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nick2017333

Friedrich Merz als Kanzlerkandidat????

Empfohlener Beitrag

nick2017333
Geschrieben

Moinsen,

glaubt ihr das Friedrich Merz als Kanzlerkandidat in Frage kommen würde? Für mich ist er, aufgrund seiner streitbaren Persönlichkeit, ein Politiker, mit dem sich vielleicht viele Bürger wierder identifizieren könnten und der damit auch der CDU und vielleicht komischer Weise auch der SPD gut tun könnte.

Was meint ihr?

P.S. Ich bin kein CDU-Wähler, mir geht es um die Typvon Politiker wie Merz, denn man entweder mag oder eben nicht, an den man sich "reiben" kann. Ein Typ der, meiner Meinung nach zur Zeit leider rar geworden ist. Leider hab ich bei vielen Politikern eher das Gefühl, das sie mir leider eher nur egal sind.

hairyleg
Geschrieben

Ich bin kein Merz Fan. Hast recht er polarisiert. Wahr eigentlich immer SPD Wähler aber da gibt es keinen Kandidaten momentan. Würde CDU wählen wenn Hannelore Kraft antreten würde, aber glaube nicht. Bin auf die Kandidaten gespannt.

 

Wrde auch CDU oder SPD wählen bin der Meinung Deutschland braucht die zwei Volksparteien. Wenn mann von der SPD als Volkspartei nicht mehr reden kann. Muß ne stabile Regierung sein. Brauchen eine starke mitte mit einem Junior Partner. Keine GroKo AfD usw.

oldysuchtjungy
Geschrieben (bearbeitet)

Friedrich Merz als Kanzlerkandidat? Sicher, man kann sich an seine konservativen Ideen prima abarbeiten und sich reiben, aber reicht das?

Auch wenn er momentan angeblich der "Wunschkandidat" vieler in der CDU ist, ich glaube nicht, daß er Bundeskanzler werden könnte. Man bedenke, daß er in zwei Jahren, wenn Angela Merkel das Amt als Bundeskanzlerin aufgiebt, Friedrich Merz 65 Jahre sein wird, kein besonders junger Kanzlerkandidat. Solltt er er dennoch kandidieren, so würden die Medien und seine politischen Gegner ihn peinlich genau unter die Lupe nehmen. Sein Job beim Finanzinvestor Blackrock, sein Lebensstiel mit Privatflugzeug usw., und auch seine mangelnde Erfahrung als Staatsmann (er hat bislang noch nie ein öffentliches Amt bekleidet), könnten ihn schnell ins stolpern bringen. Schon bei seiner Kandidatur zum Parteivorsitz der CDU, war es ihm sehr peinlich als man ihm nach seinem Einkommen befragte, er kam da mächtig ins trudeln. 

Ich könnte mir da schon eher einen Armin Laschet, aus NRW als Kanzlerkandidat der CDU vorstellen. So wie ich Armin Laschet, in der öffentlichen Wahrnehmung erlebe, ist er nicht der polarisierer, sondern eher ein ruhiger ausgleichend und zusammenführender Politiker. Vermutlich wird die CDU bei der nächsten Bundestagswahl nicht die absolute Mehrheit gewinnen und somit auf einen Koalitionspartner angewiesen sein. Bestimmt wird es nicht die SPD sein (es wird auf keinem Fall eine neue GroKogeben), ich vermute eher es werden die Grünen. In dieser Situation braucht es keinen der polarisiert (wie Friedrich Merz) sondern jemand der zusammenführen kann.

Aber vielleicht kommt alles ganz Anders, man sollte AKK noch nicht zu früh abschreiben, auch eine Angela Merkel ist von Kohls "Mädchen" erst mit der Zeit die Kanzlerin geworden, die sich gegen die alte Herrenriege der CDU durchgesetzt hat. Viele dieser alten Herren der CDU hatten geglaubt das Merkel nur ein Betriebsunfall aei, Sie haben sich getäuscht. Gleiches könnte vielen bei AKK wieder passieren. Nun, wen auch immer die CDU zu ihrem Kanzlerkandidaten -oder Kandidatin macht, mit meiner Stimme  können Sie nicht rechnen. 

bearbeitet von oldysuchtjungy
Maxxi
Geschrieben
Geht's noch? Es gibt genug alte Männer die in solchen Positionen viel Mist produzieren!!! Siehe USA, Großbritannien oder ganz schlimm Türkei! Auch wenn ich solche Ambitionen dem Herrn Merz nicht unterstelle.
nick2017333
Geschrieben
Am 31.10.2019 at 06:04, schrieb Maxxi:

Geht's noch?

Genau das ist ja die Frage? Kann ein Politiker mit seiner Verknüpfung zur Wirtschaft als Retter der Partei gelten? Wie würde er gesamtgesellschaftlich als Bundeskanzler arbeiten, wenn man am an seine Verknüpfungen zum größten Einzelaktionär als Unternehmen an der deutschen Börse denkt. Und ich weiß gerade nicht wieviel der 17.000 Unternehmen unter Blackrock in Deutschland ansässig sind.

 

Am 31.10.2019 at 00:02, schrieb oldysuchtjungy:

Armin Laschet, aus NRW als Kanzlerkandidat der CDU vorstellen

Ich weiß nicht ob er genug Lobby in der eigenen Partei hat.

gaymalets
Geschrieben
Ist der Merz wieder ausgebrochen? Nee der ist mir zu sehr Lobbyist, zu sehr in der Wirtschaft verstrickt.
oralaktivfan
Geschrieben
das wäre wir früher Schröder nur in schwarz
flecker
Geschrieben
Bei dem habe ich den Eindruck, dass sein größtes und einziges Anliegen das Füllen der eigenen Taschen ist. Der hat so viele "Nebenjobs" dass ich ihm sein politisches Engagement für die Gesellschaft nicht abnehme.
Ushuaia369
Geschrieben

Ehrlich gesagt, ich sehe im Moment niemanden der das Charisma hätte, unser Kanzler oder unsere Kanzlerin zu werden.

Wolfo
Geschrieben
Ich finde Merz als Kanzlerkandidat für sehr kompetent.
oldysuchtjungy
Geschrieben

@Wolfo Wenn du mir jetzt noch sagen könntest, woran du seine Kompetenz fest machst, dann  könnte ich deine Zeilen nachvollziehen. Ausser seinen Vorschlag, daß die Steuererklärung auf einen Bierdeckel passen sollte und das Reiche weniger Steuern zahlen sollen, ist mir von Merz nichts besonders politisches bekannt.

Neugieriger84
Geschrieben
Ist doch egal, wer in diesem land an der macht ist, beschissen werden wir doch eh. Arbeiten bis 70, sowas kann sich auch nur jemand ausdenken, der sein geld nicht mit seinen eigenen händen verdient.
nick2017333
Geschrieben
vor 19 Minuten, schrieb Neugieriger84:

Arbeiten bis 70, sowas kann sich auch nur jemand ausdenken, der sein geld nicht mit seinen eigenen händen verdient.

Na der erste, der es sich ausgedacht hat war Bismark bei der Einführung der Rentenversicherung 1889, wenn zuvor 30 Jahre lang eingezahlt wurde. Allerdings lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei 40 Jahren. Zum Glück liegt die ja heute bei ca. 80 Jahren.

oldysuchtjungy
Geschrieben
Gerade eben, schrieb Neugieriger84:

Ist doch egal, wer in diesem land an der macht ist

Das würde ich so nicht sagen! Ich kan es mir schwerlich vorstellen das ein Bundeskanzler (oder sollte ich sagen ein Führer) Höcke die lieberalen Freiheiten, die wir zur Zeit genießen, noch verteidigen würde. Anscheinend sind hier einige doch sehr Oberflächlich, daß Sie letztendlich auch auf die Demokratie scheißen (man verzeihe mir den harten Ausdruck).

 

Neugieriger84
Geschrieben
In der weimarer republick hieß es auch mal, nur wer etwas leistet bekommt geld. Und das war vorm 3. Reich. Mit ist doch egal wer an der macht ist, hab ich bestimmt nicht die einzeller von der afd gemeint. Ist ja echt unglaublich, was man hier in den mund gelegt bekommt.
nick2017333
Geschrieben
Am 31.10.2019 at 19:22, schrieb oralaktivfan:

das wäre wir früher Schröder nur in schwarz

Und wäre das dann gut? Man muss sie ja nicht mögen, aber es sind Typen und das ist oft das Einzige, was zählt. Den Leuten wird das mit seinem Hintergrund egal sein, wenn sie sich mit ihm als Typ identifizieren können. Erst als Gegenpart für wenn auch immer in der eigenen Partei und dann als Heilsbringer fürs Land. (Nicht mein Wunschdenken, nur meine Einschätzung zm Thema.)

oldysuchtjungy
Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb Neugieriger84:

hab ich bestimmt nicht die einzeller von der afd gemeint

Sorry, dann ist es dir ja doch nicht ganz egal...Hättest du darauf hingewiesen, wäre das Misverständnis garnicht entstanden.

Neugieriger84
Geschrieben
Entschuldigung angenommen. Wenn die von der afd jemals in die position kommen sollten, einen kanzlerkanditaten zu stellen. Dann können wir nur noch auswandern. So blöd wird das deutsche volk ja wohl nicht sein, obwohl die im osten ja neuerdings die nachfolger von der partei wählen, gegen die sie vor 30 jahren auf die straße gegangen sind
nick2017333
Geschrieben
vor 20 Minuten, schrieb Neugieriger84:

obwohl die im osten ja neuerdings die nachfolger von der partei wählen, gegen die sie vor 30 jahren auf die straße gegangen sind 

Welche Partei hast Du da im Sinn? Solltest Du "Die Linke" meinen, finde ich das Kreuz als Protestkreuz akzeptabler als das bei der AfD. Und auf Kommunalebene würde ich das immer von der Person abhängig machen. Da hab ich bei einer Stichwahl auch schon mal das Kreuz dort gesetzt. Aber es kam dann doch schlimmer.

Adidasshortringer
Geschrieben

Der Merz müsste sich mit den Grünen einigen. Ohne die käme er gar nicht an den Posten Bundeskanzler. Wie auch die anderen in der CDU momentan. Nur leider machen die Grünen bei dem was der Merz in wirtschaftlichen Sachen machen will, nicht mit. Da steckt zuviel Black Rock drin bei dem....

Wer aufgepasst hat, dürfte mit dem Dreiteiler beim ZDF (da läuft heute Abend der dritte Teil) die Ursachen für den Wahlerfolg der AfD besonders im Osten erfahren haben:

Daran war die CDU massgeblich schon 1989 beteiligt, indem sie dort Fehler beging, die 30 Jahre danach auch nicht mit vieeel Geld zu beseitigen oder zumindest abzumildern  sind....

Eine Bodenreform, die nur Reichen (Konzernen wie Black Rock) aus dem Westen und Ex-Stasi in die Hände spielt, später Mieten und Immobilienpreise in die Höhe treibt usw. hat diesen Namen nicht verdient!

Soll ich weitere "Verfehlungen" der Regierung Kohl aus den Jahren Ende der 80er aufzählen?

nick2017333
Geschrieben
vor 27 Minuten, schrieb Adidasshortringer:

Der Merz müsste sich mit den Grünen einigen.

Dann müßte er ja erst einmal in der CDU an der Spitze stehen. Hälst Du das für möglich? Wenn ja, warum?

oldysuchtjungy
Geschrieben

 

vor einer Stunde, schrieb Adidasshortringer:

Der Merz müsste sich mit den Grünen einigen. Ohne die käme er gar nicht an den Posten Bundeskanzler. Wie auch die anderen in der CDU momentan. Nur leider machen die Grünen bei dem was der Merz in wirtschaftlichen Sachen machen will, nicht mit.

Wie sollte sowas gehen? Da wirft Friedrich Merz den Grünen "Umweltpopulismus" u.a. vor, und erklärt die Grünen (neben der AfD) als  Hauptgegner der CDU/CSU bei den nächsten Wahlen.  Doch selbst wenn Friedrich Merz in der Zwischenzeit Kreide gefressen hat und manchmal moderatere Töne gegenüber den Grünen anschlägt (Grüne sind Partnerfähig) so  lohnt es sich schon mal auf  die politische Vita von Friedrich Merz zu schauen

In seiner Zeit als Bundestagsabgeordneter tat er sich als ein Vertreter einer konservativen und wirtschaftsnahen Politik hervor. Bekannt wurde er auch wegen seiner Prägung des Begriffs einer „deutschen Leitkultur“. Außerdem plädierte er unter anderem für eine Vereinfachung des Steuersystems und für die Einschränkung von Sozialleistungen. Friedrich Merz warnte zudem vor einer zu schnellen Energiewende. Im Jahr 2010 war er einer der prominentesten Unterstützer des „Energiepolitischen Appells“, der unter anderem die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke voranbringen sollte. 

Kann man es den Grünen verdenken, das sie mit solcheinem "Partner" kaum eine Koalition eingehen würden?

Adidasshortringer
Geschrieben
Am 6.11.2019 at 16:13, schrieb oldysuchtjungy:

Kann man es den Grünen verdenken, das sie mit solcheinem "Partner" kaum eine Koalition eingehen würden?

Ganz klar: NEIN! Insbesondere wenn ein Herr Merz Kanzlerkandidat seiner Partei werden würde und (nicht zu vergessen) den Sozialabbau schlimmer noch wie ein Herr Schröder betreiben würde.

Dann liefen noch mehr (vorher bei den Wahlen) Wähler mit ihren Stimmen zu den Grünen und den Linken, die dann eine Koalition mit der niedergegangenen SPD und den Grünen machen würden....

nick2017333
Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb oldysuchtjungy:

Kann man es den Grünen verdenken, das sie mit solcheinem "Partner" kaum eine Koalition eingehen würden?

Könnte man nicht, aber genau das sind die Punkte, wo ich CDU-intern ihn mir als gedachten Heilsbringer vorstellen könnte. Und das sie vermuten könnten, das er abgewanderte Protestwähler zurückholen kann. ( Wie gesagt, nicht mein Wunsch, aber eine Möglichkeit, die ich seh.)

oldysuchtjungy
Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb nick2017333:

das er abgewanderte Protestwähler zurückholen kann. ( Wie gesagt, nicht mein Wunsch, aber eine Möglichkeit, die ich seh.)

Da müßte er schon richtig große Wunder vollbringen. Ich denke niemand geht heute davon aus, daß die CDU/CSU (geschweige die SPD) es schaffen wird, bei der nächsten Bundestagswahl soviel Wähler dzu gewinnen kann, daß sie alleine eine Regierung bilden kann. Bei Umfragen liegt die CDU/CSU derzeit bei  ca. 26-29 % und die FDP bei ca 6-7 % ,die Grünen bei 23 %. Wer 1+1 zusammenzählen kann, wird da leicht ablesen können welche Koalitionen da möglich sind.  Die SPD (die bei Umfragen zwischen 14+16 % liegt) wird zu 99 % keine neue Koaliton mit der CDU/CSU eingehen. Das bedeutet, das die CDU/CSU nur  mit einem Kanzlerkandidaten antreten kann, der auch für oben genannte Parteien, koalitionsfähig ist.  Merz wird  scheint dieses nicht sein. Nach meiner Meinung wird  die CDU/CSU deshalb entweder AKK oder NRWs Ministerpräsidenten ins Rennen schicken.


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