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Katholische Kirche und Schwule

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Geschrieben

Kardinal Lehmann hat sich (nach einem Bericht der WELT von heute) zu dem Bekenntnis durchgerungen: Niemand weiß, weshalb es Homosexualität gibt. Daraus schließt er messerscharf, dass man Toleranz üben müsse. Auch verheiratete Priester kann er sich vorstellen, Frauen als Priesterinnen aber( Gott sei Dank) nicht.
Noch toller der Diskussionsbeitrag der Partei bibeltreuer Christen (PBC). Sie argumentiert: Mit Behinderten muss man schonend und tolerant umgehen.Schwule sind Behinderte. Also muss man mit ihnen tolerant umgehen. Schün und logisch präzis, nicht wahr?
Wie stellen wir uns denn zu solchen Helfern und Menschenfreunden?

checker
Geschrieben

es ist meist ein grober fehler, einzelne zitate aus einer veröffentlichung pauschal hervor zu heben und sie
scharf zu kritisieren, ohne den gesammten sachverhalt zu kennen und auch in seiner gesammten übrigen
komplexität zu verstehen. wir foren-user können uns nicht anmaßen, mit kardinal lehmann auf eine stufe
interlektuell zu stehen. das erstmal grundsätzlich dazu.

die in meinen augen ewige schwachsinnige argumentation und haltung gegenüber schwulen christen war
doch schon immer menschenverachtend und wird auch niemals von mir toleriert und diskutiert. warum es
homosexualität gibt kann also niemand beantworten, genauso wenig weshalb es die kirche mit ihrem gott
gibt. ich bin jedenfalls sehr froh und glücklich über meine eigene homosexualität und möchte keine andere
sexuelle identität. ich toleriere jede glaubensausrichtung in unserem land, solange ich mein schwul sein
frei ausleben kann und darf. jede kirche geht mir mit ihren überzeugungen völlig am arsch vorbei, weil ich
die kirche für meinen eigenen glauben überhaupt nicht brauche. die menschen, die sich an kirchen binden,
klammern und bevormunden lassen sind zu bedauern, ihnen fehlt vllt der sinn und die kraft für ihr eigenes
frei und selbstbestimmtes leben.

zum schluss sei noch erwähnt, ein behinderter will gewiss keine schonende behandlung, sondern eine
gleichstellung, keine ausgrenzung oder abschiebung mit einer speziellen rücksichtsnahme und sonder -
behandlung.

das menschenbild des kardinal lehmann mit seinen überholten ansichten und erkenntnissen ist seine
eigene sache, aber müssen wir uns davon ernsthaft weiterhin im jahr 2013 beeinflussen und für dumm
verkaufen lassen?


Geschrieben

Natürlich stehen wir nicht mit Kardinal Lehmann "interlektuell auf einer Stufe".Daraus sollten wir aber nicht schließen, dass wir deshalb geradezu Freigang haben, auf Leute dieses Kalibers also gar nicht hören müssen.Klar sind wir frei und selbstbestimmt, brauchen weder Kirche noch irgendwelche denkerische Nachhilfe anderer Art.Wir zimmern uns auf der Basis reicher interlektueller Möglichkeiten unser eigenes Menschen- und Weltbild.
Mich interessiert, wie die Vertreter der Kirche ( vor allem die gemütlich-dicken Brüder Sanftleben wie auch Kardinal Marx) so allmählich Positionen räumen, verlegen mit dem Zeitgeist das Lager teilen.
Da muss es doch für uns Schwule Möglichkeiten geben. Attacke frei auf die trudelnde Mutter Kirche!


Minotaurus
Geschrieben

Bischöflicher Zeitgeist ist es, mit einem Erster-Klasse-Flug nach Indien zu reisen, um dort arme Waisenkinder zu beglücken. Und ebenso Zeitgeist ist es, darüber - wie der Limburger Bischof Tebarzt-van Eltz es getan hat - eine falsche eidesstattliche Versicherung abzugeben. Geraume Zeit wird es noch dauern, bis die katholische Kirche und deren Würdenträger in ihrer Gesamtheit gesellschaftspolitisch in der Jetztzeit angelangt sind. So besteht auch die Hoffnung, die katholische Kirche werde sich dereinst von ihrer antihomosesuellen Einstellung entfernen. Was zu dieser Hoffnung berechtigt? Nun - die katholische Kirche glaubt (ebensowenig wie die evangelische Kirche) nicht mehr als die Weisheiten aus dem "Hexenhammer" und hat nach über 350 Jahren Galileo Galilei rehabilitiert. :-D


Geschrieben

Lieber @Minotaurus So kommen wir in keine Diskussion. Selbst bescheidene Kollegen von mir flogen um die Welt, waren für Amnesty International in Brasilien und Indien und Burundi und..und.. Und da will die deutsche Sumpfpresse dem Limburger Bischof zu Leibe rücken? Jämmerlich, Das ist Verlogenheit in Potenz!- Ich hoffe für uns alle, dass möglichst wenige in der "Jetztzeit" ankommen. Schon Schopenhauer sprach ironisch über dieses "Projekt".


Minotaurus
Geschrieben

Lieber @Nuwas, seit wann gilt für geistliche Würdenträger nicht mehr das achte Gebot? Denn mit dem "falschen Zeugnis" ist auch die Lüge gemeint. Nicht von ungefähr sind die Strafen für Meineid, bzw. falsche eidesstattliche Versicherungen, recht hoch. Dies beruht auf der Justizgeschichte des Eides. Der nämlich wurde (und wird teilweise auch noch heute) bei Gott geschworen. Daher galt der Meineid über Jahrhunderte hinweg als Verbrechen gegen Gott und wurde mit dem Tod bestraft. Der Meineidige hatte sich mit seiner Tat aus der Gemeinschaft der Gläubigen und damit generell aus der Gesellschaft ausgeschlossen.
Der Limburger Bischof wurde sogar in Bild und Ton der Lüge überführt, weshalb die Staatsanwaltschaft zur Tat schritt. Das ist beileibe keine Erfindung der "Sumpfpresse", zu der in diesem Fall auch die "FAZ" und "Die Welt" gehören, sondern leider die verwerfliche Handlungsweise eines hohen Geistlichen. Und der soll das leuchtende Vorbild für seine Glaubensschäflein sein?


checker
Geschrieben

Schweifen die letzen Beiträge nicht ein bisschen vom Eingangsthema ab? Nun gut, vielleicht...
Ist es den geistlichen Würdenträger vielleicht nicht bewusst, wenn sie lügen und Unwahrheiten
überall unter ihren gehorsamen Schäflein verbreiten? Die hohen Geistlichen dienen den Menschen
als Vorbilder und vertreten Gott auf Erden. So ein Bischof oder Papst steht Gott sehr nahe, daher
sind seine Handlungsweisen nicht zu hinterfragen oder zu kritisieren. Wer mit und durch Gott
argumentiert hat schon mal das Recht auf seiner Seite. Warum sind überall irgendwelche Götter
die oberste Instanz für die alleinige Wahrheit der Menschen, welche Logik steckt dahinter? Ein
Gott kann nur in uns selbst ein leuchtendes Vorbild werden, für einem selbst und für andere.
Die Deutsche Wehrmacht und Hitler waren auch mit Gott, er stand ihnen bei der Vernichtung
der Juden bei. Alles geschied in Gottes Namen und später wird dir durch Gott vergeben. Wenn
Gott gut und böse in einen Topf wirft, dann kommen eben leider solche Gestalten wie der Limburger
Bischof dabei heraus.

Bei Gott etwas zu schwören ist völliger Schwachsinn, es ist eine Steigerung und Überhöhung. Es
reicht völlig bei der Wahrheit zu bleiben und das zu beschwören.

Zurück zum Kern vom Eingangsthema:
Kann uns denn nun irgendein User weiterhelfen, warum es Homosexualität gibt und warum man
diesen behinterten Menschen auch noch Toleranz entgegenbringen soll? In der Tierwelt soll es
sowas ja auch zu hauf geben. Jemand von der schwulen Kirche ist wohl nicht hier und möchte
sich dazu äußern?


Geschrieben

@Minotaurus Ich bin mir durchaus bewusst, dass es besonders verwerflich ist, einen Meineid zu schwören. Es ist nur fraglich ,ob der Bischof von Limburg bewusst die Unwahrheit gesagt hat.Er ist seit einiger Zeit das Opfer einer Medienkampagne (Die FAZ mit dem unsäglichen Daniel Deckers und Volker Zastrow werkelt da eifrig mit). Was ihm in der Hauptsache vorgeworfen wird (Thema:Lebensführung) ist- und das ist für uns interessant, gibt es doch keinen schlimmeren Vorwurf- , dass er die "Nähe seines schlanken Chauffeurs mit gegelten Haaren" sucht.
Zur Hauptsache zurück: Kardinal Lehmanns Verlegenheit amüsiert mich. Er argumentiert, indem er mit einem Auge auf die Offenbarung blickt, mit dem anderen aber auf den Zeitgeist, und der gewinnt am Schluss immer. Den Kampf mit ihm aufzunehmen, ist der wohlbeleibten Eminenz dann doch zu beschwerlich.
Dass wir von der Partei bibeltreuer Christen als Behinderte eingeschätzt werden, hat viele Vorteile. Vielleicht gesteht man uns einen Behinderungsgrad von 80% zu, dann haben wir freie Fahrt in Bus und Bahn, dazu freien Eintritt in allen Museen und Theatern, damit wir so am "kulturellen Leben" teilnehmen können.
Wer weiß, vielleicht stehen Jungen dann im Bus für uns auf, und wir können ihnen dann Süßigkeiten geben.


Geschrieben

Mein freund schrob da mal das dazu :

citat =Katholiken sind aufgrund einer psychisch-geistigen Behinderung, die ihr Weltbild laufend unzeitgemäß verkleinert hält, mit Mitleid zu behandeln.=citat ende

klingt doch vertret bar.

die erklärung is och gut : http://www.youtube.com/watch?v=Wthnx9s21Y4

Geschrieben

Große Dinge kündigen sich an: Nach einer Meldung in der heutigen WELT fordert Papst Franziskus dazu auf, die Homosexuellen "mit Barmherzigkeit zu begleiten". Manche werden von einem solchen Wort ganz begeistert sein. Ich denke , es wird von derselben Art wie die berühmte "Sterbebegleitung" sein, Gutgemeintes ohne rechte Konsequenz.


HaJo
Geschrieben

Sorry, aber meine Begeisterung über diesen Ausspruch hält sich sehr in Grenzen.
"Mit Barmherzigkeit begleiten" klingt für mich nicht "gutgemeint" sondern eher herablassend.
Barmherzigkeit klingt nach Gnade, nach Mitleid und Vergebung von Fehlverhalten.
Darauf kann ich sehr gut verzichten.


Libra
Geschrieben

Es ist aber mehr im Sinn der Fürsorge und verrate mir doch mal bitte, welcher Papst sich zuvor diesem Thema so gestellt hat, dass die Moral an zweiter Stelle kommt? Ich kenne keinen.


HaJo
Geschrieben

Wieder so ein Wort: "Fürsorge"
Behinderte brauchen Fürsorge. Verfolgte brauchen Fürsorge. Waisenkinder brauchen Fürsorge.
Schwule brauchen keine Fürsorge sondern Akzeptanz und Respekt.
"Fürsorge" gegenüber Homosexuellen hat den bitteren Beigeschmack von "ja, aber"


Libra
Geschrieben

Fürsorge war vielleicht das falsche Wort. Barmherzigkeit ist aber eine Haupttugend nicht nur der katholischen Religion und in dem Sinn solltest Du das begreifen. Die letzte Frage übrigens hast Du mir nicht beantwortet.


HaJo
Geschrieben

Du meinst dass bei Franziskus die "Moral" an zweiter Stelle kommt ???
Mag ja sein dass sich keiner seiner Vorgänger in dieser Art und Weise über Homosexualität geäussert hat:
Moral sollte aber im Zusammenhang mit Homosexualität nicht an zweiter Stelle stehen,
sondern überhaupt keine Rolle spielen.


Libra
Geschrieben

Kein anderer Papst hat zuvor die Tür so weit aufgemacht und uns gegenüber eine derartige Toleranz entgegen gebracht. Auch wenn Du es sehr kritisch siehst; ich sehe da sehr wohl einen Wandel. Wir können allerdings nicht erwarten, dass jetzt deshalb die Dogmen geändert werden. Was er geschaffen hat - und das kannst Du wohl kaum bestreiten, ist ein neues Verständnis. Er scheut sich nicht, es offen anzusprechen und die Reaktionen sind da fast durchweg positiv.

Geschrieben

Mit Recht wird überall darauf hingewiesen, dass Papst Franziskus nichts anderes sagt als sein Vorgänger, der Ähnliches schon in den Katechismus aufnehmen ließ. Darüber hatten wir schon in anderen Threads gesprochen.Aber immerhin spricht Franziskus in einem anderen Stil und will die Dinge auch niedriger hängen.Fragen wie Abtreibung, Homosexualität und Rolle der Frau verlieren so die Großbeleuchtung, machen nicht mehr das Zentrum des Glaubens aus, sind "Kleinigkeiten."
Das muss man schon verzeichnen.Auf diese Weise haben sich schon viele Veränderungen angekündigt und ganz still vollzogen. Wir sollten an dieser wichtigen Stelle der Entwicklung deshalb keine Totalkapitulation der Kirche verlangen,obwohl man sich nicht gerne der Gruppe der "Behinderten", des Mitleids Bedürftigen zugezählt sieht.


Geschrieben

Was auch Franziskus und alle Theologen mögen sagen,
Es gibt auf der Welt nichts Schöneres als Jungens jagen.
Der respektablen Menschen dies der Sport,
Ohne Jungs, das Leben nur ein langer Mord!
Wer ohne lebt, nicht zu leben verdient hat der,
Nur sie geben dem Dasein Würde und noch vielmehr:
Einen einzigen Ausgang kennt die Welt,
Es ist ihr Arsch, der führt zum Himmelszelt.
Moral hat keinen Wert, die von Sternen nichts weiß,
Wer um Natur sich kümmert, möge versinken im Scheiß.


fellatio
Geschrieben

Der Argentinier hat das Klima der Kirche verändert,es unterscheidet sich von dem seines Vorgängers Benedikt gewaltig ,der Schlüsselbegriff für Franziskus lautet Barmherzigkeit, für das Kirchenoberhaupt zählt die Liebe Gottes und die Barmherzigkeit weit mehr als die katholische Lehre .Erst derGlaube,dann die Moral. So läßt sich diese Haltung verstehen .Geändert hat sich damit die Gewichtung .Franziskus zeigt sich erneut als ganz großer Kommunikator .Worauf er abzielt ,ist eine offene und menschenfreundliche Kirche,die niemanden ausgrenzt--Schwule und Lesben nicht und Frauen nach einer Abtreibung auch nicht .Eine Beliebigkeit der Werte ist damit keineswegs verbunden.
"Behutsam leitet der Pabst eine beeindruckende Reform ein,die hoffen läßt,auch im Hinblick auf die römische Kurie und die Rolle der Frau in der Kirche.Doch wer Franziskus in Schubladen wie liberal oder konservativ einordnen will,läuft fehl .Diese starren Kategorien werden ihm nicht gerecht." Schreibt Christof Haferkamp in einem Kommentar der ON.


Geschrieben

Ode für Terbartz-van Elst

Wenn es nach hysterischen Frauen und Moralossis
Bar jeglicher Latinität gegangen wäre,
Hätte es auch nie eine Sixtinische Kapelle gegeben.
Schade, dass das Wetter in Limburg so schlecht ist,
Sonst könntest du statt Kois in deinen Teichen
Wie ich weiß nicht welcher der Cäsaren
Oder war es einer der Renaissance-Päpste in seinem Belvedere?
Nackte Jungens schwimmen lassen,
Die an deinen Füßen knabbern, während du dein Brevier liest.
Salut! Und Heil dir, erhabener Kämpfer wider die Diktatur der Nützlichkeit.
Ein unterirdischer Raum voller Reliquienschreine aus Birnbaumholz im Prada-Look,
Hey, wie cool ist das denn!
Einzig die Unfruchtbarkeit ist edel und würdig.
Einzig das Töten dessen, was niemals war,
Ist erhaben, pervers und absurd.
Und in Afrika habe die Menschen kein Brot?
Na, dann sollen sie doch Kuchen essen.
Lass hysterische Frauen und die Lutherfressen der Neuzeit
Sich über 1. Klasse Flüge in die Slums von Kalkutta aufregen.
Trink du nur weiter deinen Chablis und lies in deinem Brevier.
Ohne dich wäre in Deutschland nur noch alles Marietta Slomka,
Ohne dein Limburg alles nur noch ein einziger ICE-Bahnhof.
Auch auf der Documenta im scheelen Kassel
Meinen sie alle 5 Jahre gegen die Diktatur der Nützlichkeit zu kämpfen
Und es ist doch nur immer ICE-Bahnhof.
Weil sie in Wahrheit immer schicklich
Nur um das Wohlgefallen von Marietta Slomka kämpfen.
Salut! Und Heil dir, der du unschicklich und ohne Vorberechnung
Wider die Diktatur der Nützlichkeit kämpfst
Und erhaben, pervers und absurd
Nicht das Wohlgefallen von Marietta Slomka findest.
Credo quia absurdum est.
Mach weiter, halt durch!
Wir glauben an dich.

Minotaurus
Geschrieben

Zur Ergänzung: Es war der römische Kaiser Tiberius, der die von ihm "Fischlein" genannten Knaben um sich herumschwimmen und von ihnen auf allerlei Art liebkosen ließ.


Geschrieben

Eckermann ich danke dir!


fellatio
Geschrieben

TOLTEK-HEAD---Du Goethe ?? Mino Eckermann?? Eckermann war nie Goethes Sekretär--wie oft behauptet wird.Goethe war sein Idol, sein hochgeschätzter Lehrer, er war sein gelehriger Schüler. Nicht ohne Herablassung nannte Goethe den ihm ergebenen Helfer den " braven Ackermann" der eine einfache Seele" ist.


Geschrieben

@Toltec Dein "Eckermann" zitiert allerdings das Waschweib unter den rümischen Historikern, Sueton,, gewissermaßen die römische Bildzeitung. Mit Anekdoten dieser Art machte er sich wichtig und geilte den vornehmen Pöbel Roms auf.Damit hat er auch das Andenken an einen der tüchtigsten Caesaren besudelt.-
Während dein "Jungens"-Gedicht mir zu direkt ist, finde ich deine Ode auf Tebartz-van Elst bewundernswert.. Sie nimmt sich eines Verfolgten argumentativ an und teilt auch aus gegen eine unerträgliche Besserwisserin wie die Slomka. -Bischof Tebartz stammt hier vom Niederrhein, aus dem Marienwallfahrtsort Kevelaer, und ist ein brünstiger Verehrer der Gottesgebärerin. Sein Vater besaß viel Land ,und man aß in der Familie schon mit Messer und Gabel. Daher wünscht er sich auch in Limburg ein stilvolles Ambiente. Selbst die Menschen in seiner Umgebung sind offenbar aus ästhetischen Gründen ausgewählt.
Sein Vorgänger, der Bischof der Armen Kamphaus, wollte es populärer und radelte in Imitation eines fantasierten Urchristentums bei Wind und Wetter durch die Gassen.


Geschrieben

Sueton kann in der Tat jeder zitieren. Um die Vorlage für mein Jungens-Gedicht zu finden und dieses dementsprechend zu goutieren, muss man schon ein wenig GEBILDET sein. Das aber ist heutzutage beileibe nicht jeder. Ob Tebartz-van Elst die Vorlage kennt? Bestimmt! Der Mann ist Humanist. Soll ich euch seinen Nick verraten?



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