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Sorgfältig angezogen. Herrlich zerzaust zurück.


FemmeForHim

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(bearbeitet)

Sorgfältig angezogen. Herrlich zerzaust zurück.

Den ganzen Tag begleitet mich dieses kleine Geheimnis.

Feine Spitze auf der Haut, verborgen unter ganz gewöhnlicher Kleidung. Niemand sieht sie, niemand ahnt etwas – und trotzdem spüre ich sie bei jeder Bewegung. Dazu seine Nachrichten, erst harmlos, dann immer ein wenig zweideutiger. Gerade genug, um dieses leise Kribbeln den ganzen Tag über nicht mehr ganz verschwinden zu lassen.

Als ich endlich nach Hause komme, weiß ich längst, dass ich ihn später sehen werde.

Ich dusche lange, creme meine Haut ein und nehme mir mehr Zeit als sonst. Ein wenig Parfum. Dann öffne ich die Schublade und entscheide mich ganz bewusst gegen die brave Variante.

Heute darf es deutlich verdorbener sein.

Feine Spitze, Strapse, etwas, das eigentlich viel zu schön ist, um es zu verstecken. Darüber meine normale Kleidung. Schon auf dem Weg zu ihm gefällt mir der Gedanke, dass niemand auch nur ahnt, was darunter steckt.

Bei ihm verschwinde ich noch einmal kurz im Bad.

Ich ziehe meine Kleidung aus, richte die Wäsche, streiche die Spitze glatt, kontrolliere die Strapse und betrachte mich einen Moment im Spiegel. Dann ziehe ich nur noch den Kimono darüber und binde die Schleife.

So trete ich vor ihn.

Sein Blick bleibt sofort an mir hängen.

Ich sage nichts. Muss ich auch nicht.

Er kommt näher, greift nach der Schleife und zieht langsam daran. Der Kimono öffnet sich – und für einen Moment beobachte ich nur sein Gesicht.

Dieser Blick.

Eben noch neugierig, jetzt deutlich weniger beherrscht.

Genau dafür habe ich mir die ganze Mühe gemacht.

Was danach passiert, braucht nicht viele Worte. Irgendwann verschwimmen Spitze, Parfum, seine Hände, Er, seine Nähe und dieses Kribbeln, das mich schon den ganzen Tag begleitet hat, zu etwas sehr viel verdorben Unordentlicherem.

Aus Verlangen wird Leidenschaft. Und aus Leidenschaft ziemlich schnell pure Verdorbenheit.

Als er schließlich mit mir fertig ist und sich genau das genommen hat, was ich ihm nur zu gern überlassen habe, sehe ich an mir hinunter.

Der Kimono liegt irgendwo. Ein Träger der Dessous sitzt nicht mehr dort, wo er hingehört, die Spitze ist verrutscht und meine sorgfältig gerichteten Strapse haben ihre Ordnung längst aufgegeben.

Ich muss lächeln.

So viel Mühe beim Anziehen …

… nur damit ein Mann daraus so ein herrlich schönes Chaos macht. 😈

bearbeitet von FemmeForHim
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