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Völkermord


fellatio

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Diese Resolution war überfällig .Mit großer Mehrheit hat der Bundestag das Massaker der Türken an den Armeniern beschlossen .Das ist gut. Es ist auch gut dass Bundestagspräsident Lammert die zahlreichen Drohungen bis hin zum Mord gegen unsere Abgeordneten,besonders mit türkischem Familienhintergrund,vor der Debatte, verurteilt hat. Inakzeptale seien diese Drohungen mit dem Ziel,die freie Meinungsbildung des Bundestages zu verhindern.
" Wir werden sie nicht hinnehmen und uns ganz gewiss von ihnen nicht einschüchtern lassen " sagte Lammert.
Endlich werden die Vorgänge beim Namen genannt,endlich endet die diplomatische Rücksichtnahme auf die Türkei.Es war ein Genozid den die Türken nicht eingestehen wollen. Viele Historiker sehen dagegen die Kriterien für Völkermord erfüllt--ebenso wie mehr alss 20 Staaten,die bereitss von Genozid an der Armeniern sprechen. Dass sich nun auch die Biundesrepublik anschließt,ist ein wichtiges Signal. Die Resolution dient dem Andenken an die Opfer. Und sie demonstriert ,welche Lehren aus der dunklen Vergangenheit gezogen worden sind.
Zu Massenvernichtungen,ethnischeen Säuberungen und Vertreibungen zu schweigen, wäre fatal. Völkerrecht, das nur auf dem Papier steht,ist wertlos. Es muß immer mit Leben erfüllt werden. Das gilt für die Vergangenheit ebensso wie für die Gegenwart.
Die Regierung in Ankara sollte die Resolution des Bundestages nicht als Brüskierung sehen,sondern als Ansporn sich der Geschichte zu stellen. Letztlich führt ohnehin kein Weg daran vorbei,die Gräueltaten im Osmanischen Reich gründlich aufzuarbeiten. Je eher dies geschieht,desto besser für die Türkei und ihr Ansehen in der Welt.


Geschrieben

Das passt Erdi ja so gar nicht in die Suppe, erst werden ihm scherzhaft heimliche Liebschaften mit Ziegen angedichtet, und jetzt kommt es knüppeldicke - der so mühsam und lange verleugnete Genozid an bis zu 1,5 Millionen Armeniern während des Ersten Weltkrieges* wird endlich mal anerkannt.
Da stampft der Erdi natürlich trotzig auf, und zieht erst mal den türkischen Botschafter aus Berlin ab.

Was mag daraus folgen? Der Flüchtlings-Deal platzt, oder hängt das an anderen Versprechungen, die nicht rückgängig gemacht werden können, ohne dass der erhabene Ober-Hoca mit Gegenwind rechnen muss?

*http://www.bz-berlin.de/deutschland/ankara-zieht-tuerkischen-botschafter-aus-deutschland-ab

Geschrieben

Genozid an einer Volksgruppe hat noch nie ein Diktator aufarbeiten lassen in der Geschichte und sicher passiert das auch in Zukunft nicht.
es ist nur ein Wunder ,die Kanzlerin war nicht da, der Vizekanzler war nicht da, der Außenminister war nicht da,
oder war es den 3. en nicht so Wichtig mit Abzustimmen?? ist schon Merkwürdig


oldysuchtjungy
Geschrieben

..da muss ich dir uneingeschränkt Recht geben "Weshalb fehlten die Bundeskanzlerin, der Aussenminister usw.?", merkwürdig ist dieses Fehlen nicht. Im Vorfeld der Abstimmung hatten schon etliche Journalisten die Abwesendheit dieser Parlamentarier vorher gesagt. Ganz ehrlich, ich finde die Resolution des Bundestages auch nicht grade "Toll". Sicher war es Genozid an einer Volksgruppe, und diesen Tatbestand hatte der Bundestag schon im letztem Jahr behandelt, was die Resolution, in der heutigen Zeit bringen soll, verstehe ich nicht. Wichtiger wäre es, meiner Meinung nach gewesen, wenn der Bundestag die innenpolitische Lage der Türkei angesprochen hätte und hätte eine Resolution für eine demokratische Entwicklung des Landes verabschiedet, doch sorry wir haben ja grade erst mit der Türkei einen Flüchtlingsdeal gemacht.
Verstehe jemand die Politik, da brauch sich niemand wundern wenn die Staatsverdrossenheit und das abdriften zu extreme Parteien zu nimmt.


Geschrieben

sicher ist zu Bemerken warum gerade zu jetziger Zeit die Abstimmung Erfolgte,
aber in der Politik wird alles auf die Lange Bahn geschoben, gerade wenn es um solche heiklen Themen geht.
Man Bedenke wie lange die Deutsche Politik gebraucht hat zu Entscheiden ob Deutschland nach den 2. Weltkrieg Besetzt oder Befreit wurde.
und nun gibt die deutsche Politik nach 100 Jahren auch zu eine Mitschuld an den Genozid gegen die Vertreibung und Ermordung an den vorwiegend christlichen Armeniern die die 2 Größte Bevölkerungsgruppe
neben den Griechen bildeten.
Die Deutschen selbst haben diesen Sachverhalt Mitverschuldet.

"An der Logistik der Deportationen war auch das deutsche Militär beteiligt, wie es ein von Oberstleutnant Böttrich, dem Chef des Verkehrswesens (Eisenbahn-Abteilung) im türkischen Großen Hauptquartier, im Oktober 1915 unterzeichneter "

weiter heißt es :
Im Juni 1915 schrieb der deutsche Botschafter Hans von Wangenheim aus Konstantinopel an den deutschen Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg:


„Daß die Verbannung der Armenier nicht allein durch militärische Rücksichten motiviert ist, liegt zutage. Der Minister des Innern Talaat Bey hat sich hierüber kürzlich gegenüber dem zur Zeit bei der Kaiserlichen Botschaft beschäftigten Dr. Mordtmann ohne Rückhalt dahin ausgesprochen ‚daß die Pforte den Weltkrieg dazu benutzen wollte, um mit ihren inneren Feinden – den einheimischen Christen – gründlich aufzuräumen, ohne dabei durch die diplomatische Intervention des Auslandes gestört zu werden; das sei auch im Interesse der mit der Türkei verbündeten Deutschen, da die Türkei auf diese Weise gestärkt würde.‘[64]“

Deutschland hatte Mitschuld und Bekräftigt es mit der Abstimmung im Bundestag.

Die Türkei ist nicht gewillt dies zu Akzeptieren ,ein Grund haben sie ja ,
was mit den Armeniern vor 100 Jahren geschehen ist ,wird heute in kleinem weiter geführt,
den Armenier waren und sind auch Kurden.


Geschrieben

Seit doch mal alle Ehrlich. Deutschland ist das Einwandergsland nummer 1. Nur dürfen wir nichts sagen. Siehe Einreisevisum für Türken.
Aber Genau die treten die Demokratie mit Füssen. Kann die Merkel auch nicht leiden, aber Sie als Hitler abzubilden, ist mal wieder klar für diesen Egcholan. Er darf sich alles erlauben und Europa hatt zu zu kuschen.


Geschrieben

Die Pflaume aus der Uckermark sollte sich aber auch öffentlich dazu bekennen. Sie, der dicke Siggi und der Steinmeier haben uns in meinen Augen alle verarscht, weil sie statt an dieser Abstimmung teilzunehmen sich lieber auf irgendwelchen völlig nebensächlichen Foren herumgetrieben haben. Das ist in meinen Augen Verrat an der Sache.


Geschrieben (bearbeitet)

Es hätte mich auch sehr gewundert, wenn es ein historisches Ereignis gäbe, an dem Deutschland nicht wenigstens die Mitschuld trägt. Wir müssen eben immer dem Schuldkult frönen. Dieser Fanatismus ist allen anderen Staaten fremd.
Politisch wäre es , sich zu fragen, ob nicht andere Staaten auch Schuld auf sich geladen haben, die zu "bewältigen" wäre (Das würde unserem Ruhm als "größter Schuldiger aller Zeiten" nicht unbedingt widersprechen.) Ebenso politisch wäre die zweifelnde Überlegung, wozu gerade jetzt die Aufarbeitung der türkischen Geschichte dient. Eine "Aufarbeitung" nach 100 Jahren??!
.


bearbeitet von BillyBudd
Geschrieben

Bin gespannt wie es international weitergeht, neben Putin halte ich Erdogan für die derzeit gefährlichsten Männer der Welt, hoffentlich gesellt sich da nicht noch Trump dazu - Herr schenk den Amis Hirn für die Wahl!


oldysuchtjungy
Geschrieben

Einerseits verstehe ich dich ja, weshalb müssen wir immer den Schuldkult fröhnen? Oftmals wird Er instrumentalisiert und misbraucht. Doch anderseits darf man nicht vergessen, dass bestimte Verhaltensweisen (wie zB. Ausländerfeindlichkeit und Rassismus) Deutschland vor nicht mal 80 Jahren in die Kathastrophe gerissen hat.
Schwule sollten schon besonders Wachsam sein, der derzeitige Tolleranzramen , in unserem Land ist sehr labil und brüchig.


Geschrieben

Ich bin eher verwundert, dass man sich immer noch über historische Tatsachen wundert. Dieser sich breit machende pseudopatriotische Widerspruchskult kann auch leicht zu jenem Fanatismus führen, der vor 80 Jahren die Menschheit in ihre größte Katastrophe gerissen hat. Und geht es in dieser Frage nicht gerade darum, die Schuld eines anderen Staates zu benennen?? Auch wäre es durchaus eine zweifelnde Überlegung wert, nicht warum gerade jetzt, sondern warum erst jetzt die Aufarbeitung der türkischen Geschichte angeregt wird. Sich zur deutschen Mitschuld zu bekennen, hat für mich nichts mit einem "Schuldkult", sondern eher etwas mit geschichtlicher Realität zu tun.


Geschrieben

Du beschäftigst dich offenbar nur selten mit den Ergebnissen der historischen Forschung. Sonst wüsstest du, dass die Feststellung "historischer Tatsachen" gar nicht so leicht ist. Dabei sind viele Interessen im Spiel.Was vor 80 Jahren zu der Menschheitskatastrophe des Weltkrieges geführt hat, kann heutzutage noch nicht frei erforscht werden. "Pseudopatriotischer Widerspruchskult" ist wohl aus der Liste der Ursachen zu streichen.. - Meine Sorge ist es Tag für Tag, dass als Menschheitsideale maskierte massive Interessen uns in eine neue Katastrophe führen.


  • 2 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

Warum ausgerechnet die Nachfahren der Endlöser sich nach 100 Jahren aufregen zu müssen glauben über einen Vorgang, der von ihren eigenen Vorfahren in ähnlichem Umfang zeitgleich betrieben wurde, will sich mir nicht erschließen.

Da wäre besser ein alter - sogar deutscher - Grundsatz zur Anwendung gelangt: Ein jeder kehre vor seiner Tür ...

Oder erfolgte diese hehre Resolution etwa deshalb, um die eigene Erbsünde besser ertragen zu können? Der deutsche Michel - nicht allein zuhause, Gott sei's gedankt? Und dann noch jenes noble Verfahren, nach Einfuhr der reichen Beifall-Ernte von sich zu geben, was geht mich mein saudummes Getue von vorgestern an, mit Verlaub, es ist nur noch eines: lachhaft!


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

Den letzten Satz - der von 18:42 - werde ich mir merken. Besser kann er nicht formuliert werden.


Geschrieben

Falls noch nicht mitbekommen, die als unschuldige Kernfrucht Bezeichnete hat sich zwischenzeitlich eindeutig und freimütig dazu von der Resolution distanziert. Nimmt man alle facts zusamen, kommt so ein kühner Verdacht, dass mit der Resolution jemand auf 180 gebracht werden sollte. Und das hat ein Gschmäckle so kurz vor dem Putsch, dem erwarteten Nichterwarteten.


Geschrieben

"Troja hört nicht auf zu brennen"- ein kluges Buch über den deutschen Schuldkult. Vor etlichen Jahren fragte A.Plack in einem vieldiskutierten Werk "Wie oft wird Hitler noch besiegt?" - Lassen wir den Deutschen ihren Schulgkult. Einige erweisen sich dabei als späte Mitsieger. Nur sollten sie ihr Spiel der Selbstbefriedigung allein betreiben. Jetzt auch den Türken mit diesem Ansinnen zu kommen, ist abwegig. Auch im Fall der Türken dient "Aufarbeitung der Geschichte" nur der aktuellen politischen Erpressung.


Geschrieben

hm, wusste nicht, dass du fliegenfänger bist. aber wenns sich rentiert.


Geschrieben

Eine Art von "Erbschuld" sehe ich auch, obwohl dieses Konzept in sich hirnblond ist, denn was können die Kinder von irgendwem für Dinge, die deren Vorfahren angestellt haben, als sie noch nicht geboren waren?
Aber ich sehe diese Weitergabe mehr darin, dass die Ideologie nicht erloschen ist, sondern abgemildert weiter getragen, und auch wieder weiter umgekrempelt und neu aufgegossen wird.

Die Beschäftigung mit den Genozid-Events bei anderen Völkern ist vielleicht ein Verdrängungs-Element oder ein Relativierungsversuch. Ein Versuch, andere zu sich herunter zu komplimentieren, oder sich selbst dadurch wieder etwas höher anzusiedeln.
Neben weiteren Kandidaten im Wettbewerb um die geschauspielerte Selbsterniedrigung kommt man sich wohl nicht mehr gar zu niedergedrückt vor.

Bei den Deutschen ist das ganz merkwürdig. Auf der einen Seite betreiben sie diesen Schuld-Kult um die größtmögliche Bürde und Buße, und auf der anderen Seite würden sie am liebsten der Welt vorgeben, wie die zu funktionieren hat.
Etwas schizoid ist das Ganze ja schon.

Als politischer Schalthebel bestimmt nicht unnützlich.


Geschrieben

Die Türken sind vermutlich nicht so Fans der Selbstkasteiung. Vielleicht glauben die Deutschen, sie müssten ihnen diesen "christlichen" Wert auch noch irgendwie näher bringen.

Oder nur - die Welt soll's erfahren, eine Art Schuld-Kult-Erweiterungstaktik, weil die jüngeren Kinder irgendwann nicht mehr glauben können, dass der Schicklgruber-Spross ein ewiges Mahnmal bzw. lebhaft nuturiertes Fegefeuer installiert hat.

Holocaust-Verkleinerungs-Trick evtl.


Geschrieben

Ist es nicht interessant, wie hier auf einen roten Hering abgefahren wird? Wenn ich hier von einem mit dem Armenier-Triezen zeitgleichen Vorgang schrieb, meinte ich das Jagdfest der Kaiserlich-Berittenen vor 100 Jahren auf die - richtig - Hereros.


Geschrieben (bearbeitet)

Wie uns allen und vor allem den Osmanen 1.0 und 2.0 ein Experte klar machen konnte, ist die Chose mit den Armeniern zwar so etwas Ähnliches wie ein Völkermord. Der Genozid an und für sich sei - so ein gewisser Günter Levy (siehe Wiki) - nur einem einzigen Vorkommnis (dem Holocaust nämlich) zulässig zuzuschreiben.

Und wenn wir schon mal bei der erwähnten Erbschuld sind, mir will sich einfach nicht erschließen, wie dieses wahrlich schlimmste Verbrechen in der Menschheitsgeschichte (bis heute jedenfalls) überhaupt so schmählich missbraucht werden kann, wie es wohl der Fall ist. Selbstredend hat ein Deutscher tunlichst sein Maul zu halten zu diesen Vorgängen in den 1000 Jahren von damals, insbesondere und vorallem dann, wenn er glaubt, irgendetwas in Frage stellen zu müssen. Aber daraus eine Berechtigung für ewige Mahn- und Zahlungsbescheide bis ans Ende aller Tage abzuleiten und dann ausgerechnet noch von einem Staat, den es zur "Tatzeit" noch gar nicht gegeben hat und der sich von Beginn an bis heute auch nicht gerade menschenfreundlich verhalten zu müssen glaubte, erscheint mir dann doch etwas arg weit her geholt. Schlimmer noch, da wird auch noch jedem, der so wie ich gerade äußerte, gerne und wenn möglich sofort und gar heftig die Antisemitismuskeule übergebraten. So wird Fliegenfänger!


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

Na klar, dieses Deckelchen auf den Topf bleibt einem immer!


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