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Schwul im Fußballtrikot


Minotaurus420

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Auch wenn's schon häufiger Thema im Forum war - überholt ist es deshalb keineswegs: Schwule Fußballspieler, insbesondere in den Profiligen, müssen immer noch Hexenjagden von Mitspielern und Fans befürchten, falls das Schwulsein bekannt werden sollte. Die Homophobie gehört offenbar zum Fußball wie Elfmeterpunkt unf Torstangen. Nun hat sich ein Bundesligaprofi in einem Interview - allerdings anonym - als schwul geoutet. SPIEGEL online berichtet über das Interview und die bisherigen Reaktionen darauf.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-profi-bekennt-sich-zu-homosexualitaet-a-855549.html


Geschrieben

Da das Interview anonym geführt wurde, schürt es leider nur unnötig weiteren Argwohn.
Ich selbst habe mich bei dem Gedanken erwischt, das bei der Sache was faul sein könnte.
Immerhin aber wird´s wieder thematisiert. Für die gewünschte Akzeptanz wird´s nur nicht reichen.
Ich halte diese Art eher für einen destruktiven Fehler, welcher der Homophobie weiteren Auftrieb gibt.
Diese Schwuchtel ist zu feige, sich zu outen... so ähnlich stelle ich mir die Reaktionen vor,
um es nur mal gelinde formuliert zu haben.

Geschrieben

@Minotaurus, auch ich habe von dem Interview im Spiegel-online gehört und hatte ebenso wie Du die Absicht dieses Thema hier ins Forum zu stellen.(ging nicht weil das Forum blockiert war)
Fußball war jahrzehntelang eine Domäne der Männer. Da jedoch das Bild von Schwulen in der Öffentlichkeit durch die Medien meistens mit Tunten dargestellt wird, passt das Bild von Schwulen nicht in die Welt von fußballbegeisterterten Männer. Die Fußballfans wollen Kämpfer sehen, je härter umso besser. Fußballspieler sind Männer, die Fouls und Verletzungen begehen und einstecken. Das passt nicht zum Bild von verweichlichten Schwulen. In dieser Männerwelt sind echte Männer gefragt. Das darunter auch Schwule sein könnten ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Darum ist es nur umso verständlicher, wenn Schwule Profispieler sich nicht outen wollen. Es käme einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich.
Wir Schwulen hätten es in der Hand und wird ja auch schon praktiziert, unserer Umgebung zu zeigen, dass wir im Leben uns nicht anders verhalten, als viele Menschen auch, außer das wir Männer lieben.

In den Internetnachricht: "Merkel und Hoeneß setzen sich für Outing von Schwulen Spielern ein."


  • 10 Monate später...
Geschrieben

Diese Nachricht wäre mir beinahe entgangen.




ST. PAULI SETZT ZEICHEN GEGEN HOMOPHOBIE
Der FC St. Pauli setzt ein sichtbares Zeichen im Kampf gegen Homophobie. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus stellt sich der Hamburger Zweitligist gegen Diskriminierung und Schwulenfeindlichkeit im Fußball.
Seit Donnerstag (11.7.) weht über der Südtribüne des Millerntor-Stadions die Regenbogenfahne, das bunte Erkennungszeichen der Gay Community. „Der Verein engagiert sich seit Jahren gegen Homophobie und Diskriminierung. Mit dieser Flagge setzen wir ein weitsichtbares Zeichen, dass diese Themen beim FC St. Pauli große Wichtigkeit haben und wir mit Nachdruck an ihnen arbeiten“, erklärte Dr. Gernot Stenger, Vizepräsident des FC St. Pauli.



Quelle: www.fcstpauli.com/
Es bleibt doch zu hoffen, dass andere Vereine nachziehen.


Geschrieben

Toll,nicht umsonst war Corny Littmann ( Schmidt-Theater) lange Vereinspräsident des FC.St.Pauli..Er hat den Verein
durch schwierige Zeiten geführt---und modenisiert.Ich bin begeistert.


Geschrieben

du bist zu recht begeistert fellatio. mein verein in dem ich viele jahre mitglied war, tickt eben anders.
die menschen auf st. pauli leben ihre überzeugungen und handeln auch danach. hier werden homos
nicht ausgegrenzt, sondern geachtet und respektiert. rechtes gedankengut und jegliche diskriminie -
rung wird sofort erstickt und muss sich ganz schnell verpissen. in diesem verein könnte wahrscheinlich
auch ein schwuler spieler seinem beruf wie alle anderen spieler nachgehen.


Geschrieben

Cornelius kenne ich persönlich aus meiner Zeit in Hamburg.
Ich wusste zwar, dass er Vereinspräsident des FC St. Pauli war,
nur spielte das kaum eine Rolle - zumindest nicht für mich.
Wir hatten eine schöne Zeit - nicht das, was ihr jetzt denkt. :P
Es sollten sich noch mehr Vereine in dem Sinn stark machen.


  • Poppen

    Poppen, klingt eigentlich etwas plump, aber immer noch besser als Ficken. Gemeint ist eigentlich nichts anderes als ein anderes Wort für Sex oder miteinander schlafen. Gerade in der schwulen Welt ...

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