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Große Homosexuelle


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Meine Absicht bei diesem Thread ist es, zu fragen, wie Homosexuelle aus vielen Epochen und in vielen Betätigungsfeldern ihr Leben gemeistert haben-wegen ihrer Sexualität oder trotz ihrer Sexualität Vielleicht wird dabei auch deutlich, wie groß ihr Beitrag zur Weltkultur ist.
Ich möchte den Thread schließen, da Texte dieser Art hier kaum Leser finden. Man muss nicht Don Quijote spielen!


Geschrieben

Frag mich grad,bei Welchen Taten von dene ihr Schwul sein irgendeine Rolle gespielt hat ?


Geschrieben

Eigentlich schon ,wenn man bei irgendwas begabt ist,ist man eben begabt ,da spielt die Sexualität keine Rolle .Als Schwuler ist man doch kein Wunderkind,gibt genausoviele Begabte und Versager wie in der Heterowelt.


  • Moderator
Geschrieben

HUST HUST HUST
@nuwas, Promi-Schwuppen, okay, aber warum denn ausgerechnet wieder solche, auf denen faustdick der Staub der Geschichte liegt ? Wer soll schon von ihnen und ihren Taten berichten können ? Ist doch wieder nur eine Gelegenheit mehr sich mit "erlesenem" Wissen profilieren zu können. Es gibt doch wirklich genügend "grosse" Schwule, die speziell von den jüngeren Usern auch noch erlebt wurden - und werden - , und nicht nur als graue Schatten durch die Lesestuben geistern.

Meinetwegen Dirk Bach - Alfred Biolek - Rainer Werner Fassbinder - Thomas Hermanns - Hape Kerkeling - Boy George - Elton John - Inge Meysel - Rosa von Praunheim - Hella von Sinnen etc etc etc


Geschrieben

Dirk Bach, Boy George, Elton John, Hella von Sinnen: schriller geht´s ja wohl wirklich nicht mehr. Was soll an diesen B- und C-Promis denn wirklich großes dran sein? Was haben die denn nun wirklich für die Menschheit geleistet? Außer dass sie für ihre Selbstbeweihräuscherung auch noch viel Geld bekommen! Da gibt es bestimmt bessere Beispiele


Geschrieben

gelöscht

*Edit by mod: Beiträge nach Doppelpost zusammen geführt

Geschrieben

Alexander der Große, (ich weiß, noch mehr Staub:P) Gianni Versace, Freddie Mercury, Pier Paolo Pasolini, Peter Tschaikowsky, Gustaf Gründgens und natürlich James Dean


Geschrieben

Sicherlich, @saturnus, gäbe es weit bessere Beispiele, doch da unser guter @Knuddelhajo offenbar lieber Patrick Lindner als Leonard Bernstein hört, Ralf König wahrscheinlich für bedeutender hält als Andy Warhol und Keith Haring, vermutlich auch Hape Kerkeling mit seinem Jakobsweg-Buch literarisch höher einschätzt als Jean Genet oder Pasolini, deshalb werden uns diese Gestalten aus der "Bunten" und "Bild" als leuchtende Beispiele vorgesetzt. Sei's drum.
Doch dieser erneute, ausgesprochen abfällig gemeinte Kommentar: "Ist doch wieder nur eine Gelegenheit mehr sich mit "erlesenem" Wissen profilieren zu können." ist billiges Gedöns, mit dem man vielleicht in einer zweitklassigen Bierkneipe beifälliges Geraune erntet, doch hier im Forum und bei diesem Thema völlig daneben. Ich wünschte mir sehr, dass diese gewollt unterschichtigen Angriffe im Forum endgültig aufhören!


Geschrieben

@Minotaurus: Applaus von mir auf der ganzen Linie. Die unterschichtigen Angriffe werden solange nicht aufhören, wie sie nicht geahndet werden !


  • Moderator
Geschrieben

Lieber @Minotaurus, das hast du mal wieder richtig toll formuliert, aber begriffen worum es mir eigentlich geht hast du augenscheinlich nicht, und mein vermeintlich "abfälliger Kommentar" ist nunmal meine ganz persönliche Meinung, welche ja offensichtlich auch von anderen Usern geteilt wird.

Es geht mir keineswegs darum hier den Literatenclub zu verunglimpfen, vielmehr geht es mir darum das Forum so zu bedienen, dass auch User der jüngeren Generationen zum mitschreiben ermutigt werden. Mal ehrlich, erwartest du allen ernstes dass jüngere User sich für Proust, Rosenmüller, Händel, Michelangelo und Aristoteles interessieren?.
Mir "gewollt unterschichtige Angriffe" zu unterstellen empfinde ich als sehr unfein


Geschrieben

OT: Es ist doch jedem seine ureigene Sache, ob er nun lieber Dirk Bach beim rumkugeln zuschaut, oder sich stattdessen die Filme von Pasolini zu Gemüte führt. Wer indes möchte, dass Angriffe im Forum aufhören, sollte es nicht selbst forcieren, in dem er darauf eingeht, denn das erzeugt eine ebenso schlechte Atmosphäre @Minotaurus.

Geschrieben

@knuddelhajo:
Unterlasse es künftig in dieser Art und Weise Themen zu attakieren, wie Du es im Post vom 10.10.11, 19:59 Uhr, gemacht hast. Wenn Dir derartige Themen nicht gefallen, dann halte Dich komplett heraus. Diese angreifende Form Deines Beitrages ist völlig unangebracht und stiftet nur Unruhe. Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass im übrigen die persönliche Meinung dort endet, wo die Persönlichkeitsrechte des Anderen verletzt werden!

@Minotaurus:
Man muss auch nicht unbedingt auf einen derartigen Beitrag, wie dem oben genannten, näher eingehen. Oftmals reicht m. E. die Meldung eines solchen Posts über den "Melden"-Button aus, um nicht eine Offtopic-Diskussion weiter zu begünstigen. Danke.

@all:
Haltet Euch bitte ans Thema. Da gibt es doch meiner Meinung nach ganz sicher jede Menge interessantes zu posten.

MueMue, MOD

Selfedit: Bemerkungen ergänzt

Geschrieben

Echt schade ums Thema von Nuwas, das durchaus noch hätte schön werden können.
Da es aber einigen Usern wichtiger ist, sich ihre unverhohlene Meinung an den Kopf zu werfen,
ist auch schon dieser Thread wieder mal versaut. Glückwunsch!


Geschrieben

Wäre Michelangelo heterosexuell gewesen, hätte er die Sixtinische Kapelle mit einer Rolle weiß gestrichen. Soviel dazu, dass sexuelle Ausrichtung sehr wohl einen wesentlichen Einfluß darauf hat,wie Talent umgesetzt wird. Der Standpunkt bestimmt die Sichtweise.


Geschrieben

Eine Liste "großer" Homosexueller erscheint mir genauso verfehlt wie eine Liste berühmter Juden. Der Verdacht kommt auf, dass die Urheber solcher Listen die Ehrenrettung der gleichgeschlechtlichen Liebe (oder des Judentums) durch Aufzählung der "Großen" besorgen wollen, die ihr anhingen (oder ihm angehörten): wenn sogar Lionardo oder Michelangelo gleichgeschlechtlich liebte, da kann das doch so verkehrt nicht sein! Die Liebe trägt aber ihre Rechtfertigung immer in sich selbst, und auch der schwule Friseur von nebenan, über den die Geschichte hinweggehen wird, ist durch sie gerettet - wenn er sie denn findet. Daher bleibt mir vom Hals mit solchen Listen. Ich bin außerdem gar nicht so sicher, dass die Bezeichnung "Homosexualität" etwas Einheitliches meint, das man kreuz und quer durch die Jahrhunderte aufsuchen könnte. Jedes Zeitalter hat der gleichgeschlechtlichen Liebe eine andere Deutung gegeben, und die moderne setzte erst ein, nachdem unbedeutende Ärzte an dem Phänomen herumzumeistern begannen, das sie mit allem Möglichen in Zusammenhang brachten, nur nicht mit der Liebe; und von ihnen stammt denn auch die hybride Bezeichnung "Homosexualität", die ich deswegen nicht gern verwende.

Im übrigen sollten schwule Listenersteller auf die Eingemeindung der Griechen verzichten. Die griechische, (insbesondere die dorische) Knabenliebe war ein pädagogisches Konzept und eine Landessitte. Der Liebhaber (erástes) war in der Regel ein verheirateter Mann von besonderem Ansehen, wobei die Griechen natürlich keine bürgerliche Ehe im heutigen Verständnis pflegten. Beziehungen zwischen erwachsenen Männern waren nicht üblich. So sehr die modernen Bewunderer ihrer selbst, die sich gern mit Oscar Wilde und Marcel Proust in einem Atemzug nennen, den breitbrüstigen Platon auch in ihren Reihen wünschten, so sehr hätte der sie verachtet.


Geschrieben

was crotalus oben geschrieben hat findet meine volle anerkennung! er trifft den nagel in allen von ihm angesprochenen punkten genau auf den kopf! insbesondere auch der letzte satz. manch einer würde sich ganz schön wundern (bzw. gehörig nicht nur was auf die finger bekommen), wenn er mit einer zeitmaschine zurückreisen würde.


Geschrieben

@Nuwas, Sueton war ja auch ein Römer! Ich habe die Griechen erwähnt, weil Du Platon und Aristoteles in Deine "wahllose Zusammenstellung" aufgenommen hast. Mir scheint die ganze Mutmaßerei (die auch immer etwas von Verdächtigung hat), dieser oder jener sei "schwul" gewesen, wenig Erkenntnisgewinn zu bieten. Wie gesagt: Homosexualität ist keine "Tatsache", die sich durch die Jahrhunderte verfolgen ließe wie der Verlauf der Elbe.


Geschrieben

Ein "Großer Homosexueller" dürfte wohl auch Rosa von Praunheim sein, der als Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung ein entscheidender Wegbereiter war.
Er hat auch Anfang der neunziger Jahre u. A. Hape Kerkeling und Alfred Biolek öffentlich als schwul bezeichnet und damit eine "Outing-Debatte" losgetreten. Das war sicherlich kein feiner Zug, nur zu der Zeit kam das auch einem Paukenschlag gleich, vielen wird das heute noch gut in Erinnerung sein.


Geschrieben

Doch, doch, Homosexualität (Sexualität wohlgemerkt) lässt sich als Tatsache quer durch die Jahrtausende und Kulturen verfolgen. Jede halbwegs brauchbare Kulturgeschichte der Sexualität gibt darüber eindeutige Auskunft. Dazu müssen noch nicht einmal Martial oder Petronius, mittelalterliche Klosterregeln und die Carmina burana, Hexenprozessakten oder Briefe samt Foto über eine Orgie im Umkreis des wilhelminischen Kaiserhofes (darüber berichtete sogar in diesem Jahr der "Spiegel" ) gelesen werden.

Und Homoerotik (also die mannmännliche Liebe, die sehr wohl auch ohne direkte Sexualität existieren kann) ist bereits im über 4500 Jahre alten Gilgamesch-Epos und in der Bibel nachdrücklich und anrührend geschildert worden, einschließlich der Trauer über den Verlust des Geliebten. Womit wir uns bereits dem im Thread angeschlagenen Thema schon eher nähern. Denn schwerlich dürfte der Einfluss homoerotischer Empfindungen oder gar der Homosexualität in der Musik nachzuweisen sein. Allzu kühn wäre wohl die These, die beiden Figuren Eusebius und Florestan in Robert Schumanns Carnaval op.9 spiegelten das wider, was Schumanns Gattin Clara als "griechische Freundschaften" so sehr an ihrem Mann ärgerte.

Lediglich in der Bildenden Kunst und der Literatur kann zurecht der Frage nachgegangen werden, inwieweit die jeweiligen Urheber sich in ihrem Schaffen durch eine homoerotische, bzw. homosexuelle Disposition beeinflussen ließen. Bei manchen Malern und Bildhauern ist dies fraglos der Fall, von den bereits erwähnten Sodoma und Caravaggio bis hin zu Jean Cocteau und dem "Hofbildhauer" der Nazis Arno Breker. Doch ließe sich im Verlauf dieses Threads gewiss das eine oder andere Beispiel noch näher erörtern.

Ganz unstreitig haben homoerotische Neigungen mehr oder minder das Schaffen vieler Dichter und Schriftsteller nachhaltig geprägt, wenn auch wie z.B. bei Hans Christian Andersen oder Hermann Hesse eher versteckt, bei Michel del Castillo ("Des Satans Engel" ), Oscar Wilde, E.M. Forster, Julien Green, Thomas Mann offensichtlich, bis hin zur unübersehbaren Darstellung bei André Gide, William S. Burroughs, Jean Genet oder Allen Ginsberg. Auch wäre zu untersuchen, inwieweit die eigene Neigung den Shakespeare-Zeitgenossen Christopher Marlowe bewogen hat, das Schicksal des englischen Königs Edward II. in einem Drama zu verarbeiten.

Zuhauf gibt es Material, diesen Thread mit hoffentlich vielen guten Beiträgen zu schmücken. Machen wir uns dran!


Geschrieben

@Nuwas, Du stelllts immer sehr anspruchsvolle Themen zur Diskussion. So sehr ich auch die Leistungen dieser Männer bewundere, so konnte ich mit einem Hinweis auf diese, dass diese auch schwul waren meine Familie nicht überzeugen. Auch das Verhalten der Griechen, die so gerne als Beweis und zur Rechtfertigung der eigenen Homosexuallität gerne herangezogen werden hinkt. Diese haben in einer vorchristlichen Kultur mit anderen Moralvorstellungen gelebt. Platon, Alexander d. Gr. alle etwa 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Was als können mir die von Dir angeführten Größen geben? Abgesehen von deren kulturellen Leistungen.
Wir Schwulen leben in unserer jetzigen Zeit mit allen Toleranzen und Vorurteilen. Damit haben wir uns täglich auseinanderzusetzen.
Die von Hajo angeführten Personen dienen lediglich der Unterhaltung haben aber nicht unser kulturelles Leben beeinflußt oder dazu beigetragen.


Geschrieben



Leute gegen ihren Willen zu outen, ist nicht nur "kein feiner Zug", sondern eine Schweinerei. Es ist nur vertretbar, wenn es sich um Verfolgertypen handelt, denen man vielleicht das Handwerk legen muss.Das war aber im Falle von Kerkeling und Biolek nicht der Fall.
Man kann auch nicht darauf verweisen, dass solches Treiben der "guten Sache"wegen erfolgen musste.




Da bin ich ganz Deiner Meinung, habe auch nicht darauf verwiesen, dass es einer guten Sache diente.
Rosa selbst bezeichnete diese Aktion später als „Verzweiflungsschrei auf dem Höhepunkt der AIDS-Krise“ und ist auch damit natürlich nicht zu rechtfertigen.

Die Sendung hieß Explosiv - Der heiße Stuhl




Endgültig berüchtigt wurde die Sendung, als Rosa von Praunheim am 10. Dezember 1991 auf dem heißen Stuhl die These vertrat, homosexuelle Prominente sollten ihr privates Liebesleben der Öffentlichkeit zugänglich machen, und bei der Gelegenheit die nicht anwesenden Prominenten Hape Kerkeling und Alfred Biolek outete sowie, "ganz hypothetisch", Johannes Rau und Peter Gauweiler. Das Presseecho war gigantisch. "Bild" titelte: "Pfui, Rosa! Schwulen-Verrat im TV." Erstaunlich war, dass Praunheim überhaupt eingeladen worden war. Eigentlich hatte er nämlich schon einige Wochen zuvor für ein von RTL mit ihm geplantes Schwulenmagazin eine solche Aktion angekündigt, woraufhin der Sender die Zusammenarbeit abbrach... Quelle



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