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Angstmachen im Namen Gottes


Melki69

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo,grüße Euch!
Da es hier bisher leider kein Unterforum zum Thema Religion gibt;möchte ich hier mal schreiben.
Früher(bis ca. 1997) vvurde in der Neuapostolischen Kirche gesagt;das neuapostolische Gläubige nichts auf Jahrmärkten,Kinos,Theater zu suchen hätten.
Grund: Es vvurde gesagt,dass Jesus dann einem nicht mitnehme bei seiner VViederkunft...
Damals vvurde gesagt,dass Jesus NUR neuapostolisce Christen mitnimmt in den Himmel und dass diese dort vervvandelt vverden..
Ic abe das früher scon nict so recht geglaubt;ich hasse Elitedenken im Namen Gottes;das führt zu Mauern statt zu Solidarität unter Christen
eute hat sich sehr viel in der Neuapostolischen Kirche verändert;die jugend heute lacht über die Alten,die damals alles glaubten und Angst hatten im Kino zu sitzen..
Schon traurig,vvenn Religion Angst macht und Christen untereinander sich bekämpfen oder extrem fremd sind


  • 4 Wochen später...
Geschrieben

das stimmt. is ja schon schlimm genug wennse die christens die moslems nit mögen und ee was dagegen haben, wenn man odin und toor und so schreit beim fuss ball

wo nach verwandeln die dene denn da genau? männers in frauen, oder umgekehrt? was passiehrt danne mit einem mann zu frau transsexuellen? wird der dann eine frau zu mann transsexuelle oder wie?


Geschrieben

wenn man nüscht zu sagen hat, sollte man es auch lassen!
aber dit muß ja für manche leute - sowat von schwierig sein, wa!


  • 6 Monate später...
Geschrieben

Also vor dem glauben muss man ja keine angst haben. Aber man sollte die Augen offen haben gegenüber denen die im Namen des Glaubens unterwegs sind.
die scheinheiligen sind leider immer wieder anzutreffen.
Aber ttrotzdem nicht entmutigen lassen und weiterhin den Kontakt mit Gott suchen.
er wwartet bestimmt auch auf dich.
Gruß in die runde
kawa


Geschrieben

Religion diente und dient immer nur der Vermehrung bzw. dem Erhalt der eigenen Macht und des Reichtumes. Wer es braucht und mit sich amchen möchte soll das gerne tun, aber ich für meinen teil habe meinen eigenen Glauben und brauche dafür weder Kriche noch Priester noch sonstwas in der Art.


Geschrieben

@barna_szem Du hast total Recht. Religion ist total blöd, blos Doofe glauben doch das Jott da oben donnert und Blitze macht. Und wieviele Krige hat die schon gemacht ! Ständig verbietet die Religion etwas, dass man nicht verstehen kann.
Besser selber nachdenken.Es gibt keinen Gott, nach dem Tot ist alles aus. Ich mach mir meine Jesetze selbst und lass da keinen Jott dazwischen.Dann ist alles o.K.Und die Pfaffen können ooch nix verdienen!!!


Geschrieben

Jeder hat seine Ansichtobes einen Gott gibt Soll auch jeder haben. Ich habemeinen glauben.


Geschrieben

Aber es ist gut zu wissen an wen manglauben kann wenn man mal keinen weg mehr sieht.


Geschrieben

Was haben Religionen eigentlich mit Gott zu tun ??? - ICH weiß , daß Gott lebt , - daß Jesus lebt und das ER mich genau so haben will , wie ich bin !!! Mit all meinen Fehlern und " Sünden "! - Niemand ist gezwungen , zu glauben aber es ist ein " Angebot " an den Menschen und wenn man es annimmt kann der Glaube SEHR hilfreichj auf dem holprigen Weg durchs Leben sein . Und befreiend dazu !


Geschrieben

@Melki--immer wieder tauchen von dir hier im forum beiträge auf, die bezeugen,das du mit deiner Neuapostolischen Kirche haderst--kein wunder,die ist ja genau so schlimm,wie die Muslime--kein jahrmarkt,kein kino,kein tanz--nur das köpfen fehlt noch--und nur wenn du brav bist,nimmt dich Jesus mit in den Himmel,gibts dann auch 99 jungfrauen zum vögeln ? Wenn dir diese Religion Angst macht--steig einfach aus.......


  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Der Satz, niemand ist gezwungen zu glauben wäre schön, wenn er wahr wäre. Geh mal mit dem Spruch nach Kobane und sag das dort offen heraus. Kann sein, Du kommst mit dem Kopf unter dem Arm zurück. Es ist hinreichend überliefert, dass Menschen schon so oft Menschen zum Glauben bekehren wollten und das stets mit Gewalt! Warum ist das so? Jemand, der keinen durch Menschen geschaffenen Gott anbetet, ist ein Ungläubiger und wird von Gläubigen aus allen Religonen als solcher behandelt, mal toleranter, mal aufs schärfste intolerant. Solange keiner dem anderen seine Weltansicht lässt, genau so lange wird es Mord und Totschlag im Namen "Gottes" oder "Allahs" oder wem auch immer geben. Man kann hier fast schon froh darüber sein, dass die Welt eines Tages komplett verschwinden wird und kein einziger Mensch oder Gott oder was auch immer mehr existieren wird.


Geschrieben

Schon mal den Spruch gehört "Glauben ist nicht Wissen ". Denn wenn ich es wüsste, müsste ich nicht glauben.


  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Es gibt keinen Gott, keinen Allah, keinen Jehova oder welchen namen auch immer sich die mesnchen dafür ausgedacht haben. Fakt ist das es niemals auch nur den hauch eines Bewesie dafür gegeben hat das es ihn/Sie/Es gibt, aber Millionnen beweise das es eben keinen Gott gibt. Genauso wie es keinen einzigen Beweis gibt das mit dem Tod alles aus ist, aber Millionen Bewesie das danach noch etwas ist. Jetzt könnten einige wieder sagen wie denn da was sein kann wenn es keinen Gott gibt und ich sage dann das es für die natürlichste Sache im Universum keinen Gott braucht. Das Leben entwickelt sich weiter und der Tod ist ebenfalls nur eine Entwicklungsstufe die das Leben druchläuft, denn die natur verschwendet nichts und es wäre doch wohl reichlich sinnlos einen Menschen 60-80 Jahre lang lernen zu lassen um dann einfach das Licht aus zu machen.:-)

Aber Religionen und Kulte dienen ausschließlich einer Sache, dem Machtzuwachs derer die sie propagieren und wer sich davon einfangen läßt kann einem Leid tun, denn dem fehlt offensichtlich eine gesunde Portion Selbstbewußtsein.
Sorry wenn das einigen hier zu hart klingt, aber ich denke, dass ein mensch der sich über sich selsbt klar ist, weiß was er will und kann nicht in Verrsuchung gerät sich von irgendeiner Religion einfangen zu lassen und auch kein höheres Wesen braucht das ihm Halt bietet.


Geschrieben

Ok liebe Leute, mit dem Glauben ist das so eine Sache! Man sagt ja auch Glaube versetzt Berge. Doch kein Berg steht irgendwo weil der Glaube, welcher auch immer ihn versetzt hätte. Schauen wir uns die Welt an wie sie der Zeit ist. Die Welt Gerät aus den Fugen, nicht weil sie eine "Schlechte" wäre. Nein sie Gerät aus dem selben Grund aus den Fugen weil das Prinzip, Trennung von Staat und Kirchen/Religion nicht gewahrt, akzeptiert und anerkannt wird. Sie Gerät aus den gleichen Grund aus den Fugen wie sie es indem letzten Jahrhunderten schon tat. Der Krieg der Religionen hat nicht jetzt begonnen, nein er ist zig 1000 Jahre alt und wir heute und in der Gegenwart nur mit andern Mitteln fort gesetzt. Das heißt auf den Punkt gebracht. Mittelalterliche Gesetze werden mit der Moderne verflochten und es wird in und fast aus allen Religionen versucht diese wieder Hoffähig zu machen. Dieses Prinzip macht Sinn, denn die Religinen generieren Glauben aus diesem Prinzip welches nur eines im Sinn hat, Macht. Glaube/Religion ist Macht, diese wiederum festigt den Glaunen gegenüber denen die einen anderen haben. Der Glaube der sich durchsetz ist der wahre Glaube, dieser wird triumphieren gegenüber den anderen! Ist er deswegen besser oder der wahre Glaube. Ich sag Euch was. Glaube und Religion ist das was Millionen Halt gibt aber auch der Nährboden von Gewalt, Neid, Missgunst und den Übeln der Welt. Religion und Glauben vergiftet seit Jahrhunderten das friedliche Zusammenleben der Menschen denn der Grund für Kriege war und ist immer noch Glaube und Religion. Wenn alle Menschen Ihren Glanen ablegen bzw. ihn nicht als politisches Instrument instrumentalisieren würden hätten wir eine nahelos friedliche Welt.


Geschrieben

Karl Marx wird der Ausspruch zugeschrieben " Religion ist Opium für's Volk " Tatsächlich stammt die Idee von der Religion als Rauschdroge nicht von Marx. Er war mit Heinrich Heine befreundet und kannte seine Denkschrift für Ludwig Börne.Darin heißt es sarkastisch : " Heil einer Religion,die dem leidenden Menschengeschlecht in den bitteren Kelch einige süße,einschläfernde Tropfen goss,geistiges Opium,einige Tropfen Liebe,Hoffnung und Glauben ! " Marx hat Heines Gedanken also aufgegriffen und nocheinmal polemisch zugespitzt.Das Volk berauscht sich also selbst ,


Geschrieben (bearbeitet)

Marx sprach von der Religion als dem "Opium des Volkes". Anders als viele Leute auf der Straße, die Religion für den Trug listiger Pfaffen halten,sah er , dass sie im Gegenteil ein Protest gegen die unerträglichen Zustände der Menschen ist. Sie ist gewissermaßen naturwüchsig. "Denkschrift für Ludwig Börne" ?? Das Buch trug den Titel "Heinrich Heine über Ludwig Börne". Allerdings wollte Heine ihm den Titel "Ludwig Börne.Eine Denkschrift" geben. Dieses bösartige Pamphlet- Heine hielt es für das "beste Werk", das er geschrieben habe- wurde in Deutschland abgelehnt , und Heine entschuldigte sich wie jeder ertappte Sünder mit den Worten : "er habe es nicht so schlimm gemeint". Marxens Auffassung der Religion hat einen sehr ernsthaften Charakter, Heine bleibt -wie immer- witzelnd und oberflächlich. Wer ernsthaft über Religion sprechen will, soll sich einen anderen Patron suchen.

Börne, Heine, Marx- eigentlich bin ich an "Nicht-Gojim naches" nicht interessiert.


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

Jehuda patet. Gleichwohl konnte Heine vernichtend geistreich sein wie kaum ein zweiter Zeitgenosse. Insbesondere seine "Bäder von Lukka" gehören zu den Meisterwerken der ironischen Prosa. Sehr zu empfehlen auch für die Mitglieder dieses Forums.


Geschrieben

Natürlich wird kein User dieses Forums Heines "Bäder von Lucca" lesen und gut finden. Es handelt sich nämlich um eine bösartige Verleumdung des Grafen Platen, dessen Sehnsucht nach reiner Freundschaft von Heine als schnöde Sexsucht denunziert wird. "Die Bäder von Lucca" - eine der schärfsten Verurteilungen schwuler Sehnsucht.
Merkwürdig , dass derartige Ergüsse in einem schwulen Forum angepriesen werden. Es muss sich um schwulen Masochismus handeln.


Geschrieben (bearbeitet)

Der „jüdische Literat“, der nur Oberflächliches schreibt und Tiefe vortäuscht, der die Moral unterhöhlt, die Familie zerstört und Zweifel an der Heiligkeit des deutschen Wesens weckt, der die Dichtung mit seinen Werken vergiftet und die Philosophie derart ins Allgemeine zerrt, dass ihr spezifischer Charakter, nämlich ihre Deutschheit, gänzlich verloren gehe: dieser jüdische Literat ist seit eh und je eine Invariante, ein Topos, antisemitischer Schreiberlinge. So gefährlich waren sogar die jüdischen Literaten, dass man ihre Schriften verbrennen musste, da man die Auseinandersetzung mit denselben nicht bestehen konnte. In bekannter Art lässt sich unser Freund @Nuwas, der eigentlich gar nicht mehr ins Forum zurückkehren wollte, den es aber doch immer wieder zurück an den heimeligen Kamin zieht, über Heinrich Heine aus, den er für „witzig und oberflächlich“ hält. Witzig, indem es diesem an heiligem (deutschem) Ernst gebricht, und oberflächlich, indem es ihm an (deutschem) Tiefsinn mangelt. Ganz recht, so sind sie, diese jüdischen Literaten.

Heinrich Heine hat nun bei @Nuwas jeglichen Kredit, der dem getauften Juden vielleicht noch zugestanden hätte, verspielt, weil er in seinen „Bädern von Lukka“, dem dritten Teil der „Reisebilder“, den armen Grafen August von Platen und Hallermünde, einen bestenfalls zweitklassigen und weitgehend vergessenen Lyriker, so schändlich desavouiert und mit dessen edlen Gefühlen Schande getrieben hat. Liest man Heines Kritik ein wenig genauer, anstatt sich nur in Gemeinplätzen zu ergehen, so stellt sich heraus, dass sie mitnichten oberflächlich ist, ja dass es Heine durchaus nicht um einen Ausfall gegen Homosexualität als solche und nicht einmal um eine persönliche Diskreditierung Platens, des „warmen Freundes“ (der sich freilich alsbald nach Italien verzog), ging, sondern um eine Karikatur des verlogenen und artifiziellen Tones, der Platens (und manch anderer Zeitgenossen) Dichtung kennzeichnet. Seine Werke seien schlichtweg veraltet; sie spiegelten jenes ungebrochene Verhältnis des Dichters zum Weltganzen vor, das es in der Antike oder in der Epoche des Minnesangs gegeben haben mochte, das aber in der Gegenwart absolut unmöglich sei. Ein Versuch, es zu restaurieren, münde stets in jenen schwelgerischen, beseligten und daher unwahren Duktus ein, der ein Werk als nachgeahmt erkennbar werden lasse. „Der Graf versifizierte jetzt Tag und Nacht, er blieb nicht bei dem Vorbilde Tiecks und des Aristophanes, sondern er ahmte auch den Goethe nach im Liede, dann den Horaz in der Ode, dann den Petrarcha in Sonetten, dann den Dichter Hafis in persischen Ghaselen…“ Nun muss eine Nachahmung nicht schlecht sein; sie ist es aber, wenn sie mit Versatzstücken arbeitet, die nicht mehr gelten. Und genau dies erkennt Heine in den Platenschen Versen. „Überall in den Platenschen Gedichten sehen wir den Vogel Strauß, der nur den Kopf verbirgt, den eiteln ohnmächtigen Vogel, der das schönste Gefieder hat und doch nicht fliegen kann und zänkisch humpelt über die polemische Sandwüste der Literatur. Mit seinen schönen Federn ohne Schwungkraft, mit seinen schönen Versen ohne poetischen Flug bildet er den Gegensatz zu jenem Adler des Gesanges, der minder glänzende Flügel hat, aber sich damit zur Sonne erhebt…“

Was nun die Homosexualität Platens angeht, über die nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde, so war Heine generös genug, sie ihm nicht zum Vorhalt zu machen: „Chacun à son goût.“ Aber die Art und Weise, wie Platen über seine Neigungen, die letztlich den einzigen Inhalt seiner Verskunst bildeten, sprach, die missfiel doch ganz gewaltig. „In der Tat, er ist mehr ein Mann von Steiß als ein Mann von Kopf, der Name Mann überhaupt passt nicht für ihn, seine Liebe hat einen passiv pythagoreischen Charakter, er ist in seinen Gedichten ein Pathikos, er ist ein Weib, und zwar ein Weib, das sich an gleich Weibischem ergötzt, er ist gleichsam eine männliche Tribade.“ Von Platen stammt nämlich die bekannte und viel verlachte Zeile „Ich bin wie Weib dem Mann / wie Mann dem Weibe dir“, ein Ausdruck jener verkitschten schwulen Sehnsucht, die uns bis heute im Ideal der „Freundesliebe“ begegnet und die von der Wirklichkeit der Saunen, Darkrooms und Autobahnrastplätze drastisch konterkariert wird. Da sitzt also so ein armer Tropf und ist ganz gerührt von seiner eigenen Tragik, und da er jene Freundschaft/Liebe nicht finden kann, besingt er sie in vielfältig gewundenen und gestanzten Versen, mit denen er sich selbst (und andere) in den Schlaf wiegt. Was er eigentlich meint, bleibt unerwähnt. Es wird umschrieben, verhüllt, vermummt, kaschiert. „Interessant in solcher Hinsicht ist die Vergleichung der Platenschen Gedichtchen mit dem Petron. Bei diesem ist schroffe, antike, plastisch heidnische Offenheit; Graf Platen hingegen, trotz seinem Pochen auf Klassizität, behandelt seinen Gegenstand vielmehr romantisch, verschleiernd, sehnsüchtig, pfäffisch – ich muß hinzusetzen: heuchlerisch.“ In der Tat, da ist von sinnlicher Freude, von Freiheit, von Lust an sich selbst und an der Gegenwart des anderen nichts zu bemerken. Die wären ja schließlich Ausdruck einer „schnöden Sexsucht“ gewesen, von der auch @Nuwas sich geflissentlich absetzt. Edle Sentenzen verbergen jene beinahe so gut wie das Dunkel der Nacht.


bearbeitet von Rheintochter
Geschrieben

Wir sind weit abgekommen vom Thema "Religion und ihr Wirken". Deshalb nur kurz meine Antwort auf deine lange Invektive.Ich habe von Heine nicht als dem "jüdischen Literaten" gesprochen, sondern als dem Schriftsteller, der dem Journalismus und seiner Kurzatmigkeit das Feld bereitet hat. Die Kritik an einem solchen "tagelöhnerischen" Schreiben war doch nicht Sache zurückgebliebener Germanen, sondern das Anliegen von sprachbewussten Menschen wie Karl Kraus, der doch auch Jude war. "Der Wiedergutmachungskomplex verhindert eine redliche Begegnung mit Heinrich Heine!", so der große Germanist Sengle am Schluss seines Kapitels über Heine im dritten Band seines "Biedermeier"-Buches. Und solange diese Konjunktur anhält, darfst du dich hier spreizen und den großen Entlarver spielen.
Wenn du dem Forum weismachen willst, Heine sei den Schwulen gegenüber tolerant und generös gewesen, so steht das im krassen Gegensatz zur Wahrheit. Ich will hier nicht ausführlich werden, verweise nur auf den Abschnitt über die Platen-Heine-Kontroverse in Hans Mayers Buch "Außenseiter". Der Autor ist als Schwuler und Jude wohl unverdächtig deutschen Dunkelmännertums.
Du schätzt Platen nicht, das weiß ich seit Jahren. Ich wohl. Sicher waren die Autoren der Biedermeierzeit nicht mehr von der Größe Goethes und Schillers, aber sie sind noch heute lesenswert. Ich blättere gar nicht so selten im Platen, allerdings oft auch im Heine, wenn er nicht denunziert.--
Du verweist darauf, dass ich das Forum verlassen wollte. Richtig, aber ich mache, wenn ich will, jeden meiner Beschlüsse rückgängig.Ich schreibe immer etwas, wenn ich was zu sagen habe. Ich lösche nicht das Profil, muss deshalb auch nicht als Troll hier herumgeistern.


Geschrieben

Wenn Platen nur diese eine erwähnte Zeile produziert hätte, wäre er bereits unmöglich; so ziemlich das Widerwärtigste, was je geschrieben wurde, und "männliche Tribade" ist so ziemlich der passendste Ausdruck, der sich finden ließ. Gleichwohl zielte Heines Kritik nicht in erster Linie auf die "warmen Freunde" ab, die er vielleicht nicht mochte (nicht jeder muss sie mögen), sondern auf die literarischen, sprachlichen, geistigen Unzulänglichkeiten der Platenschen Werke. Und da gebe ich ihm völlig recht. Was für ein Zeug: "Ach! er möchte wie ein Traum versiechen / jedem Hauch der Luft ein Gift entsaugen / und den Tod aus jeder Blume riechen..." Na denn man tau, würde mein Vater gesagt haben, der empfindlich gegen alles Pathetische war.

Vielleicht solltest du dein Verschwinden nicht jedesmal so dramatisch ankündigen. Oder hoffst du darauf, dass dir hier von allen Seiten Zuspruch werde, doch dem Forum treu zu bleiben? Derartiges habe ich freilich noch nicht gelesen, vielmehr können die wenigen Mitglieder anlässlich jedes neuerlichen Rückzugs ein Gähnen nicht mehr unterdrücken.


Geschrieben

Deinen Ratschlag im Schlussabschnitt des "Kommentars" will ich befolgen.Danke:
Die von dir so scharf verurteilte Verszeile stammt aus dem zweiten Ghaselenband (1821) . Platen benutzt den orientalischen Stil des Hafis , der natürlich weit entfernt ist von der kleinbürgerlichen Nüchternheit (womöglich im Stil des Bitterfelder Weges). Das Gedicht lautet so:
Ich bin wie Leib dem Geist, wie Geist dem Leibe dir;
Ich bin wie Weib dem Mann, wie Mann dem Weibe dir,
Wen darfst du lieben sonst, da von der Lippe weg
Mit ew´gen Küssen ich den Tod vertreibe dir.?
Ich bin dir Rosenduft, dir Nachtigallgesang,
Ich bin der Sonne Pfeil, des Mondes Scheibe dir;
Was willst du noch , was blickt die Sehnsucht noch umher?
Wirf Alles,Alles hin: du weißt,ich bleibe dir!
Ein Gedicht mit dem schwierigen Reim des Ghasels und der orientalischen Symbolik, die nicht jedermanns Sache ist. Ein Liebesgedicht, dessen Ich ein Mann so gut sein kann wie eine Frau.
Wer kann sich darüber aufregen?


Geschrieben

Alles Kunstgewerbe, mein Lieber. Mit Metren und Rhythmen spielen konnten andere auch, und dennoch bleibt kein einziges Werk im Gedächtnis. Überdies wissen wir beide, ebenso wie Heine es wusste, dass es sich bei dem lyrischen Ich nicht um eine Frau handelt :-). Vielleicht versuchte Platen die Liebe des Hafis nachzuempfinden, aber die war ihm nicht gegeben - denn sie war echt, und sie war sinnlich. "Zum Küssen stets bereiter Mund / Ein Brustgesang, der lieblich fließet / Zum Trinken stets gereizter Schlund / Ein gutes Herz, das sich ergießet", das konnte man über Platen sicherlich nicht sagen.


Geschrieben

Religion ist etwas für die Leute, die zu faul sind um selbst nachzudenken!


Geschrieben

Der Spruch ist nicht schlecht. ..
Allerdings hat der Glauben und das Denken wenig gemeinsam


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