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BARDEN


SilverAger

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

. . .

bearbeitet von SilverAger
Geschrieben

Fortsetzung aus dem toten Prinzen?

Na ja, Troubadix wurde beim Mampfgelage immer in einen Baum gebunden, geknebelt und der Mund zugebunden, damit er bloß nicht anfing zu singen.

So richtige Barden gibt es heute kaum noch.
Fredl Fesl fällt mir da konkret ein, der mit dem Anlass-Jodler.

http://www.fredl-fesl.de/#

Der ist ja mehr ein Blödel-Barde.

Ludwig Hirsch ist auch gut, der zählt aber mehr als Liedermacher. Das Lied vom Dorfdeppen finde ich ganz gut. Leider ist der Ludwig ja auch schon da hin gefahren, wo der Prince jetzt mit den 72 Jungfrauen und der Midgardschlange, den geflügelten fetten Putten und so Viechern allen rumalbert.

http://www.ludwighirsch.at/

Reinhard Mey könnte eine Art moderner Barde sein. Liedermacher ist an sich ein anderes Genré ...

http://www.reinhard-mey.de/start/

Den mag ich echt gern, nicht nur, weil er Hobby-Pilot ist und sich für die vom Klerus Missbrauchten stark gemacht hat.
Seine Texte sind ja doch oft schön gesellschaftskritisch, aber eigentlich singen Barden eher Lobgesänge auf erfolgreich geschlagene Schlachten, für erhabene Rittersleut oder bitten dann zur Minne.

Und da fällt mir wieder das Duett von FAUN mit Subway to Sally ein -Minne 2013-

https://www.youtube.com/watch?v=AOoBoOGO71k

Rosenblätter würd ich streun ... doch unerreichbar fern bist du ... sowas mal einem blonden jungen Norweger sagen zu können, ohne eine Backpfeife befürchten zu müssen ... *hach ja* ...

Geschrieben

Leider hat sich auch der einst so kämpferische Hannes Wader von seinen politischen Liedern größtenteils verabschiedet. Vielleicht ist er mit seinen 70 Jahren "altersmild" geworden. Schade, seine früheren Songs ( Arbeiterlieder u.a.) hatten es schon in sich. Konstantin Wecker bleibt sich treu. Er hat vor ca. einem Jahr anläßlich einer Anti Pegida Demo in München auf der Bühne ein paar richtig schöne Politlieder zum Besten gegeben. Ein Gratiskonzert vom Allerfeinsten. Respekt.


Geschrieben

Als Barden bezeichnete man im deutschsprachigen Raum Dichter und Sänger des keltischen Kulturkreises. Im Keltischen bedeutet "Barde" soviel wie " der die Stimme erhebt " Für mich ist Udo Jürgens ein großer Barde,er hat in seinen Liedern sich politisch und zeitkritisch geäußert.
Auch Reinhardt Mey ist für mich ein Barde.
Zwei Barden stehen in " Asterix und Maestria" in direkter Konkurrenz zueinander: " Maestria und Troubadix ". Troubadix erlebt eine wenig kunstsinnige Haltung seiner gallischen Freunde,die er als barbarischen Ausdruck von Unverstand und zutiefst ungerecht empfindet. Die Barden in der gallischen Geschichte haben jedoch das,was Troubadix gerne haben würde: Anerkennung als Inhaber einer wichtigen Funktion im Stammesverband.in der Rolle des Barden,der Loblieder über die Heldentaten der Häuptlinge singt und als Lehrer die Kinder unterrichtet. Im Film " Asterix bei den Olympischen Spielen " trifft er auf seinen alten Freund,den Barden Francix Lalannix.


Geschrieben

Nun, ich will nichts gegen Udo Jürgens sagen/schreiben, doch der gehört eindeutig in die Schublade "Schlager" ...sonst sagt noch jemand das Heino auch ein Barde sei. Nein, wenn hier schon sehr inflationär der Begriff Barde benutzt wird, so würde ich eher Edith Piaf nennen wollen. Zumindest ihre Anfangszeit, als sie noch auf der Straße und in Karschemmen sang würden den Begriff Bardin rechtfertigen.


Geschrieben (bearbeitet)

Es gab auch mal eine Gruppe aus Canada ( Montreal) die sich "Barde" nannten. Wunderbare Folk-lastige Musik, wer's gerne hört :

https://www.youtube.com/watch?v=-1ZX5o_MCHk

Leider finde ich nix über Rob MacKay. Ein schottischer Barde der 1700 er Jahre.

In der keltischen Kultur wurden wohl auch Druiden unter bestimmten Voraussetzungen als Barden bezeichnet. Vielleicht mussten sie dann Loblieder auf dicke, alte Eichen singen. Das könnte man sogar für Veganer heute attraktiv vertonen, wenn es Überlieferungen gäbe.
Zum Beispiel so, wie Alexandra das irgendwann Spätsechziger gesungen hat:

https://www.youtube.com/watch?v=fiI-NniztIc

Moderne Sangeskünstler als Barden zu bezeichnen hinterlässt eher gemischte Gefühle. Udo Jürgens ist zwar unbestritten eine Größe im Bereich Chanson bzw. was heute so alles noch so mit Schlager übersetzt wird, aber ob er ein Barde war ? Hat ein paar schöne Sachen gebracht, die Sache mit der Kontaktanzeige über Paris und mit den Fingern essen, wo sich dann seine Eh-schon-Angetraute drauf meldet,das 'ehrenwerte Haus' oder die Weihnachts-Ver-Denglisierung.

Die Rabenbrüder sind da noch näher dran, auch wenn das eher so der Mittelalter-Festival-Nachahmungsmittelalter-Trend ist "Das Schwitzlied" für alle Sauna-Besucher und Freunde der männlichen Wellness-Freuden :

https://www.youtube.com/watch?v=EShUQncV8nE

Auch das wird heute mit Bardenmusik verknüpft ... sie muss das Singen zwar noch eine Weile üben,oder ein paar Effekte / Vocal Shaping verwenden. Antares Autotune vielleicht.Aber manche mögen es ja auch klandestin gern genug :

https://www.youtube.com/watch?v=vAjbPpvEClE

Bei Walther von der Vogelweide oder Neidhart war es dann ja doch wieder eher Minne.
Auch hier ein bisschen Preisung, wenn's nicht stört. Weil ich diese Musik neben Renaissance und Techno/Trance eben sehr mag :

https://www.youtube.com/watch?v=DyzpYmszYZ4

bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben (bearbeitet)

Ich glaube , in diesem Thread kommt ein Verlangen nach Bardendichtung zum Ausdruck, ein Traum von der germanischen Welt, eine Sehnsucht nach dem vaterländischen Gedicht, das unser Nationaldichter Klopstock so sehr erstrebte.. Vielleicht könnte man bei dieser Gelegenheit auch die Thing-Spiele wieder beleben, etwa in Freilufttheatern als großes Gemeinschaftserlebnis.


bearbeitet von BillyBudd
Geschrieben

Ich finde auch, dass jemand, der Udo Jürgens für nen Barden hält, damit voll daneben liegt.


Geschrieben

Eine Neuanpflanzung der von Bonifatius gefällten Donareiche würde auch ich begrüßen. Eine nicht ganz so weltumspannende Midgard züchte ich schon in meinem Keller!
Auch eine Irrminsuhl (oder wie heißt die noch?) sollte mal so langsam neu geschnitzt werden.
Und nachdem die Himmelsscheibe von Nebra endlich wiedergefunden wurde, hat Thyssen/Krupp - wie ich aus höchst vertraulicher Quelle erfuhr - vor kurzem damit begonnen, Thors Hammer neu zu schmieden. Endlich wieder Jobs für die Stahlarbeiter im Kohlenpott. Mir scheint, die 3 Ringe das Macht erwachen zu neuem Leben und in der uralten Druidenloge "zum schwarzen Diamenten" gehen seltsame Gestalten um.


Geschrieben

Katja Ebstein hat mal ne LP mit Liedern von Heine eingespielt. Das passt auch ganz gut, wie ich finde.


Geschrieben

Das Wort „Barde“ löst bei mir keine Assoziationen zu den Kelten oder zum Mitelalter aus, sondern es ist für mich ein Synonym zum Wort „Liedermacher“. Liedermacher waren seit Mitte der Sechziger Jahre Sänger, die deutschsprachige Texte verwendeten, aber im Unterschied zu den Schlagersternchen von damals keine seichte Gefühligkeit, sondern politische und gesellschaftskritische Inhalte mitten in die spießige Gesellschaft der damaligen Bundesrepublik transportierten. Die Liedermacher-Festivals auf Burg Waldeck ab 1965 läuteten ganz still und leise die Jugendrebellion der Sechziger Jahre ein. Damals traten Künstler wie Hannes Wader oder Franz Josef Degenhardt auf, die heute noch wohlbekannt sind. In den Siebzigern und Achtzigern begleiteten sie den Widerstand gegen die Atomkraft, die Startbahn West oder den NATO-Doppelbeschluss. Eine besonders authentische Figur ist Klaus der Geiger (ein ausgebildeter Violinist und avantgardistischer Komponist übrigens) aus meiner Heimatstadt Köln, der von seinen anarchistischen Idealen bis heute keine Handbreit abgewichen ist und in äußerster Einfachheit von seinen Straßenkonzerten lebt. 2007 spielte er bei der großen Demonstration gegen den Bau einer neuen Landebahn in Frankfurt nochmals auf: https://www.youtube.com/watch?v=pvaeYOoCfOM

Geschrieben

Yup, der Kollegah hat's drauf. Die Kommentare dort lassen manchmal auf systemangepasste Fuselköppe schließen, die ihn nicht mögen.
Lauter spielen, weiter machen.
'Tanzt kaputt,was euch kaputt macht!' ... mal anders dargeboten.

Hoffmann-Linsen,anyone?


Geschrieben

Es gibt sie.die modernen Barden--2015 war in Nürnberg 40 Jahre Bardentreffen--ein 4 Tagefestival --mit über 200 000 Besuchern,und 9 Bühnen über 400 Musiker aus aller Welt--von Elektro bis Punk ist alles erlaubt--es begann alles
mit einem kleinen Liedermacherwettbewerb 1976--Carolin No, Konstantin Wecker, Heinz Rudolf Kunze
Als Deutschlands größter Barde wird Ludwig Wüllner bezeichnet (Das Hexenlied)


Geschrieben

ach ja ,der krawall kommt dies jahr auch wieder für 2-3 tage in der" kieskuhle zapel"


Geschrieben (bearbeitet)

. . .

bearbeitet von SilverAger
Geschrieben

Nun, wenn es ins politische Lied geht, dann darf auf keinem Fall Hans Söllner fehlen.


Geschrieben

Hallo Ihr Lieben,

wir kommen jetzt mal bitte wieder zurück zum Thema "Barden", BBR bleibt aus einem Thema raus, wenn es ihn gar nicht interessiert und wir veröffentlichen bitte keine Songtexte, denn das ist gesetzlich nicht erlaubt, vielen Dank

LG Topi, Forenteam

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