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Coming-Out bei Kollegen, etc.


Bi-Scorpio

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Ich habe mich im Dezember 2003 nach der Trennung von meiner Freundin, mit welcher ich 11.5 Jahren zusammen war, bei dem Alt-Opel- und Ford-Kollegen geoutet, weil ich dachte der eine oder andere wäre auch so wie ich, seitdem meiden sie mich. 

Wie soll ich damit umgehen?

Danke für die Tipps, etc. 

Geschrieben
Jetzt merkst du wer wirklich alles dein/e Freundin/Freund ist. Bei einer Freundschaft ist Offenheit und Ehrlichkeit wichtiger als wie du deine Sexualität auslebst.
Geschrieben
Die Gesellschaft ist leider noch immer nicht bereit das zu akzeptieren! Versuche es zu ignorieren was ja auch nicht immer einfach ist . Wünsche Dir alles gute ! LG
Geschrieben
Scheiß auf solche idioten. Da stehst du doch drüber.
Geschrieben
ach deswegen fahr ich kein Opel oder Ford...die spinnen doch! Du bist doch noch der selbe wie vorher, nur anders..die haben bestimmt Angst das Du die alle gleich anspringst...macht man(n) mit Frauen auf der Arbeit ja auch so...tz beklopt! Ihr seit auf Arbeit und nich auf einer Party!
Geschrieben
vor 8 Stunden, schrieb ScorpioCosworth:

Ich habe mich im Dezember 2003 nach der Trennung von meiner Freundin, mit welcher ich 11.5 Jahren zusammen war, bei dem Alt-Opel- und Ford-Kollegen geoutet, weil ich dachte der Eeine oder andere wäre auch so wie ich, seitdem meiden sie mich. 

Wid soll ich damit umgehen?

Danke für die Tipps, etc. 

Ja so kann man sich täuschen.Aber so ein Outing ist und bleibt auch heute leider noch ein Risiko.Dennoch, für dich war es wohl an der Zeit und darfst dich trotz der Reaktionen deiner "Freunde" befreiter fühlen.

Vielleicht ist diese Erkenntnis auch der Hinweis darauf, dass es Zeit für neue Bekanntschaften wird.

Aber noch viel wichtiger finde dass du dich jetzt nicht einfach zurückziehst, sondern deine Kameraden auf ihr Verhalten ansprichst! Auch um zu erkunden, ob es wirklich soist, oder ob du das womöglich nur so empfindest!

i-enjoy-gay-sex
Geschrieben
Dein Coming out war, wenn ich es richtig lese vor über 15 Jahren und seid dem wirst du von den Kollegen gemieden, da läuft dann aber eine ganze Menge falsch auf beiden Seiten....
Geschrieben
vor 5 Minuten, schrieb i-enjoy-gay-sex:

Dein Coming out war, wenn ich es richtig lese vor über 15 Jahren und seid dem wirst du von den Kollegen gemieden, da läuft dann aber eine ganze Menge falsch auf beiden Seiten....

Danke für den netten Kommentar. Du sagst es genau. Ich hatte mich damals per Brief geoutet, weil ich dachte der eine oder andere wäre auch so, wie ich.

i-enjoy-gay-sex
Geschrieben

In einem Brief an die Kollegen hast du dich geoutet, das ist nunmal ein sehr ungewöhnlicher und zugleich unpersönlicher Weg für sowas. Mit Sicherheit gibt es den einen oder anderen Kollegen, der wie du Schwul und auch geoutet ist bei den Fordwerken und ihr hab da einen Betriebsrat mit dem du den Kontakt aufnehmen solltest, wenn du wegen deinem Coming out gemoppt wirst. Die Fordwerke haben die Charter der Vielfallt unterscheichnet und dürfen deshalb keine Ausgrenzung zulassen, was man wissen sollte, wenn man da Arbeitet.

Geschrieben

Ich  verstehe nicht, wieso man sich vor Arbeitskollegen outen muss. Ein Kollege ist noch lange kein Freund, sondern einer, mit dem man zufällig zusammenarbeitet. Wieso muss der über meine intimsten Dinge bescheid wissen? Wieso muss ich meine Sexualität, die doch niemanden etwas angeht, vor mir her tragen? Freundet man sich mit einem der Kollegen an, trifft sich privat mit ihm, sieht die Sache schon anders aus - dann wird das Gespräch früher oder später auch auf Frau und Kinder kommen, und man kann erklären, wieso man keine hat. Man kann aber auch mit genau derselben Berechtigung zurückhaltend bleiben. Es gibt keine Pflicht zum Outing. 

Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Menalkas:

Ich  verstehe nicht, wieso man sich vor Arbeitskollegen outen muss...

Du sagst es genau. Im Nachhinein ist man immer schlauer. Es waren nicht die Arbeitskollegen, wo ich mich outetet.

  • Moderator
Geschrieben

Und ICH verstehe nicht, dass man "Outing" überhaupt noch zum Thema machen muss.... :coffee_happy:

Kennt hier einer vielleicht irgendjemanden, der sich jemals öffentlich als "heterosexuell" geoutet hätte ?? :confused:

Tjaajaa, die Arbeitskollegen: 
Wie Menalkas schon so treffend schrob: Kollegen sind keine Freunde.
Die Meinung solcher Leute sollte uns - sofern wir keine besondere Beziehung zu ihnen haben - mal ganz gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen, zumal gebildete Menschen, welche mit sich selbst und mit der Welt im reinen sind darin ohnehin keinen Diskussionsbedarf sehen, ob jemand nun privat :dickface:oder :pussy: mag.

Diejenigen aber, welche sich provokativ homophob gebärden sind schlichtweg dumm (im Sinne von ungebildet) und haben in der Regel einen sozial eher schwachen Hintergrund. Warum sollte uns die Meinung von Asis interessieren ?

Wie ist also mit sowas umzugehen ?? 
Ich selbst tendiere ja zu "garnicht" :$

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein braucht man das vielleicht auch garnicht. Ich kann mir irgendwie kein Szenario vorstellen, in dem man sich nicht erfolgreich gegen Mobbing aufgrund sexueller Orientierung zur Wehr setzen könnte. Dies sollte man dann aber auch selbstbewusst und offensiv tun, sicher werden sich dann aus dem Umfeld auch Unterstützer zu Wort melden. Kopf einziehen und wegducken ist keine Option. B|

Geschrieben
Da würde ich drüberstehen. Ist doch egal ob schwul, lesbisch, bi und was es da sonst noch so gibt. Das wichtigste ist doch, das man menschlich miteinander klarkommt.
Geschrieben
So lange Schwulsein in der Gesellschaft nicht Akzeptiert wird,haben es Schwule schwer.Da behalte ich es lieberfür mich.Immer als Schwuchtl zu bezeichnet werden dass muss ich nicht haben.
  • Moderator
Geschrieben
vor 8 Minuten, schrieb Tobi356:

So lange Schwulsein in der Gesellschaft nicht Akzeptiert wird,haben es Schwule schwer.Da behalte ich es lieberfür mich.Immer als Schwuchtl zu bezeichnet werden dass muss ich nicht haben.

das ist schade dass du das so siehst, aber auch ein bisschen weltfremd. :coffee_happy:
Man nehme nur mal die Medien. Schwule sind mittlerweile ÜBERALL vertreten und weitestgehend akzeptiert.
Als Schauspieler, Politiker, Künstler stehen sie sichtbar für Toleranz.
Bezeichnungen wie "Schwuchtel" benutzen nur noch solche, auf die man ohnehin verzichten kann.
Deppen halt. :$

i-enjoy-gay-sex
Geschrieben
Mein Coming out war 1984 auf dem platten Land und ich hatte noch nie irgendein Problem in meinem sozialen Umfeld damit, das ich Schwul bin. Mag aber auch daran liegen, das ich mich nicht angreifbar gemacht habe, indem ich die Regel für mein Leben bestimmt habe und nicht die anderen.
Geschrieben

@HaJo, ich bezweifle deine optimistische Einschätzung. Schwule Prominenz ist kein Maßstab. Schwule Politiker, Künstler, Modeschöpfer usw. sind Vorzeigeschwule. Außerdem sind sie in ihrer Position unantastbar, und auf Grund ihrer finanziellen Möglichkeiten haben sie sich ein Umfeld geschaffen, in dem ihre Homosexualität kein Thema ist. Aber das gab es immer schon. Für Künstler gelten besondere Gesetze, und Politiker haben die Macht. Aber warum gibt es eigentlich keine offen schwulen Fußballer? Weil der Fußball, nicht zuletzt durch das Umfeld einer martialischen Fankultur, eine ausgesprochen schwulenfeindliche Sphäre ist; ein "Outing" käme einem Spießrutenlauf in den Stadien gleich. Oder, um von der Bühne der Stars und Sternchen herunterzusteigen, auch offen schwule Bauarbeiter, Polizisten (vielleicht hat jemand den Film "Freier Fall" gesehen), Seeleute, und was es da an "männlich" definierten Berufen mehr geben möge, dürften eher in der Minorität sein. Sicher, es gibt überall Interessenvertretungen, aber das zeigt ja, dass sie nötig sind. Nicht jeder junge Schwule möchte Friseur werden. Viele fühlen sich ja gerade von einer männlichen Gesellschaft angezogen, in der sie nicht selten einen gewissen homoerotisch gefärbten Kameradschaftsgeist finden - aber sie werden den Teufel tun, offen zu reden. Die Gefahr, als unmännlicher Weichling zu gelten, wäre zu groß.

Damit Schwule nicht nur in Politik und Showbusiness, sondern auch im Alltag akzeptiert werden, müssen sie sich vom schwulen Klischee befreien, das ja letztlich der Subkultur entstammt. Aber das tun sie nicht, sondern sie verstärken es. Auf ihren schrillen CSD-Umzügen gebärden sie sich wie exotische Tiere, die man sich gern anschaut, mit denen man aber ansonsten möglichst wenig zu tun haben möchte. Dass der "typische Schwule" im Grunde eine Erfindung ist und homosexuelles Verhalten so alltäglich wie der Zeugungsakt, wird sich kaum plausibel machen lassen, wenn sich Schwule wie eine Bande von Sexsüchtigen präsentieren, die nur an ihrem Äußeren interessiert sind. 

Geschrieben
Am ‎20‎.‎03‎.‎2019 at 17:04, schrieb HaJo:

Und ICH verstehe nicht, dass man "Outing" überhaupt noch zum Thema machen muss.... :coffee_happy:

Kennt hier einer vielleicht irgendjemanden, der sich jemals öffentlich als "heterosexuell" geoutet hätte ?? :confused:

Tjaajaa, die Arbeitskollegen: 
Wie Menalkas schon so treffend schrob: Kollegen sind keine Freunde.
Die Meinung solcher Leute sollte uns - sofern wir keine besondere Beziehung zu ihnen haben - mal ganz gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen, zumal gebildete Menschen, welche mit sich selbst und mit der Welt im reinen sind darin ohnehin keinen Diskussionsbedarf sehen, ob jemand nun privat :dickface:oder :pussy: mag.

Diejenigen aber, welche sich provokativ homophob gebärden sind schlichtweg dumm (im Sinne von ungebildet) und haben in der Regel einen sozial eher schwachen Hintergrund. Warum sollte uns die Meinung von Asis interessieren ?

Wie ist also mit sowas umzugehen ?? 
Ich selbst tendiere ja zu "garnicht" :$

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein braucht man das vielleicht auch garnicht. Ich kann mir irgendwie kein Szenario vorstellen, in dem man sich nicht erfolgreich gegen Mobbing aufgrund sexueller Orientierung zur Wehr setzen könnte. Dies sollte man dann aber auch selbstbewusst und offensiv tun, sicher werden sich dann aus dem Umfeld auch Unterstützer zu Wort melden. Kopf einziehen und wegducken ist keine Option. B|

Danke vielmals für Deine netten Zeilen.

Früher waren die Leute nicht so tolerant gegen Homosexuelle, etc.

Geschrieben

@HaJo Naja, irgendwo hat man schon immer ein Outing. Während Heteros ihre Frau zur Party mitbringen, ist es halt beim Schwulen nicht normal, sondern gleich ein Outing.  Da wird man auch nichts anderes gegen machen können, als es trotz aller Blicke als normal anzusehen und ein Bogen um diejenigen zu machen, die es anders sehen.

Übrigens habe ich die Erfahrung gemacht, dass diejenigen, die sich absolut homophob gebärden, oft selbst ähnliche Wünsche haben und mit der Hetze von davon ablenken möchten, vielleicht sogar sich selbst. Wirklich 100%ige Heteros sind oft sehr tolerant.

Aber um etwas Mut zu machen: Natürlich ist in klassisch-männlichen Bereichen (Fussball, wie im Fall von Bi-Scopio die Autoindustrie etc.) das Outing schwerer. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass es bei der absoluten Mehrzahl der Menschen überhaupt kein Problem ist. Ich bin Mitgliled im Sportverein und im (nicht ausschließlich homosexuellen) Karnevalsverein, arbeite in einem eher konservativen Beruf und lebe auf dem Land. In allen Fällen gehen die meisten damit ganz offen, also normal um, wir sind halt ein Paar und werden auch so wahrgenommen und geschätzt. Sicher mag es Menschen geben, die uns deswegen meiden, aber man wird auch wegen anderen Gründen gemieden. Daher würde ich jedem empfehlen, der sich für eine gleichgeschlechtliche Lebensweise entscheidet, sich auch zu outen. Man muss es ja nicht jedem beim ersten Treffen auf die Nase binden oder als Turbotunte mit Regenbogenfahne auftreten, sondern ganz normal bleiben. Dann kommt es auch so zurück und man macht die Erfahrung, dass die Welt viel toleranter ist, als man so denkt. Wer natürlich in der Ehe mal einen homosexuellen Seitensprung wagt, der sollte es, wenn es keine ganz tolerante Beziehung ist, vielleicht lieber für sich behalten :-).

@Bi-Scorpio:Wie damit umgehen? Erstmal prüfen, ob Sie Dich wirklich meiden. Vielleicht bist Du ja auch nach dem Outing dünnhäutiger geworden, weil Du quasi das "meiden" erwartest. Oft werden in dieser Situation auch Aussagen oder Verhaltensweisen überbewertet. Ansonsten: Wenn es Kollegen sind, kannst Du ihnen ja nicht ausweichen. Einfach normal bleiben und das Thema nicht mehr thematisieren. Alle werden Dich sicher nicht meiden, schließlich gibt es ja bei Ford sogar eine betriebseigene Gruppe der schwulen Mitarbeiter und Ford ist CSD-Großsponsor.  Wenn es keine Kollegen sind, dann meide die Leute und such Dir neue Kontakte.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 20 Minuten, schrieb fuenfeins68:

 

@Bi-Scorpio:Wie damit umgehen? Erstmal prüfen, ob Sie Dich wirklich meiden. Vielleicht bist Du ja auch nach dem Outing dünnhäutiger geworden, weil Du quasi das "meiden" erwartest. Oft werden in dieser Situation auch Aussagen oder Verhaltensweisen überbewertet. Ansonsten: Wenn es Kollegen sind, kannst Du ihnen ja nicht ausweichen. Einfach normal bleiben und das Thema nicht mehr thematisieren. Alle werden Dich sicher nicht meiden, schließlich gibt es ja bei Ford sogar eine betriebseigene Gruppe der schwulen Mitarbeiter und Ford ist CSD-Großsponsor.  Wenn es keine Kollegen sind, dann meide die Leute und such Dir neue Kontakte.

Es wird sogar hinter mir oder so von denn Ford- und übend Alt-Opel-Kollegen (Club) gesagt, ich hätte meine Freundin einfach als Ersatz.

bearbeitet von Bi-Scorpio
Falscher Tex
Geschrieben
Am 20.3.2019 at 01:55, schrieb Bi-Scorpio:

Ich habe mich im Dezember 2003 nach der Trennung von meiner Freundin, mit welcher ich 11.5 Jahren zusammen war, bei dem Alt-Opel- und Ford-Kollegen geoutet, weil ich dachte der eine oder andere wäre auch so wie ich, seitdem meiden sie mich. 

Wie soll ich damit umgehen?

Danke für die Tipps, etc. 

Seit rund 15 Jahren arbeitest du unter diesem belasteten Arbeitsklima? Alle Achtung! Wie bist du denn bisher damit umgegangen?

Wie sehen denn deine Alternativen aus? Wechsel in eine andere Abteilung oder Standort möglich? Oder ein beruflicher Komplettwechsel?

Irgenwie wirft dein Thema erstmal noch mehr Fragen auf.

Geschrieben
vor 28 Minuten, schrieb Caspar:

Seit rund 15 Jahren arbeitest du unter diesem belasteten Arbeitsklima? Alle Achtung! Wie bist du denn bisher damit umgegangen?

Wie sehen denn deine Alternativen aus? Wechsel in eine andere Abteilung oder Standort möglich? Oder ein beruflicher Komplettwechsel?

Irgenwie wirft dein Thema erstmal noch mehr Fragen auf.

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