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Klassische Rollen bei Gays nicht mehr gewollt oder erwünscht.


Anonymous1

Empfohlener Beitrag

Eine Frage an die Commutity, und mich interessiert jetzt nicht wer im Gebüsch oder auf dem Parkplatz welche Rolle hat und wie gut das funktioniert.
Mich beschäftigt eine andere Richtung, die ich noch so kenne, die klassische Rolle in der Beziehung, Freundschaft plus oder wie man seine Schwule Identität auslebt.
Bei mir war es von der Jugend an so, das ich nur die klassische Rollenverteilung kannte. Es gab immer den einen der den Arsch hingehalten hat und den anderen der einfach nur was zum ficken brauchte.
Mein erster Partner war so geeicht und der aktive. e´r wollte nur ficken oder geblasen werden, sein Arsch war tabu. Bei einigen gabs das Klischee, wer sich in den Arsch ficken lässt ist Schwul und der der fickt eben nicht.
Aber darum geht es nicht. Die nächsten partner waren ebenfalls so eingestellt, ficken ja, ficken lassen bloß nicht. So stellte sich bei mir über die Jahre ebenfalls mein Bild dessen so ein. Ich war das klassische fickstück und meine Partner diejenigen die einen wegstecken wollten und konnten. Niemand wollte den Arsch geleckt oder gefickt haben. Nur der eigene Schwanz und das abspritzen war priorität.
Heute ist das ganze Bild verrutscht, heute scheint es den klassischen Stecher und das Bückstück so nicht mehr zu geben oder gewollt zu sein. Irgendwie will heute jeder ficken und gefickt werden. Für jemand wie mich ist das unmöglich und ein Ausschlusskreterium. Mir muss jetzt auch niemand schreiben, ich solle mich öffnen oder mit der Zeit gehen. Könnte ich muss ich aber nicht und will ich nicht und ja ich kann damit leben, kann mir aber trotzdem die Frage stellen, warum das so ist.
Ich bin über die ganzen jahre immer an die richtigen gekommen und alle waren zufrieden. Jetzt zur eigentlichen Frage, wie sehen das die anderen Mitglieder hier? Ich meine jetzt nicht das sich jeder gerne ficken lässt und auch ficken will. Es geht um die Rollenverteilung die völlig verschwommen oder nicht mehr zu existieren scheint. Klar will jeder sein Spaß haben, soll er ja auch. Aber mir fehlen die Männer die kommen, reinstecken wollen, stöhnen abspritzen und glücklich sind ohne selbst den Atsch geleckt oder gefickt haben zu wollen. So gut wie jeder mögliche Kontakt der sich hätte ergeben können lief immer auf die frage hinaus ob ich sein arsch lecke oder ihn auch ficke. Es gab ein paar, die behauptet haben nur aktiv zu sein aber meistens waren es welche die alles und jeden ficken was sich anbietet, auf cruising oder Parkplatzen Pornokino oder sonst wo. Für mich ebenfalls NoGo. Gibt es hier noch Beziehungen oder feundschaften bei euch, wo es so läuft? Einer ist der Mann und der andere die Sie? (für die Redaktion! -so sprach man ja damals kliescheehaft über schwule Pärchen was für mich absolut nicht abwertend war auch wenn es heute gerne so dargestellt wird)
Mich interessiert das Thema, weil ich für mich einfach die Frage beantwortet haben will ob es sich für mich noch lohnt ausschau zu halten oder ich mich letztlich auch von den Männern distanzieren kann oder müsste.
Ich kann tatsächlich nichts mit den Männern anfangen die in beide Richtungen ausgelegt sind. Entweder Mann ist Mann oder er passt nicht zu mir.Mag konservativ klingen und genau darum geht es mir auch, um die klassische Beziehungsstruktur die ich mein laben lang gelebt habe und welche mir so vermittelt wurde, in der ich auch sehr zufrieden und glücklich war. Nur um mögliche Kritik an dem model entgegen zu wirken.

 

Es hat sich nichts geändert, es gibt immer noch Männer, die ganz klar aktiv oder passiv sind. Und es gibt und gab schon immer die Männer die beides sind. Alles wie immer und das wird sicherlich auch so bleiben.

Ich kann deine Erfahrungen zum großen Teil bestätigen, und ich selbst bin nur passiv, suche also auch nur Männer die selbst nur aktiv sind, im Idealfall dominant. Bei einem Versatil eingestellten habe ich immer den Gedanken, ob ihm etwas fehlt weil ich ihn nunmal nicht selbst ficken will oder kann

Guten Morgen, ja, dieses Thema ist ein ziemlich interessantes, da ich dem auch inzwischen vermehrt Bekanntschaft mache, und auch selber häufiger konfrontiert werde. Ich selber Passiv also die klassische Rolle, und daran wird und würde sich in Zukunft nichts auch ändern das ich aktiv werden. Werde inzwischen immer öfters gefragt ob ich ficke ihm den Arsch lecken oder sowas in der Richtung. Nein, wenn du der Aktive (ficker) bist,  dann bist du derjenige der Mich vorbereitet, das ich deinen Pimmel aufnehmen kann, nicht der passive dich lecken und du mich dann ficken. Ich glaube viele haben einfach keine Ahnung, Hauptsache Schwanz rein und fertig. Mein Profil sagt auch nichts anderes, als das ich Passiv bin. Und daran werde ich nichts ändern. Da ist nichts Egoistisch oder Arrogant. Es ist meine Neigung und die werde ich für andere nicht ändern. 

Guten morgen, ich bon ein leidenschaftlicher DWT und trage 24/7 /365 gerne Damenwäsche und suche schon lange einen Herrn der mich zu sein weibchen macht und mich immer zu sein bückstück erzieht, und wenn er meinen körper auch verändern möchte dann darf er das machen das ich für immer seine Frau werde. Schönen Tag noch

Es wirkt so, als hättest du kein Selbstbewusstsein, da du anonym schreibst, und dein Text macht eigentlich keinen Sinn. Er spiegelt lediglich deine sexuellen Vorlieben wider, hat jedoch nichts mit dem Schwulsein oder Nicht-Schwulsein, Mann oder Nicht-Mann zu tun. Somit hat es auch nichts mit den klassischen Bild zutun 

Hallo Anonymus, ja, dieses Klischee gibt es und ich selbst habe meine Jugendzeit auf dem Bauch liegend verbracht. Metaphorisch gesprochen. Es hat mich überhaupt nicht interessiert, einmal aktiv zu werden. Dann habe ich mich für eine Zeit zurückgezogen, um als Ficker zurückzukommen. So geil ich früher darauf war, gefickt zu werden, so versessen bin ich heute auf ein fickgeiles Stück, das meinen Schwanz in sich aufnimmt. Ich kenne beide Seiten und habe such schon früher Männer kennengelernt, die beides auf einmal wollten. Ich finde, Du solltest Dir keinen Kopf machen. Wenn Du Dich einem Ficker hingeben willst, dann tue das ohne so viel darüber nachzudenken. Ich würde mich über so eine aufnahmefähige Männerfotze immer freuen. Und mein Arschloch würde ich mir auch gerne auslecken lassen. Alles Gute!

Jetzabermalehrlich

Kann es sein, dass du in deinem Post so ziemlich alles was die schwule Welt an Klischees und Schubladendenken bietet, durcheinanderwirbelst.

Die Wahrheit ist: jeder Mensch ist anders.

Viele Aspekte, die du anschneidest, fallen mir auch auf.

Massenweise devote/passive Männer, die in ihrer Suche ganz genau beschreiben, wie sie genommen/benutzt/gedemütigt werden wollen. Da stelle ich doch mal die Frage: Ist irgend ein Aktiver/Dom bereit, diese Anforderungsliste genau so abzuarbeiten? Wohl eher nicht.

Auf diesen Plattformen werden keine Kontakte mehr geknüpft, sondern "Bestellungen ans Universum" geschickt.

Sex, insbesondere guter Sex ist immer eine Interaktion zwischen (mindestens) zwei Männern. Da hilft manchmal die alte chinesische Weisheit: "Sprechenden Menschen kann geholfen werden" ziemlich gut weiter.

Wenn sich zwei Kerle nicht auf Augenhöhe begegnen und nicht beide die Bereitschaft haben, den jeweils anderen auch wahrzunehmen, wird es mindestens für einen der beiden unbefriedigt ausgehen. Da ist das Gejammer natürlich groß. 

Ich finde es auch bedauerlich, dass die echten, interessanten Begegnungen mit Lebenden immer seltener werden, obwohl die Möglichkeiten zum kontakten so viel einfacher geworden sind. Das ist meiner Meinung nach der Tastenwichersei geschuldet und lässt sich wohl auch kaum zurückdrehen.

Beim Lottospielen steht immer: Chancen 1 : 140 Mio.

Das ist wohl auch hier die realistische Quote und trotzdem stirb die Hoffnung zuletzt. 

Hallo,

das empfinde ich als eine interessante Frage, auf die ich wie folgt antworten möchte:

Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Sie hat Grautöne und ist sogar häufig bunt. Das macht das Leben doch erst interessant, oder?

Warum sollte Sexualität also schwarz-weiß gesehen werden, wenn jeder Mensch andere Bedürfnisse hat und diese Bedürfnisse sich im Laufe des Lebens sogar verändern können? Ich empfinde es grundsätzlich als Fortschritt, alte Kategorien zu hinterfragen und auch zu verlassen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder es „bunt“ mögen muss oder seine eigenen Vorstellungen aufgeben sollte.

Vielleicht hat sich deshalb auch weniger die Sexualität selbst verändert als unser Umgang damit. Eine feste Rolle wie „der eine ist immer der Aktive, der andere immer der Passive“ muss für mich kein Widerspruch zu einer modernen Vorstellung von Sexualität sein. Wenn zwei Menschen genau diese Rollenverteilung für sich möchten und damit zufrieden sind, ist das für mich genauso legitim wie jede andere Konstellation.

Entscheidend ist für mich nicht, wie modern oder konservativ ein Modell wirkt, sondern ob es für die Beteiligten funktioniert.

Wie viel „Farbe“ man mit einem Partner zulässt, ist letztlich eine Frage der persönlichen Grenzen und der Absprache. Man muss nicht alles ausprobieren, nur weil es heute möglich oder gesellschaftlich akzeptierter ist.

Vielleicht ist genau das auch der Punkt: Es muss nicht für jeden alles passen. Entscheidend ist, dass Menschen mit ihren jeweiligen Vorstellungen jemanden finden, mit dem es passt.

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