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Wenn die Sexualität umschlägt und die Unterdrückung krank macht...


Lassinhio

Empfohlener Beitrag

Warum meinst du, dich erklären zu müssen? du magst , was du magst und du bist, was du bist. Du musst nichts abstreiten und dich zu nichts bekennen .

Ich bin beeindruckt von deiner Offenheit. Aber woher weißt du, dass dein Leben in 1000 Stücke springen würde? Das musst du schon mal erklären. 
 

Hier wird Dir niemand helfen können. Das kannst nur Du selbst. Im tief konservativem Süden war das alles in Deinem Alter viel schlimmer.

Du kannst nur den Mut aufbringen Dir jemanden zu suchen mit dem Du jetzt mal eine F+ probierst, wo keiner erwartet, dass Du dich outen sollst.

Dazu gehört Mut, aber ob Du den hast, kann Dir hier niemand sagen.

Allso ich kann mit dir nachvollziehen,das klingt nicht gerede wie ein glückliches leben

Du bist was Du bist. Vor allem bist Du erst mal eines: ein Mensch.
Wenn Du weiterhin allen gefallen möchtest, dann nur zu. Dann lebst Du aber das Leben was andere für Dich vorgesehen haben. Das wird auf Dauer - und Das merkst Du ja gerade selbst - nicht mehr lange gut gehen.

Du solltest erst mal Dir selbst eingestehen was Du bist. Ob homosexuell oder bisexuell ist erst mal nicht so wichtig. Aber Du bist nicht mehr heteronormativ.

Du kannst Dir erst mal hier oder auf anderen homosexuellen Dating Plattformen Erleichterung verschaffen. Im Idealfall eine Freundschaft+ in der es nicht ausschließlich um Sex geht, sondern in der Du auch reflektieren kannst wie Du Dich fühlst.

Das muss erst mal keinen anderen interessieren. Das ist vorerst auch nicht wichtig.
Aber mach Dich mit dem Gedanken vertraut dass Du das auch nach Außen kommunizierst. Ich meine Damit Familie und Freunde.

Wenn Du jetzt nämlich ein Versteckspiel anfängst oder fortführst, wird der Seelische Druck nur noch höher. Du bist was Du bist. Deine sexuelle Identität macht Dich als Mensch nicht aus. Ich weiß nicht in welchem Hochleistungssport Du Dich bewegst. Aber in den meisten Sportarten haben sich auch schon einige Sportler geoutet. Allen voran Hitzelsberger und Ralf Schumacher.

Ich hoffe ich konnte Dir ein wenig weiter helfen.

Wow..... 

Vielen Dank für die ganze Anteilnahme, das hilft. Habe ich in der Kürze nicht mit gerechnet. 

Ein outing stand jetzt wäre damit verbunden, dass ich recht zügig meinen Job wechseln müsste, Angst um die Intigrität in meinem Freundeskreis haben müsste und vor einer großen Aufgabe im familiären Umfeld stehen würde. Aber das wäre auch nicht meine Absicht, also jedenfalls nicht kurzfristig. Ich möchte einfach gerne erfahren, ob es mehr als nur erotische Gedanken sind, doch weiß nicht, wie ich das angehen soll, ohne dabei meine Anonymität zu verlieren. Vllt mache ich mir zu große Sorgen, aber es steht zu viel auf dem Spiel für mich. 

Sehe ich zb den angesprochenen Case auf dem Festival mit dem äußerst cuten und netten jungen Raver, der auf mich zu kam, nicht aufdringlich sondern eher vorsichtig, um mir zu sagen, dass ich ihm aufgefallen sei und er mich auf einen Drink einladen wollen. Tief in mir schrie alles "mach es",aber die Angst vor der Realität war zu groß. 

Ich kann leider in Worte nicht richtig beschreiben welche Dimensionen das ganze bei mir angenommen hat. 

Jetzt suche ich eine Lösung, um auszutesten, wie "ernst" das Ganze tatsächlich ist, ohne die Gefahr zu laufen, dass nur im Ansatz etwas rauskommen könnte. Sicherlich eine Illusion, oder? 

vor 4 Stunden, schrieb Lassinhio:

Wenn jemand bis hier her gelesen hat und noch Lust hat mir Erfahrungswerte mitzugeben,

Ja, ich habe zwar den Umweg über mehrere Frauenbeziehungen nicht gemacht, habe aber beruflich die gleiche Sorge tragen müssen, dass da etwas bekannt wird und ich eventuell sogar Berufsverbot bekomme. Infolgedessen hab ich sehr lange zuhause bei Mutter gewohnt, habe das gelegentliche Flirten mit Frauen, wenn man das überhaupt so nennen kann, nur deshalb quasi "angedeutet", um nicht zu sehr aufzufallen. Erst relativ spät habe ich gewagt, wenn eine sich in mich verliebt hatte, dann doch mal unter vier Augen ehrlich zu sein und ihr die Unmöglichkeit klar gemacht. Später dann bin ich doch mit einer Frau zusammengekommen, da war  ich schon Mitte 40, und das hat gehalten. wir haben später sogar geheiratet. Es gibt außer dem Sex viele andere Dinge, die eine Verbindung möglich und erfolgreich machen können. Mit einem Mann wäre ich nur um sehr wenige Prozent glücklicher - oder auch nicht, weiß man es? Fazit: Wenn ein Coming out nicht möglich ist, muss man halt mit Heimlichkeiten leben. Das ging in einer Großstadt natürlich gut, ich bin mir bewusst, dass ich das in einem Ort wie z.B. Lüneburg vielleicht nicht so hätte durchziehen können. Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

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