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Schande für Deutschland


fellatio

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Je näher der 5.Dezember kommt,an dem ein " Linker " nämlich Bodo Ramelow,zum Ministerprädidenten in Thüringen gewählt werden soll, desto lauter wird das Geschrei im politischen Berlin und um so schärfer der Ton der konversativen Journaille--allen voran die Zeitung mit den großen Buchstaben.Die Opfer der SED-Diktatur würden verhöhnt,jammert Bild.Die FDP beklagt " den Verrat an den Lehren aus unserer Geschichte" Und für die Berliner CDU ist es schlicht " eine Schande für Deutschland ".Das sagen die Beiden,die sich nach dem Mauerfall blitzschnell die Mitglieder der DDR-Blockflöten einschließlich Parteivermögen einverleibt haben.Diese ewige moralische Keule kotzt mich an.Gerade die CDU soll sich mal schön zurückhalten. Schließlich ist es Helmut Kohl gewesen,der von der demokratischen Bauernpartei 100 000 und 135 000 Blockflöten von der Ost-CDU in seine West-CDU integriert hat. Warnungen der Kanzlerin und CDU-Chefin vor Rot-Rot-Grün bezeichnet die SPD-Generalsekretärin als " groben Unfug oder auch "unredlich und billig," Die parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat zu dem Thema schon mehrfach und deutlich in Studien gesagt :" die Ost-CDU hat in organisatorische und programmatischer Hinsicht als ein Kopie der SED zu gelten und sich durch eine bedingungslose Gefolgschaft ausgezeichnet."
Als im Januar 1990 in Gotha der erste SPD-Landesverband auf dem Gebiet der DDR gegründett wurde.kam als Redner der 76-jährige Willy Brandt eigens nach Thüringen.Seine Worte,so scheint es,waren ihrer Zeit weit voraus.Brandt warnte davor,dass bei der " Jagd auf die Sündenböcke " von eigener Schuld abgelenkt werde.Der große,alte Mann der Sozialdemokratie mahnte stattdessen eine " generöse Revolution " an. Denn : " ein gespaltenes Haus kann auf Dauer nicht bestehen " 24 Jahre später haben es die Thüringer Genossen in der Hand.
(Zitate von Steffen Winter aus "Spiegel")


Geschrieben

Ich kann/ muss Dir in dem Zusammenhang voll und ganz zustimmen..!!


Geschrieben

Bodo Ramelow ist ein Gewerkschafter aus dem Westen, der mit der SED nun wahrlich nichts zu tun hat - weitaus weniger zumal als Frau Lieberknecht, die der Ost-CDU entstammt. 1990 hatten die alten DDR-Blockparteien pllötzlich alle Kreide gefressen. Die CDU nahm die östliche "Schwesterpartei" mit offenen Armen auf und hatte im Handumdrehen Stalinisten in ihren Reihen sitzen, die sich über Nacht in Christdemokraten verwandelt hatten. Denen nimmt man ja durchaus ab, dass sie sich gewandelt haben. Nur den Linken will man das nicht abnehmen und unterstellt ihnen, das System der DDR zurückhaben zu wollen. Es gefällt eben nicht, dass es eine Partei gibt, die in der DDR nicht nur einen "Abgrund des Bösen" sieht, sondern durchaus auch ein paar positive Seiten ausgemacht haben will. Schwarz oder Weiß eben. Schwarz oder Weiß, das haben sich die Mitglieder der DDR-Blockparteien wohl auch gesagt und traten schnell über. Schließlich wollten sie auch ihren Anteil daran haben, dass jetzt blühende Landschaften entstanden.


Geschrieben

Also, ich weiß es zwar nicht so genau, aber nach meiner Auffassung wird doch eine Regierung durch das Volk an sich gewählt? Also hat doch jede Partei auch die Möglichkeit, sich im Vorfeld einer Wahl zu präsentieren und die Ziele zu benennen, die man durchsetzen möchte. Ich bin jetzt politisch weniger engagiert und habe meine eigene Meinung zu dem ganzen Gerangel in den Parteien, aber wenn es eben im Moment der mehrheitliche Wille derer ist, die sich mit dieser Regierung dann auch konfrontiert sehen werden, dann soll es eben jetzt so sein. Rückblickend hatte doch jeder schon mal irgendwie das Ruder in der Hand und nach ein paar Jahren schieben sich alle wieder den schwarzen Peter zu, wenns nicht funktioniert hat. Ich schätze mal, in 20 Jahren wird es genau die gleichen Diskussionen zu den gleichen Parteien oder vielleicht ganz neuen geben, das macht wahrscheinlich auch keinen Unterschied. Fand den Beitrag heute ganz lustig in dem steht, dass sich Rentner auf etwa 2% Rentenerhöhung freuen dürfen.. Wow, das sind ja nur 8 weniger als die Erhöhung der Diäten, um die keiner auch nur ein bisschen kämpfen musste.

Da fällt mir der coole Witz ein, ein Kapitalist, ein BILD- Leser und ein Asylbewerber sitzen am Tisch. Auf dem Tisch liegen 12 Kekse, der Kapitalist nimmt sich 11 und sagt zum BILD- Leser, "eyh, der Asylant will Deinen Keks!"

Da kommen irgendwie Parallelen auf.


Geschrieben

Es hat mir nicht gefallen,das der Bundespräsident--während die SPD-Mitglieder in der Abstimmung waren sich negativ zu Bodo Ramelow geaüßert hat--inzwischen ist die Befragung gelaufen--und zum Entsetzen mancher Mitglieder hat sich die SPD-Basis für Rot-Rot-Grün ausgesprochen.
Doch die Gegner arbeiten weiter am Scheitern des Linksbündnisses,es werden " Montagsdemonstrationen " veranstaltet,obwohl 69,93 Prozent der Thüringer Genossen,die sich am Mitgliederentscheid beteiligt hatten,für Koalitionsverhandlungen mit Linken und Grünen stimmten.Nun werden die 12 SPD-Abgeordneten bearbeitet,gegen die Wahl des Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten zu votieren. Es werden schon Namen möglicher Abweichler gehandelt.Auch laufen Wetten,in welchem Wahlgang,wenn überhaupt,Ramelow gewählt wird.Es wird ein spannender 05.Dezember.


Geschrieben

Ramelow greift Merkel an--meldet dpa--wegen ihrer Kritik an der geplanten rot-rot-grünen Koalition unter seiner Führung.Er kritisiert scharf: " Merkel war in der sozialistischen Jugendorganisation FDJ. Sie hat in der DDR-Diktatur mit ihren Widerwärtigkeiten gelernt,sagte Ramelow dem Spiegel." Viele blaue Flecken scheint sie nicht gekriegt zu haben " Am 5.Dezember soll Ramelow zum ersten Ministerpräsidenten der Linken gewählt werden.Die CDU-Vorsitzende Merkel hatte der Linken vorgeworfen,sie stelle zu wenig klar,die DDR ein Unrechtsstaat gewesen sei.Er habe das klar gesagt und nie geleugnet.


Geschrieben

Lieber @Fellatio Tut mir leid, dass es so scheinen könnte, als ob ich dir überall widersprechen möchte. Das denke nur ja nicht. Aber wie der Bundespräsident sehe ich der Wahl Ramelows mit Grauen entgegen. Dass er nichts verstanden hat, zeigt sein Ausfall gegen die Bundeskanzlerin. Es ist nämlich wenig interessant, anzuklagen, wie jemand sich mit der SED-Herrschaft abgefunden hat. Wenn man kein Ende eines solchen Systems sieht, muss man sehen, wie man damit lebt. Und da täuscht man sich oft selbst und sieht "Ideale".. Wenn man aber, nachdem diese schlimme Herrschaft gebrochen ist, fröhlich (sogar als Westdeutscher) in die alten verschlammten Kanäle zurück will, dann wird daraus eine schlimme Sache.
Man denke an den Erfolg der Entnazifizierung. Viele Nationalsozialisten haben die Bundesrepublik mit augebaut, aber doch als entschiedene Antifaschisten und Demokraten. Leute wie Höfer, Nannen, Kindler, Springer (mit problematischer Vergangenheit!) waren sogar entschiedene "Antifachisten", oft mit denunziantischen Zügen.
Was wäre denn gewesen, wenn wir ihnen erlaubt hätten , die NSDAP zweimal umzubenennen und sich in der Bundesrepublik Deutschland politisch zu betätigen? Nicht was früher einmal war, gilt es zu bekämpfen, sondern was sich weiterhin in alter Art betätigt.


Geschrieben

Regierung? Welche Regierung? Ach die komischen Typen da oben.Haben die mal was gescheites im Wahlprogramm und die werden gewählt,ist die Opposition eh dagegen bis es nicht mehr angesprochen wird.Und da ist es egal wer gewinnt.Wenn es gut ist waren sie es.Wenn nicht die Vorregierung.Ist wie in der Kirche.Geschieht was gutes hat Gott es so gefügt.Und bei was Schlechtem sind Gottes Wege unergründlich.Die regieren doch nur für ihr eigenes Wohl oder für ein Volk das wer weiss wo existiert.Die Regierung ist Dreck und wir denen Scheissegal.Wie viele Politiker müssten für ihre Entscheidungen in den Knast? Reichlich.Aber nee,die bekommen nur Kohle.


Geschrieben (bearbeitet)

Eine Gleichsetzung der DDR mit dem Naziregime ist beliebt, aber pure Demagogie. Gewiss war die DDR ein Überwachungsstaat mit diktatorischen Zügen, aber bei Ulbricht, Honecker & Co. handelte es sich nicht um Massenmörder. Dem Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze, man mag über ihn denken wie man will, lag immerhin ein Gesetz zugrunde, das Republikflucht als Straftatbestand definierte; das aber heißt, man musste gegen dieses Gesetz verstoßen, um unter es zu fallen. Es gab zwar Bautzen und Schwarze Pumpe, aber es gab keine KZs mit Folter, Mord und Menschenversuchen. Die Mitglieder des Politbüros waren stalinistische Betonköpfe und überdies unerträgliche Langweiler. Aber weder haben sie Millionen Menschen wegen ihrer Abstammung (oder auch wegen ihrer sexuellen Disposition) umgebracht, noch einen schauerlichen Krieg entfesselt. Im Gegenteil hat die DDR niemals einen Krieg geführt. Auch nach ihrem Untergang sehen nicht wenige in der ehemaligen DDR ein gescheitertes sozialistisches Experiment, das auch hätte erfolgreich sein können. Dies war so ungefähr die Auffassung der ehemaligen PDS, die sich mit westdeutschen Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und Linken aller Schattierungen schließlich zur „Linkspartei“ zusammenschloss. Es kann keine Rede davon sein, dass diese Partei ein System nach dem Vorbild der DDR anstrebe; lediglich eine differenziertere Betrachtungsweise der DDR-Geschichte ist eines ihrer Anliegen.

Eine differenziertere Betrachtungsweise der Nazi-Geschichte war nach 1945 aber verständlicherweise kein Thema; da gab es nichts zu differenzieren, und eine Neugründung der Nazipartei wäre von den Besatzungsmächten sofort unterbunden worden. Über Verbrechen im deutschen Namen wurde dennoch mit Vorliebe geschwiegen, die Altnazis wurden in der CDU/CSU und insbesondere in der mitregierenden FDP herzlich willkommen geheißen und konnten fortan Mimikry trieben. Schließlich war die Adenauer-Ära eine Zeit des Wiederaufbaus, und Vergangenheitsbewältigung war ihr Thema nicht. Daher konnte das ehemalige NSDAP-Mitglied Kurt Georg Kiesinger, seinerzeit stellvertretender Leiter der Rundfunkabteilung unter Reichsaußenminister v. Ribbentrop, 1966 Bundeskanzler werden. Ich wüsste nicht, warum Bodo Ramelow, der niemals der SED angehört hat, nicht Ministerpräsident von Thüringen werden sollte.


bearbeitet von Rheintochter
Geschrieben

Weil er Fraktionsvorsitzender einer linksextremistischen Partei im Thüringer Landtag ist. Wenn es um Bernd Lucke gehen würde, der niemals in der NSDAP war, dann würde ein riesengroßes Fass aufgemacht werden aber bei Linksextremisten lässt man alles durchgehen.

Mit deiner Schönrederei der roten DDR-Diktatur kann ich leider auch nicht konform gehen. Zum Beispiel hätte dieses "Experiment", so wie du es nennst, nie erfolgreich sein können, da Menschen von Natur aus freiheitsliebend sind. Und diese Freiheit war in der DDR nicht gegeben.


Geschrieben

Auch Bodo Ramelow wird es nicht besser machen. Es geht nur um
Macht und um an die Fleischtöpfe zu kommen. Egal von welcher
Partei, wir die Bienen, werden nur verarscht. Aber die Bienen bringen
es ein. Würden wir zusammen halten, ziehen die oben den kürzeren.
Noch einen schönen Tag.


Geschrieben (bearbeitet)

@Boychecka, sehr kluger Kommentar. Sollen wir aus deiner Bemerkung über Bernd Lucke schließen, dass er geistig in der Nachfolge der NSDAP steht? Doch sicher nicht.

Man sollte in einer Diskussion über die ehemalige DDR nicht unterschlagen, dass die deutsche Teilung eine unmittelbare (und gerechte) Folge des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges war. Ein geteiltes Deutschland würde, so meinten die Sieger, niemals mehr zur mitteleuropäischen Hegemonialmacht werden können. Adenauer schlug jedes Gesprächsangebot der Sowjetunion und der DDR aus, das ein wiedervereinigtes (neutrales) Deutschland möglich gemacht hätte, trieb gegen den Widerstand der SPD Westbindung ("Wir wählen die Freiheit") und Wiederbewaffnung voran und zementierte die deutsche Teilung auf Jahrzehnte. Die Gründung des Warschauer Pakts war eine Antwort auf die Gründung der NATO. Angesichts des Wiederaufbaus mit großzügiger amerikanischer Hilfe, dem eine gnadenlose Demontage in der SBZ gegenüberstand, strebten die Menschen in die westlichen Besatzungszonen. Die DDR wäre ausgeblutet, wenn sie nicht 1961 die Grenzen geschlossen hätte. "Warum schließt die DDR ihre Grenze nicht?" fragte J. F. Kennedy damals, und genau das geschah dann auch. Der berühmte "Eiserne Vorhang" (Churchill), der bekanntlich den gesamten Ostblock vom Westen trennte, war die Wand, welche die Ideologien voneinander schied; man wünschte im Osten nicht von westlichen "Werten" korrumpiert zu werden, und sicher war es im Westen auch nicht erwünscht, dass sich Jugendliche von der Einfachheit, Einheitlichkeit und Ordnung des Ostens faszinieren ließen. "Geh doch rüber!" war immerhin ein beliebter Spießer-Spruch, der 1968ff. jungen Linksintellektuellen entgegengeschleudert wurde.

Die Linkspartei ist nicht die SED. Sie ist nur teilweise deren Nachfolgerin. Wer sie als "linksradikal" diffamiert, der möge diese Behauptung anhand ihrer Programmatik und ihrer realpolitischen Handlungen (nämlich dort, wo sie an der Regierung beteiligt ist) beweisen und daraus ableiten, dass sie ungeeignet ist, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Die CDU/CSU hat nach der "Wende" die Blockpartei Ost-CDU, aus der auch Frau Lieberknecht stammt, bereitwillig in ihre Reihen aufgenommen und ihre Mitglieder über Nacht zu guten Demokraten umerzogen; nemand hat daran gezweifelt. Den Linken zu unterstellen, sie hätten aus der DDR-Vergangenheit nichts gelernt und seien Ewig-Gestrige, ist aber natürlich legitim. Keineswegs. Es verkörpert dasselbe niedrige Niveau wie der "Geh doch rüber!"-Spruch.


bearbeitet von Rheintochter
Geschrieben (bearbeitet)

Nichts liegt mir ferner, als die DDR mit dem "Naziregime" gleichzusetzen. Letzteres hatte es u.a. nicht nötig, seine Bürger an der Flucht zu hindern und einzusperren. Bis weit in den Krieg hinein genoss es die größte Popularität.
Über viele der Thesen, die @ Rheintochter hier aufstellt, kann man nicht diskutieren. Es sind Triumphalsätze einer "machtgeschützten Wissenschaftlichkeit". Wer nicht die gewünschten "wissenschaftlichen" Wahrheiten sagt, bekommt mit dem Strafrichter zu tun. Darin zeigt sich die mangelnde Souveränität Deutschlands. Es ist nicht zu erwarten, dass sich an diesen wahrhaft mittelalterlichen Zuständen (Denkverbote, Scheiterhaufen) in absehbarer Zeit irgend etwas ändern wird. Dem stehen die mächtigsten Interessen entgegen.
Zur beliebten Behauptung, der Erfolg Westdeutschlands erkläre sich aus der (so @Rheintochter ohne zu lachen) "großzügig" gewährten Marshallplanhilfe, ließe sich manches sagen, das würde aber hier zu weit führen.
Ich bin nie für Parteiverbote gewesen und will auch den "Linken" nicht ihre politische Arbeit verbieten, aber es erschreckt mich sehr, wenn Vertreter eines völlig gescheiterten Systems wieder mit den alten Parolen zur Macht greifen und den Westdeutschen, die nicht nur ihren eigenen Staat erfolgreich geführt haben, sondern auch den Osten aufgebaut haben, sagen wollen, wie man es richtig macht. Dazu wird Ramelow dann leider die Macht haben, wenn es nicht ein paar aufrechte Sozialdemokraten verhindern.


bearbeitet von Inaktives Mitglied
Geschrieben

erstens verbiete ich mir ueber die ddr luegengeschichten zu verbreiten ,in der ddr war es tausendmal besser als in diesen staat ,diew paar die von der stasi denuziert wurden ist die minderheit,aber wird der ganze staat und jrder burger uberwacht,und solange in diesen staat noch rechte geschutzt werden auf kosten des steuerzahlers da wuerd ich mich nicht ueber andere aufregen,die ddr war ein amerkanter staat und hat den westen den wirtschaftsaufschwung ermoglicht weil 70prozent unserer waren in den westen gingen,also mal schoen den ball flach halten.


Geschrieben (bearbeitet)

In der Tat, der Nazistaat hatte es nicht nötig, seine Bewohner einzusperren, weil jeder, der offen an diesem laut @Nuwas so populären Regime zweifelte, es kritisierte oder ihm widerstand, entweder interniert, ins Ausland vertrieben oder gleich umgebracht wurde ("Heimtückegesetz" vom 20.12. 1934). Bis 1938 wanderten über 200.000 Juden aus Deutschland aus. Diejenigen unter ihnen, die ein Unternehmen geführt und Vermögen erwirtschaftet hatten, waren zuvor praktisch enteignet worden. Deutschland verlor in den Jahren von 1933 bis zum Beginn des Krieges nahezu seine gesamte geistige und künstlerische Elite (in welchem Umfang, darüber informiert die Seite http://de.wikipedia.orgwikiListe_bekannter_deutschsprachi ger_Emigranten_und_Exilanten_%281933%E2%80%931945% 29). Bereits im Sommer 1933 saßen etwa 26.000 Menschen (Kommunisten, Sozialdemokraten, Gewerkschafter, "Berufsverbrecher", "Arbeitsscheue", "Zigeuner", Homosexuelle) ohne Gerichtsverfahren in KZs, Ende 1938 waren es bereits 60.000. Bis zum Ende des Krieges wurden, inklusive der Außen- und Zwischenlager, im deutschen Einflussbereich etwa tausend KZs mit zuletzt über 700.000 Häftlingen errichtet. Das deutsche Volk wurde auf nie dagewesene Weise mobilisiert, organisiert, uniformiert auf der einen, kontrolliert, drangsaliert und entmündigt auf der anderen Seite; die Bewohner der besetzten Gebiete wurden versklavt, ausgebeutet und erniedrigt. Ganz recht, der Nazistaat brauchte seine Bewohner gar nicht einzusperren!

Die Rede von der „machtgeschützen Wissenschaftlichkeit“, als ob es sich um Geschichtsfälschung handelte, ist die typische Verfahrensweise rechtsradikaler Revisionisten, die uns weismachen möchten, die Geschichte werde im Sinne der „Weltverschwörer“, denen die Wissenschaft hörig sei, zurechtgebogen, um Deutschland nie mehr zu alter Kraft und Herrlichkeit gelangen zu lassen. Andeutungen helfen hier nicht weiter: @Nuwas möge doch darstellen, an wen oder was er bei den „mächtigsten Interessen“ denkt, die der „historischen Wahrheit“ entgegenstehen. Dann weiß man auch gleich, wer so alles im Gefolge der AfD mitläuft.

bearbeitet von Rheintochter
Geschrieben

Ich finde es gut, dass Bodo Ramelow Ministerpräsident in Thüringen wird und kann das auch gut erklären:
1.) Ist Ramelow ein Wessie in einer Ostpartei, also kein SED-Kind
2.) Ich glaube, die Sozis haben sich bei der letzten Bundestagswahl verkauft und wurden dafür abgestraft durch Parteiaustritte und Anfeindung der Partei
3.) Wenn Merkel schon die schärfste Waffe (den Bundespräsidenten) ins Rennen schickt, um Ramelow zu stoppen, dann bekommen die etablierten Parteien endlich Muffensausen. Und allein die Tatsache, dass man nicht mehr ungestraft Politik am Bürger vorbei machen kann, ohne dafür abgestraft zu werden, wird die künftige Politik verändern.
4.) Ich finde es höchstverwerflich, dass ein Bundespräsident sich gegen künftige Ministerpräsidenten stellt, die noch nichts unrechtes getan haben, dagegen eine Kanzlerin wirken läßt, die Steuermilliarden verschleudert, obwohl es mittlerweile schon wieder Armut in Deutschland gibt.
5.) Wenn plötzlich wieder die Verfehlungen der Linken von vor 25 Jahren eine Rolle spielen, dann müssen wir auch die Entstehungsgeschichte der SPD und CDU betrachten. Zum Glück hat sich die Freimaurerpartei ja rechtzeitig selber eleminiert.

Mir wäre es auch lieber, wenn der komplette Politikfilz in Berlin ausgewechselt werden könnte. Aber dabei ist zu bedenken, dass Politiker schon nach 5 Jahren einen Rentenanspruch erhalten, den wir mit mindestens 40 Jahren Arbeit erkämpfen müssen. Wenn wir die in Rente schicken, haben wir zu den zu vielen Ex-Kanzlern und Ex-Bundespräsidenten auch noch ein einen ganzen Ex-Bundestag zu finanzieren. Alleine die Tatsache, dass die Politiker jetzt immer bei ihrer "Arbeit" daran denken müssen, wie auswechselbar ein Politiker ist, rechtfertigt einen Bodo Ramelow.


Geschrieben

Zitat."Wow, das sind ja nur 8 weniger als die Erhöhung der Diäten, um die keiner auch nur ein bisschen kämpfen musste."
Dabei vergißt Du, dass die Diäten-Politiker auch die 2% Erhöhung erhalten werden !!! So ist es ja gesetzlich geregelt worden direkt nach der 10 prozentigen Diätenerhöhung.


Geschrieben

Boychecka .... Eine linke Partei und eine linksextremistische Partei sind zwei verschiedene Welten. Schau dir mal die Gruppierung hinter Herrn Bernd Lucke an, da kannst Du mit gutem Gewissen von rechtsextremismus reden. Bodo Ramelow ist soweit weg von den Extremisten, wie die Bundeskanzlerin von England entfernt ist.


Geschrieben

Ich wünsch mir das der Bodo gewählt wird. Das ist doch ein Gewerkschafter. Der kam aus der WASG. Die hat dann mit der PDS zur linken fusioniert.

Was spricht gegen Ramelow.

Übrigens: Beim Jahrestags des Mauerfalls wurden offiziell einige Größen zu den größten Hoch stilliert. Andere, darunter die Bands Karat und City wurden links liegen gelassen. Aber ein Udo Lindenberg darf singen, um Kurz vor der Tagesschau.

Mit dem kann man halt Kohle machen. Reklame nichts als Reklame für sein "Musical". Und wenn viele Leute in sein "Musical" gehen, so kriegt der viel Kohle, die er natürlich, ganz Bundestreu (eher Wohl Partei- & Merkeltreu) in der "GUTEN BRD" ehrlich versteuert.

So sprudeln die Steuereinnahmen, und sie sprudeln mehr, als bei KARAT, CITY & co.


Geschrieben

Ja, stimmt, da haben die ja sogar 13 Kekse von 12 genommen ;-) gruselig...


Geschrieben

Hallo zusammen, Ich finde wir die nicht in thüringen wohnen machen uns mehr Gedanken als die die es betrifft . Die Wähler in dem Bundesland haben es in der Hand gehabt klare Mehrheiten zu schaffen und das durchzusetzen was sie wollen aber bei der Wahlbeteiligung ja tut mir leid denn es scheint nur ca. 50% der Einwohner wirklich zu interessieren . Das ist arm denn darüber sollte man diskutieren .


Geschrieben

Ja das stimmt, die Menschen in Thüringen haben wohl nicht genug von den SED-PDS-LINKEN oder haben sie die DDR schon vergessen? Offensichtlich aber nicht.


Geschrieben (bearbeitet)

Ein Gespenst geht wieder einmal um in unserer Republik. Vor Jahren war es grün jetzt hat es die Farbe gewechselt und ist rot.
Damals wie Heute hebt ein Heulen und Zähneklappern bei den "etablierten" Parteien an. Bei allen Diskussionen über eine Geschichte, die nun schon vor 25 Jahren zu Ende ging, lenkt man gern davon ab, das die Entscheidung der Wähler in Thüringen demokratisch legitimiert ist.
Dabei will bestimmt keiner dieser Wähler den Sozialismus ala DDR zurück. Was die Leute wollen ist mehr Entscheidungs und Mitspracherecht in der Politik. Manche Parteien haben das halt erkannt und andere wieder nicht. Wobei die Parteien die es nicht erkannt haben, eigentlich froh seien können das die Wahlbeteiligung wieder einmal so niedrig lag. "Keine Experimente"war ein Wahlslogan der noch regierenden CDU . Entschuldigung liebe CDU:
Ihr hattet eure Chance das Ergebnis : ein niedriges Lohnniveau, das die besten Köpfe aus dem Bundesland treibt, die vorher mit viel Steuergeldern an unseren Universitäten und Fachschulen ausgebildet wurden. Eine Arbeitslosigkeit von offiziell durchschnittlichen 11%, Nach 25 Jahren Regierungsarbeit. Ich denke es wird Zeit ein Experiment zu wagen.


bearbeitet von saint59
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