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Warum empfinde ich als (Trans)Frau eine Hassliebe gegenüber meinem Penis? - (M)Ein Bericht aus meinem Alltag


TV-Jennifer

Empfohlener Beitrag

Gays haben es leicht, sie müssen im Alltag ihren Penis nicht verstecken, auch die meisten Sissys die ich im Chat treffe sind nur Teilzeit-Frauen - sozusagen nur Sissys wenn es um Sex geht und im Alltag wieder männlich.

Als (Trans)Frau habe ich es nicht sooooooooooo leicht wenn es darum geht meinen Penis zu "handeln". Viele sprechen mich immer wieder darauf an "...Jennifer warum lässt du dir keine GAOP machen?" oder anderes ausgedrückt: Penis ab, dafür eine Vagina. So einfach ist das aber nicht. Grundsätzlich stehe ich künstlichen-chirurgischen Eingriffen ängstlich gegenüber, andererseits bin ich G A Y wo ein Penis doch immer wieder benötigt wird ;)

Hassliebe mag ein übertrieben gewählter Ausdruck sein, beschreibt meine Situation dennoch recht passend - oder detailiert ausgeführt sieht das so aus:

Hass: im Alltag kommt es für mich immer darauf an meinen Penis entsprechend unter der Fashion kaschieren zu müssen. Bei normaler Oberbekleidung ist das kein Problem, ganz anders sieht das bei figurbetonter Mode aus wo sich bsw. bei einer Leggings deutlich ´ne Beule im Schritt abzeichnet. Um das zu verhindern muss ich tucken was nichts anderes bedeutet, das Hoden und Penis per Tuckinghöschen so im Schritt versteckt werden das sie nicht mehr auffallen. Eine Penisbeule ist danach nicht mehr sichtbar, dafür ein weiblicher Schrittbereich. Das sich das nicht sonderlich bequem anfühlt (wenn Hoden und Penis zusammengequetscht werden) versteht sich von selbst. Besonders der Toilettengang (unterwegs) wird immer zur Herausforderung da hinterher wieder alles passend gerichtet werden muss - nerivg...:disappointed_relieved:

Auch die Wahl der Unterwäsche beschränkt sich meist nur auf Höschen / Hipster, während es schwer ist passende Tangas, Strings oder String-Bodys zu finden wo nicht direkt die Eier an den Seiten herausplumpsen...shame!

Auch mit einer Morgenlatte aufzuwachen empfinde ich wenig feminin. Es ist ein typisches Männermerkmal, aber als weiblich-orientierte Person ist es quasi ein No-Go so den Tag beginnen zu müssen. Würde ich diese Form der Erregung "stehen lassen", bekäme ich meine Penisbeule unter der Fashion nie kaschiert. Also muss diese so schnell wie möglich gemolken werden!


Liebe: unter diesem Aspekt spricht in erster Linie meine Gay-Hingabe aus mir. Sexuell benötige ich für mich nicht unbedingt meinen Penis, als "Schwanzmädchen" habe ich aber so die Möglichkeit anderen ihre sexuellen Wünsche (mit meinem Penis) zu erfüllen. Ich bin ja nicht ohne Grund gay und dazu gehört eben auch für mich (m)ein Schwanz. Sozusagen behaupte ich, das ich meinen Penis wirklich nur für sexuelle Dinge benötige.


Aus meinem Alltag: Grundsätzlich versuche ich täglich so wenig "Kontakt" wie möglich mit meinem Penis zu haben, lediglich bei der Hygiene/Dusche steht er im Fokus - und da ich meine Vorhaut stets zurückgerollt (also Eichel liegt blank) trage hat die Hygiene für mich eine große Bedeutung. Pipimachen tue ich stets im Sitzen, händisch habe ich dabei keinen Kontakt zu meinem Penis. Die letzten Pipitropfen tupfe ich sanft mit einem Stück Klopapier ab. Dieses "Penis-nicht-anfassen" funktioniert für mich im Alltag sehr gut, kein Wunder denn seit fast 15 Jahren mache ich das so - also mittlerweile reine Routine für mich.

Ich muss auch erwähnen, daß es mir NICHT wie Transsexuellen geht die vorm Spiegel stehen, weinen weil sie einen Penis haben und ihn am liebsten mit ´ner Schere früher als später abschneiden würden...NOPE!!! Ich bin NICHT Transsexuell, mein Penis ist ein Teil von mir der für mich Vor- und Nachteile mitbringt. Er bestimmt nicht meinen Alltag, aber doch sehr meine Sexualität.

Irgendwie ist es trotzdem ein Zwiespalt für mich als (Trans)Frau täglich mit meinem Penis konfrontiert zu werden. Äußerlich werde ich weiblich wahrgenommen, unter dieser Schale verbirgt sich jedoch dieses kleine Geheimnis - für jeden unsichtbar. Wird "ER" benötigt ist er immer zur Stelle und tut seinen Dienst ;)

 

Liebe Grüße, Jennifer

Ich bin als TransMANN auch ohne Penis glücklich . Aber ich bin froh , dass ich die Brüste los bein .

Jennifer Du machst Dir viel zu viele Gedanken! Du haderst zwar mit Dir, aber richtig leiden tust Du anscheinend nicht, der Leidensdruck nicht so hoch, sonst hättest Du es ja schon längst geändert.

Du trägst auch nicht dauerhaft KG wo es so kleine gibt, dass es fast keine Beule gibt, sondern nur noch die Hoden zu sehen sind.

Du nimmst doch sicher schon sehr lange Hormone, bedeutet doch, dass beides schrumpft und man genau diese Tatsache doch besser des Schrumpfens fördern kann.

Also Penisträger ist es ja auch viel einfacher dann diese zwar sehr schmerzhafte aber aus meinen realen Erfahrungen von TG die diesen Weg gegangen sind, nur positiven Erfahrungen.

Die Transmänner haben da viel größere Probleme und ich höre nur ich habe Angst das ich keinen O mehr haben könnte und auch der Penis ist halt nicht echt und da kommt halt kein Sperma raus. Es gibt heute so echt anfühlende Strapon, dass sich dann ein Mann so helfen kann um sich auch sexuell als Mann zu fühlen und mal zu verstehen, wie viel Arbeit Männer doch beim Ficken haben. 🤣

Aber das mal als Spaß zum ernsten Thema.

Was mich total wundert, dass Du selbst immer noch ficken möchtest. Das habe ich in der Realität noch nie von einer Transfrau gehört.

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