ol**** Geschrieben am Donnerstag um 15:55 vor 17 Stunden, schrieb Grayrose: Menschen, die ein festgefügtes Feindbild haben, sind mir suspekt! Es führt doch zu nichts, sich gegenseitig ans Bein zu pinkeln. Auch verstehe ich nicht, eine Meinung, die man hier äussert, mit Feindbild zu bezeichnen. Doch keine Angst, ich zahle nicht mit selben Mitteln (Diffamierung einer Meinung) zurück. Ich berlasse die Beurteilung der Meinungsbeiträge dem lesendem User.
je**** Geschrieben vor 18 Minuten Mich erinnert die Debatte ein wenig an die Diskussion um das Böllerverbot, in ihrer Asymmetrie: Studien (Freie Universität Berlin 2015, European Journal of Work and Organizational Psychology 2016, auch weit in die 80er zurückreichend) belegen bereits seit 50 Jahren sehr gut, dass das generische Maskulinum ("Frauen sind mitgemeint") die Sichtbarkeit von Frauen in Berufen und auch die Vorstellungswelt von Mädchen, was sie einmal werden können, negativ beeinflusst. Finden Frauen in der Sprache nicht statt, finden sie im Gehirn nicht statt. Die Forschung zu diesem Bereich darf im Wesentlichen als abgeschlossen gelten. Zur Verständlichkeit: "Proband*innen wurden Texte mit generischem Maskulinum, Beidnennung und anderen Formen der gendersensiblen Sprache vorgestellt. Frauen empfanden die Texte in allen Studien durchweg gleich gut verständlich. Vereinzelte Männer stuften das generische Maskulinum als verständlicher ein (vgl. Rothmund & Christmann 2002; Steiger & Irmen 2007; Braun 2007; Steiger-Loerbroks & von Stockhausen 2014; Pöschko & Prieler 2018). Als störend wurde besonders die Doppelnennung empfunden. In einer Studie von Braun (2007) wurden die Teilnehmer*innen nach dem Lesen zu den Texten befragt und es stellte sich heraus, dass es auch objektiv keine signifikanten Unterschiede in der Verständlichkeit gab. Geschlechtsneutrale Begriffe werden in den meisten Studien am bereitwilligsten angenommen (vgl. Weise 2007). Egal welche Altersgruppe befragt wurde, konnten keine Nachteile in Erinnerungsvermögen, Verständlichkeit und Lesbarkeit festgestellt werden." Quelle: Klick hier Zum Argument der Presse: Das Gendersternchen sieht man per Definition nur in gedruckten Texten - und diese werden natürlich von Journalist:Innen verfasst. Das Binnen-i hört man selten in Nachrichtensendungen, es wird versucht, auf geschlechtsneutrale Begriffe zurückzugreifen. Um jedoch auf meinen Einwand der Asymmetrie zurückzukommen: Auf der einen Seite der Argumentation steht die Integration von Randgruppen in die alltägliche Welt, die Sichtbarmachung schwacher Minderheiten, der Versuch, die Gesellschaft zu öffnen und mehr Teilhabe zu ermöglichen. Auf der anderen Seite hört man eigentlich nur das Argument: Es stört mich. Sprachverschandelung. Blödsinn. Unnötig. Ich bin lieber auf der einen Seite.
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