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Die Zukunft Europas


Sunrise

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Geschichtlich gesehen ist die europäische Union ein Versuch unsere Nationalstaaten zusammenarbeiten zu lassen, um weitere Weltkriege zu verhindern, hinzukommt die globale Stärke als große europäische Familie gegenüber anderen wie z.B. USA, Brasilien, Indien, China oder auch Russland.

Russland ist meines Wissens nach ein Rohstoff basiertes Land ohne jegliche nennenswerte Wirtschaft (Erdöl, Erdgas, Putin entwarf Institutionen zum Aufbau russischer Wirtschaftszweige), sicher ist es aus europäischer Sicht ein Land das wir mit unter unsere Union nehmen könnten. Aber durch die Geschichte sind die Verflechtungen tiefer, viele westeuropäische Länder pflegen Beziehungen zum alten Feind USA und Russland selbst hat noch Beziehungen zu China. Im Moment läuft Russland locker mit in der erweiterten Union, aber wöllte man die wirkliche Fortsetzung so müsste Russland sich der EU anschließen.

Dann hätten wir noch die USA. Ein alter Partner aus dem kalten Krieg, der sich gerne als der Weltpolizist ansieht. Hoch verschuldet und an Bedeutung abnehmend. Dagegen gewinnen andere durch ihren Bevölkerungszuwachs zunehmend an Bedeutung und machen diesen auch geltend gegenüber den anderen beispielsweise bei der Erweiterung der Gipfeltreffen. Hier wären die Demokratien wie Brasilien und Indien zu nennen, aber auch China, trotz ihrer 1 Kind Politik. Die wirtschaftliche Expansion Chinas in anderen Ländern wurde schon angerissen.

Ich denke wenn überhaupt werden für die Zukunft Europas folgende Fragen wichtig sein:

a) Wie geht die europäische Union mit der Volksrepublik China um? Reichen Handelsabkommen oder sollte auch mal konkreter verbindlicher über Menschenrechte bei Treffen gesprochen werden?

b) Wo will Europa hin? Machen wir nur einen lockeren Zusammenschluß und die Regierungsverantwortlichen treffen sich jedesmal zu einem runden Tisch oder werden wir verbindlicher und geben dem europäischen Parlament und der europäischen Kommission mehr Spielraum und wählen vllt soweit wie eine europäische Regierung, die uns nach außen hin vertritt zb bei den Gipfeltreffen oder bei der Uno?

c) Was lernen wir aus der Finanzmarktkrise? Vergessen wir die Banken Immobilienblase und belassen wir es dabei, dass es eine Staatskrise in der EU gewesen sein soll? Nehmen wir die Zocker stärker an die Kandare, machen wir uns Gedanken wie wir überall in Europa annähernd gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen oder lassen wir in Europa die Schere zwischen arm und reich stärker auseinander driften?

Letztendlich ist die europäische Union ein Friedensmodell und andere Regionen wie Afrika, Asien und Südamerika haben es sich zum Vorbild genommen und haben ebenso relativ lockere Staatsbündnisse organisiert. Keineswegs war und ist das Projekt EU perfekt, aber vllt sind wir in der globalen Welt so etwas wie ein Fortschrittsmodell. Ich meine wo auf der Welt gibt es das schon oder noch ein wirtschaftlicher, politischer und mlitärischer Zusammenschluß von Nationalstaaten, die trotzdem noch souveräne Nationalstaaten sind. Also für mich ist das ein sehr fairer Versuch demokratisch zu bleiben, aus der Geschichte zu lernen und auf die Zukunft zu reagieren.


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

Einverstanden. Allerdings erwähnst du die schwerste Sünde bei der Bildung der EU nicht: die Überdehnung durch Aufnahme von Staaten, die gewissermaßen inoch in einem anderen Zeitalter leben. "Kerneuropa" muss die Parole sein.


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