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Schlampen wie du, haben es verdient, HIV-positiv zu sein.


Roney

Empfohlener Beitrag

  • Moderator
Geschrieben

Immer wieder ist der HIV Status ein Thema in unserem Forum. Aber nicht nur bei uns, auch bei anderen schwulen Datingportalen sind solche und ähnliche Messages immer wieder zu lesen:




Schlampen wie du, haben es verdient, HIV-positiv zu sein





Uns ist aufgefallen, dass sich neben Unwissen vor allem Angst und gar "Ekel" bei den Usern vorherrschen, die gleich aggressiv reagieren und mit Kraftausdrücken um sich werfen.
Die Diskussionen im Forum schweifen ab und Anfeindungen und Beleidigungen überwiegen. Leider.

Wie HIV-Positive solche Beleidigungen kommentieren und was sie davon halten, seht ihr hier im (englischsprachigen) Clip:

https://www.youtube.com/watch?v=AospP51bkcs


Wir sind auf eure Meinung gespannt und freuen uns auf eine vorurteilsfreie und beleidigungsfreie Diskussion mit euch...

euer Roney - Community Manager


  • Moderator
Geschrieben

Hi Silvio11168,
ich nehme an, dass du den Beitrag nicht gelesen hast. Denn es geht genau darum: Wie fühlen sich HIV-Positive, wenn sie beleidigt werden?
Der obige Beitrag ist die Eröffnung einer neuen Diskussion und stellt weder eine Beleidigung gegen einen Person noch eine Personengruppe dar.

Roney - Community Manager

Geschrieben

Das kann wohl nur ein HIV-Positiver sagen, der auf diese Art beleidigt wurde.
Aber vielleicht haben diese Leute wegen eben dieser Beleidigungen, die ja nicht geradefür die Intelligenz der Beleidiger sprechen, keinen Bock, darauf überhaupt noch zu reagieren.


Geschrieben

Bisher kannte ich nur einen mal flüchtig, der über eine Bluttransfusion infiziert wurde, und nach und nach seinen ganzen Freundeskreis verlor, als das heraus kam. Hinterwäldlerisches Umfeld, lauter Religioten, die glaubten, der Teufel hätte ihn gebrandmarkt und so ein Humbug.

Er nahm sich später das Leben, warum, ob wegen der Niedermache oder anderen Problemen, lässt sich schwer sagen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Jemand, der aufgrund dieser Krankheit einfach fallen gelassen wird, ausgegrenzt und beleidigt wird, sich dem nicht mit lachendem Trotz erwehren können wird. Das hinterlässt doch tiefe Einschnitte in der Psyche, im Selbstwertgefühl und verletzt Denjenigen verdammt hart.

Ich verstehe nicht, weshalb man einen noch runtermachen muss, der mit einer Krankheit, egal ob das nun eine HIV-Infektion oder was anderes ist, eh schon genug Lebensschwierigkeiten und Sorgen hat. Aber ich habe auch schon von der Diskriminierung gegen HIV-Positive gelesen, und dass das teils erbarmungslos hässlich geführt wird.

Ob einer nun sich wie eine 'Schlampe' im Leben aufgeführt hat, oder auch nicht, kann doch ein Außenstehender gar nicht erheben. Außerdem kann sich jeder infizieren, und ungeschützter Sexualverkehr ist nicht die einzige Möglichkeit, wenn auch wohl der häufigste Grund dafür.

Ich habe auch gewisse Berührungsängste, das muss ich mir eingestehen, weil ich zu wenig über die Details des Krankheitsbildes und den Verlauf weiß, mich noch nicht genug dazu kundig gemacht habe. Aber Jemand wegen seiner HIV-Infektion zu verurteilen und zu verdammen, das würde mir im Normalfall nicht in den Sinn kommen.
Dann muss das schon ein sonstwo äußerst unangenehmer Zeitgenosse sein, aber von denen gibt es genug Gesunde draußen in der weiten Welt.


  • 3 Monate später...
Geschrieben (bearbeitet)

. . .

bearbeitet von SilverAger
  • Moderator
Geschrieben (bearbeitet)


Was würdest du zu einem HIV-positiven Bäcker sagen? - Zwei Mohnbrötchen bitte!



Hallo zusammen,

auf die oben gestellt Frage von SilverAger gibt es eigentlich nur eine Antwort: Die Frage allein diskriminiert jeden HIV Positiven.
Warum?
Dazu möchte ich gerne die
Deutsche AIDS-Hilfe zitieren:




In Deutschland leben ungefähr 80.000 Menschen mit HIV. Dank moderner Medikamente haben die meisten von ihnen eine fast normale Lebenserwartung. Sie können in jedem Beruf arbeiten und ihre Freizeit gestalten wie andere auch. Man kann also heute mit HIV gut leben - aber nicht mit Diskriminierung, die leider noch immer vorkommt. Hinter dem Rücken der Betroffenen wird getuschelt, mancher Zahnarzt verweigert die Behandlung, in einigen Fällen ist sogar der Arbeitsplatz in Gefahr. Diese Zurückweisung wegen der Infektion und die Angst davor wiegen bei Menschen mit HIV heute meist schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion. Die Ursache für Diskriminierung sind neben Vorurteilen gegenüber Menschen mit HIV häufig unbegründete Ängste vor einer Ansteckung.



Nur weil eine Person HIV positiv ist, ist ihr Leben noch lange nicht vorbei und jegliche Form von Diskriminierung gehört untersagt. Egal ob beruflich oder in der Freizeit, eine positive Diagnose sollte einen Menschen nicht einschränken.
Die meisten Medikamente ermöglichen ein uneingeschränktes Leben und bewirken, dass AIDS nicht ausbricht.
Eine Infektion allein, ist im Arbeitsalltag also kein Hindernis.

Es wird nur von denjenigen zu einem gemacht, die unwissend sind und sich nicht über das Thema informieren.
Angst ist kein Grund andere zu diskriminieren!

In Sachen Strafrecht sind sich die deutschen Gerichte nicht ganz einig. Es gibt in Deutschland zwar keine Pflicht, seinen Sex-Partner über seine HIV-Infektion zu informieren, die absichtliche oder fahrlässige Weitergabe von HIV wird allerdings als Körperverletzung eingestuft und ist somit strafbar.
Wenn der Sex-Partner von der Infektion gewusst hat und sich dennoch auf ungeschützten Sex eingelassen hat, dann wird die Streitfrage schwierig. Auch wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt, gibt es keine eindeutige Rechtssprechung.

Weitere Informationen zum Thema stellt die Deutsche AIDS-Hilfe regelmäßig online.

Roney - Community Manager


bearbeitet von Roney
Geschrieben

Interessant fand ich die Bemerkung eines Mitarbeiters beim Gesundheitsamt:

abgesehen von all den anderen Ansteckungsrisiken (Syphilis, Tripper, Chlamydien9 ist das Risiko, von einem behandelten HIV-Positiven angesteckt zu werden dank der aktuellen Medikamente recht gering - das größere Risiko geht von denen aus, bei denen HIV noch nicht erkannt wurde (wirklich zuverlässig ist der Test erst nach 3 Monaten).


Geschrieben (bearbeitet)

. . .

bearbeitet von SilverAger
Geschrieben (bearbeitet)

. . .

bearbeitet von SilverAger
  • Moderator
Geschrieben

Eine Frage - Eine Antwort! Und wer fragt, ob HIV Positive ausgegrenzt werden dürfen, der muss eben auch mit einer eindeutigen Antwort rechnen.
Das ist der Sinn eines Forums. ;-)

Und die Frage an sich ist diskriminierend!!! Die einzige Antwort:
Jeden Job, denn ihre Infektion tut nichts zur Sache!

Das eine wissentliche Weitergabe einer HI-Infektion strafbar ist, steht im übrigen im obigen Post. ;-)

Um es aber auch richtig wieder zu geben, hier der Gesetzestext:




§ 223 - Körperverletzung

(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.



Demnach muss die Schädigung nachgewiesen werden und ist nicht in jedem Fall eindeutig. Die Weitergabe des HI-Virus, setzt nicht unbedingt eine AIDS-Erkrankung gleich. Daher ist die deutsche Rechtssprechung hier nicht eindeutig wie du oben bereits gelesen hast.

Klugscheißen kann ich eben auch,

Roney - Community Manager ;-)


Geschrieben

das hört sich aber nach einen früh verrentnerten beamten an---lach


  • Moderator
Geschrieben

Die einen Lesen und verstehen, die anderen Diskutieren bis der Mund brennt...

Mit deinen Aussagen bestätigst du immer wieder, was oben geschrieben steht.

einen schönen Tag noch,
Roney - Community Manager ;-)

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