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Fallen schwule Männer auf?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

@Knuddelhajo schrieb:




Klemmschwuchteln mit dem berühmten "Stock im Arsch", welche mit sich selbst und der Welt hadern, ein Problem damit haben schwul zu sein und dazu stehen zu können, und darum möglichst nicht auffallen, und in der Öffentlichkeit nicht als homosexuell erkannt und wahrgenomen werden wollen...



Ich fragte daraufhin:




Wie muss man sich benehmen, um in der Öffentlichkeit nicht als homosexuell erkannt zu werden? Wie erkennt die Öffentlichkeit einen Homosexuellen? Wie nimmt sie ihn wahr?



Und @Sitapea schrieb:




Mir stellt sich hier primär die Frage WOZU man in der Öffentlichkeit eigentlich als homosexuell orientierter Mann erkannt oder auch nicht erkannt werden sollte.



Ich finde, das ist eine Diskussion wert, und folge der Anregung @Hajos, einen eigenen Thread aufzumachen.


Geschrieben

Fallen Heterosexuelle Männer sofort auf?
Klar, man erkennt ja sofort wer ein Hetero ist (grins)
Machotyp mit vollbusiger Blondine an der Hand
Muskulös und derb
Bierflasche in der Hand
Fußballfanatiker
Extrem breiter Gang
Aggressiv,bereit zum Zuschlagen
Ich denke das es überall solche und solche gibt;
leider jedoch haben viele Vorurteile und schreien sofort: "der Typ ist eine Schwuchtel", bloß wenn man weichere Gesichtszüge hat,einen Ohrring trägt und nicht so breitbeinig läuft und wenn man sich nicht grob verhält.

Geschrieben

Hallo Colin,




Ich finde, das ist eine Diskussion wert, und folge der Anregung @Hajos, einen eigenen Thread aufzumachen.




das finde ich auch, daher hier noch einmal mein ganzer Text aus dem anderen Thread:

Mir stellt sich hier primär die Frage WOZU man in der Öffentlichkeit eigentlich als homosexuell orientierter Mann erkannt oder auch nicht erkannt werden sollte.
Woran erkennt die Öffentlichkeit denn einen Mann, der seinen Tee mit drei Stück Zucker trinkt? Oder einen Mann, der auf brünette Frauen zwischen 20 und 30 Jahren steht? Oder einen Mann, der im Bett auf der linken seite schläft usw.? Mir ist es echt ein Rätsel, wozu man dann unbedingt einen Mann in der Öffentlichkeit erkennen muss, der z. B. statt auf die o. g. brünetten Frauen zwischen 20 und 30 Jahren eben vielleicht auf brünette Männer zwischen 20 und 30 Jahren steht? Und der vielleicht nur zwei Stück Zucker in seinen Tee gibt oder im Bett meinetwegen auf der rechten Seite schläft? was geht das überhaupt igendwen an? Wen hat das eigentlich zu interessieren? Und wozu muss man das unbedingt öffentlich kenntlich machen? DAS will sich mir einfach nicht erschließen! Aber wer will es denn unbedingt öffentlich kenntlich machen und sich bewusst auf eine ganz bestimmte Art verhalten - auch was diese spezielle Form von Humor betrifft?

Ich hoffe auf eine rege aber faire Diskussion mit ernsthaften Meinungen und Argumenten statt persönlichen Angriffen, Diffamierungen und wahllosen Relativierungsversuchen (vs. Argumenten) mit dem Ziel andere Meinungen zu entwerten und/oder lächerlich zu machen.


Geschrieben

Ich finde beim besten Willen keine Antwort auf meine oben gestellten Fragen. Woran sollte man, bitte schön, einen schwulen Mann in der Öffentlichkeit erkennen, wenn er sich nicht benimmt wie eine Tunte? Keine Ahnung. Es gibt kein sicheres Erkennungszeichen. Und warum nicht? Weil Homosexualität keine Abweichung in der Substanz ist, sondern nur im Verhalten. Daher habe ich auch Schwierigkeiten damit zu sagen: Ich bin homosexuell. Ich verhalte mich homosexuell, gewiss: indem ich nämlich männliche Geschlechtspartner bevorzuge. Aber ich bin es? Was soll das sein?

  • Moderator
Geschrieben


Wie muss man sich benehmen, um in der Öffentlichkeit nicht als homosexuell erkannt zu werden? Wie erkennt die Öffentlichkeit einen Homosexuellen? Wie nimmt sie ihn wahr?




Zu Frage 1: ganz normal.
Zu Frage 2: in der Regel garnicht.
Zu Frage 3: wie jeden anderen auch.

Schon mit der Fragestellung habe ich ein Problem, denn den schwulen Mann gibt es doch wohl garnicht. Wie auch unter hetrosexuell orientierten Männern gibt es doch auch bei Schwulen alle möglichen Schattierungen und selbstverständlich auch Extreme.

Da hätten wir zum Beispiel die extrovertierte Tunte, ihr wisst schon, die mit den gebrochenen Handgelenken und dem abgepreitzten kleinen Finger beim Kaffeeschlürfen, schrill, laut, und immer darauf bedacht möglichst aufzufallen und aller Welt zu demonstrieren dass man eben "anders" ist. :P

Das krasse Gegenteil davon wäre dann der Typus den ich als "Klemmschwuchtel" bezeichne, schwule Männer die mit ihrer Veranlagung nicht klarkommen, Minderwertigkeitsgefühle entwickeln, ihre Sexualität nur im geheimen ausleben, stets darauf bedacht dass blos niemand in ihrem Umfeld auf die Idee kommt sie wären "anders", und so quasi ein Doppelleben führen..

Dazwischen gibt es dann noch alle möglichen Varianten. Der grösste Teil aller schwulen Männer dürften aber Menschen sein die sich und ihre Sexualität als "normal" akzeptieren und keinen grossen Wind darum machen. Für diese stellen sich die drei oben genannten Fragen erst garnicht.

Auch glaube ich nicht dass die User von gays.de oder anderen schwulen Communitys repräsentativ für die Schwulen sind. Wäre das so, dann würde das doch einige der dümmlichen Klischees bestätigen die in manchen Kreisen noch über Homosexuelle bestehen, wie etwa: Schwule können nicht treu sein. Schwule vögeln sich von einem ONS zum nächsten. Schwule leben nur für den Sex etc. etc.

Es gibt sicher auch eine grosse Anzahl Schwuler, die noch nie Mitglied einer schwulen Community im Internet waren. Mal ehrlich, gays.de ist doch eigentlich überwiegend eine Sex-Plattform. Man muss sich doch nur die Gruppen mal ansehen (1548 im Bereich Sex, Erotik und Fetisch gegenüber 61 im Bereich Liebe und Partnerschaft), oder die Beteiligung am "Kontaktforum" gegenüber den anderen Foren, um zu erkennen, dass grob geschätzt 97% aller User nur wegen Fickdates hier angemeldet sind. Sollte dies repräsentativ für alle Schwulen sein, dann wäre das doch ein Armutszeugnis und eine ziemlich traurige Bilanz.

Die übrigen 3% der User sind eben genau die, wegen denen ich hier angemeldet bin, und für die ich mich auch in den Top-Gruppen der Rubrik Liebe und Partnerschaft als Gruppenadmin engagiere.

Was mir bei meiner Gruppenarbeit auffällt: Die jüngeren, welche mit dem Internet aufgewachsen sind, haben offensichtlich sehr viel mehr Interesse an Freundschaften und Beziehungen als die älteren. Für diese Generation scheinen sich die Eingangsfragen auch nicht zu stellen.

Ich selbst entstamme einer Generation die noch den §175 im Gedächnis haben, als Homosexualität noch mit Gefängnisstrafen geahndet wurde, und ich bin darüber sehr froh dass dies Geschichte ist, und sich Schwule heute nicht mehr verstecken müssen. Das bedeutet aber nicht dass ich mit meiner Homosexualität hausieren gehe. Ich trage keinen Regenbogensticker oder eine Anstecknadel mit dem Lambda-Zeichen. Schliesslich kann ich mich auch nicht entsinnen jemals einen Mann mit einem Button "Ich bin Hete" gesehen zu haben. Wenn mich aber jemand nach meiner sexuellen Ausrichtung fragt kann ich heute sagen: "ich bin schwul", und dass ich das heute ohne Furcht vor Konsequenzen und ohne Scham tun kann finde ich fantastisch.


Geschrieben

Seinesgleichen erkennt der Herr im Schlaf - oder so ähnlich
Ich erkenne das sehr oft am bestimmten Ausdruck und die Augen sind ja der Spiegel der Seele, also ich meine bei schwulen Typen, auch habe ich im Laufe der Zeit ein Gespür dafür entwickelt. Gegenüber Frauen allerdings bin ich immun, würde es noch nicht mal merken, wenn eine heftig mit mir flirtet - zum Glück


Geschrieben


Schwule können nicht treu sein. Schwule vögeln sich von einem ONS zum nächsten. Schwule leben nur für den Sex etc. etc.



Okay, das sind sicher dumpfe Vorurteile. Aber warum ist denn "Treue" eigentlich positiv, der One-Night-Stand hingegen negativ besetzt? Warum ist es etwas "Schlechtes", "nur" für den Sex zu leben ("nur" für den Sex, solche Exemplare, die gar nichts anderes haben, dürften doch schwer zu finden sein)? Die Ehe ist ursprünglich eine Institution, machen wir uns nichts vor, zur Versorgung der Frau und zur "Aufzucht" der Kinder in einer gesicherten, stabilen Umgebung; mehr nicht. Sie ist keine Verewigung irgendwelcher großer Gefühle. Die erotische Anziehung lässt mit der Zeit nach, stattdessen wachsen die Ehepartner an den gemeinsamen Aufgaben und Erlebnissen zusammen. So sollte es sein - in der Wirklichkeit sieht es immer öfter anders aus. Man rennt bei der ersten Krise auseinander, trotz des schönen Einfamilienhauses, trotz der sorgfältig geplanten zwei Kinder usw. Um wieviel instabiler muss eine schwule Beziehung sein, die nicht über diese Errungenschaften verfügt. Da ist doch die Neigung, beim ersten handfesten Streit auseinanderzulaufen, viel größer, und in der Wirklichkeit wird's ja auch so praktiziert. Ich kann darin aber nichts Ehrenrühriges sehen. Das ist eben die Freiheit der homosexuellen Beziehung, dass sie sich nicht an sogenannte Werte klammern muss. Als schwuler Mann bin ich frei, mich zu binden, und frei, mich zu trennen, ohne schlechtes Gewissen, das mir von anderen wegen der Kinder gemacht wird usw. Wenn heterosexuelle Partner einander jahrelang quälen, weil sie eine Scheidung als Eingeständnis des Scheiterns ansehen (sie wollten doch ihre "Liebe" verewigen!), so ist das nicht zur Nachahmung zu empfehlen.

Ich bin auch kein schlechter Kerl, wenn ich langfristige Beziehungen ablehne und kurze intensive Erlebnisse vorziehe. Sex hat nicht zuletzt einen Genusscharakter. Ich hatte ein paar sogenannte "One-Night-Stands" unter unwiederholbaren, teils extremen Bedingungen; sie hatten eine unheimliche Intensität und werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Waren sie weniger wert, als wenn ich mit meinem "Partner" den Kinderwagen mit dem adoptierten Kind durch die Gegend schiebe? Oh nein. Sie waren lediglich weit entfernt von dem, was die heterosexuelle Beziehungsromantik sich so vorstellt. Und je weiter wir uns von der entfernen, um so besser ist es.


  • Moderator
Geschrieben

Nun ja, auch hier gilt wieder: "Es gibt solche und solche". Sicherlich ist es so, dass Beziehungen, gleich ob bei hetero- oder homosexuellen Partnern, in der heutigen Zeit nicht mehr so lange halten, aus welchen Gründen auch immer. Wer jedoch als Schwuler eine längerfristige Beziehung grundsätzlich ablehnt ist in meinen Augen echt arm dran.

Gerade dann, wenn man mit jemandem einen ONS unter solchen "extremen Bedingungen" hatte, so mit "unheimlicher Intensität" und so, stellt sich doch zuweilen auch der Wunsch ein, das Erlebte mit eben genau derselben Person zu wiederholen, insbesondere dann, wenn dabei auch gegenseitig Leidenschaft im Spiel war. Dabei entstehen dann doch schon mal solche eigenartigen Gefühle, die manch einer mit "Schmetterlinge im Bauch" umschreibt. Das nennt man dann auch "verliebt sein". Wer leugnet so etwas jemals empfunden zu haben lügt sich etweder selbst was in die Tasche oder ist von Natur aus völlig Beziehungsunfähig.

Bei der ersten Krise in einer Beziehung auseinanderzulaufen zeugt meiner Meinung nach von Charakterschwäche, denn eine Beziehung wächst und festigt sich auch an der Krise. Eine längerfristige Beziehung kann etwas wundervolles sein, kann aber naturgemäss auch nur dann funktionieren, solange sich nicht ein oder beide Partner nebenbei auch noch durch fremde Betten vögeln.

Zu einer Beziehung gehört dann auch sehr viel mehr als nur guter Sex. Für mich ist eine langfristige, feste Beziehung durchaus erstrebenswert und Treue tatsächlich sehr wichtig, auch wenn es vielleicht nicht für immer ist. Demzufolge sollte man statt von einem "Lebenspartner" vielleicht doch eher von einem "Lebensabschnittspartner" sprechen. Es mag ja Schwule geben die sich damit begnügen sich von einem ONS zum nächsten zu poppen, meine bevorzugte Lebensweise ist das jedenfalls nicht, denn ich bin lange noch nicht so weit abgestumpft das alleine sein als unabänderliches Schicksal zu akzeptieren.


Geschrieben

@Knuddelhajoeine Gedanken sind sehr gut und ich kann mich sehr mit ihnen identifizieren.
Ich bin der Meinung,das eine treue Partnerschaft einem Menschen total mehr Erfüllung
gibt, als ein Sex-Erlebnis in einem Klo oder einem Parkplatz.
Wenn Heterosexuelle das Recht auf Zweisamkeit und einen festen Partner haben,
so sollen wir dies auch haben dürfen; das ist für mich Freiheit;
ein menschenwürdiges Leben zu führen und nicht leben wie einer aus dem Strichermillieu.
Klar, wenn eine Partnerschaft wirklich nicht mehr funktioniert,dann ist eine Trennung besser als
zusammenzuleben und sich dann zu hassen.
Ich kenne aus den Niederlanden einen schwulen Mann(er ist 50); er lebt seit 22 Jahren mit seinem Mann zusammen;
es gab auch Krisen in ihrem Leben,aber sie haben alles gut gemeistert.
Ich bewundere solche Partnerschaften,in denen man zu seinem Partner steht in guten wie in schlechten Zeiten;
ich bin da echt altmodisch mit meinen Werten.


Geschrieben

Ich schrieb:




Ich hatte ein paar sogenannte "One-Night-Stands" unter unwiederholbaren, teils extremen Bedingungen



@Hajo schrieb:




stellt sich doch zuweilen auch der Wunsch ein, das Erlebte mit eben genau derselben Person zu wiederholen



Es liegt in der Natur der Sache, dass das Unwiederholbare sich nicht wiederholen lässt. Dieselben Bedingungen lassen sich nicht erneut herstellen. In meinem Fall hatte ich weniger an Sex im Darkroom oder auf dem Klo gedacht. Es ging vielmehr darum, ob wir beide den nächsten Tag noch erleben würden; deshalb waren diese Erlebnisse unwiederholbar, aber eben auch einmalig in ihrer Intensität. Ich bin seit eh und je gewöhnt, mich in Grenzbereichen zu bewegen. Die Normalität macht mich nicht an. Händchenhaltend mit dem "Partner" auf dem Sofa zu sitzen und fernzusehen, kommt für mich nicht in Betracht; mit ihm gemeinsam in den Tod zu gehen, jederzeit. Aber das setzt wohl zuviel Liebe voraus.

Ich gönne allen ihre "Partnerschaften", auch ihre gemeinsamen Erlebnisse am Küchenherd, auch ihre Fernsehabende, auch ihre Adoptivkinder und sogar ihre Schwulenhochzeit - ja wie könnte ich ihnen das missgönnen. Aber für mich kommt das nicht in Frage.


Geschrieben

Äh war die Frage des Threads nicht: Fallen schwule Männer auf?
Der TE selbst schweift ganz schön vom Thema ab :P

Geschrieben

Muss ich einräumen, @Silberblick. Kehren wir also wieder zur Ursprungsfrage zurück. Ich habe oben ja schon meine Meinung zu diesem Thema geschrieben.


  • Moderator
Geschrieben

Tja, Immer gut wenn einer aufpasst, klasse Silbi, haste fein gemacht. ^^

öööhm, ja meine Meinung zum "auffallen" hab' ich auch schon geäussert.
Wo ist denn dein "Topic-Beitrag" Silbi ??? :P


Geschrieben

Mein Topic? Siehe auch ==> Geschrieben am 18.04.2011 22:36
Biddu Plint? :P


  • Moderator
Geschrieben

Ach so, das sollte ein "Beitrag" sein, na dann


Geschrieben

Klar war das ein Beitrag zur Frage! Was denn sonst?
Oder willst Du mich jetzt verarschen?


Geschrieben

Müssen Homosexuelle Männer denn auffallen? ;-)

Ich denke es gibt Männer mit Verhaltensformen recht weiblicher Natur, bei denen man es zumindest stark vermuten kann - schließlich bedeutet weibisches Verhalten noch nicht gleich schwul! Ich selber weiß nicht, ob ich als schwuler "auffalle". Ein Freund meinte zu mir, ich solle nicht so überschwenglich an der Kasse reden (weil ich mit den Kassiererinnen meisten ein bißchen quatsch mache, wobei die auch mit machen), sonst könne ich doch noch als schwul gelten.

Meine Antwort: Na und? Stimmt das etwa nicht? :-)


Geschrieben

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber ich erkenne oft, ob jemand schwul ist oder nicht. Ich will nicht sagen, man sieht es immer, aber ziemlich oft liege ich mit meinen Einschätzungen richtig, auch bei Prominenten, die sich erst Jahre später als bi oder schwul outen.

Wie Silbi schon sagt, man erkennt es oft in den Augen .. oder in ganz kleinen Verhaltensweisen .. und nein, damit meine ich kein weibliches Verhalten, sondern nur ganz kleine Gestiken oder Mimiken. Man muss dafür aber die Gelegenheit haben, den Menschen etwas länger zu beobachten und man muss dann auch sehr gut beobachten und auf alles achten können.

Und das ist eines meiner Hobbies .. Menschen beobachten .. (ich könnte stundenlang im Eiscafé sitzen und einfach Leute gucken *g*) .. und eine gute Portion "Bauchgefühl" gehört auch immer noch dazu.

Ich wusste z.B. - auch wenn das jetzt etwas abschweift - von Anfang an, dass Ricky Martin nicht wirklich hetero ist

LG Topi


Geschrieben

@Topi schrieb:




man erkennt es oft in den Augen .. oder in ganz kleinen Verhaltensweisen .. und nein, damit meine ich kein weibliches Verhalten, sondern nur ganz kleine Gestiken oder Mimiken.



Vieleicht sitze ich einfach nicht oft genug in Eiscafés und beobachte die Leute - aber mich würde trotzdem maßlos interessieren, was das für kleine Verhaltensweisen sind.


Geschrieben

Topi, genau so geht´s mir auch
So richtig erklären kann man´s auch nicht, es sind eben bestimmte Signale, an denen man vermuten kann, ob einer schwul ist oder nicht. Man kann sich da aber natürlich auch täuschen, oft aber merken die von mir beobachteten Leute das und signalisieren es mir entsprechend. Dann weiß ich, dass ich richtig lag
Ja und stundenlang im Eiscafé sitzen, um Leute zu beobachten - das könnte ich auch, macht am meisten Spaß, wenn noch ein/e Freund/in dabei ist


  • Moderator
Geschrieben

Joa, an der Sache mit den "kleinen Signalen" iss schon was dran, da muss man aber dann auch die passende "Antenne" für haben. Wie Silbi und Topi schrieben kann man es manchmal an den Augen ablesen wenn man dafür sensibel genug ist. Klingt irgendwie blödsinnig, ist wahrscheinlich auch wissenschaftlich nicht zu beweisen, und doch gibt es sowas. Das ist mir selbst schon einige male passiert. Ein Beispiel:

Ich war im zarten Alter von 18 Jahren. Nach einer Bandprobe in einem Kaff, etwa 20km von Mainz entfernt, kam ich an einem schönen Sommertag abends am Hauptbahnhof an. Beim verlassen der Bahnhofshalle fiel mir ein Junge mit einem Rucksack auf, der mir auf Anhieb sehr gefiel, so sehr, dass ich meinen Blick nicht von ihm abwenden konnte. Er stand an der Bushaltestelle und bemerkte mich zunächst garnicht. Dann kam sein Bus. Er stieg ein, setzte sich auf einen Fensterplatz und dann trafen sich unsere Blicke. Ich weiss nicht wie ich es anders beschreiben soll: Sein Blick traf mich wie ein Blitz und ich hatte augenblicklich heftigstes Herzklopfen. Ohne noch gross zu überlegen sprang ich in den Bus, gerade in dem Moment als der Fahrer die Türen schliessen wollte. Ich stand in dem Bus, ein paar Meter von ihm entfernt, und wusste nicht so recht wie ich weiter vorgehen sollte. Nach 5 Stationen stand er dann auf um auszusteigen. Als sich die Bustür öffnete drehte er sich noch einmal kurz zu mir um und da war er wieder, dieser Blick. Er stieg aus, ich sprang hinterher, und in diesem Moment war alles klar. Wir kamen sofort in's Gespräch und keine zwanzig Minuten später lagen wir uns in seinem Bett in den Armen. Es war eine wunderschöne und sehr leidenschaftliche Begegnung an die ich noch heute gerne zurückdenke. Ich verliess ihn im Morgengrauen. Leider sahen wir uns danach nie wieder. In dieser Nacht erfuhr ich auch von ihm, dass er schon am nächsten Tag für ein Jahr als Austauschschüler nach Griechenland ging. Ich habe es nie bereut in diesen Bus eingestiegen zu sein.


Geschrieben

Weltweit gibt es genügend Leute, die sich sicher sind, es gäbe untrügliche Erkennungszeichen schwuler Jugendlicher und Männer. Zu welchem Irrsinn dieser Glaube führen kann, das zeigt eine Aktion in Malaysia, die "Spiegel online" heute aufgegriffen hat. Manchmal möchte man wirklich verzweifeln an der Behauptung, der Mensch sei ein vernunftbegabtes Wesen.

"Charakterbildung" in Malaysia
Trainingslager für vermeintlich schwule Schüler

Nicht männlich genug, lautete die Diagnose bei rund 60 Jugendlichen in Malaysia. Deswegen steckten sie die Behörden für vier Tage in ein Trainingscamp. Dort mussten die Jungen Moscheen besuchen, marschieren und schießen lernen. Die Familienministerin und Menschenrechtler sind empört.
Info

Sie waren ihren Lehrern als "weibisch" aufgefallen, die 57 Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahren. Deshalb wurden sie in ein Trainingslager geschickt, bekamen verstärkt Religionsunterricht, mussten im Gleichschritt marschieren, durch den Dschungel wandern, am Fitness-Training teilnehmen, Moscheen besuchen und mit Spielzeug-Spritzpistolen schießen üben, vier Tage lang.

So sollten die vermeintlich schwulen Teenager in Malaysia zurückgeführt werden auf das, was der Staat für den Pfad der Tugend hält. Homosexualität ist in dem mehrheitlich muslimischen Staat ein Tabuthema, Sex unter Männern ist verboten und wird mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft.

Menschenrechtsaktivisten sind empört. "Wir sind entsetzt, dass feminines Verhalten als etwas Böses gesehen wird, das bestraft gehört", sagte Ivy Josiah, Geschäftsführerin einer Frauenrechtsorganisation. Auch die Familienministerin in Kuala Lumpur äußerte Kritik: Solche Camps könnten die Kinder nur traumatisieren, sagte Shahrizat Abdul Jalil. Die Menschenrechtsgruppe "Joint Action Group for Gender Equality" schrieb: "Diese Jungen werden dafür bestraft, dass sie ihre Persönlichkeit und Identität ausdrücken."

Die Behörden des konservativen Bundesstaats Terengganu verteidigten das Vorgehen. "Das dient der Charakterbildung", sagte der Bildungsminister des Bundesstaats, Razali Daud, der Zeitung "New Straits Times". "Wir hoffen, dass die Jungen physisch und mental stärker werden." Andere Behördenvertreter waren deutlicher: Man wolle verhindern, dass die Jungen später schwul oder bisexuell werden.

Daud bestritt allerdings, dass es um die sexuelle Orientierung gehe. Das Trainingslager habe nichts mit Schwulenfeindlichkeit zu tun. Vielmehr solle das patriotische Bewusstsein der Jugendlichen gefördert werden. Die Jungen hätten freiwillig an den Kursen teilgenommen. Zunächst seien den Behörden 66 Namen von Jungen übermittelt worden, im Lager seien aber nur 57 dabeigewesen.

otr/dpa/Reuters

Geschrieben

Natürlich fallen schwule Männer auf! Damit meine ich nicht die Tunten, keineswegs, sondern die ganz "normalen" schwulen Männer vor allem mittleren Alters, die im Berufsleben stehen. Was immer sofort ins Auge sticht, ist ihre Wohlgepflegtheit. Unrasierte Gesichter und lange zottelige Haare wird man bei ihnen nicht finden. Stattdessen zeigen sie jetzt einförmige Kurzhaarschnitte: hinten und an den Seiten rasiert und oben spitz zulaufend. Die Kleidung ist stets geschmackvoll ausgesucht und zusammengestellt; der Jeanstyp ist eher selten. Jetzt, in der warmen Jahreszeit, tragen alle karierte Dreiviertel-Cargohosen und selbstverständlich Sandalen auf nackten Füßen, dazu die unvermeidliche Marken-Sonnenbrille auf der Stirn. Wenn sie Brillenträger sind, bevorzugen sie modische bunte Gestelle. Nicht selten sind die Haare gefärbt. Hinzu kommen dezente Erkennungszeichen, wie der Ring am kleinen Finger. Ihre Sprache ist eher leise und sorgfältig, und was unbedingt auffallen muss: sie sind alle so sanft. Man kann sich kaum vorstellen, dass einer von ihnen mit den Fäusten auf jemanden losginge: immer schön die Contenance bewahren. In den Berliner und Kölner Szenecafés trifft die Beschreibung auf fast alle 30-45jährigen zu. Aber auch auf der Straße ist dieser Schwulentypus sehr leicht zu erkennen, und Pärchen erkennt man sofort, auch wenn sie nicht Händchen halten. Aber natürlich fallen schwule Männer auf!

Geschrieben

Immer noch am besten erkennt man die Gays an einer gewissen "leeren Harmonie" der Gesichtszüge. Die Grundvoraussetzung der Schönheit, das Ebenmaß, ist schon da, aber ohne Spannungen, ohne Kampf, langweilig.-Colin, wenn du das liest, spring über deinen Schatten und melde dich wieder an. Ohne dich ist es langweilig.


  • Moderator
Geschrieben

"...leere Harmonie der Gesichtszüge", au weia :P
Das man daran Schwule erkennen soll ist doch nichts weiteres als verallgemeinertes Wunschdenken.

Also mir ist es ohne Colin kein bischen langweilig
Es gibt immer wieder "Nachfolger", und wer will denn wissen ob unser schlauer Colin nicht schon längst wieder unter einem anderen Nick hier agiert ? *zwinker*

  • Sissy

    Ein Sissy Boy ist ein Junge, der sich in das andere Geschlecht einfühlen möchte. Er kleidet sich typisch weiblich und passt sein Verhalten an. Man kennt diese Veranlagung auch unter dem Namen ...

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