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Schwul und schön: Warum sind wir eigentlich so oberflächlich?

Eigentlich ist Online-Dating ja etwas Schönes, gerade als schwuler Mann: Anstatt sich wie früher unsicher sein zu müssen, ob der Gegenüber auch auf dasselbe Geschlecht steht oder sich in schmuddeligen Bars rumtreiben zu müssen, bekommen wir die unbegrenzte, praktisch sortierte Auswahl an heißen  Dating-Partnern direkt auf unser Handy serviert.
Was sich erstmal ganz schön angenehm anhört, hat aber auch einen gewaltigen Haken. Wir stumpfen ab – und werden in der Folge immer oberflächlicher. Bodyshaming und Diskriminierung innerhalb der Szene sind keine Seltenheit.

von Alex Baur

 

Running-Sushi oder Dating-Quartett? 

Ich selbst habe mich bis vor einigen Jahren beim Online-Dating verhalten wie am Tisch eines guten Running-Sushi Restaurants: Alles, was nicht in das Beuteschema passte, wurde erst mal drastisch aussortiert, während der Stapel an Tellern mit angebissenen Köstlichkeiten immer größer wurde – gut, an dieser Stelle ist diese Metapher vielleicht ein bisschen übertrieben. 
Trotzdem sah mein früheres Datingprofil eher aus wie die Karte eines Auto-Quartetts als eine Vorstellung  meiner Person. 1,87m groß, 64kg schwer, damals 19 Jahre jung, Körpertyp schlank, keine Tattoos. Und genau so filterte ich auch die Suchergebnisse meiner potenziellen Sexpartner heraus. Ich zimmerte mir meinen Traummann, scrollte mich durch ein schier unbegrenztes Angebot; anstatt Menschen kennenzulernen, scannte ich Bilder.

Unsere Datinggewohnheit macht uns kaputt

Doch diese Art des Datings macht uns kaputt! Klar, wer den schnellen Sex sucht, der kann Filterfunktionen nutzen, um genau den Partner zu finden, den er präferiert. Das Problem fängt aber genau da an, wo es um echte Gefühle geht: Stumpfen wir nicht alle ab, zwischen den hunderten Bildern trainierter Männer? Hören wir auf, Menschen eine Chance zu geben, die vielleicht auf den ersten Klick nicht in unser Beuteschema passen? Isolieren wir uns so nicht selbst viel mehr und werden härter zu unserem Körper? 

Unsere Oberflächlichkeit ist wissenschaftlich bewiesen

Tatsächlich beschäftigt der schwule Körperkult Wissenschaftler*innen rund um den Globus und es wurden sogar schon Studien zur Oberflächlichkeit schwuler Männer angestellt. Der Druck, besonders trainiert und schön zu sein, ist kein vages Gefühl, das den ein oder anderen von uns vielleicht umtreibt. Vielmehr haben 84% der schwulen Männer, die bei einer Umfrage des Attitude Magazins mitgemacht haben bestätigt, dass sie den Druck verspüren, einen besonders guten Körper haben zu müssen. Wer sich dann durch die Datingprofile der ein oder anderen schwulen Männer klickt, wird früher oder später auch auf Sätze wie no fats, no femmes, no asians stoßen, die nicht nur rassistisch sind, sondern auch Bodyshaming weiter befeuern. 

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Woher kommt der Körperkult denn nun? 

Denn während Oberflächlichkeit im ersten Moment niemandem weh tut, resultiert innerhalb der Gay-Community aus dem besonderen Augenmerk auf Äußerlichkeiten ein wahrer Bodyshaming-Kult: Wer zu dick, zu dünn, zu groß oder zu klein ist, wird dafür angegangen und ausgegrenzt. Doch wieso sind wir denn überhaupt so oberflächlich? Klar, durch die andauernde Flut an halbnackten Bildern auf Online-Dating Plattformen stumpfen wir ab; aber es gibt weitere gute Gründe, warum schwule Männer oberflächlich sind:  Gay-Parties zelebrieren nicht nur auf ihren Facebook-Veranstaltung das Körperideal des durchtrainierten, heteronormativen Mannes – auch auf der Tanzfläche wird schnell klar, wer hier das Sagen hat. Und die queere Popkultur hat uns in den letzten Jahren auch immer wieder vermittelt: Wer nicht in die Kategorien aus Twinks, Hunks, Otter oder co. passt, ist ziemlich verloren in der schwulen Datingwelt. Bis vor Kurzem wurden in großen Hollywood-Produktionen schwule Männer immer ähnlich portraitiert: Durchtrainiert, schön und weiß.  

Bodyshaming: Wir müssen uns den Folgen bewusst sein 

Dass wir uns in einem extrem oberflächlichen Datingumfeld bewegen, hat messbare Folgen. Zwei amerikanische Wissenschaftlerinnen haben herausgefunden, dass ⅓ aller befragten schwulen Männer schon mal wegen ihres Körpergewichts beleidigt wurden. Dabei waren 20% der als “zu dick” bezeichneten Männer aber total normalgewichtig oder hatten sogar Untergewicht. Außerdem hat eine weitere Studie gezeigt, dass schwule Männer ein signifikant höheres Risiko haben, eine Essstörung zu entwickeln.

Doch, was können wir tun? 

Ich habe vor einigen Monaten schon ein Video zu diesem Thema veröffentlicht, das im Netz heiß diskutiert wurde. Mich erreichten unzählige Kommentare, die mir selbst unterstellt haben, oberflächlich zu sein und mit dieser Meinung eine Doppelmoral an den Tag zu legen. Leben und leben lassen, wurde mir empfohlen. Ich streite aber nicht ab, selbst oberflächlich gewesen  zu sein und noch immer Männer im ersten Moment nach ihrem Aussehen zu beurteilen – das ist wohl leider die menschliche Prämisse. Was sich aber ändern muss, ist der Hass, den wir Männern, die nicht unserem Ideal entsprechen, entgegenbringen. Nein, wir müssen nicht zwanghaft jemanden daten, der uns äußerlich nicht anspricht. Aber wir müssen aufhören, in starren Mustern aus Gay Tribes und Körpertypen zu denken; und wir müssen aufhören, so verdammt gemein zueinander zu sein! 

 

Habt ihr schon Erfahrungen mit Bodyshaming gemacht? Schreibt es in die Kommentare!

 

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    ICH BITTE EICH UM DRINGENDE HILFE: —> So hat alles angefangen denn diesen Tag werde ich niemals vergessen.. Ich bin am 13.08.2024 wie jeden 2 morgen laufen gegangen und es war alles wie immer und jetzt das seltsame. Ich war auf meinem Standard Pfad Richtung Wald und und wieder raus und aufeinmal stand da plötzlich ein reifer Mann wo ich erst dachte er spaziert hier und als wir uns unterhalten fing es an ich fing an ihn mir genauer anzuschauen mit seiner komischen blauen glänzenden Hose(weis leider bis heute nicht ob es eine Jogging oder leggings war) Und er hatte so einen Mantel obendrüber an also irgendwie hattet er was interessantes.Ich schaute ihm ins Gesicht und dann ging’s richtig los..denn ich hatte aufeinmal Gedanken im Kopf mit konkreten Bildern denn ich sah keinen unbekannten Mann sondern mein Körper dachte oh sieht sehr nett aus und ich hatte den Drang ihn zu küssen.. Er fragte ob ich von hier komme und ihm weiterhelfen könnte und das was ich jetzt sage..schäme ich mich noch etwas:Der Mann redete als mit mir über den Wald hier und so weiter aber mich interessierte etwas anderes oh peinlich.. Ich nämlich schaute auf seine Beule und der erste Gedanke war runterziehen und ihn auspacken möchte Ich war in diesem Moment geschockt solche Gedanken/Fantasien zu haben und ich wollte nur noch das Gespräch beenden. aber er hat das alles glaub nicht mitbekommen..Es wurde immer schlimmer mit meinen Gedanken und ich sagte dem Mann also vielleicht sieht man sich wider und er meinte ja ich laufe jeden Tag hier .. so mit dem Sex mit meiner Partnerin gehe ich bis heute aus dem Weg und suche immer Ausreden das ich nicht kann. Denn als sie es mal ansprach habe ich ihr gar nicht mehr zugehört sondern da waren sie wieder die versauten Gedanken anstatt eine muschi geil zu ficken waren meine Gedanken eher endlich werde ich irgendwann meine Gay Fetisch Traum zu erfüllen…aber dazu schreibt mir einfach… also aufjedenfall verdrängte ich diese waldbegegnung aber die Lust und der Drang nach Schwänzen wurde immer extremer wie jetzt gerade auch…Dann fing ich an Gay Pornos zu schauen aber ich schämte mich so sehr bis zum Anfang des Monats.Es hört sich krank an aber ich bin die ganze Woche diesen Waldweg gelaufen um diesen Typen zu finden der vielleicht mein Leben komplett verändert hat. Nach 2 Tagen ohne Erfolg sah ich ihn letzten Sonntagnaner ohne SPASS ich sah ihn und winkte und als ich vor ihm stand sah ich das der mann eine Jogginghose anhatt und ein Shirt aus Leder..Ich sagte seit ich Sie sah hatte ich perverse schwule Gedanken und er sagte NIX und nahm meinen Arm und flüsterte komm mit..Ich habe es dann wirklich getan.Ein Mann hat meinen Schwanz geblasen und er sagte. hey mach dir Gedanken aber ich denke das du ein geiler Schwuler Boy wärst und am nächsten Tag war es noch schlimmer und ich wichste auf Gay Pornos fast neben meiner Frau und schreibe über WhatsApp mit Männern und wichse mit ihren per Video. so ich möchte fragen bin ich unnormal denn ich habe schon einen Text im Handy notiert was ich meiner Partnerin sagen möchte..Am liebsten würde ich ihr vorschlagen das sie abundzu mitmachen kann aber dann wurde mir bewusst wie stark und versaut meine Gay Fantasien mich beherrschen und wie oft ich es ihr sagen wollte aber nicht traute aber morgen auf morgen habe ich mein erstes Schwanz Date ausgemacht und danach möchte ich ihr sagen das es leider so schlimm ist momentan dass wenn ich sie mir sexuell vorstelle finde ich den Gedanken abstoßend ihre muschi zu ficken sondern da ich viele Gay Pornos schaute würden ich mich gerne mal mit 3-4 Männern verabreden und ich Knie in der Mutte und Lutsch all ihre geilen leckeren verschiedene anschwänzle hart bis mich einer aufeinmal bittet mich auf alle 4 zu knien und er fängt an mich zu ficken und ich sage dem einen komm fick du mein Maul und ihr anderen 2!Lutsch ich weiter….. JWTZT MAL ZUM ABSCHLUSS ZU KOMMEN: wie erklär ich es meiner NOCH Partnerin und bitte macht mir Mut das ich morgen endlich meine Rosette stopfen lasse.. 23 Likes 15 Antworten· vor 3 Monaten

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