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Wenn die Sexualität umschlägt und die Unterdrückung krank macht...


Lassinhio

Empfohlener Beitrag

Warum meinst du, dich erklären zu müssen? du magst , was du magst und du bist, was du bist. Du musst nichts abstreiten und dich zu nichts bekennen .

Ich bin beeindruckt von deiner Offenheit. Aber woher weißt du, dass dein Leben in 1000 Stücke springen würde? Das musst du schon mal erklären. 
 

Hier wird Dir niemand helfen können. Das kannst nur Du selbst. Im tief konservativem Süden war das alles in Deinem Alter viel schlimmer.

Du kannst nur den Mut aufbringen Dir jemanden zu suchen mit dem Du jetzt mal eine F+ probierst, wo keiner erwartet, dass Du dich outen sollst.

Dazu gehört Mut, aber ob Du den hast, kann Dir hier niemand sagen.

Ja, ich hab es bis zum Ende durchgelesen. Du bist an dem Punkt angekommen, wo du dir nichts mehr vormachen solltest. Erspare dir den Leidensweg, den ich mir ausgesucht habe, den, wo mir das mit Ende 20 auch klar machen musste, dass ich die Heteroschiene nicht mehr weiter leben kann. Deine Beschreibung liest sich für mich fast 1:1 , verglichen mit meinen Erfahrungen damals. Damit du dich psychisch nicht weiter zu Grunde richtest, solltest du erst mal für dich selber eingestehen, Schwul oder Bi zu sein. Wenn du glaubst, dass dir dein Umfeld nicht wohlgesonnen ist, wenn du dich outen solltest, brauchst du niemanden etwas dazu sagen. Das ist ganz allein deine Sache. Vielleicht suchst du erstmal im Netz nach Schwul-/Lesbischen Zentren, in deiner Region damit du dich mit deiner neuen Lebenssituation Vertraut machen kannst. Da findest du bestimmt Hilfestellung und neue Imputs für deine Fragen/Bedürfnisse.
Da kommt jedenfalls etwas in dir in Bewegung, und ich glaube, dir geht’s dann schnell besser, weil du deine Kräfte nicht mehr zur Wahrung einer Fassade aufwenden musst.
Schnuppere einfach mal im Netz, wie oben beschrieben. Viel Glück auf deinem Weg 🤗

Allso ich kann mit dir nachvollziehen,das klingt nicht gerede wie ein glückliches leben

Du bist was Du bist. Vor allem bist Du erst mal eines: ein Mensch.
Wenn Du weiterhin allen gefallen möchtest, dann nur zu. Dann lebst Du aber das Leben was andere für Dich vorgesehen haben. Das wird auf Dauer - und Das merkst Du ja gerade selbst - nicht mehr lange gut gehen.

Du solltest erst mal Dir selbst eingestehen was Du bist. Ob homosexuell oder bisexuell ist erst mal nicht so wichtig. Aber Du bist nicht mehr heteronormativ.

Du kannst Dir erst mal hier oder auf anderen homosexuellen Dating Plattformen Erleichterung verschaffen. Im Idealfall eine Freundschaft+ in der es nicht ausschließlich um Sex geht, sondern in der Du auch reflektieren kannst wie Du Dich fühlst.

Das muss erst mal keinen anderen interessieren. Das ist vorerst auch nicht wichtig.
Aber mach Dich mit dem Gedanken vertraut dass Du das auch nach Außen kommunizierst. Ich meine Damit Familie und Freunde.

Wenn Du jetzt nämlich ein Versteckspiel anfängst oder fortführst, wird der Seelische Druck nur noch höher. Du bist was Du bist. Deine sexuelle Identität macht Dich als Mensch nicht aus. Ich weiß nicht in welchem Hochleistungssport Du Dich bewegst. Aber in den meisten Sportarten haben sich auch schon einige Sportler geoutet. Allen voran Hitzelsberger und Ralf Schumacher.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiter helfen.

Wow..... 

Vielen Dank für die ganze Anteilnahme, das hilft. Habe ich in der Kürze nicht mit gerechnet. 

Ein outing stand jetzt wäre damit verbunden, dass ich recht zügig meinen Job wechseln müsste, Angst um die Intigrität in meinem Freundeskreis haben müsste und vor einer großen Aufgabe im familiären Umfeld stehen würde. Aber das wäre auch nicht meine Absicht, also jedenfalls nicht kurzfristig. Ich möchte einfach gerne erfahren, ob es mehr als nur erotische Gedanken sind, doch weiß nicht, wie ich das angehen soll, ohne dabei meine Anonymität zu verlieren. Vllt mache ich mir zu große Sorgen, aber es steht zu viel auf dem Spiel für mich. 

Sehe ich zb den angesprochenen Case auf dem Festival mit dem äußerst cuten und netten jungen Raver, der auf mich zu kam, nicht aufdringlich sondern eher vorsichtig, um mir zu sagen, dass ich ihm aufgefallen sei und er mich auf einen Drink einladen wollen. Tief in mir schrie alles "mach es",aber die Angst vor der Realität war zu groß. 

Ich kann leider in Worte nicht richtig beschreiben welche Dimensionen das ganze bei mir angenommen hat. 

Jetzt suche ich eine Lösung, um auszutesten, wie "ernst" das Ganze tatsächlich ist, ohne die Gefahr zu laufen, dass nur im Ansatz etwas rauskommen könnte. Sicherlich eine Illusion, oder? 

also - Du mußt dich vor Niemand rechtfertigen,- es ist Dein Leben ,- Du bist "verpfichtet"zufrieden zu sein ! -Und kannst Dich je erstmal diskret unter der Hand ausprobieren, Dich mit Jemand treffen,- um für Dich öfters ausprobieren ,- denn es kann jasein das Du merkst das Du eventuell eher bi bist.- Generell solltest Du für Dich erstmal locker damit werden. Und dann wenn Du willst kannst Du es im engen Bekanntenkreis sagen.- Niemand muß es raus posaunen. Ich habe damals irgendwann immer mal flüchtig am Rand gesagt "etwas bi schadet nie " ;-und in der heutigen Zeit ist das nix Besonderes ,- hier bei uns aufm Land bei den älteren Dorfmenschen ist es selbst bei den Schützen schon angekommen, und lesbische oder Schwule sind im Verein. Habe festgestell das oft Andere lockerer sind als man dachte.

vor 4 Stunden, schrieb Lassinhio:

Wenn jemand bis hier her gelesen hat und noch Lust hat mir Erfahrungswerte mitzugeben,

Ja, ich habe zwar den Umweg über mehrere Frauenbeziehungen nicht gemacht, habe aber beruflich die gleiche Sorge tragen müssen, dass da etwas bekannt wird und ich eventuell sogar Berufsverbot bekomme. Infolgedessen hab ich sehr lange zuhause bei Mutter gewohnt, habe das gelegentliche Flirten mit Frauen, wenn man das überhaupt so nennen kann, nur deshalb quasi "angedeutet", um nicht zu sehr aufzufallen. Erst relativ spät habe ich gewagt, wenn eine sich in mich verliebt hatte, dann doch mal unter vier Augen ehrlich zu sein und ihr die Unmöglichkeit klar gemacht. Später dann bin ich doch mit einer Frau zusammengekommen, da war  ich schon Mitte 40, und das hat gehalten. wir haben später sogar geheiratet. Es gibt außer dem Sex viele andere Dinge, die eine Verbindung möglich und erfolgreich machen können. Mit einem Mann wäre ich nur um sehr wenige Prozent glücklicher - oder auch nicht, weiß man es? Fazit: Wenn ein Coming out nicht möglich ist, muss man halt mit Heimlichkeiten leben. Das ging in einer Großstadt natürlich gut, ich bin mir bewusst, dass ich das in einem Ort wie z.B. Lüneburg vielleicht nicht so hätte durchziehen können. Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

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