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Gedanken


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hey Leute!

Ich weiß nicht, ob das alles hierher passt. Ich habe bei der Beschreibung dieses Threads das Wort „Erfahrungen“ gelesen. Meine Gedanken drehen sich ja um meine Erfahrungen…

Ich mache mir gerade viele Gedanken. Da die Welt groß und jeder Mensch anders ist, kann ich es irgendwie nachvollziehen, dass manchmal Menschen ein bisschen ausgegrenzt werden. Aber ich verstehe nicht, dass Menschen auch innerhalb ihrer „Randgruppe“ Ausgrenzung erfahren.

Ich habe zum Beispiel in meinem Bekanntenkreis junge Eltern, die ihr Kind verloren haben und in einer Selbsthilfegruppe für „verwaiste Eltern“ sind. Ich weiß, dass sie sich mit den anderen Eltern oft gar nicht verstehen.

Das finde ich besonders tragisch. Wieso verstehen sich Menschen nicht, die das gleiche Schicksal teilen? Das sollte nicht sein.

Ich selber war in einer Schreibgruppe. Da habe ich auch gedacht, wir würden uns alle gut verstehen, da wir das gleiche Interesse haben und weil wir vor allem mit so wenigen Menschen über dieses Thema reden können. Aber ich hatte das Gefühl, dass wir einander ein bisschen als Konkurrenten angesehen haben.
 

Die schwule Community könnte auch besser zusammenhalten. Versteht mich nicht falsch. Aber da wird man auch manchmal, wegen einer kleinen Schwanzgröße oder wegen einer Behinderung oder wegen des Alters usw. ausgegrenzt.

Geschrieben

Mir sind hier viele Threads aufgefallen, in denen aufeinander herumgehackt wird: Gays vs. Bi's, Behaarte vs. Unbehaarte usw. Mir scheint, das ist oft eine Frage des Tonfalls - viele vergessen, dass man auch im Internet durchaus höflich sein sollte. Rückschlüsse auf die ganze Community würde ich daraus aber nicht ziehen wollen, dafür bin ich auch zu wenig drin.

Geschrieben
vor 22 Stunden, schrieb Heyyyy955555:

Wieso verstehen sich Menschen nicht, die das gleiche Schicksal teilen?

Weil sie trotzdem verschieden sind.

Nur, weil sie das gleiche Schicksal teilen, muß man sich nicht in anderen Punkten Grün sein.

Geschrieben

man muß sich nicht immer Grün sein, aber man sollte den anderen gegenüber höflich und nicht ausfallend sein, sorry

Geschrieben
Was mir auffällt ist die Intolerantz der Schwulen untereinander,es wird Toleranz eingefordert,aber selbst Tolerant zu sein sind die wenigsten
Geschrieben
vor 18 Stunden, schrieb Waldkater:

Weil sie trotzdem verschieden sind.

Nur, weil sie das gleiche Schicksal teilen, muß man sich nicht in anderen Punkten Grün sein.

Ja. Ich finde, das ist traurig. So sollte es nicht sein. Das nicht einmal eine Gemeinsamkeit Menschen zusammen bringt, ist schade. Ich weiß, das ist alles klar und nichts Neues… aber es deprimiert mich gerade sehr.

Geschrieben

Im Kern verstehe ich, was Du meinst. Was mich etwas stört  ist der Querverweis zu den verwaisten Eltern. Das sind für mich unterschiedliche Problematiken und die mag ich nicht miteinander auf eine Stufe stellen, finde ich zumindest.

Grundsätzlich ist es, für mich, fehlender Respekt voreinander, gepaart mit der Anonymität im Internet.

Geschrieben
vor 24 Minuten, schrieb nick2017333:

Im Kern verstehe ich, was Du meinst. Was mich etwas stört  ist der Querverweis zu den verwaisten Eltern. Das sind für mich unterschiedliche Problematiken und die mag ich nicht miteinander auf eine Stufe stellen, finde ich zumindest.

Grundsätzlich ist es, für mich, fehlender Respekt voreinander, gepaart mit der Anonymität im Internet.

Ja. Das stimmt. Das sehe ich auch so. Ich habe nur meine Geschichten und die Geschichten meines Umfeldes, wo Menschen mit einer Gemeinsamkeit einander nicht verstehen, aufgezählt. 

Geschrieben
Was Du beschreibst ist leider Realität. Meine These ist, dass viele meinen in unserer leistungsorientierte Gesellschaft besser schneller weiter zu sein, als der vermeintliche Konkurrent. Und dann ist eben auch der Mensch der gleichen Gruppe erstmal ein Mitbewerber. Wir haben aus meiner Sicht verlernt Gemeinsamkeiten zu entdecken und diese zu feiern. Und in unserer hektischen Welt ist das auch nicht so einfach. So viele Reize, Impulse, Anforderungen, Herausforderungen machen einen vielleicht blind für Toleranz und Gemeinwohl.
Geschrieben
vor einer Stunde, schrieb Nordeifel-Mann:

So viele Reize, Impulse, Anforderungen, Herausforderungen machen einen vielleicht blind für Toleranz und Gemeinwohl.

Das kann eine Ursache sein, aber es darf doch keine Entschuldigung für das Verhalten sein. Wenn man für sein eigenes Fehlverhalten immer die Umstände als Begründung vorbringen kann, dann ist man ja fein raus und fängt nie bei sich selber an, etwas zu ändern. Schuld sind ja dann immer die Anderen.

Geschrieben
Am 18.5.2023 at 13:20, schrieb Heyyyy955555:

So sollte es nicht sein. Das nicht einmal eine Gemeinsamkeit Menschen zusammen bringt, ist schade. Ich weiß, das ist alles klar und nichts Neues… aber es deprimiert mich gerade sehr.

Nun, es ist aber so. Lass z.B. die einen Anhänger der AfD sein, die anderen entweder tief religiös oder bei der FDP,  schon versteht man, dass das gemeinsame Schicksal verlorener Kinder nicht ausreichen kann, sich einander menschlich zu nähern. Die Horizonte sind zu verschieden. Du musst deswegen nicht traurig sein. Du kannst nur versuchen, es in Deinem Umfeld besser zu machen. Es wird nicht immer gelingen, aber immerhin...

Geschrieben
Am 19.5.2023 at 12:13, schrieb Nordeifel-Mann:

Was Du beschreibst ist leider Realität. Meine These ist, dass viele meinen in unserer leistungsorientierte Gesellschaft besser schneller weiter zu sein, als der vermeintliche Konkurrent. Und dann ist eben auch der Mensch der gleichen Gruppe erstmal ein Mitbewerber. Wir haben aus meiner Sicht verlernt Gemeinsamkeiten zu entdecken und diese zu feiern. Und in unserer hektischen Welt ist das auch nicht so einfach. So viele Reize, Impulse, Anforderungen, Herausforderungen machen einen vielleicht blind für Toleranz und Gemeinwohl.

Schön geschrieben! So ist es! Das deckt sich mit meinen Erfahrungen.

Geschrieben
Am 16.5.2023 at 19:42, schrieb Heyyyy955555:

Wieso verstehen sich Menschen nicht, die das gleiche Schicksal teilen?

Dieser  Satz ist mir zu pauschal, nur weil ich Gay empfinde unterscheidet mich doch vieles von Anderen. Wir teilen, in meinen Augen, eben nicht alle "das gleiche Schicksal" Um ein Beispiel zu nennen, so kann ich zB. mit Jens Spahn keine Gemeinsamkeiten sehen, unsere Sicht von Politik ist diametral anders und nur weil wir zufällig beide Homosexuell sind haben wir nichts Gemein. Vermutlich ist selbst unsere Partnerwahl extrem verschieden?

Ich denke mal, das der Mensch sich, mit seiner Entwicklung, immer stärker zu einem individuellem Wesen  entwickelt hat und dabei seine Gemeinschaftsfähig verloren hat. Man mag es bedauern, aber "Gemeinschaft" wie sie zB. in der DDR (erwachsen aus der Not usw.) bestanden hat, kann ich auch nichts abgewinnen. Nach der Vereinigung war es dann auch schnell vorbei mit der "Schicksalsgemeinschaft".

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb oldysuchtjungy:

Dieser  Satz ist mir zu pauschal, nur weil ich Gay empfinde unterscheidet mich doch vieles von Anderen.

Vielleicht ist, meiner Meinung nach, der Ausgangssatz, auf den Du Dich beziehst, echt etwas unglücklich. Auch wenn Du mit Spahn nicht so viel gemein hast, wirst Du ihm trotzdem den Respekt gegenüber erbringen, den man, oder zumindest ich, erst einmal jedem Menschen gegenüber habe. Natürlich gibt es Menschen, da merke ich, das ich mir weitere Energie sparen kann und geh. Ich würde aber i.d.R. nie körperliche oder verbale Gewalt anwenden.

(Ich hoffe, ich konnte meinen Gedankengang rüberbringen.)

Geschrieben
vor 7 Stunden, schrieb nick2017333:

Ich würde aber i.d.R. nie körperliche oder verbale Gewalt anwenden.

Natürlich verstehe ich dich und teile (bedingt) auch deine Meinung, Ih lehne Gewalt auch ab, doch ich denke darum geht es auch nicht. Ich wollte nur deutlich machen, dass ich @Hyyyy955555 Meinung nicht teile.

Ich empfinde es nicht als "Ausgrenzung" wenn ich nicht auf Dicke oder Behinderte usw. stehe. Auch finde ich es als "Normal", dass ich/man eine andere Meinung äussern kann, ohne das deshalb der moralische Zeigefinger erhoben wird.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 38 Minuten, schrieb oldysuchtjungy:

Ich empfinde es nicht als "Ausgrenzung" wenn ich nicht auf Dicke oder Behinderte usw. stehe. Auch finde ich es als "Normal", dass ich/man eine andere Meinung äussern kann, ohne das deshalb der moralische Zeigefinger erhoben wird.

Da können wir nur mutmaßen, was seine konkreten Beispiele sind. Geht es um normale Diskussionen, oder geht es um das verbale auf einander einprügeln, wenn man eigentlich die selben/ ähnliche Probleme hat und daher eher weiß, wie schwer das Gegenüber es gerade hat.

bearbeitet von nick2017333
Geschrieben

Hey! Danke für Eure Kommentare! Ihr habt euch alle viele Gedanken gemacht. Also ich habe aus einem gewissen Weltschmerz heraus meinen Text geschrieben.
 

Natürlich muss man sich nicht rechtfertigen, wenn man andere Schwule, die Dicken und die Behinderten und auch die Politiker 😊, nicht mag. Das ist ok. Aber ich stelle eben fest, dass man glaubt, sich nur mit einer kleinen Gruppe Menschen gut verstehen zu können - und am Ende versteht man sich vielleicht nicht einmal mit dieser Gruppe. Es fühlt sich manchmal so an, als würde man im Leben immer wieder neu anfangen, weil man nirgendwo vollkommen dazugehört. Das sind alles Dinge, die mich immer wieder sehr nachdenklich stimmen. Mehr wollte ich nicht sagen. 
 

Geschrieben
vor 7 Stunden, schrieb Heyyyy955555:

Es fühlt sich manchmal so an, als würde man im Leben immer wieder neu anfangen, weil man nirgendwo vollkommen dazugehört.

Ja, du hast es treffend ausgedrückt und ich vermute mal, dass du in deinem Leben noch oft zu dieser Erkenntniss gelangen wirst. Wie du solche Situationen umschiffen kannst, da kann ich dir leider keinen Rat geben. Ich denke mal, dass deine Erfahrungen viele machen. Ich kann dir nur sagen; da mußt du stark sein/werden. Mir hat in solchen Situationen oftmals ein Chanson geholfen.

Geschrieben
vor 6 Stunden, schrieb oldysuchtjungy:

Mir hat in solchen Situationen oftmals ein Chanson geholfen.

Grundsätzlich oder ein bestimmter Chanson?

vor 6 Stunden, schrieb oldysuchtjungy:

Wie du solche Situationen umschiffen kannst, da kann ich dir leider keinen Rat geben.

Ich bleibe mir selber treu und fahre damit ganz gut. Alles andere ist in diesen Zeiten schwierig. Ich bin nur froh, das mein mir nahes Umfeld i.d.R. ähnlich aufgestellt ist. 

Geschrieben
vor 16 Stunden, schrieb nick2017333:

Grundsätzlich oder ein bestimmter Chanson?

Mir ist da zB. Robert Long mit dem Titel "Stark sein" eingefallen und ansonsten geben mir Chansongs von Edith Piaf und Chales Asnavour insbesondere, oftmals viel Kraft. Leider ist mein Umfeld sehr unterschiedlich gestrickt (einige sehr Konservativ, im Beruf , und Andere wiederum  sehr progessiv). So gesehen kann ich  @Heyyyy955555 beipflichten:"...weil man nirgendwo vollkommen dazugehört"

  • 8 Monate später...
Geschrieben
Am 16.5.2023 at 19:42, schrieb Deleted-User:

Hey Leute!

Ich weiß nicht, ob das alles hierher passt. Ich habe bei der Beschreibung dieses Threads das Wort „Erfahrungen“ gelesen. Meine Gedanken drehen sich ja um meine Erfahrungen…

Ich mache mir gerade viele Gedanken. Da die Welt groß und jeder Mensch anders ist, kann ich es irgendwie nachvollziehen, dass manchmal Menschen ein bisschen ausgegrenzt werden. Aber ich verstehe nicht, dass Menschen auch innerhalb ihrer „Randgruppe“ Ausgrenzung erfahren.

Ich habe zum Beispiel in meinem Bekanntenkreis junge Eltern, die ihr Kind verloren haben und in einer Selbsthilfegruppe für „verwaiste Eltern“ sind. Ich weiß, dass sie sich mit den anderen Eltern oft gar nicht verstehen.

Das finde ich besonders tragisch. Wieso verstehen sich Menschen nicht, die das gleiche Schicksal teilen? Das sollte nicht sein.

Ich selber war in einer Schreibgruppe. Da habe ich auch gedacht, wir würden uns alle gut verstehen, da wir das gleiche Interesse haben und weil wir vor allem mit so wenigen Menschen über dieses Thema reden können. Aber ich hatte das Gefühl, dass wir einander ein bisschen als Konkurrenten angesehen haben.
 

Die schwule Community könnte auch besser zusammenhalten. Versteht mich nicht falsch. Aber da wird man auch manchmal, wegen einer kleinen Schwanzgröße oder wegen einer Behinderung oder wegen des Alters usw. ausgegrenzt.

Keine Angst du wirst nicht ausgegrenzt von nem Menschen mit Herz.

Es gibt Allerdings einen unterschied ..Ob ich zu einem Mann keinen Kontakt möchte er ein nein nicht verstehen/ hören will und ausgrenzen.

Ich verstehe manche Mitmenschen da nicht ...

Gerade heute auch wieder habe ich einen Angriff abgewehrt der auf meine sexuelle Orientierung gerichtet war ...und der [ Hetero] Kollege war ganz überrascht wie abweisend ich reagierte.

Deshalb mein wiederspruch ...Ich hole dich da ab wo du stehst .Und du musst nicht allen Menschen gefallen !! Es ist schöner einen hsndverlesenen Kreis Menschen um sich hat wo sich mögen / akzeptieren/ lieben.

Geschrieben
Am 24.5.2023 at 15:49, schrieb Deleted-User:

Aber ich stelle eben fest, dass man glaubt, sich nur mit einer kleinen Gruppe Menschen gut verstehen zu können - und am Ende versteht man sich vielleicht nicht einmal mit dieser Gruppe. Es fühlt sich manchmal so an, als würde man im Leben immer wieder neu anfangen, weil man nirgendwo vollkommen dazugehört.

Zuerst muss man sich selber verstehen. Und (wichtig) akzeptieren. Dann kommt alles andere.... und, ja, im Prinzip ist man dennoch oft "zu Zweit alleine". Mein inneres Vorbild sind da die Katzen. Selbständig, genügsam, sie können sowohl Gesellschaft als auch Alleinsein.

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