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Wenn die Sexualität umschlägt und die Unterdrückung krank macht...


Lassinhio

Empfohlener Beitrag

Ich bin beeindruckt von deiner Offenheit. Aber woher weißt du, dass dein Leben in 1000 Stücke springen würde? Das musst du schon mal erklären. 
 

Hier wird Dir niemand helfen können. Das kannst nur Du selbst. Im tief konservativem Süden war das alles in Deinem Alter viel schlimmer.

Du kannst nur den Mut aufbringen Dir jemanden zu suchen mit dem Du jetzt mal eine F+ probierst, wo keiner erwartet, dass Du dich outen sollst.

Dazu gehört Mut, aber ob Du den hast, kann Dir hier niemand sagen.

Wow..... 

Vielen Dank für die ganze Anteilnahme, das hilft. Habe ich in der Kürze nicht mit gerechnet. 

Ein outing stand jetzt wäre damit verbunden, dass ich recht zügig meinen Job wechseln müsste, Angst um die Intigrität in meinem Freundeskreis haben müsste und vor einer großen Aufgabe im familiären Umfeld stehen würde. Aber das wäre auch nicht meine Absicht, also jedenfalls nicht kurzfristig. Ich möchte einfach gerne erfahren, ob es mehr als nur erotische Gedanken sind, doch weiß nicht, wie ich das angehen soll, ohne dabei meine Anonymität zu verlieren. Vllt mache ich mir zu große Sorgen, aber es steht zu viel auf dem Spiel für mich. 

Sehe ich zb den angesprochenen Case auf dem Festival mit dem äußerst cuten und netten jungen Raver, der auf mich zu kam, nicht aufdringlich sondern eher vorsichtig, um mir zu sagen, dass ich ihm aufgefallen sei und er mich auf einen Drink einladen wollen. Tief in mir schrie alles "mach es",aber die Angst vor der Realität war zu groß. 

Ich kann leider in Worte nicht richtig beschreiben welche Dimensionen das ganze bei mir angenommen hat. 

Jetzt suche ich eine Lösung, um auszutesten, wie "ernst" das Ganze tatsächlich ist, ohne die Gefahr zu laufen, dass nur im Ansatz etwas rauskommen könnte. Sicherlich eine Illusion, oder? 

vor 4 Stunden, schrieb Lassinhio:

Wenn jemand bis hier her gelesen hat und noch Lust hat mir Erfahrungswerte mitzugeben,

Ja, ich habe zwar den Umweg über mehrere Frauenbeziehungen nicht gemacht, habe aber beruflich die gleiche Sorge tragen müssen, dass da etwas bekannt wird und ich eventuell sogar Berufsverbot bekomme. Infolgedessen hab ich sehr lange zuhause bei Mutter gewohnt, habe das gelegentliche Flirten mit Frauen, wenn man das überhaupt so nennen kann, nur deshalb quasi "angedeutet", um nicht zu sehr aufzufallen. Erst relativ spät habe ich gewagt, wenn eine sich in mich verliebt hatte, dann doch mal unter vier Augen ehrlich zu sein und ihr die Unmöglichkeit klar gemacht. Später dann bin ich doch mit einer Frau zusammengekommen, da war  ich schon Mitte 40, und das hat gehalten. wir haben später sogar geheiratet. Es gibt außer dem Sex viele andere Dinge, die eine Verbindung möglich und erfolgreich machen können. Mit einem Mann wäre ich nur um sehr wenige Prozent glücklicher - oder auch nicht, weiß man es? Fazit: Wenn ein Coming out nicht möglich ist, muss man halt mit Heimlichkeiten leben. Das ging in einer Großstadt natürlich gut, ich bin mir bewusst, dass ich das in einem Ort wie z.B. Lüneburg vielleicht nicht so hätte durchziehen können. Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung.

Falsch erzogen! Westproblem, im Osten sagt man einfach: Ich liebe jemanden und keine Sau interessiert es, ob mann oder frau

schwuler-nordstern
vor 4 Stunden, schrieb frithjof:

Falsch erzogen! Westproblem, im Osten sagt man einfach: Ich liebe jemanden und keine Sau interessiert es, ob mann oder frau

Ich lebe seit 16 Jahren als geborener Westdeutscher und als schwuler Mann im Osten dieses Landes und habe hier genauso viel Homophobie erlebt wie im Westen auch. Als ich vor einigen Jahren mit meinem damaligen Lebenspartner als Touristen durch Dresden spazierte, wurden wir auf das Übelste homophob beschimpft, und das auf offener Straße. 

Letztlich, Du hast nur das eine Leben und Du kannst es leben und versuchen zu genießen. Oder Du lebst als Marionette, immer so wie Du denkst dass es die Anderen von Dir erwarten...

Entscheide Dich, für oder gegen Dich! Wenn Du dich für dich entscheidest, kannst Du alles erst Mal in Ruhe ansehen und ausprobieren. Wenn Gay dann doch Deine Seite ist, kannst Du weg ziehen und brauchst dich nicht zu outen. Aber Blockaden stecken meist in unsern Köpfen, in Wahrheit vertragen Familie, Freunde und Arbeitgeber Schwule recht gut, zumal sie nicht viel andere Auswahl haben, wenn jemand die Seiten wechselt.

Jetzabermalehrlich

Deine Sexualität ist voll und ganz Teil deiner Intimsphäre und geht so mit niemanden etwas an. Bei Schwulrn wird allerdings die Grenze gerne von Grobmotorikern überschritten. Da muss man seine Grenzen  ziehen und sich auch mal wehren.

Rechtfertigungen finde ich da unangebracht.

Einen Freundeskreis, vor dessen Integrität du Angst hast, ist vielleicht gar kein Freundeskreis?!?!

Wir leben im Jahr 2026 und du bist 30 Jahre alt. Rechne mal was dir da an "schönen Zeiten" noch bevorsteht.

Ich nehme deine Einstellungen als starkes schwarz/weiß-Sehen wahr, entspann dich da ein bisschen.

Du scheinst dies bislang "jeden Spaß" verkniffen zu haben. Probiere dich aus und du wirst sehen, wohin die Reise geht.

Und denk dran: Schwimmen lernt man nur im Wasser, nicht mit Trockenübungen.

Also spring doch mal rein, das Wasser ist gar nicht so kalt! Viel Glück!

(bearbeitet)

Lassihino Hallo 

Ich möchte deine Frage in ne Gegenfrage ummünzen .! Was geht dir als erstes spontan durch den Kopf wenn du einen schönen Mann siehst ? Denkst du Sexualität ist etwas lineares schwarz/ weisses? Was denkst du wieviele Menschen sich nicht trauen zu sich zu stehen ?!  Wohin möchtest du im zwischenmenschlichen Leben ?! Willst du es geniessen , oder dich ein Leben lang verstecken und unglücklich sein? 

P.S Was meinst du wie fibrig / aufgeregt ich war  als ich meinen ersten Mann besucht hatte ?! 🙃🥵

Auch ich hab lange gebraucht um eines zu zu kapieren:" Erotik/ Lust / Kopfkino / sexuelle Bedürfnisse / Liebe fragen nie nach Konventionen einer Gesellschaft !!!"Sie zu verleugnen wäre Verrat/ Lüge an dir selbst / der Natur .

bearbeitet von AalenerTopSpion83
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