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Nubien
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Neues Spiel: Hauptwörter aus dem letzten Buchstaben ein neues Wort bilden
Sedsed antwortete auf das Thema von Tiger62 in Gay Fun & Games
Nachtigall -
Das zusammengesetzte Hauptwörter Spiel
Sedsed antwortete auf das Thema von Deleted-User in Gay Fun & Games
Waldluft - Heute
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Reiterstellung - so oder so...?
Rincewind1980 antwortete auf das Thema von TV-Jennifer in Gay Sex Forum
Ich neige in der Position dazu schnell die Kontrolle zu übernehmen weil ich es liebe das Tempo bestimmen zu können vorzugsweise möchte ich meinem Partner dabei in die Augen schauen und ihn berühren können/mich berühren lassen. -
Analverkehr gleichzeitig mit drei Männern
Polina antwortete auf das Thema von andi62 in Gay Sex Forum
Ich hab die Schwänze lieber gerne nacheinander.😁🥰 -
"Tittenfick" - Auch für Gay-Boys interessant?
Michael_DWT antwortete auf das Thema von TV-Jennifer in Gay Sex Forum
Steh auf Tittenfick, besonders wenn sie es mir direkt in den Mund spritzen,das zeigt mir,das sie total darauf abfahren -
Wenn ich auf dem Rücken liegend meinem Partner meinen Knüppel zum Reiten anbiete, dann liebe ich es, wenn er voll die Kontrolle übernimmt. Gerne schau ich dem auf und ab seines Schwanzes zu und halte Blickkontakt, während ich an seinen Brustwarzen fingere
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Geht auch normal beim ersten Treffen?
salzburg98084 antwortete auf das Thema von Hudsen in Gay Sex Forum
Ich sag mal jedem das seine!!! Wenn die Chemie passt möglich ,aber nur save.. -
Das zusammengesetzte Hauptwörter Spiel
Poseidon_35 antwortete auf das Thema von Deleted-User in Gay Fun & Games
Zauberwald -
Das zusammengesetzte Hauptwörter Spiel
Sedsed antwortete auf das Thema von Deleted-User in Gay Fun & Games
Budenzauber -
Tiernamen, die mit dem letzten Buchstaben des vorherigen beginnen
Sedsed antwortete auf das Thema von Sedsed in Gay Fun & Games
Rotschwanz- Glanzschwänzchen 🐣 -
Berufe, beginnend mit dem letzten Buchstaben des vorherigen
Sedsed antwortete auf das Thema von PaulMS in Gay Fun & Games
Rumpelstilzchen -
Tiernamen, die mit dem letzten Buchstaben des vorherigen beginnen
Poseidon_35 antwortete auf das Thema von Sedsed in Gay Fun & Games
Papageitaucher -
Tiernamen, die mit dem letzten Buchstaben des vorherigen beginnen
Sedsed antwortete auf das Thema von Sedsed in Gay Fun & Games
Rapp -
Geht auch normal beim ersten Treffen?
glanzberl antwortete auf das Thema von Hudsen in Gay Sex Forum
Was bitte is denn NORMAL ? Wenn ick nicht direkt Sex in welcher Form auch immer haben möchte kläre ick das doch schon beim Schreiben, & bei der wahl des Treffpunkts! -
Neues Wortspiel, ein Wort beginnend mit dem 2. + dem vorletzten Buchstaben des vorherigen Wortes bilden
Sedsed antwortete auf das Thema von leach1m in Gay Fun & Games
Hedonismus -
Na, dann wähle ich SpaghettiHaare Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist entsorgst du den Yogurt oder ignorierst du das Datum? 🤔
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Brett ... ist vielleicht das kleinere Übel Lieber Haare wie Spaghetti oder Zähne wie Gummi?
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Neues Wortspiel, ein Wort beginnend mit dem 2. + dem vorletzten Buchstaben des vorherigen Wortes bilden
BiBoLu antwortete auf das Thema von leach1m in Gay Fun & Games
Ihretwegen -
Berufe, beginnend mit dem letzten Buchstaben des vorherigen
BiBoLu antwortete auf das Thema von PaulMS in Gay Fun & Games
Rechtsverdreher -
Das zusammengesetzte Hauptwörter Spiel
BiBoLu antwortete auf das Thema von Deleted-User in Gay Fun & Games
Losbude -
54802
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„Na, Herr Sandner, Sie sind ja ganz alleine hier drin“, hatte ihn die neue rothaarige Sekretärin vom Chef gefragt, als sie in die Kaffeeküche hereinkam, und dann schaute sie ihn völlig zweideutig an, als sie mit hüftschwingenden Schritten zum Kaffeeautomaten hinüberging. Bevor sie ihre Kaffeetasse mit der Rechten auf die dafür vorgesehene kleine Plastikplattform des Automaten stellte, warf sie ihr wallendes, gelocktes Haar mit der Linken gekonnt zurück, dass es in unnachahmlicher Art über ihre Schultern fiel, die Wildheit eines Brechers der Meeresbrandung imitierend, der über einer Klippe zusammenpeitscht. Das waren für Henry eindeutige Zeichen gewesen. Die Kleine spielte mit ihm, das war unverkennbar. Ihm war nichts anderes eingefallen, als zu antworten: „Ja, in diesem Laden ist man ja oft allein.“, was natürlich klang, als wollte er über seine abnehmende Bedeutung in der Firma philosophieren. Er hätte Zuversicht und Tatkraft ausstrahlen müssen, wenn er auch nur den Hauch einer Chance bei dieser reinrassigen Stute haben wollte. So konnte sie ja nicht anders, als sich wortlos zu verdrücken, nachdem sie sich ihre Tasse gefüllt hatte. Hätte sie sich von ihm anöden lassen sollen? Später, im Meeting, nachdem der Chef Henrys Entwürfe für die nächste Marketingkampagne vor versammelter Mannschaft praktisch rundweg abgelehnt hatte, schaute sie ihm direkt in die Augen und ihr Blick zeigte eindeutig ein gewisses Mitleid. Da kam in Henry der Verdacht auf, dass er bei der niemals einen Stich machen würde. Er war einfach zu alt. Zu alt für diese junge Schnecke und zu alt fürs Marketing, in dem heute mehr und mehr Gepflogenheiten aufkamen, die ein Schlachtroß wie er gar nicht mehr mittragen konnte und wollte. Dummerweise musste er aber noch drei Jahre abreißen, so verlangten es die Gesetzgeber, die keine Ahnung hatten, wie es Männern im vorgerückten Alter an der Front, in den Betrieben draußen im Land erging. Sie wurden verheizt, weil es zu viele von ihnen gab und weil sie schon längst aus der Zeit gefallen waren. Natürlich fand der Chef nachher, wie in letzter Zeit üblich, die Entwürfe eines jüngeren Kollegen total gut. Henry kannte diese Situationen bereits zu Genüge. Obwohl es vermutlich total aussichtslos war, machte Henry an diesem Tag etwas früher Feierabend, weil er noch auf eine Begegnung mit der Sekretärin auf dem Parkplatz hoffte, denn die ging ja immer pünktlich, sie musste keine Überstunden abreißen, auf eigene Kosten, wie er, täglich. Er musste es einfach wissen. Er wollte Fakten schaffen. Also wartete er in seinem Wagen auf dem Firmenparkplatz auf sie. Dann kam sie aus dem Haupteingang und lief schnurstracks neben seinem heruntergekurbelten Seitenfenster mit wippendem Busen vorbei, ohne ihn auch nur eines Blickes zu würdigen. Dies konnte er nur als ein klares Nein werten. Es traf ihn wie eine Ohrfeige. Warum hatte sie ihn angemacht in der Kaffeeküche, ohne ihm jetzt eine reelle Chance geben zu wollen? Sie hätte sich doch wenigstens zu seinem Seitenfenster hereinbeugen können, um vielleicht zu fragen: „Oh Herr Sandner, ich sehe, sie sind wegen mir etwas angespannt. Was könnte ich jetzt für sie tun, um meine Schuld bei ihnen endlich zu begleichen? Aber im echten Leben kommen solche Szenen gewöhnlich gar nicht vor. Henry betätigte die Fernbedienung seines automatischen Garagentores und ließ den Wagen hineinrollen. Das Tor schloss sich hinter ihm, dann trat er durch die Zwischentür in sein Haus. Jenes Haus, das er mit seiner Frau Henriette vor etlichen Jahren erworben und renoviert hatte, mit einigem Kapitaleinsatz und mit viel Eigenhilfe, verfügte über alle Annehmlichkeiten und viel Komfort und bezahlt war es längst. Finanziell waren sie auf der sicheren Seite, da hatten sie alles richtig gemacht. Henry hört seine Frau, die durchaus alles hatte, was Männer gewöhnlich anziehend finden, oben im Bad in der Wanne plätschern. Die Badtür war halboffen. „Henry, bist du es?“, rief sie jetzt herunter. „Herbert ist gerade gegangen, wir hatten noch die Positionen für meine Bilder festgelegt. Henrys Frau malte seit geraumer Zeit und sie würde bald eine Ausstellung in Herberts Galerie haben. Herbert war ein Freund der Familie. Eine wirklich bedeutende Sache hatten die beiden da am Start. Henry war liberal genug, solche Eigenmächtigkeiten seiner Frau zu tolerieren. Dann machte er eine Flasche Rotwein auf, nahm zwei Gläser aus dem Hängeschrank in der Küche, streifte die zu eng sitzende Krawatte ab, die nichts anderes war als der Strick, an dem Angestellte wie er tagsüber durch die Arena geführt wurden, und eilte die Treppe hinauf, Er schob die Badtür ganz auf und sah die herrlichen Brüste seiner Frau im Wasser schwimmen, wie zwei lockende psychedelische Seerosen, und er wollte natürlich ihrer habhaft werden, was sonst. Doch noch bevor er die schlingernden Bojen erreichen konnte, um sie zu küssen, riss sich Henriette die Gurkenscheiben von den Augen, die Teil ihrer Maske waren, die sie zur Entspannung aufgelegt hatte, und fast schrie sie: „Mensch Henry, hast du nichts anderes im Kopf? Jetzt habe ich aber genug von deinen dauernden Anwandlungen!“ Darauf stürzte Henrys innerer Adler ab, als hätte ihm jemand im Flug die Schwungfedern herausgerissen. Wortlos stellte er die Gläser und die Flasche auf das Waschbecken und drehte sich herum und verließ das Bad. „Nimmst du bitte die Flasche und die Gläser mit hinunter, ja, darf ich das noch verlangen?“, hörte er hinter sich und jetzt konnte er nicht anders, als seine Jacke zu schnappen und das Haus zu verlassen. Der Strom von Respektlosigkeiten und Zurückweisungen, die ihn heute getroffen hatten, spülte ihn aus der gewohnten Bahn. Henry wurde klar, dass die Macht der Frauen im Allgemeinen mittlerweile einen Grad erreicht hatte, der beängstigende Ausmaße anzunehmen drohte. Wenn sie nicht wollen, beißt du auf Granit, musste er sich eingestehen. Er lief ziellos irgendeine Straße Richtung Innenstadt hinunter, die er bisher noch nie genommen hatte. In den umliegenden Häusern wurden nach und nach die Läden heruntergelassen, um das darin jetzt im Lampenschein sich erhellende, geregelte Familienleben nicht in der aufkommenden Dämmerung neugierigen Blicken von außen auszusetzen. Henry hatte jetzt mit einem solchen geregelten Leben nichts zu schaffen. Er war draußen und somit ein Teil jenes Lebens, das sich in der Dämmerung und in der Nacht abspielt. Lange hatte er nicht mehr so empfunden. Ein Hauch von Freiheit umwehte ihn. Er dachte an die Möglichkeit, in ein Bordell zu gehen. Er kannte das von früher. Man schlüpft schnell in einen Hauseingang hinein, läuft an offenen Türen vorbei, an denen sich Frauen anbieten. Man fragt eine, die man entsprechend reizvoll findet: „Was soll es denn kosten?“ und man darf sicher sein, keine Ausreden aufgedrückt zu bekommen. Der Rest geht dann schnell, weil der Druck doch zu groß war, den der dröge Alltag zu lange schon aufgestaut hatte. Doch so ein Erfolg würde ihm jetzt mental gar nichts bringen. Der körperliche Druck ist zwar zunächst einmal weg, aber sein Geist kann diesen Sieg nicht als einen Triumph auf dem Schlachtfeld der Fraueneroberung verbuchen, weil er irregulär wäre und viel zu leicht errungen. Unmöglich könnte dies jetzt das Defizit in seiner Bilanz ausgleichen. Um sich zunächst zu sortieren, folgt Henry der Leuchtreklame einer altbacken wirkenden deutschen Kneipe. Wenig Publikum an rohen Tischen und auf harten Stühlen betrachtete ihn, während er zum Tresen schlurfte und auf einem Barhocker Platz nahm. Kaum, dass er saß, stellt der feiste glatzköpfige, mit einer speckigen Kittelschürze umgürtete Wirt ihm ein Pils hin, ohne, dass er es hätte bestellen müssen. Hier gibt es noch natürliche Instinkte, dachte Henry, und trank fast die Hälfte des Gebräus in einem Zug hinunter. Der Schnurrbart des Wirts zuckte anerkennend nach dieser Leistung. Hier bin ich Mensch, hier darf ich es sein, dachte Henry und ließ einen Blick über die Schulter in den Gastraum schweifen. An einem Tisch in der Mitte wurden jetzt makellose Beine übereinandergeschlagen und als hätte die Besitzerin derselben dieses Schauspiel nur ihm zuliebe vollführt, schaute diese Henry direkt in die Augen mit ihren blau-kristallinen Irissen unter kohleschwarzen Wimpern und Augenpartien. Ein gehöriger Hauch von Pamela Anderson in ihrer Prime durchwehte Henrys Gemüt und justierte seine Zielvorrichtung neu ein. Spontan stand er auf und lief zum Tisch hinüber, um die Frau zu fragen, ob es erlaubt wäre, auf dem freien Stuhl neben ihr Platz zu nehmen. Henry war jetzt einfach nicht mehr Willens, den Abend weiterhin alleine zu verbringen. Bevor sie antworten konnte, schnautzte einer ihrer beiden Begleiter, der womöglich ein junger Student war, wie der andere auch. „Mensch, nerv hier nicht, Väterchen, und schieb ab. Wir haben hier keinen Bock auf dusselige Spielchen.“ Studenten erkannte Henry sofort, weil man ihnen wegen des Umstands, nichts körperlich arbeiten zu müssen, ihre Laschheit sofort ansah. Henry verspürte große Lust, die Beiden an die Luft zu setzen. Dass er dazu in der Lage sein würde, bezweifelte er jetzt keine Sekunde. Womöglich wirkte sein Bier schon. „Natürlich können sie sich setzen, der Platz ist ja frei und meine Freunde sind genau wie ich für eine absolute Vielfalt und Willkommenskultur.“ sagte sie jetzt, ausnehmend freundlich begleitet von einem fast schüchternen Augenaufschlag, und dann schnautzte sie zu dem ersten Redner hinüber: „Im echten Leben müssen wir Toleranz beweisen, darauf kommt es an. Lippenbekenntnisse in Diskussionsrunden nützen da niemandem etwas. Nein, sie sind sogar erstunken und erlogen.“ Henry ahnte, dass er bei einer derartig ausgeprägten Toleranz durchaus die Chance hatte, heute doch noch einen unterzubringen. Die beiden Buben schwiegen beleidigt. Um keine Zweifel an seinen ernsten Absichten aufkommen zu lassen, rückte Henry seinen Stuhl sehr nahe an die Zielperson heran und zwängte sein rechtes Knie gleich mal gegen das aufregende Fahrgestell derselben. Sie ließ es unkommentiert und sagte: „Ich bin die Nele und das sind Kay und Uwe, zwei flüchtige Bekannte. „Zwei flüchtige Bekannte, geht's noch“, entfuhr es nun doch dem zweiten, der bisher geschwiegen hatte. Sein milchbubenhaftes Gesicht zierte, um das Kinn herum, etwas Gemüse, das wohl einen Bart darstellen sollte. „Wir nehmen uns deiner jetzt seit Wochen an und unterstützen dich bei deinem Bestreben, dich zu verändern, und jetzt gelten wir plötzlich als flüchtige Bekannte, wenn hier ein Rübezahl am Tisch vorstellig wird“, schob er jetzt mit wachsender Empörung nach. Henry war jetzt gelassen genug, den Rübezahl zu schlucken, weil er spürte, dass das Pendel der Geschehnisse in seine Richtung auszuschlagen begann. Er konnte es laufen lassen, so viel war klar. Sie waren dabei, sich ohne sein weiteres Zutun auseinanderzudividieren. Nele legte jetzt beschwichtigend ihre linke Hand, deren Nägel mit unterschiedlichen Regenbogenfarben lackiert waren, auf Henrys Knie und erklärte, während sie sich zu ihm hinüberbeugte: „Die beiden wollten ohnehin gerade gehen, weil sie noch ein Meeting in ihrer CSD-Planungsgruppe haben.“ und dann zu den verdutzten Kerlen gewandt, dabei eine wedelnde Handbewegung machend. „Man sieht sich, gell.“ Ruckartig standen beide auf. Ihre Kanäle waren gestrichen voll. Sie wollten einfach nur weg. Kay war schon an der Tür und Uwe stand noch da. Sein Blick verriet, dass er irgendetwas loswerden wollte, das ihm aber anscheinend kaum über die Lippen wollte. Ein letzter Anflug von Solidarität mit Nele schien ihn zu blockieren. Doch dann brach es aus ihm heraus: „Glaub ja nicht, dass du eine Möse an Land gezogen hast, du alter Sack, sie hat nämlich keine“, blaffte er dem verdutzten Henry ins Gesicht, der freilich das Gesagte zunächst in keinen logischen Zusammenhang bringen konnte. Wie könnte diese Braut neben ihm keine Möse haben? Sowas gab es doch gar nicht. Das wäre ein Frevel der Natur gewesen, sie mit allen Attributen auszustatten, aber das Wichtigste einfach wegzulassen. Jetzt fiel Henrys Blick auf die Regenbogenfahne, die halb aufgerollt auf dem Tisch vor Nele lag, und ausgehend von diesem Sinnenreiz begann sein analytischer Verstand in ihm, seine Arbeit aufzunehmen. Plötzlich sah er Nuancen in Neles Gesicht, die in Pamela Andersons Gesicht definitiv nie zu sehen gewesen waren. Ein furchtbarer Verdacht befiel ihn. Er ließ sich ein zweites Pils bringen und trank es auf einen Zug aus. Nach wenigen Augenblicken hatte er genug Wurschtigkeit in seinem Gemüt, um trotz aller Vermutungen über Neles wahres Wesen seinen einmal gefassten Plan in die Tat umsetzen zu wollen. Zusätzliches Feuer bekam sein neuer Entschluss, dranbleiben zu wollen, durch die Beobachtung, wie Nele jetzt ihr üppiges blondes langes Haar mit einem geschickten Durchfahren mit den gespreizten Fingern ihrer rechten Hand aufschüttelte und herumwirbelte, wobei sie ihren Kopf etwas schief legte und Henry mit dem hoffnungsvollsten, fragendsten Blick anschaute, mit dem er jemals angeschaut worden war in seinem Leben. Er musste sie ja nicht lieben und er musste sie schon gar nicht heiraten, um Spaß mit ihr zu haben, und außer ihm würde kein Richter dabeisein, der ihn dafür verurteilen könnte, sagte er sich jetzt. Aber würde er sich nicht danach selbst verurteilen? Womöglich für den Rest seines Lebens. Nein, das würde er nicht, so gut kannte er sich aus früheren Regelverstößen in seinem Leben. Wobei ein Regelverstoß ja nur dann einer ist, wenn man die dazugehörige Regel überhaupt anerkennt. Ein Blick auf die prallen Rundungen in Neles Ausschnitt machte ihm klar, dass er jetzt nicht bereit war, noch Zeit zu vergeuden. Künstliche Brüste sind ja oft derartig ideal geformt und aufregend anzuschauen, wie natürliche niemals sein können, dachte er, und sie sind nur dazu gemacht, um von Männern angefasst zu werden, während die echten ja für ganz andere Zwecke ursprünglich da sind, also letztlich von Liebhabern zweckentfremdet werden müssen, um sich an ihnen zu erfreuen, mit allen ödiphalen Gefahren, die damit verbunden sind. „Gehen wir zu dir oder zu mir?“, fragte er jetzt dreist und musste doppelt froh sein, als sie erwiderte. „Am liebsten wäre es mir bei mir.“ Also ging man Hand in Hand in die laue Nacht hinaus mit einem klaren Ziel vor Augen. Und wie das so ist, wenn der Atem schon etwas schwer geht, weil die Fantasie über das, was bald kommen soll, schon in den Köpfen beider herumspukt, redet man nichts, auch weil jedes Wort etwas verderben könnte, wenn es unangebracht ist. Man kennt sich ja nicht, wie sollte man sich einschätzen können? Ich sollte keine Romantik aufkommen lassen, dachte Henry jetzt. Ich will doch nicht, dass sie mir morgen an den Hacken klebt. Schon ist es das Natürlichste von der Welt, dass man sie in die nächste dunkle Sackgasse hineinzieht und einen Karton, den ein Bürger für die Müllabfuhr morgen früh an den Straßenrand abgestellt hat, platt tritt und sie mit forderndem Druck auf die Schulter in die Knie zwingt, damit sie den Teufel, der aus seiner Hose springt, lutschend bedienen kann. Sie tut es, also ist es ihr recht. Und es ist ihr scheinbar auch recht, wenn man sie bald darauf herumdreht und sie ohne große Schmierung nimmt. Energisch, weil es sein muss, nach all der Zurückweisung dieses Tages. Und es patscht und patscht durch die hellhörige Nacht, dass man annehmen muss, mancher Bürger liegt schon wach und versucht, die vernommenen Geräusche einzuordnen. Was ihm nicht gelingt wird denn mit einem solchen Schmutz, der da stattfindet, rechnet hier freilich niemand. Endlich entlädt sich alles tief in ihr und man sinkt erschöpft auf dem wenig flauschigen Karton zusammen und bleibt erstmal liegen, die Wärme des anderen spürend. Seinen Herzschlag vernehmend. Sein Menschsein gewahrwerdend. Bald beginnt man, das Geschehene irgendwie einzuordnen, und während man aufstehend den Staub aus seinen Kleidern klopft, treffen sich zum ersten Mal wieder die fragenden, suchenden Blicke. Dann gehen beide wortlos weiter zu Neles Wohnung.
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