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Gefährliche Männlichkeitstradition


Minotaurus420

Empfohlener Beitrag

Minotaurus420
Geschrieben

Umfangreich war die Diskussion, die sich hier im Forum Befürworter und Gegner der Beschneidung geliefert haben. Vor allem die Befürworter der Beschneidung von männlichen Kindern haben immer wieder auf die religiösen Traditionen verwiesen, mit denen Juden und Moslems die Verstümmelung begründen. Trotz erheblicher Bedenken von Ärzteverbänden, Juristen, Sexualwissenschaftlern und anderen Fachleuten hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Beschneidung erlaubt, wobei die Mehrheit der Parlamentarier dem Argument der religiösen Tradition den Vorrang eingeräumt hat.

Nun ist allerdings die Berufung auf religiöse Traditionen ein zweischnediges Schwert. Denn damit wurde (und wird noch in manchen Staaten) die Steinigung von Ehebrechern gerechtfertigt, die Todesstrafe für Homosexualität, Blasphemie oder Meineid, die Genitalverstümmelung von Frauen, die Zwangsheiraten und sogenannten Ehrenmorde, usw. usw.

Nun ist in Südafrika eine hitzige Debatte ausgebrochen über den Sinn religiöser Traditionen. Anlass dazu ist wiederum die Beschneidung männlicher Kinder, denn dieses Ritual entspringt einer gefährlichen, mitunter sogar tödlichen Männlichkeitstradition. Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) schildert in einem ausführlichen Online-Artikel die teils verheerenden Folgen dieser religiösen Tradition und die aktuelle politische Auseinandersetzung.

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Geschrieben


Trotz erheblicher Bedenken von Ärzteverbänden, Juristen, Sexualwissenschaftlern und anderen Fachleuten hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die Beschneidung erlaubt, wobei die Mehrheit der Parlamentarier dem Argument der religiösen Tradition den Vorrang eingeräumt hat.




Das ist doch mal eine gute Nachricht.

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