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Wegen Homophobie gefeuert


Minotaurus420

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Gold in der Kehle, aber wenig Verstand. Gefeuert von der Oper Sydney wurde die exzellente georgische Sopranistin Tamar Iveri. Verehrer der Stimmbandartistin werden wenig entzückt sein, dass Iveri mit einem krass homphoben Eintrag auf Facebook in Erscheinung getreten ist. Die an allen großen Opernhäusern der Welt gastierende Sängerin, die in Sydney die Desdemona geben sollte, macht ihren religiösen Mann für den schwulenfeindlichen Text verantwortlich.
SPIEGEL ONLINE berichtet darüber:

Hier lesenl

Geschrieben

Ziemlich gleichgültig, ob man gefeuert wird, weil man Schwule verteidigt, oder ob man nicht mehr auftreten darf, weil der Ehemann sich gegen Schwule audgesprochen hat. In beiden Fällen siegt der Geist der Muckerei, der Unfreiheit und der staatlich und gesellschaftlich durchgesetzten Gleichschaltung. Fortschritt ist da nicht zu erkennen.


Geschrieben

wie sorgfältig, regelmäßig & herzallerliebst uns doch der zaunkönig über schwules geschehen in aller welt informiert! in seinem simplifizierten weltbild zerfällt alles in gut und böse, sprich: in schwulenfreundlich und schwulenfeindlich. wer (aus gründen, die er vielleicht sogar wohldifferenziert darlegen kann) schwules treiben, und sei's nur in der öffentlichkeit, ablehnt, der hat sogleich ausgepielt und gehört dem reich der finsternis an: rückständig, engstirnig, unaufgeklärt & provinziell. wohl dem, der mit solch einfachen einteilungen auskommt!


Geschrieben

Nachdem sich unsere kölnische Mönchsmatraze aus dem geistlichen Dunstkreis entfernt hat, nimmt nur Wunder, dass wir nicht gleich einem "Ariost" begegnen, sondern einem schlicht bockigen Roland. Als solcher glaubt er, sich abarbeiten zu müssen an dem Begriff "schwul". Einziger Maßstab dabei scheint die in der Tat etwas schrille Schwuppengemeinde der Domstadt zu sein, was jedoch immerhin für eine gehörige Portion Lokalpatriotismus spricht, dessen Blickwinkel kaum über die Stadtgrenzen hinausreicht. Deshalb hat der User auch zum Threadthema der geschassten Opernsängerin nichts zu sagen, weil er Desdemona bislang für einen Nagellackentferner gehalten hat.

Die manichäische Einteilung in "gut" und "böse" überlasse ich gern anderen; Politikern beispielsweise, die von einer "Achse des Bösen" schwafeln; Frömmlern und Esoterikern, die den Menschen für im Grunde "gut" halten; philosophelnden Modeschwätzern wie Sloterdijk, die etwas von "Hiatus" gacksen; Geistliche mit dem Sermon von Himmel und Hölle. Zwar verstehe ich die Sehnsucht der meisten Menschen nach einer einfachen Welterklärung, nach praktikablen, leicht verständlichen Denkmodellen, nach sofort nachvollziehbarer Ein- und Zuordnung allen Geschehens und einer daraus sich manifestierenden Urteilsmöglichkeit. Aber mit der Beschränkung auf "freundlich" und "feindlich" ist der Komplexität dieser Welt nicht beizukommen, die "coincidentia oppositorum" hat uns schon der Cusanus nahegebracht.

Da sich gay.de allein schon durch seine Namensgebung an ein spezielles Publikum wendet, und ebenso das Forum zumeist um "schwule" Themen herumkreist, gehört es zu den Selbstverständlichkeiten, entsprechende Nachrichten, Neuigkeiten und weitere "schwule" Themenbereiche hier hereinzustellen. Es mag sein, dass in @Roland_Bocks Kölner Häkelkränzchen es als störend empfunden wird, mit der immer noch in vielen Teilen der Welt vorherrschenden Homosexuellenfeindlichkeit konfrontiert zu werden, und gleichermaßen wird in @Rolands betulich-verschämten Kreisen vermutlich nur ein ungläubig-verschrecktes "Huch" ausgestoßen beim Anblick von jungen Männern, die wegen Homosexualität an Baukränen gehenkt worden sind.

Geschrieben

sebastian, dein verbaler "rundumschlag" ist dir gelungen - welcher zugleich ein breites grinsen bei mir generierte!


Geschrieben

...weil er Desdemona bislang für einen Nagellackentferner gehalten hat.
Mit Nagellackentfernern kennt er sich demnach auch nicht aus.

Geschrieben

eine diskussion unseres zaunkönigs mit peter sloterdijk würde zweifellos mit ratlosem gestammel und verschämten blicken auf seiten dessen enden der sich hier als großinquisitor aufspielt ("modeschwätzer"). hinter dem werk sloterdijks können sich die so bedeutsamen publikationen des herrn giebenrath auf die er nicht müde wird hinzuweisen ungefähr 500 mal verstecken - rein dem volumen nach. von gehalt reden wir besser gar nicht erst.

nun wenn @minotaurus in seiner weltumspannenden weisheit jeden simplen (was zu beweisen wäre) manichäismus bereits weit hinter sich gelassen hat möge er uns doch darlegen worin hier die einheit der gegensätze "freundlich" und "feindlich" besteht und vor allem: wie er einsicht in sie erlangt hat. etwas wie die wieder einmal schlagwortartig aufgeschnappte "coincidentia oppositorum" (ein wenig gebildeter putz an der richtigen stelle eingesetzt sichert schließlich den zuspruch der schafsköpfigen gemeinde) ist schnell hingeschrieben. was aber hat der cusaner wirklich gesagt?

es ist so lachhaft & die forianer erfreuen sich auch noch daran wie hier inhaltsleeres geschwafel sprachlich aufgemotzt wird. selbstverliebt, wichtigtuerisch und eben einfach schwul.


Geschrieben

es gab zeiten, in welcher eine moenchsnutte wahrlich sinnfreies zum besten gab! mit minimalistisch aufpolierter und provokanter rhetorik kann es nunmehr passieren, dass sich wiederholt der bock zum gärtner macht.


Geschrieben

@Chrisi-mein-Schatz ein gärtner wäre ich ja nicht ungern. allein die verdorrten seelen gewisser älterer herren werden selbst unter der hand des geschicktesten hegers nicht mehr zum erblühen zu bringen sein. da hilft nur der schnitter der eines tages alles schneidet.


Geschrieben

"Was heut noch grün und frisch da steht,
wird morgen weggemäht:..." (Aus: "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod" ; Fliegendes Blatt 1637)

Auch 33-jährige Passivgenießer auf Männersuche sind mitnichten gefeit vor dem plötzlichen Anklopfen von Freund Hein. Doch möglicherweise überhört der kölnische Möchtegerngärtner das Pochen, weil er, entgegen seines sonstigen Musikgenusses, seine Kopfhörer dazu benutzt, eine Aufnahme mit der georgischen Sopranistin Tamar Iveri zu kontrollieren, damit er wenigstens jetzt weiß, um wen es sich bei dem Threadthema dreht.

Jetzt hat es dem unerforschlichen Ratschluss des @Roland_Bock gefallen, geschmackvollerweise auf mein baldiges Ableben zu hoffen. Nun bin ich aber nicht gesonnen, derlei unfrommen Wunsch mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Denn zu solcher Niedrigkeit ließ ich mich noch nie hinreißen, jemandes Lebensfaden abgeschnitten sehen zu wollen.


Geschrieben

mir gefällt das hier ganz gut!

Bald ist unsers Lebens Traum zu Ende,
Schnell verfließt er in die Ewigkeit.
Reicht zum frohen Tanze euch die Hände!
Tut's geschwinde; sonst enteilt die Zeit!

ist von theodor storm. aber wem sage ich das. zweifellos kannte @minotaurus dessen gesamtwerk vor 95 jahren schon auswendig.

ich denke diese iveri tante muss man nicht kennen. was sie da geschrieben hat ist ebenfalls gänzlich uninteressant. dass ihr dafür allerdings gekündigt wurde riecht bedenklich nach meinungsdiktatur. wer den politisch korrekten standpunkt nicht einnehmen will den werden wir schon mores lehren indem wir an seiner ökonomischen existenz sägen! das kann man nun schlechterdings nicht befürworten. solange jemand seine ansichten zusammenhängend begründen kann - bitte schön. wo kommen wir hin wenn überzeugungen durch zwangsmaßnahmen gelenkt werden?


Geschrieben

Wie schön, dass in Kölner Troll-Klausen auch noch Storm gekannt wird. Das hat zwar mit dem Threadthema, der homophoben Entgleisung einer Sängerin, rundweg nichts zu tun, aber da @Roland_Bock, der wackere Kämpfer wider den Begriff "schwul", sich in literarische Gefilde begeben möchte, wo ihm schon wieder Sexuailtät begegnet, sei ihm der Beitrag über Storms heimliche Obsession empfohlen: HIER

Geschrieben

ja natürlich jeder der den selbstzufriedenen ergüssen des zaunkönigs nicht folgt & ihnen sogar zu widersprechen wagt oder sie schlichtweg für eitel aufgeplustert & allzu artifiziell hält ist ein troll. etwas besseres fällt dir wohl nicht ein was?

ja das ist doch nett dass theodor storms werk von so einer heimlichen triebfeder befeuert wurde. ich wusste das nicht & habe dieses nichtwissen nicht einmal als blutende wunde verspürt haha. aba ich habe auch nichts dagegen. was soll übrigens dieser verweis? dient er dazu dem dichter am zeug zu flicken während gleichzeitig für jeglichen schwulen unflat toleranz eingefordert wird? oder handelt es sich wieder einmal um das bekannte "fingerschnippen auf stichwort"?


Geschrieben

Wir sind ein wenig vom Thema abgekommen, aber offenbar will man sich in den Threads über das Altern austauschen, dem man auch noch gute Seiten abgewinnt.
Ich erinnere noch einmal an die Hauptsache. Muss man jemanden, der einen "schwulenfeindlichen Satz sagt, für einen Menschen " mit wenig Verstand" halten? Muss er gesellschaftlich und beruflich erlegt werden?


Geschrieben

Lieber Roland Bock alias Mönchsnutte--hat dir eigentlich noch niemand gesagt was du für ein Widerling bist ? Stellst du dir nie die Frage,Wer bin ich und wenn ja,wie viele.? Deine Beiträge --wer immer von deinen Personen sie schreibt, zeigt,das du in deiner Kinderstube feuchte Tapeten gehabt haben mußt--.unbeleckt von jeglicher feiner ,englischen.. Art --ohne jegliches Benehmen-und bar jeglicher Achtung vor deinen Mitmenschen.zeitweilig mit Schaum vorm Mund.Ich empfehle dir Epikters Handbüchlein der stoischen Moral.Vielleicht hast du es in grellem Reclam-Orange,denn Epikter Kenner lesen es zweisprachig Was kann man von Epiteks stoischer Ruhe mitnehmen ? Der antike Philosoph riet zu strikten Trennung von Dingen,die man selbst steuern kann und solchen,die man nicht in der Gewalt hat.Er rät dem gestreßten Sexualkenner daher" Verlange nicht,dass die Dinge gehen,wie du es wünschest,sondern wünsche sie so,wie sie gehen,und dein Leben wird ruhig dahin fließen." Das ist die ;Lösung.Statt die geschwollene Halsschlagader anschwellen zu lassen,einfach abwarten,in antiker Weisheit schmökern und irgendwann denken: Oh,panta rhei--alles fließt wieder.


Geschrieben

oh nein @fellatio ich halte es nicht mit epiktet (den du als kenner & zweisprachiger leser mal epikter mal epitek aba niemals richtig schreibst) sondern eher mit nietzsche. ich nenne die dummheit dummheit die eitelkeit eitelkeit & die selbstzufriedenheit selbstzufriedenheit & zwar mitten ins gesicht des dummen eitlen & selbstzufriedenen hinein mag dies auch nicht von feiner englischer art sein. vielleicht wird das anders wenn ich dereinst 72 oder 80 bin. angesichts des nahenden todes bleibt auch nur die gelassenheit & wenn es eine ist die man psychopharmaka & barbituraten verdankt haha.

@nuwas ich habe versucht zum thema zurückzukehren aba leider kam mir ein fingerschnippender einwurf über die pädophilen neigungen storms dazwischen. um es noch einmal zu sagen: selbstverständlich gibt es keine festgefügte ewige wahrheit die den menschen zwingt homosexualität zu bejahen. es kann gründe geben sie & insbesondere die sucht dummer eitler & selbstzufriedener berufsschwuler nach sogenannter normalität mit skepsis zu betrachten. das hat nichts mit "wenig verstand" zu tun sondern mit einer bestimmten perspektive auf die welt die durchaus eine mögliche ist.


Geschrieben

@Roland Mir scheint, dass du mit der Behauptung, @Minotaurus´Erwähnung der coincidentia oppositorum habe in unserem Zusammenhang keine Funktion und diene nur eitler Selbstdarstellung, doch die Erträgnisse eines in einem langen Leben erkelterten Wissens bei weitem unterschätzt. Denn jener Hinweis war in Wirklichkeit ein Wink, ein Wink, der uns hineinwinkt in die Zusammenschau der Jahrtausende., in Richtung auf einen intellektualen Weg zur mystischen Schau Gottes, der die Geheimnisse des göttlichen Wesens entbirgt.
Was sagt uns Cusanus in seinem Werk "De visione dei" von 1453,gerichtet an die Tegernseer? "Wenn ich dich ,Gott, im Paradiese sehe,das diese Mauer des Zusammenfalls der Gegensätze (=coincidentia) rings umgibt, dann sehe ich, dass du nicht einfaltest,noch ausfaltest,weder disjunktiv, noch kopulativ.Denn die Mauer des Zusammenfalls ist in gleicher Weise Disjunktion und Verbindung." Wenn es so scheint, dass @Minotaurus manichäisch Schwulenlobby (= gut) und Schwulenphobe (=schlecht) unterscheidet, so zeigt eine bescheidene Exegese seiner Sicht, dass er wie der Cusaner denkt: "Gut und Böse stehen nicht in einer übergegensätzlichen Einheit, denn Vergänglichkeit und Sündigen sind kontingente, mitfolgende Mängel oder Privationen des auf dies oder jenes eingeschränkt Existierenden als solchen."( "De docta ignorantia".)
Kurz: @Minotaurus, hier oft als Vertreter einer flachen Aufklärung verschrien, erweist sich als zutiefst religiöser Mensch. Dies deutet die Fülle seiner Zitate an.
@Ronald Deine Kritik an Fellatio trifft ebenfalls voll daneben. Was besagt es schon, wenn jemand einen Philosophennamen nicht richtig schreibt ? Mir sagte mal einer: "Ich bin kein großer Denker, mir geht es um die Probleme." Das muss man bedenken.
Aber jetzt auf zum Spiel Dt.-USA. Ich freue mich schon darauf, dass unser liebes Deutschland das transatlantische Ziehkind demütigt!


Geschrieben

In früheren Zeiten würde der User @Roland_Bock, der sich in fortwährender Altersbeschimpfung gefällt, als spätpubertärer Grünschnabel mit lausiger Kinderstube bezeichnet worden sein. Das Internetzeitalter indes lehrt, dass dem Geburtsdatum nach erwachsene Personen ihre Befriedigung darin finden, als unreif gebliebene Prolltrolle durch die Foren zu ziehen. Auch dieses Forum hier hat schon mancherlei derartige Kreaturen erlebt, die, bar jeglicher Kenntnis ihres Gegenübers, mit Frechheitsattitüde sich ins Szene zu setzen versuchen, doch allein damit dokumentieren, welch pathologischem Eitelkeitssyndrom sie frönen.
Ins Stammbuch des Kleininquisitors @Roland_Bock seien deshalb die Zeilen des Barockdichters Andreas Gryphius geschrieben:

"Es ist alles Eitel

DV sihst / wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden.
Was diser heute baut / reist jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn / wird eine Wisen seyn /
Auff der ein Schäfers-Kind wird spilen mit den Herden:
Was itzund prächtig blüht / sol bald zutretten werden
Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein /
Nichts ist / das ewig sey / kein Ertz / kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück uns an / bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spil der Zeit / der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles diß / was wir vor köstlich achten /
Als schlechte Nichtikeit / als Schatten/ Staub und Wind;
Als eine Wisen-Blum / die man nicht wider find't.
Noch will was Ewig ist kein einig Mensch betrachten!"

Damit sich der weiland Moenchsnutte geheißene User nicht irrtümlicherweise über eine falsche Schreibweise mokiert, darf er zur Kenntnis nehmen, dass die originale Schreibart des Lyrikers Gryphius gewählt worden ist. Weil sich der User überdies so gern mit dem Tod beschäftigt - vorzugs- und prolliggeschmackloserweise mit dem mancher Mitforisten - , mag eine Lektüre der "Kirchhofsgedanken" von Gryphius den User etwas nachdenklicher stimmen und seine bübisch-ungezogenen Ausfälligkeiten überdenken lassen.

Nachsatz: Über die poetische Kunstfertigkeit, mit der Gryphius bei diesem Gedicht zu Werk gegangen ist, siehe auch HIER

Geschrieben

@minotaurus, dieser bedeutende und weltweit gefragte autor, dessen opus magnum sogar von der kreissparkasse calw (einem der führenden wissenschaftsverlage) herausgebracht wurde, ist offenbar nicht imstande, die beißende ironie des @nuwas-textes zu erfassen - er goutiert sie auch noch! so kann man sich natürlich selbst die maske vom gesicht reißen. herzliche gratulation!


Geschrieben

leider sind eure so liebevoll routinierten zeremonien der thematik abschüssig veranlagt!
oder ist die behauptung verfehlt, dass dieses -beinah ritualisierte- emporschießen und abarbeiten der gekränkten intellektuellen eitelkeiten, zu monieren wäre?


Geschrieben

@Chrisi, du hast recht, denn der von mir eingestellte Thread dreht sich um die homophoben Äußerungen einer Sängerin und die Reaktion der Oper Sydney. Nun sind einige der Auffassung, die Sanktion gegen die Kehlenkünstlerin sei überzogen, die in der Tat drastischen Formulierungen von Tamar Iveri in ihrem Facebook-Eintrag seien vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Die Einlassung der Künstlerin, ihr "streng religiöser" Mann sei verantwortlich für die homophoben Sätze, dieser Einwand ist allzu durchsichtig.
Dass die Oper Sydney, schon um des Betriebsfriedens willen, sich von der Sängerin getrennt hat, ist durchaus verständlich, zumal sich gerade im musikkünstlerischen Bereich eine überdurchschnittlich hohe Prozentzahl gleichgeschlechtlich orientierter Menschen befindet, die sich durch die Worte der Kollegin Tamar Iveri persönlich angegriffen und herabgesetzt fühlen können. Ähnlich wie der Putin-Freund Sergej Gergiew, der als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker vorgesehen ist, wird auch die georgische Sopranistin künftig einigem karriereschädigenden Misstrauen begegnen.


Geschrieben

die äußerungen von iveri sind inakzeptabel, und primitive versuche des "reinwaschen" stehen im krassen gegensatz zu ihrer künstlerischen fähigkeit! insofern sind die ihr offerierten konsequenzen der gerechte weckruf an ihren verstand!

auch wenn mir die quelle abhanden gekommen ist, so erinnere ich mich an einen bemerkenswert ausführlichen artikel, welcher intensiv den zusammenhang zwischen der sexuellen orientierung und einer musikalisch-/ künstlerischen begabung analysierte.
ein kleines zwischenfazit war tatsächlich, dass ein hoher anteil der großen pianisten, komponisten und dirigenten eine homosexuelle lebensweise an den tag gelegt haben soll. es erklangen geläufige namen wie:
vladimir horowitz, schubert, norem, brahms, saint-saens, sondheim, tschaikowsky, siegfried wagner, chopin, händel, bernstein. ... genannt wurde auch der ehemalige (bis 2009) als münchner generalmusikdirektor tätige christian thielemann.
die homophoben erlebnisse spiegelten sich mitunter prägend in den individuellen biographien wieder - öffentliche quellen erbringen in diesem kontext leider zu selten ein abbild dieser tatsachen.


Geschrieben

Nicht nur seine Frau Clara, ihrerseits berühmte Pianistin und Komponistin, hat sich des öfteren geärgert über die "griechischen Freundschaften" ihres Mannes Robert Schumann. Um den Komponisten und Dirigenten Leonard Bernstein hatte sich eine ganze mehr oder minder schwule Schülerschar gebildet, zu der auch die Pianisten Röber, Eschenbach und Frantz gehörten. Diese wiederum pflegten Kontakte nach Paris zu dem homophilen Kreis um den Bildhauer Arno Breker und den skandalumwitterten schwulen Schriftsteller Roger Peyrefitte. Breker seinerseits war gut bekannt mit Jean Cocteau und dessen Lebensfreund Jean Marais. Man kennt sich eben...
Nicht vergessen werden sollte in dieser Galerie der männerliebenden Musiker der Komponist Benjamin Britten und sein Lebensgefährte, der Tenor Peter Pears.
Andererseits gibt es auch dezidiert homophobe Künstler. So erinnere ich mich gut an ein ausführliches Gespräch mit dem renommierten Barockgeiger John Holloway (seine Einspielung der "Rosenkranz-Sonaten" von Biber sind fabelhaft), der mehrmals sich sehr abfällig über den "schwulen Händel" äußerte und wörtlich meinte, "die Weichheit des schwulen Kerls merkt man seinem Komponierstil an". So hat jeder eben seine Ansichten, auch wenn sie noch so verquer anmuten.


Geschrieben

Da haben wir ja schon eine Menge zusammen:Britten und Bernstein, Schumann und Brahms,Tschaikowskij und Händel. Sogar Breker, den man in Frankreich offenbar mehr schätzt als bei uns. Ich habe so etwas schon geahnt.-
Eine bescheidene Frage. Würde es uns nicht mehr nützen , wenn wir neben den künstlerischen Kräften und dem Schönmachergewerbe vielleicht auch im Tiefbau und bei den Müllkutschern stärker vertreten wären??
Übrigens: "Griechische "Freundschaft- das kann im 19.Jhdt. manches bedeuten, bei Schumann, Brahms und natürlich auch bei Kleist. Wollen wir jetzt unter den Betten riechen?


Geschrieben

listen berühmter schwuler schätze ich ebenso wenig wie listen berühmter juden. es kommt mir so vor als ob sie ausdrücken sollten dass die aufgelisteten durch ihre "größe" eine daseinsberechtigung erlangen die sie sonst nicht hätten. schwule bewegen sich gern im umfeld vor allem der reproduzierenden künstler wobei deren "leben" weit mehr interessiert als ihre kunst. so eine operndiva mit pelzstola das ist etwas für die schwulen friseure köche und dekorateure die die besetzungen der bayreuther oder salzburger festspiele auswendig kennen & von ihrem eigenen erlesenen geschmack überzeugt sind. nun wer außer ihnen glaubt schon daran dass schwule besonders kunstsinnig musisch poetisch sind & überhaupt feinere geister als die dumpfen heteros? ganz recht niemand. es ist eine konstruktion die das defizit schwul zu sein (das von ihnen ganz stark empfunden wird) durch "höheres" ausgleichen soll. die alltäglichkeit der müllkutscher oder tiefbauarbeiter das ist ihnen zu wenig. da brechen einem ja die schönen manikürten fingernägel ab.

ich kann's euch nicht schildern wie es mir vor diesem bildungsgetue graust.


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