Lange ging man davon aus, dass Homosexualität heilbar wäre. Daher gab es verschiedene Psychotherapien, die diese „Identitätsstörung“ beheben sollten. Doch jetzt sind diese Heilungsversuche verboten und Konversionstherapien stehen unter Strafe. Dieses Gesetz wurde im Sommer 2020 erlassen. Wir finden das richtig und erklären, warum.

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Homosexualität ist keine Krankheit

Früher galt Homosexualität als widernatürlich. Der sexuelle Akt zwischen zwei Männern wurde sogar bestraft. Obwohl das bereits länger nicht mehr so ist, gelten für schwule Partner andere Regeln, als für heterosexuelle Menschen. Doch Wissenschaftler sagen ganz klar, Homosexualität ist angeboren und keine Krankheit oder gar Identitätsstörung.

Die Konversionstherapie

In der Vergangenheit ging man davon aus, Homosexualität sei eine psychische Störung. Noch heute denken viele Menschen, dass Homosexualität heilbar wäre und etwas ist, dass man ablegen müsse. Daher gab es die Konversionstherapie. Sie hatte zum Ziel, homosexuelle Neigungen zu schwächen und abzulegen, aber heterosexuelle Vorlieben aufzubauen. Bekannt ist sie auch als Reorientierungstherapie. Der Psychotherapeut arbeitet dann mit einer Verhaltenstherapie.

Aber auch in manch einer Religion gilt Homosexualität als abnormal. Menschen sprechen davon, dass die betroffene Person besessen sei. Durch verschiedene Rituale wird dann versucht, den inneren Dämon auszutreiben.

Folgen der Konversionstherapie

Man sagte, Homosexualität sei eine Identitätsstörung. Doch letztendlich ist es die Konversionstherapie, die häufig eben dieses Phänomen auslöste. Dem schwulen Mann wird suggeriert, dass er nicht gesund und seine Neigung nicht normal oder gesellschaftlich anerkannt sei. Daher versucht er, seine Homosexualität abzulegen und sich dem anderen Geschlecht zu widmen. Doch das Schwulsein ist ihm angeboren. Durch die Therapie wird er in ein Leben gepresst, dass nicht ihm als Mensch entspricht. Dadurch kann es passieren, dass er sich im falschen Körper fühlt. Sein Verhalten passt nicht zu seiner Natur und er muss eine Rolle spielen. Auf Dauer kann genau das zu einer geschlechtlichen Identitätsstörung führen, wo vorher keine war. Auch Depressionen oder Angststörungen sind mögliche Folgen. Im schlimmsten Fall leidet der Patient so sehr unter der Konversionstherapie, dass sein Suizidrisiko stark steigt.

Jeder Mensch sollte sich so akzeptieren, wie er ist. Und auch wir sollten unser Umfeld so akzeptieren, wie es ist. Homosexualität ist keine Krankheit und nichts, was behandelt werden muss. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Konversionstherapie als Menschenrechtsverletzung an.

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Gesetzes zum Schutz vor Konversionsbehandlungen

Durch das Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen ist jede medizinische Intervention zur Heilung oder Änderung der sexuellen Orientierung verboten. Bei Verstößen sollen Freiheitsstrafen oder hohe Bußgelder möglich sein.

Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt hatte, ist das Gesetz seit Mitte des Jahres 2020 aktiv. Konversionsbehandlungen sind nun für jeden verboten. Sie dürfen weder beworben oder angekündigt, noch durchgeführt werden.

Bei Verstößen droht eine Haftstrafe bis zu einem Jahr oder ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 30.000 €.

Ausnahmen gibt es immer

Wenn ein Mensch sich selbst in seiner geschlechtlichen Identität gestört fühlt und darunter seelisch leidet, darf er natürlich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen. Wer tatsächlich das Gefühl hat, im falschen Körper geboren zu sein, der kann sich helfen lassen. In diesem Fall geht es aber nicht darum, Homosexualität abzulegen, weil andere es als falsch suggerieren.


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26 Kommentare

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Gast
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biberg

Geschrieben

Am ‎10‎.‎01‎.‎2021 at 08:29, schrieb Clas1311:

Ich hatte in meiner Jugend Kontakt mit einem schwulen Mann und fand es sehr erregend. Habe mich aber geschämt dafür und mich später für die Frau entschieden. Der Gedanke an das Erlebnis mit dem schwulen Mann hat mich nie losgelassen. Ich suchte dann in der Szene der schwulen mein Glück und meine Befriedigung. Alles was ich mir immer gewünscht hatte, fand ich dort. Heute habe ich nur noch den Wunsch, Sex mit schwulen Männern zu haben und selbst schwul zu sein. Für mich persönlich ist Sex mit einem Mann wunderschön. 

Bei mir war ähnlich, ich habe mit 16 Jahren einen schwulen Mann kennengelernt, denn ich immer Samstag Mittag nach der BAS am Bahnhof getroffen habe. Dann sind wir zusammen in seine Wohnung gegangen, die nicht weit vom Bahnhof entfernt war , haben Kaffee getrunken und ich habe einen Krapfen verspeist. dann haben wir uns gegenseitig ausgezogen, gestreichelt und den Körper des anderen geleckt, geküsst und dann habe ich seinen großen Schwanz gewichst.Um halb Fünf Uhr bin ich dann mit dem Zug nach Hause gefahren. Später habe ich mich dann für eine junge Frau entschieden und diese geheiraten. nach Dreißig Jahren habe ich dann eine jüngere Frau kennen gelernt und beide  sind wir später dann Swinger geworden. Beim swingen habe ich dann wieder meinen Hang zu Männern entdeckt, Wenn die Ladies sich von anderen Frauen ficken und decken lassen haben, dann haben wir Männer uns einen geblasen oder gewichst.

Ja und seit ca. zweieinhalb Jahren taste ich mich an die Schwulenszene heran und ich bin happy, wenn ich mit einem Mann Sex haben kann.

 

 

 

 

 

 

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Clas1311

Geschrieben

Ich hatte in meiner Jugend Kontakt mit einem schwulen Mann und fand es sehr erregend. Habe mich aber geschämt dafür und mich später für die Frau entschieden. Der Gedanke an das Erlebnis mit dem schwulen Mann hat mich nie losgelassen. Ich suchte dann in der Szene der schwulen mein Glück und meine Befriedigung. Alles was ich mir immer gewünscht hatte, fand ich dort. Heute habe ich nur noch den Wunsch, Sex mit schwulen Männern zu haben und selbst schwul zu sein. Für mich persönlich ist Sex mit einem Mann wunderschön. 

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Robert-2640

Geschrieben

Klar! Schwul sein ist keine Krankheit.
Wenn aber Schwule Männer Respekt einfordern muss man sich DEN durch sein Verhalten auch verdienen.

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versauterpauli

Geschrieben

Onlypassiv und gayharzer ist nichts hinzu zu fügen

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Onlypassiv89

Geschrieben

Zwar etwas spät, aber besser spät als nie.

Jeder Mensch ist nun mal wie er ist.
Die Basis wird über die Genetik erstellt und der Rest durch Erfahrung.

Es ist doch bekloppt, Leute in eine Ecke zu drängen, wo diese nicht hin gehören.

Wie oft habe ich nicht schon gehört, ich sei doch krank und ein schlechter Mensch.
Nur weil ich auf Typen stehe.
Man ist aufgrund der Sexualität kein schlechter Mensch.
Diese sucht man sich nicht aus.
Viele wollen das aber leider nicht verstehen.

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gayharzer

Geschrieben

Ist doch klar das Homosexualität keine Krankheit ist, für mich eher eine Einstellung. Außerdem bin ich der Meinung das wir Homosexuellen (oder Bisexuellen) weder was schlechteres noch was besseres als Heteros sind! Wir sind alles Menschen und jeder Mensch hat nun mal einen anderen Geschmack das war schon immer so also wieso nicht auch statt einer Frau einen Mann? Aber das war ja das damalige Schubladendenken und es hat sich glücklicherweise viel geändert obwohl es dummerweise trotzdem noch Homophobe Menschen gibt.

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micha144

Geschrieben

Ich neige zum Exhibitionismus. In der Fußgängerzone wird das als störend empfunden - hier auf Gay.de finden es viele toll. 😜

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micha144

Geschrieben

Es soll doch jeder seine Neigungen und Wünsche ausleben - solange dabei niemand geschädigt oder über Gebühr belästigt wird. Ich war meiner Ehefrau 27 Jahre lang treu, aber mit ED kann ich in ihr keinen Orgasmus mehr haben. Weiche ich eben auf anale Spiele aus. Weil sie das nicht will, suche ich einen erfahrenen Mann, der mich fisten will. 😜

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Gast

Geschrieben

@biberg: du hast dich entschieden, bi zu werden? Kaum zu glauben... Die Sexualität ist angeboren, da gibt es nix zu entscheiden. Zb durch Hormone der Mutter in der Schwangerschaft. Sonst könnte ich mich ja auch dazu entscheiden, Sex mit Frauen zu haben... 

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Bi-Scorpio

Geschrieben

Meine Mutter glaubte auch, dass man Homosexuelle heilen könne.

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Kuss1979

Geschrieben

humosexualität ist doch keine Krankheit. Es ist für mich das normalste auf der Welt

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Suessergaykerl_1976

Geschrieben

Ich finde es sehr gut das es erlassen wurde sollen Sie doch jeden Lieben lassen wieder will egal was er ist Wir sind alles Menschen bzw.Lebewesen egal was man und wie man ist 🤗🤗🤗😊😘😘😘

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biberg

Geschrieben

also ich find das Homosexuell sein, kein Makel oder eine Identitaetsstoerung ist, ich bin so geworden, weil ich es wollte und bin es nicht von Geburt an. Wenn ich schwul sein will, dann möchte ich es sein und mich mit Gleichgesinnten treffen. Dabei möchte ich mit anderen Geleichgesinnten das tun was uns spass und Befriedigung bringt.

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MyriTV1981

Geschrieben

@Boddenmann : Noch viel unfassbarer ist die Verurteilung von Homosexuellen nach $ 175 zu langen Haftstrafen in einem Land, was im Artikel 1 seiner Verfassung von der unantastbaren Würde des Menschen spricht. Die Wiedergutmachungszahlungen sind lächerlich.

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Pet571

Geschrieben

Ich meinte in meinem Text, der Ablauf ist unumkehrbar

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Pet571

Geschrieben

Alles was den Menschen in Bewegung versetzt muss vorher durch den Kopf. Dieser Ablauf ist umkehrbar und fest im Gedächtnis integriert. Keiner kann daran etwas ändern oder glauben es verändern zu können. Das ist das Programm das nach der Geburt zu laufen beginnt. In vergangenen Jahrzehnten wurden, wie z. B Homosexualität, wegen unsittlichen Verhalten verfolgt. Kein Leben kommt ohne Liebe aus, somit der Bezug zu anderen Menschen als völlig normal, auch dann wenn sich Gleichgeschlechtliche lieben zu nennen. Die Ursache ist, dass dieses Verhalten als unnormal und somit therapiert werden soll ist darauf zurück zuführen, dass jeder von sich glaubt normal zu sein. Man sollte sich mal mit der Entstehung des Menschen befassen und man wird Homosexualität gar nicht mehr erwähnen wollen. Vielmehr wurde schon oft die Frage gestellt, warum der Mann Brustwarzen hat. Eine Therapie könnte nur beeinflussen aber niemals ändern. Homosexualität ist keine Sucht sondern eine angeborenes Empfinden und Neigung. Selbst ein Süchtige ist nicht heilbar, sondern derjenige dem man hilft muss es selbst seinen gewohnten Entzug selbst kontrollieren.

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Boddenmann

Geschrieben

Es ist unvorstellbar, dass es selbst im aufgeklärten Teil Europas so lange gedauert hat, diesen Schwachsinn, der so viele meist junge Menschen seelisch zerbrochen hat, endlich zu verbieten.

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MyriTV1981

Geschrieben

Jetzt müssen nur noch die - so gut wie vernachlässigbaren 90 % - aller Staaten auf der Erde geheilt werden, die noch anders ticken....

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Michii

Geschrieben

Unter einer gewissen Folter kann man das bestimmt heilen aber wozu das ist die Frage ergibt ja irgendwie keinen Sinn

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glanzberl

Geschrieben

Es is heilbar bei so mach ein hier auf jeden Fall 😉
Das es im jahr 2021 überhaupt noch zur Debatte steht solch saublöde Fragen zu stehlken ! Is das nich heilbar!?

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Lieutenant_Maverick

Geschrieben

Das letzte was ich haben kann : wenn Leute einen in eine bestimmte Form pressen wollen, weil sie meinen besser wissen zu müssen was für einen gut ist , als man selbst. Oder : man müsse "geheilt" werden und solle sich gefälligst "damit abfinden und glücklich sein". 

Davon habe ich mehr als die Nase voll. Sei es von Ärzten die so drauf sind , als auch von Privatleuten. 

Ich habe das Glück /  Pech das mein Geist aus mehr als einer Seite besteht und lebe Genderfluid. Ausgesucht habe ich mir das nicht und ich wäre in jüngeren Jahren fast daran zerbrochen heute nicht mehr da. 

An diesem Punkt kommt der letzte Absatz ins Spiel:  auch hier  wird vieles tatsächlich einfach mal eben gemacht (weil man es besser weiß als die Person selbst)  und Leute werden regelrecht in Formen gepresst ,was schwere Folgen haben kann, wenn sowas vorschnell passiert und sich als der falsche Weg rausstellt. ( Erfahrungen , die ich für mich , bezüglich mir gemacht habe)

Mich wollte man auch mehrfach regelrecht "gesund doktern"  oder dergleichen statt mal zu verstehen, warum es mir mies geht und dass so manche Schublade einfach die falsche ist und ich da vorn und hinten nicht reinpasse. ( mit dem Kopp durch die Wand wollen weil ich nur so und nicht anders zu sein habe)

Mir geht es da einfach ums Prinzip. 

Es gibt Dinge , die man nicht ändern kann weil es einfach in einem drin steckt. Sei es die Sexualität oder was auch immer. 

Liebe Gruß an alle , 

Maverick 

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schotka

Geschrieben

gibt es da eigendlich auch Therapien für bi ?

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Physio94

Geschrieben

Wenn sie der Meinunh sind,die Homosexualität zu heilen, die müssten vielleicht sich selber einmal heilen lassen.Wir leben inzwischen im 21 Jahrhundert.Ichglaube jeder soll so leben können wie er es möchte.

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joyride

Geschrieben

Therapiebar sind nur die Homohasser,nicht wir.

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schmusebär549

Geschrieben

Das ist auch gut so denn jeder sollte nach seinem Gutdünken glücklich sein
Alles ist gut wir leben in einer neuen Welt und nicht im Mittelalter
Aber nicht mit kleinen Jungen und Mädchen denn die sollen ihre Sexualität selber erkunden und kennen lernen

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