durch einen möglichen Gnadenakt, in lebenslanger Haftstrafe ersetzt wird.

vor 4 Stunden, schrieb sissyberlin:

"richtet mich hin, ich bin ein schlechter Mensch, und auch wenn ich in 20 Jahren rauskomme werde ich wieder nen paar Kinder schänden und töten".

Solch ein Zitat hier anzubringen und  nicht die Quelle bzw. den Name zu erwähnen, der diesen Ausspruch getan hat, finde ich unredlich. Ich vermute eher das hier dieser Ausspruch selbst konstruiert wurde oder aber das @sissyberlin ein Fak weiter verbreitet. Auch Ihr sollte klar sein, daß ein Mörder dr solches sagen würde, bestimmt nicht nach 20 Jahren entsassen würde, auch in den USA gibt es Sicherheitsverwahrung.

Uyen_G-Team
Geschrieben
vor 52 Minuten, schrieb oldysuchtjungy:

Weshalb das  Thema "Todesstrafe in  den USA" in der Spalte "Gayszene" behandelt wird, kann ich nicht nachvollziehen.

Stimmt, da passt es wirklich nicht hin.

Verschoben nach Queere, Kultur und Politik.

Gruss Mod-Uyen

Forenteam

sissyberlin
Geschrieben

Da sind wir ruckzuck bei den Themen "Schutz von Minderheiten" und "Töten auf Verlangen". Seit 2014 hat sich hierzulande (Sterbehilfe) nämlich in dieser Hinsicht ein wenig was getan.

 

Der Schutz von Minderheiten: Es gibt sie, einerseits diejenigen, denen ein geliebtes Familienmitglied entrissen wurde, andererseits auch diejenigen, die grundsätzlich mal gesettet sind, und in 100 Jahren nicht Opfer einer Gewaltstraftat im persönlichen Umfeld werden... sprichwörtlich: Diejenigen, die nahezu alles richtig machen, und von jedem gemocht werden. Ich weiss nicht, ob es da hierzulande beruhigen kann, wenn Gewaltstraftäter (aktuell Augsburger Urteil) vermutlich nur 2 Jahre Haft verbüssen, bevor sie (im unwahrscheinlichen Fall) abgeschoben werden, um dann wieder einzureisen. Sendet irgendwie das Signal aus: Lieber nicht schnell mit dem Auto durch die City fahren, besser jemanden totprügeln, gibt im Zweifel 5 Jahre weniger Knast.

Opportun finde ich auch, einerseits auch Gewaltstraftätern ihr (wohl auch künftig möglicherweise hierzulande eingeräumtes) Recht auf den Tod abzusprechen, aber gleichzeitig Grundrechte, wie das auf Privatsphäre abzusprechen. Es gibt hinreichendes Doku-Material... sowohl aus den USA, als auch hierzulande... Täter, die eben auch frei darüber berichten, dass sie nicht anders können, und auch nicht hinreichend therapiert sind, zurückliegende Taten für die Zukunft als unwahrscheinlich zu deklarieren... Krankheitsargument ??? muss ja jeder für sich wissen: Aber ich hätte lieber Krebs, an dem ich total elendig verrecke, als die innere Gewissheit zu haben, Kinder (oder Erwachsene) misshandeln zu müssen... jeder der hier anders denkt, der sollte sich mal kritisch hinterfragen.

 

Das Kostenargument darf und kann, wenn denn überhaupt, nur eine nachrangige Rolle spielen. Aber die Vorstellung, dass der gleichen Familie durch ein und denselben Täter gleich alle Kinder genommen werden können, anstatt 1 v. 2... nein, die hat nichts mit tragischer Komik zu tun... aber im Zweifel bleibe ich da lieber bei den Opfern.

 

Dass wir hier sicherlich hierzulande ne Million Kinder in Haushalten leben haben, die in staatlicher Obhut besser aufgehoben wären, als in ihren Familien.... ist wohl kein Geheimnis. Dass hier auch durch das Buchen einer Million auf die Konten der Eltern die Lage, und die Aussicht auf künftige Strafunauffälligkeit der Sprösslinge nicht wesentlich bessern würde, ist ebenso keines.

Die Ausservollzugsetzung der Todesstrafe mündet nicht selten in Opferverhöhnung.

Knuddel
Geschrieben

"Todesstrafe in den USA"
Zwar gibt es leider immer wieder einzelne Individuen, die ihre Menschlichkeit ablegen und abscheuliche Verbrechen begehen, auf Grund derer sie eigentlich ihr Recht unter uns leben zu dürfen restlos verwirkt hätten. 

Ich bin aber auch der Meinung dass es keine Lösung sein kann Mörder mit dem zu bestrafen, das wir am meisten verabscheuen, nämlich einem anderen Menschen das Leben zu nehmen.
Die sollen im Knast den Rest ihrer Tage verbringen.

nick2017333
Geschrieben
vor 47 Minuten, schrieb Knuddel:

Die sollen im Knast den Rest ihrer Tage verbringen.

Und Trump schiebt schnell noch ein paar Todesstrafe nach.


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