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DALLAS - bei der Nummer "Auge um Auge" sind am Ende alle blind...


Empfohlener Beitrag

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keine frage, gewalt gegen minderheiten sind, gleichgültig von wem sie ausgehen oder begangen werden, immer zu hinterfragen. doch wenn menschen sich nicht mehr weiter zu helfen wissen und das prinzip "auge um auge" anwenden wirds für alle am ende ne bittere erkenntnis werden. http://www.heise.de/tp/artikel/48/48763/1.html http://www.heise.de/tp/artikel/48/48771/1.html

bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

jaaa, gewalt erzeugt gegengewalt aber um aus diesem kreislauf auszubrechen bedarf es der erkenntniss des endes dieser gewaltspirale nämlich dem tod und dem bewusten "sich der gewalt verweigern".


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Wie soll es denn funktionieren-sich der Gewalt zu verweigern?Gewalt wird es immer geben ebenso die Gegengewalt.Klar wäre es nicht ein schöner Traum der Menschheit in einer gewaltfreien Welt zu leben?Nur dies wird nie geschehen---LEIDER


bearbeitet von Inaktives Mitglied
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es ist ein buddhistischer konfliktlösungsansatz, er beginnt in der gewaltfreien kommunikation ( http://www.tags.ch/paed/gewaltfreiekommunikation.pdf ) und geht über den weg des gewaltfreien umgangs mit uns selbst und miteinander ,indem wir versuchen sollten uns oder andere zu nichts zu zwingen oder an uns selber oder am anderen rumzunörgeln oder veränderungen zu erzwingen, sondern ihn/sie so zu akzeptieren wie er/sie/es ist, bedingungslos und erwartungsfrei sowie be,-u.verurteilungslos zu akzeptieren wie wir sind. sicher ist dass im bezug auf gesellschaftspolitische prozesse ein langer qualvoller weg aber wenn wir ihn nicht gehen wird es uns nicht gelingen der gewalt zu entrinnen. sicher kann mann sich schon mal hinterfragen aber besser mit der absicht alternativen aufzuzeigen als doktrien zu senden, bzw. erklähren nicht belehren und bei sich bleiben ergo über sich reden und wie mann sich fühlt und was mensch sich wünscht und nicht das gegenüber für sein unheil zu verantwortung zu ziehen, was sicher auch praxisgrenzen hat in bezug auf gewaltverbrechen jeder art. doch das verständniss darüber, dass wir beispielsweise in korsalketten leben in denen das vorherige ereigniss eines danach bedingt und so weiter, hilft uns zu verstehen dass es keine schuld als solches giebt sondern ledigtlich eine nicht mehr nachzuvollziehende kette von ereignissen.ein beispiel: ein mensch begeht ein gewaltverbrechen und wird dafür eingesperrt. er hat es aber begangen weil er z.b. misshandelt wurde von jemandem der als kind selber geschlagen wurde weil seine mutter o. vater die gewalt ihrer eltern ihnen gegenüber nicht verarbeiten konnten da sie sie nicht verstanden haben usw. . korsalketten, das eine bedingt das andere und so weiter und das ist am ende unser leben. und um diesen kreis zu durchbrechen ist es unbedingt von nöten zu vergeben und darauf zu achten dass mann selber keine dieser vatalen korsalketten in gang setzt indem mann versucht gewaltfreiheit zu praktizieren. andersherum funktioniert es nämlich genauso. durch liebe und verständniss sich selber und anderen gegenüber. probierts mal aus, tu jemandem oder dir schlechtes und es wird dir schlechtes widerfahren, tu jemandem oder dir gutes und es wird dir gutes widerfahren (grundsätzlich natürlich nur und leider bestetigen auch da die ausnahmen die regel). bei konsequentem gewaltverzicht giebt es am ende nur noch verständniss und vergebung oder sogar liebe, statt hass, gewalt und tod. is nur mal so'n gedanke...

bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn ich jetzt mal "vatale Korsalketten" nach "fatale Kausalketten" übersetzen darf, ( darf ich? ) macht das einigermaßen Sinn.
Das Problem ist dabei, dass diese Anwendung von Gewaltfreiheit eines im Vorfeld halbwegs vernünftig denkenden Geistes bedarf, und schon deswegen auf eine bestimmte Schicht Menschen begrenzt bleiben wird. Ich meine es ja nicht kontra, aber Menschen, die aus den verschiedensten Gründen - und seien sie nur psychisch krank, geistig verwirrt, aggressiv oder radikalisiert worden, werden diese Denkweise und so hergefolgertes Handeln nicht annehmen. Etliche sozusagen potenziell konditionierte sowie verwirrte Leute wenden Gewalt impulsiv oder unüberlegt an, unkontrolliert, oder aus einem Denken, das nicht mit den beliebten pazifistisch orientierten Idealen kompatibel gestrickt ist, andere Folgerungsbahnen aufweist. Siehe Amokläufer, Terroristen, Serienkiller, Kannibalen, Extremisten...

Das nächste Problem ist, dass es meist nicht langt, mit gewaltfreier Kommunikation eine Notwehrsituation zu bestehen, wenn der Angreifer gar kein Interesse daran zeigt, zuzuhören, sondern weiterhin zuschlägt oder weiter feuert. Die meisten gewaltfrei Agierenden enden in einer solchen Situation mehr oder weniger verletzt oder tot, wenn sie weder abhauen, noch sich verstecken können, noch sich zur Wehr setzen, oder sich darauf verlassen, dass die Polizei baldmöglichst eintreffen mag.

Gegengewalt kann unter Umständen Leben retten, anders bezeichnet, Abwehr, Notwehr, Selbstverteidigung. Die kommt fast nicht ohne Gegengewalt aus, es sei denn, man beherrscht einige ganz gezielt spezialisierte SV-Techniken, welche mit der Kraft des Angreifers arbeiten. Wenn der aber mit der Pistole auf einen feuert, nützen die besten Möchtegern-Ninja-Künste herzlich wenig.

Gewaltfreies Handeln - eine schöne Philosophie. Über Generationen hinweg gelehrt, könte das zu einer positiven Tendenz in der sozialen Entwicklung des Menschen hinführen - begrenzt auf die bewusst Vernunft anwendende Menschenschicht jedenfalls.
In der Wirklichkeit nicht das einzige Modell, es gibt zu viele Individuen und/oder Situationen, in denen Vernunft ausgeblendet, blockiert und ignoriert wird, und im Ernstfall steht man da wie ein Kaninchen, das dem Fuchs was über die Vorzüge des grünen Blattes erzählen will.
Es gibt natürlich Zeitgenossen, die von gewaltfreiem Handeln so überzeugt sind, dass sie sich im Ernstfall auch lieber krankenhausreif prügeln lassen, anstatt sich zur Wehr zu setzen, aber die dürften selten sein. Andere Menschen sind aus bloßem Idealismus nicht so masochistisch interessiert, auch nicht unbedingt eselsgeduldig, und hauen lieber zurück.

Es gibt natürlich die Möglichkeit, potenziell gefährliche Situationen zu vermeiden, aber will man das konsequent lebenslang so machen, muss man sich in eine Schutzkammer einschließen und hoffen, dass man sich nie im Schlaf die Zunge verschluckt oder irgend sowas. 100% sicher kann man durch Vermeidung auch nicht leben, und man würde sich selbst am Leben zu sehr begrenzen.
Man muss aber nicht überall zeigen, wie schwul man doch ist, und sich nicht wie ein Blitzableiter für die Aggressionen anderer aufführen, also kein provokantes Verhalten an den Tag legen, das reicht an sich für die meisten vorhersehbaren Situationen aus.

Das Hineingeraten in die Gewalt-Akte anderer kann man letztendlich nicht gut vorhersehen.
Da entscheidet, wie man am Vorfall in Orlando, oder in Bangladesh in diesem Hipster-Restaurant gesehen hat, oft genug der Zufall oder eine geistesgegenwärtige Fluchthandlung.
Es hätte wohl wenig gebracht, mit diesen Tätern ein Gespräch über gewaltfreies Handeln zu führen, die hätten einfach trotzdem Leute ermordet.
Da bringt der kausale Vorherlauf auch nicht weiter, den man sich aus den Generationen der Akkumulation ihrer möglichen Gewalterfahrungs-Kette heran deuten könnte.
Es hätte niemand gerettet, diesen Verlauf genau zu kennen. Noch nicht mal ein absolutes Waffenführungsverbot hätte das verhindert.
Gesetzlose zeichnen sich dadurch aus, dass Gesetze sie nicht hindern, wenn sie Waffen nutzen wollen. Das ist im Kleinen beim Einzelbürger so, wie im Großen bei Staaten, wenn's ihnen gerade passt. Die Gesetze beeindrucken die Menschen, welche sowieso ein anständiges Verhalten verfolgen.


bearbeitet von Inaktives Mitglied
oldysuchtjungy
Geschrieben

Lieber "Lumpi1001" Deine Worte hören sich gut an, doch beziehe Sie mal auf die Situation wo wieder einmal weisse Polizisten -aus noch unbekannten Motiven- schwarze Menschen erschossen haben.Sowas steht in den USA immernoch auf der Tagesordnung. Dr. Martin Luther King und auch Mahatma Gandhi hatten sich der gewaltfreien Idee verschrieben, Sie wurden ermordet. Also, ganz so einfach, wie Du es siehst, ist es leider doch nicht.


oldysuchtjungy
Geschrieben

Hallo "Kiel_Oben" in einigen stimme ich Dir ja zu, bei "psychisch krank, geistig verwirrt usw." wird man mit der gewaltfreien Idee nicht weiterkommen. Es bedarf schon "vernünftig denkende Geister und somit eine bestimmte Schicht Menschen". So mag deshalb die Idee des Gewaltfreien nicht Tagestauglich sein? So zumindest verstehe ich Deinen Beitrag. Trotzdem solltest Du die Philosophie der Gewaltfreiheit nicht im Bausch und Bogen so abtun. Für Konfliktlösungen im größerem Stil zB. bei Konflikten zwischen Staaten usw. könnte Sie den Ausbruch von Kriegen verhindern. Auch bei Streitigkeiten(sowie Konflikten) größerer Gruppen, wäre die Strategie der Gewaltfreien Komunikation ein Handlungsansatz.
Auch Deinem Gedanken das ein absolutes Waffenführungsverbot niemanden gerettet hätte, wiederspreche ich. Es sind doch nicht nur "Gesetzlose" die mal schnell zur Waffe greifen und so werden Gesetzestreue Bürger leicht zu Mördern. Es gäbe noch sehr viel zu Deinen Beitrag zu sagen, doch ich will es mit diesen Einwürfen belassen.


Geschrieben

Nun ja, ich mache es aus der lebensbegleitenden Beobachtung hervor und hier wegen dem Problem der zu erwartenden Textlänge und derer Unbeliebtheit alles etwas kurz, das ist klar.
Vor allem aber, weil ich eben nicht sehe, dass ein erkennbares Gros unter den Menschen diese Philosophie tugendhaft verfolgt.

Es werden immerzu neue Gründe gefunden, um Spannungen, Konflikte, schließlich Kriege hervorzurufen, ob das Kurzschluss-Denken folgt, oder im langen Anlauf sogar der gesamten Industrie, die erst an der Kriegsführung und danach am Wiederaufbau verdient, kann ich nicht durchsehen. Nur vermuten.

Mir gefällt der Gedanke eines Pazivismus auch besser, als die Wirklichkeit, aber ich sehe ähnlich wie bei anderen Problemen ( Loslösung vom Geld ect. ) nicht, dass Menschen wirklich daran arbeiten würden, so eine Ebene des Zusammenlebens wirklich erreichen zu wollen.

Im Moment, in dem ein gesetzestreuer Bürger die Waffe nutzt, um Mörder zu werden, ist er - wenn es sich nicht um spezielle Situationen handelt, Notwehr, finaler Rettungs-Schuss usw. - ein Gesetzloser. Er ist es hier oft schon, wenn die notwendigen Nachweise zum Waffenbesitz oder der -Führung nicht vorhanden sind, aber diese Dinge verhindern Morde nicht, wir lesen doch jeden Tag in den Zeitungen darüber, obwohl unsere Waffengesetze extrem einschränkend gestaltet sind.

Viele glauben einfach nur, man könne die Tat auf die Waffe schieben, aber die Waffe alleine liegt untätig herum. Es ist der Mensch, der damit tötet, verletzt, Scheiße baut.
Aber vernichte alle Waffen, und das erste, was Menschen machen, die sich nicht sicher fühlen - sie werden sich bewaffnen und zu schützen versuchen.

Konsequent gewaltfreies Handeln würde es erfordern, zunächst die evolutionär festgesetzten Neigungen umzukrempeln, die Menschen in sozialen Konflikten zu Gewaltgebrauch verleiten. Das geht ja schon bei so geringen Dingen los, wo man weniger Wehrhafte oder Schwächere zu etwas zwingt. Oder wie ein Physiotherapeut, der im Altenheim Leute, die sich ungern bewegen möchten, zu Bewegungen zwingen muss, auch gegen ihren Willen. ( Im Auftrag der Gesunderhaltung des Bewegungsapparats. Hat er mir selbst erzählt. )
Vergleichbar 'kleine' Gewalt.


oldysuchtjungy
Geschrieben

Ich denke mal, im Bezug auf "Gewaltfreihe Lösungsansätze", kommen wir nicht auf einen Nenner, jeder hat da seine Meinung und ich will hier auch nicht als Missionar auftreten. Anders liegt die Sache jedoch bei den Waffen. Hier ist es ganz klar, dass in Ländern (so auch in Deutschland) wo es ein relativ hartes Waffengesetzt gibt, im Verhältnis zu den Ländern mit laschem Waffengesetz geringere Taten mit Waffen Einsatz So sprach der US-Präsident Barack Obama auf dem Nato-Gipfel in Warschau von einer verabscheuungswürdigen Tat. Er wies darauf hin, dass die leichte Verfügbarkeit schwerer Waffen in den USA solche Taten noch gefährlicher machen.
Ich habe den Eindruck, dass Du sehr statisch denkst und dass alles Gesetzmäßig abläuft. So ist es aber -nach meiner Einschätzung nicht- wie sonst wäre der Ostblock zerfallen und Deutschland geeint? Hätten wir vor 35 Jahren darüber diskutiet, hätten wir beide nicht damit gerechnet das es mal so kommt, wie es gekommen ist.


Geschrieben

Warum sollte es keine Welt ohne gewalt geben können?


Geschrieben

Weil die Menschheit echt zu blöd ist eine gewaltfreie Welt zu schaffen


Geschrieben (bearbeitet)

hallo zusammen
es sind sicherlich mehrere probleme die sich z.t. auch überschneiden. zum einen sehe ich ein problem darin dass einige menschen über andere eine gewisse macht ausüben zum anderen sehe ich ein rassistisches, kapitalistisches imerialistisches, faschistisches uvm. . ein großes problem besteht darin dass wir einander nicht respektieren. sowol in unseren politischen ansichten, glaubensfragen ect. als auch in der sexuellen ausrichtung-siehe orlando wo ein mensch durch die religionsinterpretation seiner mitmenschen soweit getrieben wurde das er seine eigene sexualität hasste aber doch nur weil er nicht respektiert wurde wie er war. das weiße polizisten schwarze erschiessen ist eine tatsache mir jedoch eine zu einseitige sichtweise da es auch schwarze polizisten giebt die weiße erschießen und latinos die indios erschießen usw. . grundsätslich bleibt es aber ein gesammt rassistisches aus welcher sichtweise auch immer. auch geschichtlich begründetes wie der sklaverei wo wir auch wieder bei kausalketten sind. es giebt auch viertel in denen du als weißer keine 100m weit kommst was doch genau so problematisch ist.wenn menschen so sozialisiert werden das es menschen zweiter und dritter klasse giebt, was uns wieder zu den kausalketten bringt, haben wir wieder den salat. sklavenhaltung, machtausübung, sich selber als wertvoller und wichtiger sehen als andere. respektlosigkeit und inakzeptanz des anderen. wie schon erwähnte eingangs sehe ich auch praxisgrenzen der gewaltfreiheit z.b. in situationen der gewaltverbrechen o.ä. wo ich auch die sv als absolut legetimes mittel ansehe um nicht selber zu sterben. aber geselschaftspolitisch und auch im gesellschaftssozialem bereich sehe ich große chansen für unsere welt wenn wir uns, jeder für sich ein wenig, mühe geben andere nicht einer gewalt auszusetzen was natürlich geschehenes nicht ungeschehen macht und auch kein überall anwendbares allheilmittel sein wird aber ein anfang.


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

Der Mensch lebt in beständigem Kampf und stirbt, die Waffen in der Hand..Wo ein Lebendes atmet, ist gleich ein anderes gekommen, es zu verschlingen-
Vergeblich ruft der Schwächere nach der Herrschaft des "Rechtes", nach herrschaftsfreier Kommunikation . Der Stärkere lässt sich nur zum Schein darauf ein. Es ist wohl am besten (wie es die Deutschen instinktiv richtig machen!), sich auf den Rücken zu legen und die Sache des Siegers zur eigenen zu machen. So" siegt" man dann auch ein wenig und kann die verhöhnen, die zu solcher Wendigkeit nicht fähig sind.


oldysuchtjungy
Geschrieben

Lieber "lumpi1001" so wie Du das Thema "Gewaltfreiheit" behandelst halte ich es für sehr problematisch. Entweder versucht man die philosophie des Gewaltfreien Wiederstandes durchgehend zu propagieren -und dann muß man auch konsequent sein- dass kann dann auch mal bedeuten das man dafür Konsequenzen trägt (gegen den Strom schwimmt). In der Regel ziehen sich viele auf den Begriff der "Selbstverteidigung" zurück und begründen so ihr "unrechtes Handeln". Du machst es Dir auch etwas zu einfach, wenn Du schreibst "...dass wir einander nicht respektieren. sowol in unseren politischen ansichten, glaubensfragen ect. als auch in der sexuellen ausrichtung" Sag mir mal, wie ich jemanden "respektieren soll" der total andere Ansichten über das zusammenleben von Menschen hat? Das Gleiche sagt dieser dann von mir und wo liegt dann die Wahrheit? Gibt es denn die alleinige Wahrheit, liegt nicht darin das Grundproblem von menschlichem Zusammenleben?


Geschrieben

wir sprech hier doch von langfristigen geselschaftlichen prozessen und nicht von situationen oder fassetten. wo ein wille zur kompromissfindung vorhanden ist haben solche prozesse fruchbaren boden. wo konflikte derart verhärtet sind wie z.b. der israel palestina konflikt wird es noch lange dauern bis lösungen gefunden werden können da beide nicht kompromissfähig sind. und du hast natürlich recht damit das totale gewaltfreiheit in unserer momentanen weltpolitischen situation nicht immer überlebbar sind und es hat auch sicher noch niemandem geholfen sich ermorden zu lassen. das macht dieses tema ja so schwierig und ich habe auch nicht das wundermittel zur hand mit dem ich die welt zu retten vermag und ich habe auch nicht diesen anspruch, jedoch lohnt sich, denke ich, das nachdenken über mögliche ganzheitliche konfliktlösungsansätze.


Geschrieben

Ich kann nicht sagen, ob ich 'statisch' denke, ob man das überhaupt kann. Andere nannten es analytisch oder mit Naturlogik.
Ich sehe durchaus so etwas wie Kausalketten bzw. Verlaufsbahnen, die gewissen Gesetzmäßigkeiten folgen, verhaltensbiologischen bzw. -psychologischen Rahmenbedingungen nachgeben.

Wir entstammen einer biologischen Entwicklung, die gleichzeitig unser Sozialverhalten und die Befähigung zu Liebe oder Respekt vor einander hervor gebracht hat, aber auch die Grausamkeit und den Genuss an der Gewalttätigkeit.
Der Mensch überhebt sich andauermnd allen anderen Tieren, nun, darin, dass er dazu fähig ist, die Qualen eines anderen hinauszuzögern, zu dosieren, zu seinem Amusement zu verstärken und daraus Befriedigung zu ziehen, hat er anderen Arten durchaus etwas voraus, aber auch mit geistigen Errungenschaften. Das beschreibt seine Schizoidität. Die Aggressionsneigung ist ein Teil seiner Natur.
Weiterentwickelt haben sich die Bonobos. Anstatt zu streiten, ficken sie die Beruhigung herbei.

Der Zerfall des Ostblock bzw. der DDR hat relativ nachvollziehbare Gründe, man hat den Menschen ein System vorgegaukelt, das so, wie es vorgegaukelt wurde, nicht gelebt wurde, und so, wie es gedacht war, nie erst umgesetzt wurde. Die Logik ist hier, dass es in sich zusammenstürzen muss. Die Menschen hatten wohl nur sehr lange Angst vor einer drohenden Übermacht der Statsorgane, vor der Propaganda und möglicher Niederschlagung. Und es wurden zur Genüge Exempel eingedroht und statuiert.
Irgendwann funktionierte der große Lügenverticker nicht mehr. Die machtlos Mächtigen mussten klein beigeben.
Interessanterweise meint der Fußballbekannte, er hätte schon in den 60ern diese Wende 'kommen sehen', ich weiß nicht, wieso genau, aber er ist politisch sehr gewitzt und nicht leicht täuschbar.

Canada hat im Vergleich zu den USA leicht strengere Waffengesetze, im Vergleich zu Deutschland sehr Lasche. Es ist nicht sehr problematisch für Jugendliche, Jagdwaffen in einem Supermarkt zu kaufen. Vielleicht bekommen sie keine Ak47,keine Colt Ar-15, aber eine 30/06 oder eine doppelläufige Flinte, kein Problem. Zur Gänse/Entenjagd ganz üblich.
Trotzdem gibt es die Masse an Morden und Amokläufen wie in den USA dort nicht, obwohl Canada daneben ist.
Hat das vielleicht doch was mit den Menschen zu tun, und nicht zu sehr mit der Erreichbarkeit von Waffen?

Vergleichsdaten aus afrikanischen oder orientalen Ländern wären interessant, wo man eine Automatikwaffe oft gegen Sportschuhe oder Statussymbole eintauschen kann.


Geschrieben

ja leider wird das nie Funktionieren ,
Gewalt wird heut zu Tage schon im Gewissenmaße Verharmlost ,man sehe nur die ganzen Ballerspiele,
In Dallas Spielt doch der Rassismus eine Große Rolle wie in der ganzen USA.
Zitat:
In den USA sterben pro Jahr 30.000 Menschen durch Waffengewalt, und die Gesetze bleiben trotzdem unangetastet. US-Präsident Barack Obama hat in seiner achtjährigen Amtszeit mehrfach versucht, etwas zu verändern. Doch er scheiterte stets am Widerstand des Kongresses. Den beherrschen die Republikaner, und diese blockieren jeden Anlauf, das Waffenrecht zu verschärfen und die NRA sorgt dafür das es so bleibt.
Die NRA ist der Mächtigste Verein in den USA der diese Mordanschläge mit Ihrer Politik Unterstützt weil sie auf der Besitz von Schusswaffen behaart und noch mehr Waffen fordert für die Bevölkerung in den USA.
Immerhin soll es nach den neusten Stand etwa 300 Millionen Waffen in privaten Haushalten geben.
Unvorstellbar .


Geschrieben

es ist Tragisch aber man muss auch sehen das es in den USA kein Problem ist an Waffen zu kommen,
NRA sei Dank, der Verein blockiert jede Waffengesetzverschärfung .Wie immer steht eher der Profit der Waffenlobby im Vordergrund und nicht die Sicherheit der Bevölkerung.


Geschrieben

Der Täter war offenbar Mitglied in einer Art Sicherheitsdienst. Er hätte sich diese Waffe trotz sämtlicher Verschärfungen besorgen können, die man sich für Otto Normbürger ausdenken kann.

Da steht vor Allem das Grundrecht der Bevölkerung in der Diskussion, Waffen haben und tragen, und sich damit wehren zu können.

https://de.wikipedia.org/wiki/2._Zusatzartikel_zur_Verfassung_der_Vereinigten_Staaten

Macht erst mal den Leuten klar, warum es schlecht ist, sich im Ernstfall zur Wehr setzen zu können, und warum man sich lieber schädigen lassen soll, von Leuten, denen Gesetze an der Heckausbeulung vorbei gehen.

Die westeuropäisch typische Waffen-Phobie kratzt in Ländern nicht viele, wo Waffen als Werkzeug gelten. Und sie bzw. die Gesetzesänderungen verhindern solche Taten nicht.
Auch in D kann man sich über Beziehungen in die illegale Szene sogar typische Kriegsgewehre besorgen. Wo es illegal ist, ist es eben einen Tacken teurer als beim Händler.

Geschrieben

Deutschland ist im Vergleich relativ klein. Die Hälfte etwa, 15 000 Menschen sterben hier jährlich an Alkohol.

Trotzdem scheint niemand Alkohol verbieten zu wollen. So anders eigenartig ist man in den USA anscheinend auch nicht, wo es zu vermeidbaren Toten kommt.


oldysuchtjungy
Geschrieben

Leider sind es nicht nur die Profite der Waffenhändler. Die Amerikaner an sich haben eine komische Affinität zu Waffen. Anscheinend ist man dort kein richtiger Mann, wenn man keine Waffe besitzt. Jedesmal, wenn in den USA eine schreckliche Tat, mit einer Waffe passiert, sind alle schockiert...aber es hält nicht lange an.


Geschrieben

Kiel_oben

na ob man nun Alkohol mit Waffen Vergleichen kann glaub ich weniger,
wenn ja müsste man ja alles mit allem Vergleichen was Menschen Töten kann


Geschrieben

Ich wunder mich echt, dass die schwarzen US-Bürger alle so friedlich bleiben. Die scheinen schlauer als die Ordnungsmacht zu sein. Oder sind es einfach nur seit Jahrhunderten gewohnt, ihren Kopf hinzuhalten.


Geschrieben

Hm, das hängt in der Wirklichkeit damit zusammen, dass man es bisher nicht geschafft hat, denen das Grundrecht darauf, sich verteidigen zu dürfen, abzuerziehen.
Gewöhnlich gelten Waffen als Selbstschutz-Werkzeug bzw. als Jagd-Gerät, denn in den USA gehen echt viele leidenschaftlich zur Jagd, oft ab 10 Jahren Alter.

Aber hier haben wir Vergleichbares, jedes Jahr sterben im Verkehr und sonstwo knapp 15 000 Menschen durch Alkoholeinfluss oder indirekt durch Alkohol, durch Trinker totgefahren. Rechnet man die medizinisch relevanten Fälle und Abhängige dazu, soll die Ziffer auf ca. 70 000 Menschen hoch gehen.
Das schockiert ganz gewaltig, und trotzdem kommt keiner auf die heilsspendende Idee, Alkohol abzuschaffen oder das Drankommen zu erschweren.
Auch werden die Autos nicht auf maximal 50 km/h Höchstgeschwindigkeit runtergedrosselt, oder es werden keine Sensoren eingebaut, die bei Alkoholfahne das Zündschloss sperren. Sowas würde heute ohne Weiteres gehen.
Aber man wartet getrost auf die nächsten Unfalltoten, die von Besoffenen nieder gefahren werden.


Geschrieben

Die schießen einander eigentlich hauptsächlich da tot, wo die Drogenhändler stark konkurrieren. Aber in solchen Vierteln ist die Hautfarbe schietegal.
Die asiatisch Stämmigen sollen beim Hinrichten ihrer Kokurrenz kreativer sein. Da kommen schon mal Dolche, Schwerter und anderes zum Einsatz.
Auch die Nachfahren eingewanderter Alteuropäer haben so ihre eigenen Varianten. Einbetonieren bei lebendigem Leibe u.Ä.

Das mit dem Pazifismus ist eine Philosophie der Schöngeister für Schöngeister.
Ich wäre mal gespannt, wie hoch der Anteil an wahren Pazifisten unter den Lesern einer bekannten "Zeitung" ist, die viel gelesen wird, aber bei Nachfragen fast keiner kauft.


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