Am 1. Dezember ist Welt-AIDS-Tag. Ein Tag, an dem sich alle mit Menschen mit HIV und AIDS solidarisieren und somit der anhaltenden Diskriminierung entgegenwirken. Aber auch ein Tag, an dem wir uns an Freunde, Bekannte und die Menschen erinnern, die wir in den letzten Jahren in Folge einer Infektion verloren haben. Du hast HIV? Damit komme ich klar!

 

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HIV Neuinfektionen gehen zurück

Laut Studien des Robert Koch Instituts, haben sich im letzten Jahr schätzungsweise 2.400 Menschen mit HIV infiziert. Bei Männern, die Sex mit Männern haben, ist die Zahl der Neuinfektionen auf 1.600 gesunken. Im Jahr 2013 waren es noch wesentlich mehr (ca. 2.200). Ein Grund für den starken Rückgang sollen vor allem die neuen Schutzmöglichkeiten im Rahmen einer medikamentösen Präexpositionsprophylaxe (kurz: PrEP) sein. Seit 1. September 2019 übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Behandlung. 

 

Du hast HIV? Damit komme ich nicht klar!

In der diesjährigen Kampagne zum Welt-AIDS-Tag geht es um unsere Vorurteile gegenüber HIV. Die Lage ist klar: Solange wir Menschen mit HIV stigmatisieren, solange kann sich auch deren Situation nicht verbessern. Wir sind es, die an uns arbeiten, uns informieren und agieren müssen. Die Angst vor Diskriminierung schürt Ängste und diese wiederum tragen dazu bei, dass Neuinfektionen zu spät erkannt und somit unbehandelt bleiben. 

Die Kernbotschaft: „Streich die Vorurteile!“ soll alle Beteiligten dazu ermutigen ihre eigenen Denkweisen und ihr Verhalten zu überdenken und mögliche Vorurteile aus dem Kopf zu streichen. 

Derzeit leben etwa 90.000 Menschen mit HIV in Deutschland. Durch Aufklärung und Prävention konnte die Zahl der Neuinfektionen in den letzten Jahren reduziert werden. Bei schwulen und bisexuellen Männern spricht die DAH von einem Rückgang von 27 Prozent seit 2012.  Medikamente und bessere Therapien tragen dazu bei, dass Betroffene ein weitestgehend unbeschwertes Leben führen können. 

 

PrEP - Aktuelle Studien und Wirkungen rund um das Thema HIV und Aids Vorsorge.

 

SAFER SEX - Dein Schutz ist sein Schutz!

Safer Sex macht einfach mehr Spaß. Egal ob mit Gummi oder ohne - du bist für dich selbst verantwortlich und nicht dein potentieller Sexpartner. Die ICH WEIß WAS ICH TU-Kampagne der DAH informiert ganzjährig über mögliche Präventionsmöglichkeiten und bietet alles, was du wissen musst.

 

Wir fassen an dieser Stelle kurz zusammen: 

  • Um dich vor einer Ansteckung mit HIV, aber auch einer anderen Geschlechtskrankheit zu schützen, bietet das Kondom immer noch den bestmöglichen Schutz. Wenn du HIV negativ bist, kannst du dich auch mit der sogenannten PrEP vorbeugend vor einer Infektion schützen. Informationen zu Einnahme des Vorsorge-Medikaments findest du in unserem Gay.de-Magazin sowie im IWWIT-Leitfaden.
  • Für HIV-Positive ist der Schutz durch Therapie besonders wichtig. Durch die Einnahme von Medikamenten wird die Vermehrung der HI-Viren unterdrückt und man kann erreichen, dass sie unter die Nachweisgrenze sinken. Eine Übertragung ist dann nicht mehr möglich. 
  • Solltest du dennoch ein mal ungeschützten Analverkehr haben - und auch die PrEP einen längeren Zeitraum nicht eingenommen haben, dann kann eine 4-wöchige PEP eine Infektion meistens verhindern. 

 

 

GAY.DE Aktion zum Welt-AIDS-TAG


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Du möchtest dich solidarisch zeigen? Dann zeig Schleife! In unseren Komplimenten findest du ab sofort die "Red Ribbon" zum Verschenken. Sende sie an deine Freunde oder neuen User und setze damit ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Menschen mit HIV. 

 


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