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" Gutmensch "


fellatio

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Der " Gutmensch " gehört zur Gattung " homo perfectus beneficians ". Er hat im Laufe der Evolution eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit entwickelt, daher nennt man ihn seit einiger Zeit auch oft " Bahnhofsklatsche " oft auch " Teddywerfer ". Sinn seines Lebens ist es,möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und ( Schein) Toleranz zu predigen. Er pflanzt sich fort,indem er andere Menschen zum " Gutmenschentum " bekehrt. Erklärtes Ziel ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen,indem er ständig neue Ideen und Forderungen für mehr "Toleranz " ersinnt, eben der typische Gutmenschen-Blödsinn.
Nun ist es das Unwort des Jahres 2015. Warum genau,konnte ich nicht feststellen.Sind die gemeint,die ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig sind ? "Dumm,naiv und weltfremd ? Das Wort Gutmensch sei eine Beleidigung und werde ironisch verwendet,so die Jury ,die das Wort zum " Unwort " des Jahres gerügt hat.
Ich sehe das Wort als rhetorischen Kampfbegriff in der politischen Rede-Politische Gegner sollen damit als naiv und gutgläubig diffamiert werden.
In der Regel setzen Konservative bis Rechtsextremisten den Begriff ein,um andersdenkende abzuqualifizieren
Genau zu datieren ist der Ursprung des Begriffs laut Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) nicht. Einige Quellen geben den Philosophen Friedrich Nietzsche an der 1887 in seiner " Genealogie der Moral, ähnliche Bemerkungen machte.
Die GfdS nennt als Erstbeleg die Zeitschrift "Forbes",die 1985 "Gutmensch" auf den damaligen IG-M etall Vorsitzenden Franz Steinkühler bezog.
Sprachforscher sehen auch einen Bezug zur Vergangenheit- "Gutmensch " erinnert an NS-Zeit
Seid also vorsichtig bei Verwendung des Wortes " Gutmensch "


Geschrieben

Ich schon wieder ! Die Juroren der Gesellschaft für deutsche Sprache wollen mit der Anprangerung einer bestimmten Wortwahl jedes Jahr Akteure einer nichtlinken Politik treffen. Mir scheint, sie haben "Gutmensch" mit "guter Mensch" verwechselt. Wer sich abrackert, um z.B. Flüchtlingen zu helfen, ist von dem Begriff "Gutmensch" nicht getroffen.
Fellatio hat schon nachgeschlagen. Ich glaube, dass der Begriff "Gutmensch" an den "Neusprech" in Orwells Roman" 1984" erinnert und dort seinen Ursprung hat. Vielleicht findet es einer hier heraus.


Geschrieben

Dazu fällt mir folgendes, zusammenfassende Statement ein:
Ob Gutmensch oder Hundsfott - Horsti wirds wissen!


Geschrieben

Ich weiß es nicht sicher, aber die Verwicklung oder Verwendung des Begriffs in der NS-Zeit ist mir auch schon unter gekommen. Ich dachte früher, das ist eine Umformung von 'guter Mensch', mit der man im Laufe der Zeit tugendhafte,manierenbewusste aber auch eher naive Menschen, solche mit gutem Willen, gutem Herz, zu etwas eher negativ Besetztem degradiert hat.

Gutmenschen scheinen von einem eklektischen Humanismus angeleitet einem Weltwohltätertum zu folgen, oft auch gerade vermeintlich, weil sie das, was ihnen als Wohltätertum zugebracht wird, nicht von den wirklichen Zusammenhängen unterscheiden können. Der Einfalt verfallen, können Gutmenschen so auch leicht instrumentalisiert oder auf eine bestimmte Zielgerade eingestimmt werden. Das "Gute" wird im Gutmenschen zum Spielball der Pole, und so über einige Injektionen mit dem verkehrten Gutgeheißenen wider seine Merklichkeit leicht auch mal zum Esel der Nation.

Oder Hundsfott (?) Wenn so :
A hundsfottzige Sauerei is,ge?

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