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Negative Erfahrungen beim Händchenhalten


derschwule

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Ich bin schon sehr oft mit Männern händchenhaltend gegangen, habe aber bisher nur ein einziges Mal erlebt, dass jemand einen blöden Kommentar abgegeben hat. Das war vor mehr als 10 Jahren in Bonn. Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?


Geschrieben

Ich möchte nicht Hand in Hand mit einem Mann rumlaufen. Ich möchte das schon deswegen nicht, weil das zwischen Männern und Frauen üblich ist und ich mich gern unterscheide. Für mich ist Mann/Mann nicht das gleiche wie Mann/Frau - gleichwertig, aber nicht gleich. Man muss sich nicht genauso verhalten. Zwischen Männern gibt es meist doch eine letzte Distanz, die nicht überschritten wird, und das finde ich auch gut so. Aber das ist meine persönliche Ansicht. Wer unbedingt das Bedürfnis hat, mit seinem Freund händchenhaltend spazieren zu gehen, der soll das machen, auf die Gefahr hin, dass er blöd angemacht wird. In islamisch geprägten Stadtvierteln von Berlin oder auch hier in Köln würde ich das aber tunlichst lassen. Ich möchte nicht unbedingt eins in die Fresse kriegen. Man muss auch nicht auf Teufel komm raus provozieren. Im Orient steht man zwar auf Knabenliebe, aber Sex oder gar eine Ehe zwischen erwachsenen Männern ist dem Orientalen ein Graus. Insbesondere der "Passive" ist so ziemlich das Verächtlichste, was er sich vorstellen kann. Dieses Vorurteil muss ich nicht unbedingt bedienen, also lass ich's doch mit dem Händchenhalten. Aber ich würde es auch so nicht machen.


Geschrieben

Also mich stört es nicht, wenn Mann/Mann oder Frau/Frau händchenhaltend durch die Straßen gehen, bemerke aber, dass das immer noch sehr viele Blicke nach sich zieht, gewöhnt ist der Mensch daran nicht.

Persönlich hab ich auch nichts dagegen, mit meinem Partner händchenhaltend zu laufen, alles andere - finde ich - gehört aber nicht auf die Straße. Ich find es fürchterlich, Menschen zu sehen, die sich "ablabbern", dabei ist es egal, in welcher Konstellation das Pärchen unterwegs ist.

LG Topi


Geschrieben

Ich finde es Klasse wenn schwule die sich lieben hand in hand sich zeigen. Jeder darf zu seiner liebe stehen.


Geschrieben

Keine solche Erfahrung, habe nie Jemand so nahe gekannt, dass das Händchenhalten in Frage gekommen wäre.

Aber ich finde es furchtbar, wenn man Jemand wegen seiner Liebesbekundung zum Partner anpöbelt! Das ist so ziemlich das Letzte, was einer machen kann. Ich freue mich immer, wenn ich offenkundige Pärchen sehe, egal ob nun Mann und Mann, Mann und Frau, Frau und Frau. Ich freue mich für ihr außerordentliches Glück, und würde nie auf die Idee kommen, ihre Händchenhalten oder Küsschen, Umarmungen anstößig zu sehen.

Was ist bloß aus dem Anstand geworden? Ich glaube, heute sind viele ohne grundsätzliche Manieren des Umgangs aufgewachsen, Ich bin kein Apostel, meine Ritterlichkeit lässt häufig zu wünschen übrig, und wenn Leute zu mir grob sind, schallt es so auch zurück. Aber jemand anzupöbeln, weil die glücklich Hand in Hand gehen, ist simpel inakzeptables Verhalten!


Geschrieben

Das bedeutet, dass aus Rücksicht auf Kultureigenheiten in oriental dominiertem Umfeld in Deutschland einheimisches Verhalten zu unterbleiben hat?


Geschrieben

Als ich meinen ersten, richtigen Partner kennengelernt hatte, sind wir provozierend durch die Stadt gelaufen. Mein Freund wollte damit zeigen, dass wir Partner sind. Ich habe mich etwas geniert, weil ich es nicht gewohnt war so offen zu einer Beziehung zu stehen.
Heute bedauere ich es nicht freier im Umgang mit ihm gewesen zu sein. Mit 37 Jahren ist er nach vielen schweren Operationen gestorben.
Fuer ihn waren es kurze Augenblicke der Freude.


Geschrieben

@Kiel_oben, ja sicher. Erstens mal ist das Händchenhalten zwischen Männern keine Landessitte, sondern etwas, das sie meinen machen zu müssen, um ihre Liebe zu zeigen, und das seit vielleicht zwanzig dreißig Jahren öfter mal zu sehen ist. Na meinetwegen. Mit einheimischem Verhalkten hat das gar nix zu tun, es kommt was weiß ich woher, vielleicht aus San Francisco oder so. Zweitens gibt es nun mal, vielleicht auch seit zwanzig dreißig Jahren, nationale oder religiöse Enklaven in deutschen Großstädten, wo das nicht üblich ist und man angefeindet wird, ob einem das nun passt oder nicht. Wer da unbedingt Hand in Hand mit einem Mann durchlatschen will, der leistet sich einen Affront gegenüber den Leuten, die da leben. Die ekeln sich davor. Ich schätze, in einem niederbayerischen Dorf oder vielleicht auch schon in der Eifel oder irgendwo in Ostholstein werden zwei Typen es wohl auch nicht machen, wenn sie nicht "Ihr schwulen Säue!" oder ähnliches hören möchten. Wer nachhaltig fordert, dass das anders laufen soll, der kann ja den Helden spielen und damit anfangen. Nicht immer nur die politisch korrekten Parolen schwingen!

Übrigens: Wenn ich mich mit meiner Freundin auf ne schwule Party verlaufe und anfange mit ihr zu knutschen und hre Möpse zu kneten, kommen garantiert ein paar Schwule vorbeigelaufen und sagen: "Igitt!", "Bloß keine Frauen!", "Raus hier!" und ähnliches. Genau dasselbe.

Geschrieben

Der Anstand sagt, "sowas tut man nicht"-Du weißt nie,wen du damit provozieren kannst.Natürlich sollte das kein Problem sein, das ist es auch für 90 % der Bevölkerung nicht.Und auch den restlichen 9,9 % geht das vieleicht gegen den Strich, klopfen Sprüche oder schauen komisch.Es reicht allerdings,einen einzigen Idioten zu provozieren,der meint,euch dann umerziehen zu müssen.Mit Fäusten und Tritten.Und das kann einem das Leben kosten,oder einem das Leben zur Hölle machen


Geschrieben

Ich bin sehr oft mit meinen Freund Händchenhalten durch die Stadt gelaufen.
Es gab mitunter Dumme Sprüche aber das hat mich nicht gestört.
Ich hatte vor einigen Tagen dazu ein tolles Erlebnis .
In einen großen Freizeitpark gingen 2.Jungs zirka 18 oder 19.Jahre Händchenhalten durch den Park.
Ich bekam mit das viele Leute sich nicht gerade positiv geäußert haben.
Und da kann ich nur Sagen sind wir im 21.Jahrhundert angekommen.


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