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Die Attraktivität alternder Männer


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

"Der Herzog de la Cuesta war ein Mann von achtundfünfzig Jahren, mit dunkler Haut und kurzem, um die Stirn auf Römerart rechteckig geschnittenem Haar. Sei gestutzter schwarzer Bart war in der Mitte geteilt und stieg zu beiden Seiten gegen die Backen auf, während er sich um rosenrote Lippen und um blendend weiße, scharfe Raubtierzähne öffnete. Es schien, dass man zu Zeiten der Priester bei den la Cuestas Menschenfleisch gegessen hatte. Aber aus diesem Maurenantlitz unter den allzu buschigen Brauen, zwischen den wie mit Kohle geschwärzten Wimpern, leuchteten bezaubernde Augen, blaugrau, wie man sie in Andalusien nicht selten findet. Diesen Mann an der Schwelle des Alters umgab eine Atmosphäre der Wollust. Die Freiheit seines Benehmens zeigte an, dass er in allen Lebenslagen über seinem Schicksal stehen würde. Er war eine menschliche Bestie mit jener Art von Schönheit, die alles entschuldigt, weil durch sie alles in die Unschuld der Natur zurückversetzt wird. Und sein Anblick schuf für jedermann eine Hoffnung, indem er den Beweis erbrachte, dass man mit sechzig Jahren noch Leidenschaften entzünden konnte. Alban, der sich für Bestien begeisterte, verliebte sich sofort in ihn."

Eine bemerkenswerte Darstellung, wie ich finde. Sie stammt aus Henry de Montherlants Roman "Tiermenschen", der keineswegs eine schwule Geschichte ist, sondern ein Stierkampfbuch. Im Zusammenhang mit "jung" und "alt" wurden in @Hajos verstümmeltem Thread immer wieder die ungetrübte Schönheit, Wildheit und Sinnlichkeit der Jugend (auch von mir) hervorgehoben und ihr, trotz der Verneigung vor diesen Eigenschaften, die Abgeklärtheit und angeblich tiefere erotische Empfindsamkeit des Alters gegenübergestellt. Aber muss der Alternde sich wirklich mit diesen "inneren Werten" zufriedengeben? Gibt es einen Zauber der Reife, der sinnlich wirkt wie der Zauber der Jugend? Ich denke schon, bemerke ihn aber, das sei zugegeben, selten - sehr selten. Was meint ihr?


Geschrieben


Gibt es einen Zauber der Reife, der sinnlich wirkt wie der Zauber der Jugend?



Anscheinend nicht - sonst würde sich wohl jemand zu Wort melden. Beanspruchen kann diesen Zauber sicher keiner der hier anwesenden "reifen" Männer - aber reden könnte man über ihn. Jedoch müsste man dafür zuvor das nach @Hajo "pseudointellektuelle", nach @Silberblick "verworrene" Literaturzitat lesen - zuviel verlangt offenbar...


Minotaurus420
Geschrieben

@Mr_Suicide
Ungeduld ist ein schlechter Ratgeber! Bereits nach weniger als 24 Stunden sich schon empören, dass noch keine Beiträge zu einem Thread-Thema eingetrudelt sind, deutet nicht gerade auf Souveränität hin. Und ausgesprochen negativ in punkto der erhofften Userresonanz ist wohl die mehr als undurchdachte Vorwegnahme mit dem Satz: "Beanspruchen kann diesen Zauber sicher keiner der hier anwesenden "reifen" Männer" . Da bleibt dem Leser nur das schale Gefühl, es gehe dem TE nicht um eine lohnenswerte und erkenntnisreiche Diskussion, sondern lediglich um eitle Selbstbespiegelung. Schade ums Thema :-(

Nachtrag: Der TE hätte wenigstens darauf hinweisen können, dass Montherlant zu den bedeutenden schwulen Schriftstellern der Weltliteratur zählt.


Geschrieben


Beanspruchen kann diesen Zauber sicher keiner der hier anwesenden "reifen" Männer



Außer dir natürlich, @Minotaurus. Ich vergaß, dass du uns nicht nur an Gelehrsamkeit von Googles & Wikipedias Gnaden übertriffst, sondern auch dein ungebrochenes erotisches Licht über uns scheinen lässt. Für das erstere ist die Verwendung der entsetzlichen Kontamination "lohnenswert" wieder einmal Beleg. Mir kannst du nichts vormachen - dafür hast du aber hier genügend treuherzige Bewunderer.

Wo, bitte schön, weist Montherlant sich als "schwuler Schriftsteller" aus? Ein konkreter Beleg im Werk genügt mir. Es reicht eben nicht, ihn auf einer Internetseite "Berühmte Schwule" aufzusuchen, wo sich auch Platon, Stefan George, T. E.Lawrence u. a. finden, die sich angesichts des realen schwulen Betriebs angeekelt abgewandt hätten. Und diese triviale Wertung "bedeutender schwuler Schriftseller der Weltliteratur" - so etwas findet in Klappentexten, wer sich der Lektüre des Buches entschlagen möchte...


Geschrieben

Dann will ich mal hier den Anfang machen und das Thema mal aus Sicht eines Jüngeren aufrollen.
Ich gehe jetzt mal beim Begriff "der Alternde" von einer Altersgruppe etwa 50-60 aus, so wie es in dem Beispiel auch ist. Und für mich ist es auch Fakt, dass jemand in dem Alter von der rein körperlichen Ausstrahlung mit einem gut gebauten "Jungen" nicht mithalten kann. Aber es ist ja auch so, dass es Beziehungen zwischen Jung und Alt gibt, und nicht alle sind unbedingt nur eine Verzweiflungstat. Was du @Mr_Suicide etwas abfällig als "innere Werte" beschreibst finde ich dabei schon einen wichtigen Grund. Mit Sicherheit gehört auch ein ansprechendes Äußeres dazu, aber ich denke nicht, dass das reicht. Ich klammere jetzt mal Argumente wie Geld und Macht aus, die bei einigen ja bestimmt auch eine Rolle spielen (wahrscheinlich ja auch in deinem Beispiel), aber wichtig finde ich dabei auch Charisma, Intelligenz, Offenheit gegenüber dem anderen und ein bisschen eine starke Schulter zum anlehnen. Es ist eben eine Kombination aus verschiedenen Dingen, die überzeugend sein kann. Den rein körperlichen Zauber der Reife gibt es in meinen Augen nicht, und deswegen halte ich einen reinen One-Night-Stand für eher unrealistisch. Aber Beziehungen, in denen es um mehr geht als nur Sex sind ja bewiesenermassen schon möglich.


Minotaurus420
Geschrieben

Ach, @Mr_Suicide,
als Du noch im uckermärkischen Sandkasten gebuddelt hast, da hatte ich Montherlant bereits im Original gelesen und seine Dramen in der Pariser Comédie française gesehen. Was willst Du mir denn über den selbst sich so titulierenden Cercle clos erzählen, der sich allmonatlich einmal getroffen hat bei dem Literaturkritiker Jacques de Ricaumont ("L'éloge du snobisme" ) in dessen Appartement hoch über dem Boulevard St.Germain. Was wurde da nicht spitzzüngig, aber ungemein geistvoll gelästert über die Freundschaften und Feindschaften in der schwulen Kulturszenerie von Paris, teilweise sogar in Anwesenheit der Betroffenen. Und was für ein diebisches Vergnügen, die langjährige Fehde zwischen Montherlant und Roger Peyrefitte (die beide, aber niemals zusammen ebenfalls im Cercle aufkreuzten) zu beobachten und durchzuhecheln. Solche Sachen, hochverehrter @Mr_Suicide, stehen nun mal nicht bei Google&Wikipedia, die Dein Handwerkszeug sein mögen, das meine sind sie nicht. Doch hättest Du den autobiographischen Roman "Les garçons" (Die Knaben) von Montherlant gelesen ("Werkkenntnisse" sind was tolles, nicht wahr? :-p ), dann würdest Du Dir diesen dummen Satz mit dem Fragezeichen hinter dem "schwulen Schriftsteller" gespart haben.[In dem Cercle hättest Du erleben können, wie attraktiv ältere Männer wirken können, wenn sie über Geist, Witz und Charme verfügen]

Ganz entschieden verwahre ich mich gegen Deine dreiste Art, mir das Wort herumzudrehen. Ich sprach nicht vom "bedeutendsten Schriftsteller der Weltliteratur", sondern durchaus zutreffend von einem "bedeutenden". Mögen auch Romain Rolland und Stefan Zweig etliches übertrieben haben, als sie Montherlants Roman "Les jeunes filles" (Die jungen Mädchen) zu den - Achtung! - "bedeutendsten Werken des Abendlandes" gezählt haben - ; eines bleibt nach wie vor richtig: Der gelernte Stierkämpfer Montherlant - der, nebenbei gesagt, noch mit über 60 im Pariser Schwulenclub "Chez Lesly" sehr elegant die Ausfallsschritte des Toreadors vorführte - gehört zu den Großen der Weltliteratur. Da bedarf's nun wirklich nicht Deiner naseweisen, verboten dämlichen Belehrungsbemühung.Nun ja, mit dem Ausdruck "Klappentexte" (die Du offenbar gut zu kennen scheinst) hast Du ein prächtiges Eigentor geschossen. Gratulation!

@ffmreloaded
Schöner Beitrag, dem Thread-Thema angemessen. Kompliment!

Geschrieben

Oha, der Präzeptor nimmt Bezug auf mein ursprüngliches Posting, das ich doch schon vor über einer Stunde editiert habe. Solange hat er gebraucht, um über Montherlant zu recherchieren, und breitet das Ergebnis dieser Recherche, Klatsch und Tratsch aus der Pariser Schwulenszene der Sechziger Jahre, jetzt hier aus. Wie gesagt, mir machst du nichts vor. Und da marschieren sie auch schon wieder auf: Geist, Witz und Charme als das, was dem alternden Literaturbübchen noch bleibt. Ich sprach von Zauber.


Minotaurus420
Geschrieben

Jau, @Mr_Suicide, so attraktiv bist Du trotz Deines jugendlichen Alters (:-D) nun auch wieder nicht, dass auf Deine herzallerliebsten Späßchen gleich reagiert wird. Du musst erst noch in Deinem literarischen Schrebergärtchen ein bißchen was anpflanzen, indes ich schon längst von meinen wohlbestellten Kulturfeldern die Ernte einfahren kann. :-p.


Geschrieben

@Minotaurus, ich verstehe mich auch nicht als Literaturbübchen. Da sei Gott vor, dass ich in meinen reiferen Jahren eine solche Verwandlung durchmache.


Minotaurus420
Geschrieben

Wer sich nicht mehr zu wandeln vermag, ist schon vor der Zeit steinalt geworden.


Geschrieben

*edit by admin: Offtopicteil des Postings gelöscht
Zur Sache: Ich habe nicht in Pariser Szeneclubs verkehrt und kann daher nichts über deren Besucher aussagen. Mir scheint aber doch, vergleicht man die Themen Montherlants, dass vieles dafür spricht, dass er ein großes Verständnis für die Welt der Homosexualität hatte. Ich meine damit ausdrücklich nicht seinen Antifeminismus, seine auffallende Vorliebe für den Stierkampf und für den Fußball.Als 1974 sein Roman "Die Knaben" herauskam, habe ich ihn gelesen wie ein Parallelwerk zu Peyrefittes "Heimliche Freundschaften"- allerdings wirkte er strenger und weit weniger süßlich. Einschlägige Werke zählen ihn gelegentlich zu den Homosexuellen, nicht selten schweigt man sich (wie der schlaue Green) über diesen Punkt aus.
Weiter zur Sache: Ich denke, dass man einem "Mauren" auch im fortgeschrittenen Alter noch eine beträchtliche erotische Faszination zubilligen kann, wenn die Südländer sich des Lasters der Fettleibigkeit entschlagen können. So wirken sie jedenfalls auf mich, der zugegebenermaßen (wahrscheinlich wegen seiner Wertschätzung des Islam) hier besonders empfänglich ist. Der Kampf um das "In-Form-Bleiben" nimmt allerdings in diesem Alter eine Menge Zeit in Anspruch, unvermeidlich lichtet sich das Haar, und auch die Zähne verlieren den leuchtenden Glanz, dass man sich fragen muss, ob diese mühsam erhaltene Fassade des Kampfes noch wert ist. Vor lauter Kampf um das Leben kommt man zum Leben nicht mehr.
Man kann sich freilich auch an die halten, die sich "anlehnen" wollen. Denen ist dann mit bescheidenen Resten früheren Glanzes und einer gefüllten Brieftasche gedient.Das ist dann allerdings eine merkwürdige Art der Liebe.-
Ich räume ein, dass in ganz seltenen Fällen der Glanz einer männlichen Persönlichkeit auch Junge noch in den Bann schlagen kann. "Auch untergehend ist sie noch die Sonne".

Geschrieben

Wandlungen sind sicher gut, wenn sie Zeichen einer inneren Entwicklung sind, aber Verwandlungen? Etwa nach Art der einen, die Gregor Samsa widerfuhr? Das Literaturbübchen ist kein positiver Entwurf. Es ist eine durch und durch überfeinerte, femininische Existenz, die nur im Überfluss gedeihen kann, nicht aber in den Gründen, in denen ich mich zuhause fühlte.

Minotaurus420
Geschrieben

Du wirst Dich wohl, @Mr_Suicide, eher in den kühlen Gründen einer Koketterie mit der Selbsttötung heimisch fühlen. "Da wärs auf einmal still!" wie in dem Eichendorff-Gedicht, und keine Angst vor dem Altern müsste Dich mehr plagen. Mors certa, hora incerta (Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss)


Geschrieben

Media vita in morte sumus.


Geschrieben

At tu, dum primi floret tibi tempores aetas, utere: non tardo labitur illa pede! :P


Geschrieben

Hier wird es ja immer verrückter. Ist das jetzt ne Lateinstunde oder wass? Mann Mann Mann, ich wollte hier was über Schwule Themen lesen und reden, wie was ist wo in der Szene los, wer fährt zum CSD, damit man sich vielleicht mal kennenlernt und sowas. Aber über Latein und wie toll alte Männer sind wollte ich mich eigentlich nicht unterhalten. Gibt es denn keine Jungen die hier mitschreiben?


Minotaurus420
Geschrieben

Was nölst Du denn herum, @MeinHobbySex?
Angesichts Deines Profiltextes gibt es doch auf dieser Seite in "Kontakte & Dates" genügend Platz, um Dich ausgiebig über Deine diversen Wünsche und Vorstellungen zu verbreiten. Du willst, laut eigenem Bekunden, Dich jetzt ausleben und wenn möglich jeden Tag mehrmals Sex haben, damit Du später (!) nicht das Gefühl hast, etwas versäumt zu haben. Zu gut Deutsch heißt das: Bereits heute nagt in Dir die Angst vor dem Älterwerden. Merkst Du was? Deine Abwehr gegenüber einem Thread (einem von vielen mit anderen Themen) über das Altern schwuler Männer und die eventuell damit verbundenen physischen und psychischen Probleme, ist purer Selbstbetrug, der Dir helfen soll, das Nachdenken über die eigene Existenz zu verdrängen. Vergiss nicht: Auch Dich kann Gevatter Tod jeden Moment abholen. Aber vielleicht wirst Du auch ein vertrockneter Sabbergreis werden, der nur noch von seinen verblassten Erinnerungen an längst vergangene Sexabenteuer lebt.


Geschrieben

Da siehst du's mal, @Minotaurus, wie weit du mit Geist, Witz und Charme bei so einem Bürschchen kommst. Darüber lacht der sich kaputt. Und er hat nicht einmal unrecht, aus seiner Perspektive. Diese wird allerdings innerhalb von nur zehn Jahren gehörig ins Wanken geraten, in zwanzig Jahren wird sie zwanghaft aufrecht erhalten werden, und in dreißig Jahren wird sie bittere Erinnerung sein. Was soll's? Für ihn zählt nur das Jetzt. Ich war mit 23 nicht so, wünschte aber, ich hätte damals ein besseres Gespür für den rechten Augenblick gehabt.


Minotaurus420
Geschrieben

"Ein jeder lernt nur, was er lernen kann; // Doch der den Augenblick ergreift, // Das ist der rechte Mann." Goethe, Faust I (die höhnischen Worte des Mephisto an den Schüler)

Befriedigung am laufenden Band ist nur in seltenen Fällen mit Lernen verbunden, weshalb so ein von sämtlichen Furien der Hormone gehetzter Jüngling auch zumeist kein Meister der körperlichen Liebeskunst wird, sondern auf dem Niveau eines sexuellen Hilfsarbeiters stehenbleibt.


Geschrieben

Was macht die Attraktivität eines alternden Mannes aus? So die Fragestellung des TE. Ich möchte mal aus der Sicht eines Mannes des mittleren Alters sprechen:
Es ist doch so, dass an alternden Männern noch viel attraktiv sein kann. Beispielsweise Lebenserfahrung und -weisheiten, die er einem jungen Menschen vermitteln kann. Jedenfalls wenn er den dafür nötigen Charme mitbringt. Der ältere kann auch von vergangenen Zeiten erzählen, in gewisser Weise Geschichte lebendig machen, sofern Jungs daran interessiert sind. Die starke Schulter zum Anlehnen hörten wir ja bereits. Vielleicht liegt auch ein besonderer Reiz in einem väterlichen Vertrauensverhältnis, aus welchen Gründen auch immer der jüngere sich danach sehnt. Und es ist ganz sicher nichts unmögliches, dass ältere Männer (um die 50-60) durchaus auch noch eine körperliche Anziehungskraft besitzen können. Besonders dann, wenn sie rigoros sportlich tätig sind.

@MeinHobbySex: Dieses Allgemeine Forum dient in keiner Weise den sexuellen Trieb zu befriedigen, sondern der Diskussion von schwulenspezifischen und anderen Themen. Ein bisschen mehr Aufgeschlossenheit demgegenüber stünde Dir gut zu Gesicht.


Geschrieben


von Mr_Suicide: [...] Sport bedeutet nämlich Verzicht. Und es scheint die Lieblingsbeschäftigung der meisten Deutschen zu sein, mit Grillfleisch und Bier am Pool herumzuliegen und die fetten Körper in der Sonne austrocknen zu lassen. Männer über 50 - ach was, über 40 - sind zum größten Teil von einer geradezu dramatischen, unförmigen Hässlichkeit, ein Spiegelbild dessen, was sie sich einstopfen. Wenn ich mir vorstelle, dass sie es miteinander treiben oder gar schöne junge Männer mit ihrer Gegenwart belästigen, kommt mir das Frühstück gleich wieder zum Hals heraus.[...]



Derartige Äußerungen finde ich ziemlich daneben. Allein schon die Behauptung, Sport bedeute Verzicht. Es ist doch vielmehr so, dass Sport eine Bereicherung des Lebens ist. Auch der von Dir so belächelte Ausgleichssport hat durchaus positive Auswirkungen auf die körperliche und auch die psychische Verfassung. Und wer sich körperlich und geistig wohl fühlt, der kann auch eine attraktive Erscheinung haben. Jedoch will ich mich eben nicht auf diese physischen Merkmale beschränken, sondern vielmehr auf die weiter oben beschriebenen, charakterlichen Vorzüge nochmals hinweisen, die anziehend wirken können.


Geschrieben

Sport ist eine Bereicherung - wem sagst du das. Aber Sport bedeutet selbstverständlich auch Verzicht: auf unmäßiges Fressen, Saufen, Rauchen, durchwachte Nächte und manches mehr. Die meisten wollen darauf aber nicht verzichten. Und dann sehen sie eben so aus, wie sie aussehen.

Die sogenannten charakterlichen Vorzüge sind nichts, das meine Leidenschaft ehtfachen könnte - höchstens eine Beigabe. Bierbauch und erschlaffte Formen deuten aber auf Willensschwäche hin, und die ist kein charakterlicher Vorzug.

Geschrieben


von Mr_Suicide: [...] Die sogenannten charakterlichen Vorzüge sind nichts, das meine Leidenschaft ehtfachen könnte - höchstens eine Beigabe. Bierbauch und erschlaffte Formen deuten aber auf Willensschwäche hin, und die ist kein charakterlicher Vorzug.



Da bin ich aber echt froh, dass nicht jeder so denkt wie Du. Und eine nicht, zwanghaft durch die Medien, vorgegebene, ideale Figur hat so gar nix mit Willensschwäche zu tun. Nehme ich mich mal als Beispiel, so habe ich zwar einen leichten (jedoch noch keinen klassischen Bier- ) Bauch, trotz Sport, aber ich esse auch ganz gerne und gut. Und gutes Essen hält nun mal Leib und Seele zusammen. Was würde es mir bringen, mich auf die sog. "Idealmaße" herunter zu hungern, wenn mir dabei die Lebensfreude in Form guten Essens verloren geht? Zum Glück ist mein Sexualleben davon nicht betroffen. Ich verkehre des öfteren mit jungen Männern, die mich klasse finden, so wie ich bin.


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